Bodengleiche Dusche / Abwasserrrohr in Holzbalkendecke legen

05.08.2018 Herr Badman

Bodengleiche Dusche / Abwasserrrohr in Holzbalkendecke legen

Hallo liebe Community,
leider habe ich die Antwort auf meine Frage noch nicht komplett in den anderen Beiträgen finden können, weshalb ich noch eine Frage zum Thema bodengleiche Dusche eröffne.
Bei meiner Badsanierung (Haus Bj. 1925 Holzständerwerk, Decke mit Fehlboden und Schüttung) steht nun die Verlegung der Abwasserrohre an. In das Bad soll dabei eine bodengleiche Dusche eingebaut werden. Die Lage des Fallrohrs (nach oben aus dem Dach entlüftet) ist dabei optimal und liegt genau zwischen den beiden Balken, zwischen die auch der Abfluss für die Dusche kommt (auf dem Bild ist ganz rechts der Austritt des Fallrohrs zu sehen und ganz links soll der Abfluss hin) . Gefälle ist ebenfalls kein Problem (maximal wären 3cm/m möglich, Ich würde 1 bis 1,5cm wählen).

Meine Frage ist nun, wie ich das Abwaserrohr im Bereich der Schüttung optimal einbaue (Abstand Fallrohr-Abfluss sind ca. 1,5m)

Mein bisheriger Plan wäre, die Schüttung zu entfernen, dann Querbalken mit Ausspahrungen für das Abwasserrohr zwischen die Trägerbalken des Fußbodens über den Fehlboden einbauen ( mit entsprechenden Gefälle), dann das Abwasserrohr Verlegen (HTsafe mit zusätzlichem Schalschutzschlauch für optimalen Schallschutz im Fehlboden und dazu für jede Rohrverbindung eine Auszugsicherung). Zum Schluss Schüttung wieder zwischen die Balken, darauf eine OSB Platte und dann Holzfaserdämmmatte (bzw. Ausgleichsschüttung unter Duschelement) und Fermacell Trockenestrichplatten mit abschließender Abdichtung ( Folie oder Anstrich). Ist das so machbar/ratsam?

Viele Grüße
Alex



Theoretisch möglich



Hallo Alex,
ich möchte einen Sachverhalt hervorheben, die Holzbalkendecke schwingt. Deshalb sind Ihre Sicherungen schon sinnvoll. Ich möchte nur zu bedenken geben, das die Abdichtung den Schwingungen ebenfalls ausgesetzt ist und Sie ein undicht werden erst sehr spät merken werden. Ich weiß nicht wie viel Platz Sie haben nach oben. Ich löse nach Möglichkeit das Problem anders, Ich lege auf die Balken Lewis-Platten und bringe darauf Betonestrich mit Estrichmatte im Gefälle auf. Darauf wird im Naßbereich die Flüssigfolie verstrichen. Als zusätzlichen Effekt kann ich den Rücklauf (rücklaufgesteuert) vor und im Duschbereich verlegen. Es ist immer alles trocken und Sie haben immer warme Füße. Das erste Bad dieser Art hat schon über 15 Jahre auf dem Buckel und funktioniert immer noch. Noch ein kleiner Vorteil am Rande Abtrennungen können auch mi Fußboden verankert werden und deshalb wesentlich stabiler und es können schmalere Profile z. B. Geberit verwendet werden.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Wird nicht dicht



Eine bodengleiche Dusche ohne Duschtasse wird nie richtig dicht werden. Wie mein Vorredner schon sagte, schwingt eine Holzbalkendecke. Die Gefahr von Undichtigkeiten ist extrem hoch, mit allen Fokgeerscheinungen der holzzerstörenden Pilze.

Ich würde ihnen eher eine flache Duschtasse empfehlen mit den klassischen Dichtarbeiten.



Duschtasse und Lewisplatten



Vielen Dank für die schnellen Antworten, Meine Beschreibungen in Bezug auf die Duschtasse waren etwas unspezifisch. Natürlich hatte ich geplant, ein vorgefertiges Element zu verwenden. Ich war mir hier jedoch noch unsicher zwischen dem Wedi Riolito Fundo Element, dem Fermacell TE-Ablaufelement oder einer vollwertigen Duschtasse wie der Duravit DuraPlan Bodenplatte.

Die Variante mit den Lewisplatten finde ich aber tatsächlich viel besser (aus bereits von Ihnen genannten Gründen), doch hätte ich hier noch ein paar Fragen.

Sehe ich es richtig, dass ich die Lewis-Platten und somit den gesamten Boden direkt auf die Balken einbaue, bevor ich alle Wandvorbauten oder Abtrennungen erstelle. Oder ist auch ein Einbau direkt auf die Dielen vor bzw, nach erstellen der Wandvorbauten möglich/sinnvoll? Zwei Wände des Badezimmers sind zudem nur Leichtbauwände (Trennwand zur angrenzenden Küche), deren Ständerwerk auf die Dielen geschraubt ist. Hier müsste ich Querbalken zur Untersützung der Wand und zur Randauflage für die Lewisplatten zwischen die darunterliegenden Balken einbringen, wenn ich direkt auf die Balken verschraube. Insgesamt ist bei mir eine Aufbauhöhe von 7cm mit Dielen oder 9cm Ohne Dielen möglich, genügt dies für den gesamten Bodenaufbau, eventuell auch mit Fussbodenheizung?
Des weiteren die Frage, ob ein Gefälleausgleich der nicht im Lot liegenden Balken notwendig ist, oder ob ich dies über den Estrich erreiche (ich habe ein Gefälle von je 1,5 - 2 cm in Längs- und Querrichtungen des Raums)? Zuletzt die Frage, ob die Auflagen auf die Balken als Tritschalldämmung genügen, vor allem wenn eine Dusche integriert ist?
ich würde gerne so viel wie möglich an Vorbereitungsarbeiten selber übernehmen. Die Platten und den Estrich würde ich dann sicher von einer Fachfirma machen lassen.

Zum Schluss trotzdem noch einmal die Frage, ob meine Überlegungen für die Verlegung des Abflussrohrs für den Duschablauf so richtig sind, oder ob ich da noch Aspekte vergessen habe?

Viele Grüße
Alex