Bodenaufbau mit zu hoher Luftfeuchtigkeit?




Guten Tag,

wir haben ein kleines Problem mit unserem Fußbodenaufbau. Ich fürchte wir haben diesbezüglich einen Konstruktionsfehler begangen.

Zum Ist-Zustand:

wir haben eine Bodenplatte aus WU-Beton darüber wurden Schweißbahnen mit Bitumen verlegt.

-Darauf eine Verlattung - die zwischenräume sind gefüllt mit Steinwolle, dann folgen OSB-Platte.

Auf den OSB-Platten ist eine Fußbodenheizung angebracht und darauf folgen Trockenestrichplatten.

Die Schlitze zwischen den Platten und der Wände wurden nicht verklebt oder verschlossen

Auf dem Trockenestrich wurde eine Folie aufgelegt und Laminat verlegt.

Nun besitzen wir im Haus mehrere Bodentanks - die noch nicht komplett fertiggestellt sind. Sie reichen runter bis auf die Bitumenbahnen.

Interessehalber habe ich dort einen Hygrometer aufgestellt und mit erschrecken festgestellt, dass die Luftfeuchtigkeit bei 70 % aufwärts liegt (sie lag zwischendrin auch schon mal bei 80 %). Seitdem stehen alle Tanks offen da - um eine zumindest minimale Belüftung zu gewähren.

Wir sind ratlos - uns wurde gesagt, dass ein Bodenaufbau in dieser Art keine Probleme bietet. Nun ist jedoch die Sorge, dass sich unsere untere Fußbodenkonstruktion in ein Schimmellager entwickelt.

Bescheiden wäre es natürlich auch, wenn der komplette Boden rückgebaut werden muss.

bisher hoffe ich darauf, dass es sich um eventuelle Restfeuchte des Betonboden handeln könnte und sich dies eventuell irgendwann von selbst erledigt. (Dringt Restfeuchte überhaupt durch eine Bitumenbahn?)

Zusätzlich haben wir bei unseren Terrassentüren festgestellt, dass es hier wohl eine Kältebrücke gibt. Die von uns bereits entsprechend gedämmt wurde, seitdem ist der Wert etwas gesunken.

Verschliesst man die Bodentanks, steigt jedoch der Wert wieder an und pendelt sich bei 70 & ein.
(Die Raumfeuchtigkeit im Haus liegt bei 45 - 55 %)

Könnt Ihr mir Tipps geben was ich tun kann? Kann es sich um Kondensfeuchtigkeit handeln? Aufgrund der Fußbodenheizung?



Bodenaufbau-Bodenfeuchtigkeit



Eine Bodenplatte aus WU-Beton gilt ab 20 cm als wasser- und diffusionsdicht,
sobald der Beton seine Ausgleichsfeuchtigkeit erreicht hat.
-siehe Zeichnung bei meinen Bildern)
Voraussetzung ist natürlich, dass Risse ausgeschlossen sind.
Da das Erreichen der Ausgleichsfeuchtigkeit lange dauert werden trotzdem Feuchtigkeitssperren verlegt,
die das Ausdiffundieren der raumseitigen ca 80 mm der Betonfeuchtigkeit verhindern.

Wieviel Wasser sich unter dem Beton befindet spielt keine Rolle-
also auch nicht die Luftfeuchtigkeit in den Tanks, wenn die Bodenplatte darüber verläuft. Eine Skizze deiner Konstruktion hilft weiter.
Ungedämmter Beton führt beim Auftreffen wärmerer Luft zu Kondensat und damit zu höherer Luftfeuchtigkeit.

Im allgemeinen genügt als Unterbau zB eine EPDM-Folie und zB ein Estrich,
um das Eindringen von Bodenfeuchtigkeit komplett zu verhindern.

Bodenplatten aus Beton, wie bei Neubauten zur Flächengründung sind unnötig.
Schadensresistenter, zB im Falle von Undichtigkeiten, sind XPS- oder Schaumglasplatten zur Dämmung auf der Abdichtung,
darüber direkt die Fußbodenheizung.

Dein Fußbodenaufbau mit beidseitig abgesperrten, nicht feuchtebeständigen Materialien ist riskant
und muß im Schadensfall komplett rückgebaut und entsorgt werden. Wer hat das so empfohlen?

