Bodenplatte zur Entwässerung aufstemmen und Schacht bauen...

26.06.2012


Hallo Freunde des Fachwerks,

wir haben das Problem, dass über unsere Kellertreppe immer wieder Regenwasser in den Keller läuft... und sich Pfützen bilden. Zwar gibt es auf der gegenüberliegenden Seite des Kellers einen Abfluss, aber das Wasser fließt hier nicht brav ab, sondern verteilt sich im Keller. Nun hatten wir einen Sanitärbetrieb da, der empfohlen hat die Bodenplatte ca. 30 cm vor der Kellertür aufzustemmen, um einen Schacht zu bauen in den das Wasser geleitet wird. In den Schacht kommt eine Pumpe, die dann das Wasser in ein nahegelegenes Abflussrohr pumpen soll. Unsere Bodenplatte ist nicht sehr dick, 3-4 cm schätze ich und hierdrunter leigt wohl Schlacke o.Ä., das hat eine Bohrung ergeben. Nun frage ich mich, ob es wirklich sinnvoll sein kann die Bodenplatte aufzustemmen, also quasi kaputt zu machen, um hier einen Schacht aus Zement zu bauen. Andere Ideen fallen mir auch nicht ein... Eine Abdeckung der Kellertreppe ist nicht praktikabel und aus optischen Gründen auch nicht gewünscht.
Freue mich auf Einschätzungen.

Viele Grüße

Martin





Wenn die Bodenplatte nur 3-4 cm hat dann ist das im statischen Sinn keine Bodenplatte (die das Haus trägt und die Auflast der Mauern auf den Untergrund verteilt oder gegen aufsteigendes Wasser schützen soll), sondern einfach ein Mörtelestrich.
Ich würde da (vorausgesetzt meien Ferndiagnose stimmt) bedenkenlos aufmachen. Die Idee mit der Pumpe ist nur gut, wenn es gar nicht anders geht. Eine rein passive Lösung, auch wenn sie mit mehr Grabeaufwand verbunden ist, ist immer besser.



Hallo Herr Paulsen,



dann ist die entscheidende Frage, oder?
Ob die Bodenplatte eine statische Funktion hat...?
Tja, ich habe da gebohrt und es kam ca. 3-4 cm grauer Staub entgegen und dann eine schwarze Masse, die etwas am Bohrer klebte. Man sagte mir dass sei Schlacke.
Was bedeutet passive Lösung? Etwa eine Sickergrube mit Kies, o.Ä.? Dann besteht doch die Gefahr einer Unterspülung...

Viele Grüße

Martin



um



den Aufwand gering zu halten - wie wäre es, vor die letzte Stufe ein podest zu setzen (unten), was eigentlich nur ein becken mit einem Gitter ist - dort könnte man eine Pumpe installieren. Dieses kleine becken könnte man mit Klinker mauern und Dichtschlämme abdichten. Es müsste nur gewährleistet sein, daß alles von der Treppe kommendes Wasser auch wirklich ins Becken geleitet wird (Eisenrahmen fürs gitter sollte an der Treppenseite 5 mm niedriger sein als das Einlegegitter)
das schwarze unter dem Estrich (!) könnte auch eine Abdichtung sein.



Hallo Olaf,



an diese Variante hatte ich auch gedacht... dann wird es aber unpraktisch aus dem Keller zu gehen. Sieht auch optisch nicht ganz so doll aus, wenn man oben herein schaut.
Früher muss es wohl mal eine große Klappe über der Kellertreppe gegeben haben.. Aber so etwas wird super schwer und für meine Liebste nicht mehr zu öffnen sein...
Vielleicht kann ich ja eine kleine Rinne bis zum Abfluss fräsen, oder stemmen... Gibt es solcjhe Geräte, mit denen ich im Estrich eine 2-3 cm breite und ca. 2 cm tiefe Rinne Fräsen kann? Viele Grüße

Martin



Die...



...gibt es, nennt man Flex oder Winkelschleifer ;-)
Ich denke mal Jens hat genau sowas mit "passiver Lösung gemeint".
Je nachdem wie Ihr Euren Keller nutzt, wäre wohl ein AKO Rinne vor der Kellertreppe mit Einleitung in den Abfluss auf der anderen Kellerseite eine Möglichkeit.

Aber das: "das schwarze unter dem Estrich (!) könnte auch eine Abdichtung sein." würde ich nochmal genau untersuchen sonst wird´s noch eine verschlimmbesserung!

Gruß



@Michael



wenn ich eine AKO Rinne vor die Türe baue... komme ich mit dem Abfluss sehr tief... sprich unter die Bodenplatte, in das "schwarze" Zeug herein...
Ich dachte nun eher an ein Aufschlitzen des Bodens mit einer Rinne die oberflächlich bis zum Bodenabfluß führt.
Lieber ist es mir die Bodenplatte nur oberflächlich zu "zerstören", um das Wasser abzuführen...
Was das schwarze Zeug ist vermag ich so auch nicht zun sagen...

Gruß

Martin