Bodenausgleichen

07.01.2019 hausnummer1



Hallo Ihr Lieben!

Wir sanieren gerade (leider mit relativ wenig Vorwissen) ein kleines Fachwerkhaus aus dem Jahr 1841, an dem im vergangenen Jahrhundert schon immer mal von irgendwem herumgewerkelt wurde.

In zwei Räumen des Erdgeschosses muss der alte Betonboden, der teilweise gefliest, teilweise mit Holzlattung und vom Holzwurm zerfressenen Dielen belegt war und daher nun größere Unebenheiten aufweist, ausgeglichen werden. Einer der Räume ist zudem unterkellert. Betonestrich ist leider keine Möglichkeit, da nur maximal 2cm ausgeglichen werden sollten, damit keine Stufen zu den weiteren Räumen entstehen. Die größten Löcher im Beton sind jedoch bis zu 4 cm tief. Zudem würden wir gerne auch wasserundurchlässiges Material/ eine Dampfsperre verwenden, da in den letzten Jahren wohl immer wieder Wasser durch den Boden in das Haus eingedrungen ist.

Über irgendwelche guten Tipps und Ideen wie man in einer solchen Situation vorgehen könnte um den Boden langfristig auszugleichen, würden wir uns sehr freuen!

Ganz lieben Dank!
Gabriela



Bodenaufbau



Besser du überlegst dir eine Lösung für den kompletten Bodenaufbau.
Dieser sollte auch Dämmung enthalten- nicht nur wegen Wärmeverlusten
sondern auch möglicher Kondensatbildung.
Wie ist der Bodenaufbau und woraus besteht die Kellerdecke?
Zur Abdichtung gibts viele Möglichkeiten:
PE-Folie, EPDM, Bitumenbahnen, Abdichtungen mit Alufolien, Abdichtungen wie ZB MB 2K u.ä. Am besten per E-Mail nachfragen.
Wo befindet sich euer Haus?

Zuerst genauen Bestand herausfinden und dann Maßnahmen überlegen.



Estrich



Hallo Herr Teich,

erstmal vielen lieben Dank für Ihre Hilfe!
Eine weitere Dämmung ist leider quasi keine Option, da eben nur sehr wenige cm für den Boden/Estrich zur Verfügung stehen. Der Boden zum Keller ist aus einfachem Beton und Stahlträgern und im zweiten Raum ist der Beton einfach auf den Erdboden gegossen worden, teilweise sind noch Schieferplatten darunter. Die Idee war zuerst den Beton mit einfacher Bodenausgleichsmasse zu begradigen, eine Folie dazwischenzulegen und dann mit Fliesestrich zu arbeiten. Jedoch waren wir uns unsicher, ob Fliesestrich eine gute Möglichkeit ist, da er ja etwas empfindlicher gegen Wasser ist, das ja von unten eindringen könnte..

Liebe Grüße,
Gabriela



Bauteilaufbauten | Bestandsaufnahme



Gerade, wenn Sie erst am Beginn Ihrer Sanierungsarbeiten stehen, sollten Sie eine Bestandsaufnahme des Gebäudes durchführen (lassen), in der auch alle Gebäudeschäden (Wasser, Feuchteschäden, Substanzverlust), der Sanierungsstau und die Rohbaukonstruktion untersucht und bewertet wird.

Die Frage nach möglichen und sehr sparsamen Bodenaufbauten, die konstruktiv und bauphysikalisch funtkionieren, kann nur nach örtlicher Besichtigung und Kenntnis der baukonstruktiven Zusammenhänge entschieden werden.

Wenn ein Problem mit (wiederkehrender) Dauerfeuchte oder eindringendem Wasser besteht, muss dafür erst die Quelle ermittelt werden, bevor über Schutzmaßnahmen und zu verwendende Materialien entschieden werden kann. Prinzipiell kann bei geringer Aufbauhöhe mit mineralischen Ausgleichsmassen und zur Abdichtung mit mineralischer Dichtschlämme gearbeitet werden..



Übergänge



Ich hatte in mehreren Räumen in meinem Untergeschoss Estrich und teilweise Holzbalken mit Dielen. Teilweise über einem alten Gewölbekeller, teilweise nicht unterkellert. Ich habe mich für einen Neuaufbau entschieden, da mit einem Estrich über die unterschiedlichen Untergründe kein rissfreier Aufbau garantiert werden kann. In der Regel werden sie bei fast jedem Bodenbelag weiter Risse im Boden haben. Damit wird auch ihre Folie oder sonstige Abdichtung kaum wirksam verlegt werden können. Die alten Balken werden mit der Zeit weiter nachgeben und damit auch ihr Beton bzw. sonstiger Estrich darüber.

Wenn sie den alten Estrich und die Balken herausnehmen haben sie genügend Platz für einen neuen Bodenaufbau und sparen sich das Abnehmen der Türen und Probleme wie zu niedrige Brüstungshöhen an den Fenstern oder niedrige Deckenhöhen. Der Aufwand dafür hält sich in Grenzen.

Feuchtigkeit im Boden und an den Dielen sind in vielen Fällen Kondensfeuchte aus dem Raum und nicht Feuchtigkeit von unten. Zur Sicherheit eine Abdichtung einbauen kann nicht schaden, aber alte Häuser wurden meist nicht in wasserführenden Bodenschichten gebaut.



Bodenaufbau



Hallo Gabriela,
Ohne Dämmung würde ich keinen Wohnraum-Boden ausführen.
Kalte Böden können zu Kondensat führen.
Alte Estriche zu entfernen geht sehr schnell und ermöglicht dann wesentlich zuverlässigere, dauerhafte Bodenkonstruktionen zu erstellen.
Dabei feststellen, ob Bodenfeuchtigkeit, Kondensat oder eine andere Ursache für Feuchtigkeit vorliegt.

Entsprechende Ausgleichsmassen sind feuchtigkeitsbeständig.
Feuchtigkeitssperre kann vorher als Spachtelmasse aufgetragen werden.
Bei Fragen kannst du mich gerne anrufen- Tel Nr im Profil




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