Andreas Teich



Hier mal der Bodenaufbau


Hier mal der Bodenaufbau

ein kompletter Rückbau wäre natürlich für uns katastrophal.

die Bodenplatte mit der Bitumenbahn ist merklich kühler.

Ist denn eine Bitumenbahn keine "Dampfsperre"?

würde denn eine Art Belüftung für den Zwischenraum der Balken dem entgegenwirken?



Fußbodenaufbau



Das mit den Konstruktionsfehler(n) haben Sie schon mal erkannt, das ist gut.
Zum Aufbau selber:
Ich habe noch NIE! so einen verwurschtelten, teuren, überbemessenen, vor überflüssigen Schichten strotzenden Fußbodenaufbau gesehen.
Was haben Sie sich verdammt noch mal gedacht so viele Schichten sinnloserweise aufeinanderzuhäufen?
Zuviel Geld?

Ehe Sie "aus Sorge um den Schimmel" noch weitere Verkäufer in Baumärkten glücklich machen vergessen Sie den Uwertrechner und warten erst einmal die nächsten Monate bis zur warmen Jahreszeit ab.
Schimmelwachstum hängt von vielen Faktoren ab, vor allem in der Nutzung.
Wenn wirklich vermehrt Schimmel im Randbereich und im Bodenaufbau auftritt kann man darüber nachdenken wie Sie die Probleme diesmal minimalinversiv und ökonomisch lösen.



Bodenaufbau



habt ihr tatsächlich auf 18 cm XPS noch 25 cm dicken Stahlbeton?

War das Bestand oder wie ist es zu diesem Aufbau gekommen?
In welcher Schicht befinden sich die Bodentanks dabei?

Habt ihr Bilder auf denen die sichtbar sind?

Wenn euch diese Konstruktion empfohlen hat habt ihr bei Mängeln zumindest gute Regreßchancen.

Wo befindet sich euer Gebäude und wie wird dieser Raum genutzt?

Andreas Teich



als Laie tut man sich nicht leicht


als Laie tut man sich nicht leicht

nunja, wie kommt es zu dem Bodenaufbau. Gute Frage.

Wir haben eine Firma beauftragt, die Bodenplatte herzustellen. Dies geschah eben mit diesem Aufbau (auf Empfehlung hin). Ab Bitumenbahn haben wir es dann selbst "verbrochen". Im Zuge aller Bauarbeiten mussten wir auch feststellen, dass nicht jeder Tipp / Rat das Gelbe vom Ei ist.

Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass es sich um ein reines Holzhaus handelt. (Kein Fachwerk)

Unser Bodentank reicht bis in die Installationsebene - durchbohrt also keine Betonschicht oder der Gleichen. (Es handelt sich bei dem Bodentank um spätere Bodensteckdosen)

Der Raum wird als Wohnraum genutzt - da es ein Einfamilienhaus ist.

Man sollte vielleicht noch dazu erwähnen, dass die Gegend in dem das Haus steht einen recht hohen Grundwasserspiegel hat, weshalb es hier überwiegend halbhohe Keller gibt. (Vielleicht ein Grund weshalb unsere Bodenplatte so ist wie Sie ist)

Und leider können wir uns auch nicht an zuviel Geldes erfreuen. In dem Haus stecken unsere gesamten Ersparnisse. Ich würde gerne vermeiden, dass uns die ganze Sache irgendwann auf die Füße fällt.

Zumal die Kinderplanung bereits ansteht... Da würde ich gerne vermeiden, dass mein Fußboden Beine bekommt. *zwinker*

vielleicht mach ich mir da auch zuviele Gedanken, aber ich dachte mir, dass hier sehr viele Menschen mit fundiertem Wissen sind - Die mir vielleicht den ein oder anderen Rat haben, was ich/wir tun können - und ob wir überhaupt etwas tun müssen.

Noch ein Nachtrag:

Die 25cm Betonplatte wurde vom Architekten errechnet. (Wegen der 2 Stützpfeiler die vom Dach aus runterkommen)



Fußbodenaufbau



Können Sie mich bitte aufklären was ein Bodentank ist und was Sie mit Bodensteckdose meinen?



Bodentanks


Bodentanks

Werden oft in größeren Büroräume verbaut. Ich habe mal ein Bild rausgesucht.



