Bodenaufbau zu hoch - Lösungssuche

01.06.2021 DieRestaurette


Schönen guten Tag!
Wir haben bei der Sanierung iu seres Fachwerkhauses ein Problem geschaffen bekommen. Die Küche im EG hatte nur eine Deckenhöhe von 1,90 m. Der Fußboden bestand aus Dielen, die auf Eichenbalken genagelt waren. Statt einer traditionellen Schüttung hatte man in den 30er Jahren Beton zwischen die Bslken gegossen. Der Erdkeller unterhalb der Küche hatte nur eine Höhe von 1,40m. Der Keller war nicht nass, aber auch nicht knochentrocken. Die Wände des Kellers und EG sind aus Bruchstein. Diese werden noch mit einer Wandheizung noch versehen.
Wir haben daraufhin den Fußboden entfernt und 70 cm Lava als kapillarbrechende Schicht aufgebracht. Darauf dann Armierung und Beton. Das Ziel war es, später eine lichte Höhe von 2,40 m zu haben, da Treppenstufen, Fensterbankhöhen und Schränke alle passen würden.
Tja, und dann haben auf der Baustelle ein paar Leute nicht nachgedacht und uns 17 cm zu viel Beton reingegossen. Wir kriegen den Beton nicht mehr raus.
Wir könnten einen Boden von maximal 4 cm Höhe aufbringen. Danach würden Türhöhen, Arbeitsflächen, Fensterbänke und Treppe gar nicht mehr passen.
Die Frage ist jetzt: Können wir lediglich eine Holzlattung aufbringen und direkt darauf Dielen verlegen? Ohne Dämmung und Estrich? Eine Überlegung war, für die Auflagerhölzer Schlitze in den Boden zu fräsen, um genug Leistenhöhe für die Befestigung zu haben. .
Ursprünglich war eine Fußbodenheizung geplant, um die Wandheizung zu unterstützen.
Fliesen möchte ich nicht so gerne verlegen, damit der Raum wegen der fehlenden Dämmschicht nicht so fußkalt ist.
Hat jemand eine bessere Idee oder Bedenken, was den Bodenaufbau angeht?



Stemmen



Hallo,

was ist mit Lava Schüttung gemeint? Perlite, Blähton... Ich lese nichts von einer Abdichtung nach unten.
Je frischer der Beton noch ist, desto leichter läßt er sich herausstemmen. Welcher Beton wurde eingebaut?
Mit 4cm Höhe werden sie keinen komfortablen oder gar der EnEv entsprechenden Fußboden aufbauen können.

Gruß
Det



Moin,



ich stimme da meinem Vorredner voll und ganz zu.
Wenn Ihr jetzt schon mit solch einem Gemurxe anfangt.

Kompressor + Hammer+ Meisel und dann loslegen, je länger ihr wartet umso härter wird der Beton



Alternativvariante



Die Variante, den Beton zu entfernen, halte ich auch für die technisch sinnvollste, auch wenn es ärgerlich ist. Statt Hammer und Meißel gibt es dafür Maschinen, fragt mal einen Fachmann.

Möglichkeiten gibt es trotzdem. Dielung auf Lagerhölzern ist möglich, die kann man einfräsen. Ich würde dann trotzdem unter die eingefrästen Lagerhölzer etwas Dämmung legen und auch in den Zwischenraum. Muss ja nicht viel sein, aber eine gute, nicht irgendwie mit Strohlehm anfangen. Darauf kann eine Fußbodenheizung, wenn das in das Heizungskonzept passt. Hier also vorher mit dem Heizungsbauer sprechen. Wenn eine Wandheizung vorgesehen ist, müssten ja die entsprechenden Temperaturen da sein.



Gemurkse



Der Beton ist komplett durchgehärtet und wir haben sowohl Stemmen wie Fräsen mit Industriemaschinen versucht. 1 cm in 6 Stunden....
Der Unterbau besteht aus Lava Schotter, einem hier in der Region üblichen Material.
Und die Energiesparverordnung ist in diesem Bau eh nicht relevant.
Raus ist daher keine Option.



das macht nichts



Einfach beim Stahlbeton bleiben und das Projekt zum Hochbunker umwidmen.



