Bodenaufbau über Kellergewölbe

28.07.2015 Stachbäck



Hallo liebe Fachwerk- und Denkmalfreunde,
nach eingehender Recherche zum Thema Bodenaufbau über Kellergewölbe und gefühlten
100 Meinungen möchte ich hier nun mal meinen geplanten Bodenaufbau vorstellen, mit der Bitte um
Konstruktive und kritische Diskussion:

Folgende Ausgangslage. Mein Gästezimmer ist zu ca. 2/3 Unterkellert wobei das Gewölbe ca. 60 cm über die jetzige Bodenplatte hinausragt.
Das Gewölbe musste in diesem Bereich auch teilweise neu aufgemauert werden, da in früheren Generationen nicht gerade zimperlich bei Umbaumaßnahmen vorgegangen wurde.
An der Stelle wo das Gewölbe unter die Bodenplatte abtaucht wurde ein ca. 11cm stake Abstellwand betoniert.

Der Statiker und nach eigenen Angaben auch Fachmann für die Sanierung von Altbauten hat mir folgenden Aufbau vorgeschlagen:
Als Schüttung Glasschaumschotter (z.B. Ecoglas) darauf dann eine (PE-Folie oder ein Geotextil) darauf dann zur Lastverteilung dann Waschbetonblatten, dann eine Abdichtung nach DIN 18195 (klassisch Bitumenbahn) und schließlich Dämmung, Trockenestrich und der Bodenbelag.

Wenn ich mir hier die verschiedenen Diskussionen angehört habe. kommt mir das hier doch etwas aufwändig vor wobei ich vor allem auch Bedenken habe wegen der aufsteigenden Feuchtigkeit (Wobei mein Keller nicht nass ist aber doch eine gewisse Grundfeuchtigkeit hat.
Der Statiker meinte hier, dass der Glasschaumschotter als kapillarbrechende Schicht und auch als Dämmung fungiert (Bringt mir das was bei aufsteigender Feuchtigkeit)

Ich habe auch mal bei dem Glasschaumschotterhersteller nachgeschaut. Die haben sogar ein Datenblatt für ähnlichen Aufbau (zwar weniger Schichten aber auch eine Abdichtung).

So, ich hoffe die Infos reichen aus und bin auf eure Rückmeldung gespannt.

Viele Grüße

Stachbäck



Bodenaufbau



Der vorgeschlagene Aufbau ist nicht aufwendig.
Woraus besteht der Untergrund?
Gibt es aufsteigende Feuchte-
die kann nur durch Diffusion oder Kapillarität aufsteigen,
sofern drückendes Wasser ausgeschlossen werden kann.

Da Glasschaumschotter nur 50% des Dämmwertes von üblichen Dämmstoffen hat ist normalerweise eine Dämmung über der Feuchtigkeitssperre wesentlich effektiver.

Bei drückendem Wasser dürfte der Glasschaum gar nicht als Dämmaterial berücksichtigt werden, da er durchströmt wird.

Die PE-Folie unter den Betonplatten kann entfallen-
sie wäre nur bei der Naßeinbringung von Beton notwendig.

Statt Bitumen könnte auch EPDM verwendet werden- jeweils bis Oberkante Bodenbelag hochziehen.

Andreas Teich



Doppel



doppel gelöscht



Fußbodenaufbau



Mit ein paar Fotos des Raumes auf dem auch die Oberseite des Gewölbes sichtbar ist kann ich Ihnen einen sinnvolleren Fußbodenaufbau benennen.



Bodenaufbau



Hallo Stachbäck,
hier meine Aufbau-Empfehlung: Nutze am besten erst eine gebundene Schüttung. Hier gibt es eine praktische Variante von fermacell. Anschließend musst du die Fläche abdichten. Hier kann ich dir ALUJET Floorjet Reflex empfehlen. Darüber legst du dann Estrich-Elemete (z.B. Fermacell 2 E 14). Das eignet sich gut für die Lastverteilung. Abschließend kannst du dann den geplanten Bodenbelag nutzen.
Falls du mehr Wärmedämmung benötigst, müsstest du noch zusätzlich einen druckfesten Dämmstoff nutzen.

Vielleicht hilft dir dieser Link hier weiter: http://www.bodenplaner.com/

Viel Erfolg bei deinem Projekt!