Boden-Installationsebene



So sieht das schon mal ganz anders aus.
Handelt es sich um einen Neubau?
In dem Fall müßte doch ein Architekt/Planer die Konstruktion beurteilt haben.
Punktlasten hätten durch ein Punktfundament abgeleitet werden können,
oder steht das gesamte Gebäude ohne Streifenfundamente nur auf dieser Bodenplatte?

Bei belüfteten Installationsebenen besteht die Gefahr der Auskühlung mit Kondensat und in der Folge höherer Luftfeuchtigkeit.
Ich würde die Dosen ausbauen und die Installationsebene auf Temperatur und Feuchtigkeit untersuchen.
Es sollte genügen, die Steckdosen gut zu dämmen und Wärmebrücken zu beseitigen, um zumindest in diesem Bereich die Luftfeuchtigkeit abzusenken.
Der Rest bleibt vermutlich schadensträchtig

Andreas Teich



Installationsebene



So etwas kenne ich aus Großraumbüros, was war Ihr Antrieb sich so etwas einzubauen?
Wenn ich Tank höre denke ich an einen Flüssigkeitsbehälter.
Geht es um ein Büro, eine gewerbliche Nutzung o.ä.?
Dann müsste man den Fußbodenaufbau und die Installation anders angehen denn solche Installationsebenen werden normalerweise auf Rohdecken und innerhalb der warmen Gebäudehülle eingesetzt.



Wohnhaus


Wohnhaus

Das Gebäude steht nur auf dieser Bodenplatte. Es gibt keine weiteren Fundamente und ja es handelt sich um einen Neubau.

Zum Bodentank - wir haben ein Recht großes Wohnzimmer - da hat sich die Installation einer Bodensteckdose so ergeben.

In einem der oberen Bilder sieht man den aktuellen Bodentank (neben dem Hund) im Grunde ist es nur ein Loch.

Die Luftfeuchtigkeit von 60 - 70 % ist in der kompletten Installationsebene. Also kein grundlegendes Problem der Aussparung. Nur eben die einzige noch offene Durchführung die in den Installationsbereich führt.

Ich füge mal noch ein Bild an.



Installationsebene



Diese Ebene bildet einen riesigen Hohlraum (und das wegen ein paar Stechdosen???) in den warme Innenraumluft strömt. Die kondensiert an den kühleren Bauteilen wie der Betonplatte, trotz Dämmlage darunter.
Der Kardinalfehler ist dieser Hohlraum über dem kühleren Erdboden. Solche Installationsebenen werden sonst mit Deckenheizungen oder Hypokaustsystemen kombiniert, bei Ihnen sind sie völlig fehl am Platz.
Die Frage ist wie sich die Sache entwickelt. Solange die Fußbodenheizung läuft wird nichts passieren, es ist für Trocknung und Konvektion gesorgt. Kritisch wird es erst in der heizungsfreien Zeit bei Wetterwechseln.



Riesiger Hohlraum



Nein, der geniale Bodenaufbau ist nicht wegen der Steckdosen gewählt worden. Durch die ist nur der Blick in dem Boden gekommen.

In der Installationsebene herrschen aktuell zwischen 16° bis 18°.

Wenn die Tanks verschlossen sind steigt die Luftfeuchtigkeit an - daher sind diese aktuell immer offen und im Haus wird fleißig gelüftet um kühlere Luft in den Bodenaufbau zu bekommen... ist natürlich auf Dauer keine wirklich gute Lösung.

Mit dieser Technik haben wir zumindest die Luftfeuchtigkeit auf 65% maximalwert runter bekommen. Jedoch nur mit offenem Tank.

Ich befürchte das alleine die Fussbodenheizung schon für entsprechend Kondenswasser sorgt. (Grabscht man in den Bodentank und fummelt sich durch die Steinwolle ist es nicht merklich feucht.

Meine Frage ist nun, gibt es überhaupt eine Möglichkeit Kondenswasser dort unten zu vermeiden- ohne einen kompletten Rückbau?

Könnte es sein, dass es die "Restfeuchte" der Betonplatte Ist, die durch die Bitumenbahn nach oben steigt?

Wenn wir jetzt von geschlossenen Tanks ausgehen - müsste dann laut ihrer Aussage sich das ganze regulieren?



