Bodenplatte erneuern

25.01.2020 flieder



Hallo,
in meinem mehr als 100 Jahre alten Haus wurde auf Grund eines Wasserschadens die Bodenplatte erneuert. Der Raum ist nicht unterkellert.

Es wurde folgendermaßen vorgegangen. Auf das Erdreich wurde grober, nasser Sand aufgebracht, um eine ebene Fläche zu erhalten. Darauf wurde eine Folie gelegt, darauf 4cm Dämmplatten und darauf dann eine etwa 7cm dicke Schicht aus einem Sand- und Zementgemisch. Jetzt soll es erst einmal trocknen.
Die Folie wurde bis zum Ende der Bodenplatte abgeschnitten und es wurde kein Styroporstreifen am Rand entlang eingefügt um einen Spalt zur Wand zu lassen.

Was mich jetzt irritiert, ist der nasse Sand unter der Folie und der fehlende Streifen an der Wand entlang. Wohin soll die Feuchtigkeit gehen? Ist es nicht schon vorprogrammiert, dass dass Feuchtigkeit in die Wände zieht?

Die Folie wurde bis zum Ende der Bodenplatte abgeschnitten und es wurde kein Stun
Vielen Dank für Eure Reaktionen und viele Grüße
Helga



Abdichtung der Bodenplatte



ich hätte keine prinzipiellen Bedenken- wobei die örtlcihen Verhältnisse nicht beurteilt werden können..
Wenn der Untergrund vorher trocken war hätte ich sicher versucht unter der Dämmung trockenes Material zu verwenden.
Abhängig vom geplanten weiteren Aufbau muß ohnehin eine Feuchtigkeitssperre über dem Estrich hergestellt werden.
Der Mauerfuß liegt ja ohnehin tiefer im ggf feuchten Untergrund als die Bodenplatte.

Die PE-Folie ist natürlich keine Feuchtigkeitssperre, da sie durch den Sand sicher perforiert wird.

Sofern es bei den baulichen Bedingungen sinnvoll ist könnte als Kapillarsparre ein Einschnitt in den Wandverputz gemacht werden.

Wie werden die betreffenden Räume genutzt?
Sind Beläge vorgesehen?



Antwort



Es handelt sich um das Schlafzimmer. Als Bodenbelag soll Laminat oder ähnliches verlegt werden.
Welcher Untergrund bei welchem Belag wäre da sinnvoll?



Erdberührter Bodenaufbau für Wohnraum



Zumindest müßte eine Feuchtigkeitssperre bis ca OK Fußleiste verlegt werden- am Rand mit Bewegungsschlaufe, damit diese bei Setzungen nicht abreißt.
.
Dann würde ich zusätzlich dämmen, zumindest ca 4 cm und statt Laminat
zB geölte Holzdielen auf 40/60 mm KVH-Latten mit dazwischen gelegten Holzfaserdämmplatten verschrauben.

Die Wände müssen natürlich trocken sein.
Wenn kapillare Feuchtigkeit über den Putz möglich ist diesen dicht über dem jetzt vorhandenen Estrich als Kapillarsperre einschneiden

U.u. Wandabdichtung durch Innenbeschichtung, zB minütlich MB 2K o.ä. vornehmen.

Zuerst Feuchtigkeit und Ursachen feststellen-
es kann auch Kondensat sein- zu wenig Lüftung, zu geringe Wärmedämmung etc



bodenplatte



vielen Dank!!!