Das Forum



war auch schon mal bekannt für konstruktive Vorschläge und lösungsorientierte Diskussionen statt arroganten Rumgeätze..
Es war ein in der Denkmalsanierung völlig üblicher Bodenaufbau geplant. Aufgrund eines kommunikationsfehlers auf der baustelle haben wir statt 15 cm Beton 35 cm eingebracht bekommen. Fehler passieren nun mal auf jeder Baustelle. Besonders bei Kernsanierungrn mit vielen Gewerken parallel auf dem Bau.
Ich könnte jetzt den Bauleiter verklagen, das bringt uns aber nicht weiter.
Eir können nicht 35 qm Beton rausstemmen, dann brcht das Haus zusammen.
Wir haben an zwei Seiten Wandheizungen. Wir haben eine dicke kapillsrbrechende Schicht als Unterbau. Meine Frage ist schlicht, ob mir die Böden durch Kondenswasser wegfaulen oder nicht.



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Danke für den Tipp



aber dann lieber kalte Füße und Fliesen. :)
Ich bau doch nicht komplett mit regionalen, nachhaltigen Baustoffen im Denkmal, um dann Plastikboden und Fungizide zu verbauen.



Raus hauen



Hallo Stephanie,

bist du dir ganz sicher dass ihr wegen dem Fehler alle Pläne üben Haufen werfen wollt? Und stattdessen jetzt nur noch drumherum "bastelt"?
Du hast leider nicht genau erklärt wie der Fehler entstand, bzw. wessen Fehler es war. Ich will nicht von "Schuld" sprechen, Fehler passieren nun mal, aber ich denke, wenn jemand so einen Bock schießt sollte er auch dafür gerade stehen und ihn wieder gut machen.
Wir sind gerade dabei in einem ziemlich maroden Fachwerkhaus aus dem 16. Jh. einen nachträglich reingegossen Betonboden rauszuhauen. Der ist zwar "nur" 20 - 25 cm dick, aber das geht, ohne das die Hütte zusammenfällt. Die Platte ist ja nur zwischen die Bruchsteinfundamente (wenn man es so nennen will) gegossen. Will sagen das Fw steht ja nicht drauf. Wie lange dieses "Abbruchunternehmen" jetzt dauern wird, kann ich noch nicht sagen, weil wir nur Raum für Raum und "zwischen" anderen Gewerken arbeiten können.
Aber vor 4 Jahren habe ich in einer Scheune (Bruchstein- und Fw-Wände) auf 60 m² den Betonboden raus gehauen. Der war zwischen 15 - 40 cm dick, mit alle möglichem Eisenschrott als "Armierung" drin. Da hatte ich (alleine) mit einem 11kg-Boschhammer (GSH11 = ein Meißelhammer, kein Bohrhammer) 5 Tage gebraucht, um den Beton zu zertrümmern. Auch da ist an den Wänden/ und Fundamenten nichts passiert. Obwohl die bis zur Decke 4 m hoch sind.
Also wenns darum geht, dass du Bedenken hast, dass die Hütte Schaden nimmt, kann ich dich beruhigen. Es geht.

Ich denke, lieber einen am Anfang gemachten Fehler beseitigen, als sich den Rest der Zeit drüber zu ärgern und nur noch zu "flicken was zu flicken ist". Der Ärger ist so viel schneller verflogen und man kann nach ein paar Tagen drüber lachen.

Gruß,
KH

PS: Meinem Nachbarn ist das Gleiche mit der Bodenplatte seines Neubaus passiert, jetzt kommt er nur noch mit einem hochbeinigen SUV/Geländewagen in die Garage, für seinen normalen Pkw ist der Böschungswinkel zur Einfahrt zu steil. Was ihm auch erst gaaaanz zum Schluß, als alles fertig war, aufgefallen ist. Als zu Anfang der Fehler passierte, sagte er auch noch "15 cm ist nicht so tragisch", jetzt muss er für alle Zunkunft seine Autos passend zur Garageneinfahrt kaufen, nur weil er damals keinen Ärger mit der Baufirma wollte....



Das muss raus



Dafür gibt es einen Presslufthammer mit Baukompressor, das funktioniert. Ich hab das Thema auch durch. Wo du mit dem Boschhammer 10min brauchst, hälst du mit dem Presslufthammer 5 sek drauf und fertig. Ich habe beim Entkernen meines Kuhstalls auch erst beim dritten und größten Gerät erfolg gehabt. 33 Tonnen Beton per Hand...