Hohlraum



Es sollte davon ausgegangen werden, dass die Betondecke mit Abdichtung dicht sein sollte. Wenn das was ich über Wände gelesen habe auch hier zutrifft kommt durch Undichtigkeiten in der Dampfbremse die Feuchtigkeit in den Hohlraum. Wenn die Dampfbremse dicht ist, kann auch keine Feuchtigkeit eindringen. Die Dampfbremse ist im Bereich der Bodentanks (schöner Begriff, habe ich jetzt nachgeschlagen) gestört, und auch die Deckel sind ja nicht dicht. Also dringt feuchtere Luft in den Zwischenraum ein.

Da es schwierig ist eine Dampfbremse absolut dicht zu bekommen, wird von solchen Hohlräumen abgeraten. Gerade Steckdosen sind der Klassiker für die Durchdringung der Dampfbremse.

Schön, dass hier die Theorie an einem Beispiel verifiziert werden kann. Also Dampfbremse sauber Abdichten wenn die Feuchtigkeit möglichst niedrig ist. Es lässt sich doch bei den Steckdosen bestimmt eine Revisionsöffung einbauen wo man kontrollieren kann ob sich dann der Feuchtigkeitswert auf einem Niveau hält das vertretbar ist.



Abdichten



Mh.. Ich wollte schon immer ein bauliches Negativbeispiel bieten.

Dein Vorschlag müsste sich ja austesten lassen. Die Bodentanks sind ja aktuell nicht in Betrieb (später soll das ganze so wieso abgedichtet werden - geruchlich ist so eine Bitumenbahn auch nicht so prickelnd)

Von der Theorie her müsste nach der Abdichtung kein weiterer Anstieg entstehen.

Was aber wenn von der Ebene in der die Fussbodenheizung ist - durch kleine Ritzen bei den Übergängen der Platte warme Luft in die installatiobsfläche dringt.

Dann würden die Werte ja weiterhin nach oben gehen.

Ich würde die Messgerät einfach unten stehen lassen und dann nach 1 - 2 Tagen den Tank wieder Freilegen - oder sollte ein längerer Zeitraum gewählt werden?



Abdichtung



Nach deinem Schichtenaufbau ist über der Fußbodenheizung eine PE Folie. Die sollte aber auch an der Wand vollständig verklebt und dicht sein.

Eben weil ich mich nicht mit diesen vielen Dichtungen beschäftigen wollte habe ich für die Isolation eine diffussionsoffene Variante gewählt. Ich bin schon am Dach mit den vielen Balkendurchdringungen fast verrückt geworden. Aber da kann bei mir wenigstens ein bisschen Feuchte nach draußen diffundieren.

Bei den Tests z.B. bei Frauenhofer werden die Werte über Jahre hinweg verglichen.



Noch eine Idee



Was wäre wenn ich jetzt z.B eine Einblasdämmung unten einbringe? Wäre ja möglich ohne den Boden aufreißen zu müssen.

Dadurch verringert sich der Hohlraum und theoretisch ist die kalte Bodenplatte dadurch ja abgedeckt. Das sollte doch auch das Kondenswasser verhindern?

Ich werde auf jeden Fall mal versuchen alle Lücken abzudichten in zu testen ob es sich dann legt. Ich halte euch auf dem laufenden.

Wäre natürlich auch weiterhin für jeden Tipp dankbar, der dazu beiträgt aus meinem Risiko Fußboden ein weniger großes Desaster zu zaubern.



Für diese "Bodentanks"..



...gibt es sicher Einbaugehäuse, im Optimalfall für solche Situationen, nämlich den Einbau in eine Dampfbremse.

Danach würde ich schauen! Wenn es nichts passendes vom Hersteller der Abdeckung gibt, dann wäre wohl eine Möglichkeit, die Schächte allseitig mit OSB(=Dampfbremse) auszukleiden, die Stöße mit entsprechendem Klebeband abzukleben und Deine Dampfbremsfolie die seitlich in die Schächte ragt an die OSB Auskleidung anzuschließen.

So verhinderst Du, dass weiter warme Raumluft in den (kalten) Hohlraum gelangt und dort kondensieren kann.
Den Schacht jetzt offen zu lassen halte ich für kontraproduktiv, das ist jetzt sowas, wie eine hinterlüftete Dämmebene.

