Bodenplatte öffnen




Sehr geehrtes Forum,

Ich bin seit langem Mitleser und habe nun eine eigene Frage:
Kurz: Konsequenzen beim Aufstemmen der Bodenplatte
Detailierter:
Ich habe ein Haus aus dem Jahre 1968 gekauft, es besteht aus zwei Gebäuden, die über eine Überbauung verbunden sind.
Die Wasserversorgung des hinteren Gebäude muss erneuert werden. Der Sanitäter hat jetzt den Vorschlag gemacht über den Hof in 80cm in einem 200er Rohr drei gedämmte Leitungen aus dem vorderen Haus (hierin ist die Heizung) in das Hinterhaus zu verlegen.
Das Vorderhaus hat einen Keller, aus dem heraus man das Rohr legen kann (80cm frostfrei), dann zum anderen Haus führen. Hier fängt das Problem an:
Das Hinterhaus hat keinen Keller und man muss jetzt durch das Fundament und dann in 90Grad durch die Bodenplatte. Der Sanitäter möchte einen Schacht 40x40.
1. Darf ich die Bodenplatte aufreißen?
2. Ist das statisch ein Problem?
3. Ich brauche dazu einen Bohrhammer und eine große Flex (wegen der Armierung)?
4. Kann man auch eine Kernlochbohrung durch die Bodenplatte machen?

Vielen Dank für eure Hilfe



Fundament



Ich glaube nicht das hier eine bewehrte Bodenplatte als Gründung verbaut wurde, eher ca. 10 cm Beton, mehr nicht.
Viele Spaß beim Fundamentdurchbruch, der wird per Hand heftig.
Ich empfehle Ihnen mit einer Firma für Betonbohrungen/Schneiden in Kontakt zu treten. Die arbeiten sauber, leise und schnell.



Fernwärmeleitung


Fernwärmeleitung

Statt KG Rohr mit einzeln isolierten Rohren besser ein Fernwärmerohr mit der entsprechenden Anzahl an komplett in Dämmung eingebetteten Warmwasserohren verwenden.
Kaltwasserrohre, Leerrohre für Steuerleitungen und Elektro könnten separat daneben gelegt werden.

Fernwärmerohr kann in Abhängigkeit vom Rohrdurchmesser gebogen werden, sodass Übergangsstücke und Muffen nur im Gebäude, jeweils am Ende verwendet werden müssen und NICHT IM Boden.

Rohr im Freien möglichst tief legen, besser 1 m oder mehr.

- Erst Graben herstellen,
- dann innen das Loch durch den Betonboden
- dann bis zur benötigten Tiefe graben
- mit dünnem Bohrer die Wand durchbohren
- dann beidseitig die Wand durchstemmen.

Evt geht’s leichter, wenn vorher kreisförmig viele Löcher gebohrt werden.

Das Fernwärmerohr in Sand legen und entsprechend weit darüber ein Warnband einlegen, damit bei zukünftigen Baggerungen ein Hinweis gegeben wird.

Frühere Betonqualitäten sind meist gut aufzubrechen und statisch ohnehin kein Problem.

Falls überhaupt Armierungen vorhanden sind können die mit einer kleinen Flex, Seitenschneider oder auch von Hand durchtrennt werden.

Bohrhämmer, auch mit Drehfunktion und Werkzeugen können ausgeliehen werden, wobei du auch überlegen kannst, ein gebrauchtes Profigerät mit Zubehör zu kaufen.

Ob sich ein Kernbohrer für die Bohrung in der Wand rentiert hängt von den Kosten ab- eher fraglich.
Andreas Teich