In den Schächten scheint mir für so eine Lösung genug Platz zu sein, eine Bohrung für einen Feuchtigkeitssensor kann ebenfalls leicht eingebracht werden.

Grüße



Noch ein paar Bilder zu unserem Boden


Noch ein paar Bilder zu unserem Boden

Also so sah das ganze aus. Die Steinwolle liegt übrigens auf der Bodenplatte.



Und noch eines


Und noch eines

Bild 2.



Laserliner condensespot



Ich habe mich gestern noch dafür entschieden die wirkliche Temperatur der Bodenplatte zu messen. Das Ergebniss war: 16 - 17 ° an einer Stelle an der keine Fussbodenheizubg darüber liegt. An Stellen an der die Fussbodenheizung nah dran ist haben wir 18 - 19°

Wenn ich jetzt anhand der Tauwassertabelle ausrechne wann genau der Taupunkt ist, komme ich auf folgendes Ergebnis. Die Bodenplatte liegt an der kältesten Stelle 6 - 8 ° über dem Taupunkt. Ach wenn die warme Luft nach unten kommt ändert sich da nicht allzuviel.

Also vielleicht doch kein Tauwasser Problem? Korrigiert mich wenn ich etwas übersehe.



Selten



bei einem Neubau so ein gebastel gesehen. Kann einem echt Leid tun um das Geld, was da vergeudet wird. Und bei dem Bodentank verschlägt es einem echt die Sprache. Anschlüsse für Strom, Netzwerk, Telefon, Drucker, Plotter, Fax, Internetanschluss alles mitten im Wohnzimmer unterm Tisch? Wie in einem Büro der 00er Jahre?
Sorry, das kann ich nicht nachvollziehen. Wer plant sowas?
Ich habe in 2 zusammenhängenden Wohnzimmern insgesamt 2 Lichtschalter und 6 Steckdosen.



Wirklich hilfreich ist dieser Kommentar jetzt leider nicht.



Macht aber auch nichts, dass so wie es ist nicht die beste Lösung war - weiß ich jetzt auch. Wie würde denn der optimale Fussbodenaufbau aussehen.

Zum Bodentank: Es gibt insgesamt 2 Tanks - einer unter der freistehenden Kücheninsel - denn auch hier sollte Strom Anliegen- sonst tut man sich schwer den Herd anzuschliessen.

Der zweite Tank ist genau an der Stelle wo später Sofalandschaft und Fernseher stehen. Wollte die Kabel auch hier ungern quer durch den Raum ziehen.



Aus wirtschaftlichen Gründen



bauen wir bei 99% unserer Projekte schwimmenden Estrich ein.
8cm EPS, 2 cm Rolljet, 6,5cm Zementestrich (4,5cm Rohrüberdeckung)
Der o.g. Aufbau liegt Netto in fertiger Arbeit bei 19,50 EUR ohne die Heizschläuche. Da liegst du doch bestimmt beim dreifachem, oder?
Gruß



Hygrometer



ein Hygrometer ist ja nicht so teuer. Nachdem schon alles fertig ist würde ich das einfach mal Abdichten und testen. Hygrometer in den Hohlraum neben den abgedichteten Boxen legen und das mal im Auge behalten. Das lässt sich ja leicht mit Klebeband abdichten.

Die Isolierung ist ja auch nicht über der Luftschicht wie in dem Diagramm sondern darunter also ist da auch keine großer zusammenhängender Hohlraum. Falls sich Feuchte bilden sollte, was eigentlich bei einer sauberen Abdichtung nicht passieren sollte, kann auch später der Boden ausgetauscht werden. Aber jetzt schon austauschen weil vielleicht ... irgendwann ... unter Umständen etc. halte ich für übertrieben. Vor allem weil man hier ja durch die Öffnungen die Konstruktion sehr einfach überwachen kann.

Übrigens ich finde die Idee mit den Bodensteckdosen nicht schlecht. Gerade für einen Schreibtisch in der Mitte des Raumes. Wenn ich so meine Anschlüsse zähle, brauche ich eine ganze Menge an Steckdosen.



Bodenaufbau



Doppel



Bodenaufbau



Wenn sicher gestellt ist, dass es im Randbereich keine Undichtigkeiten zur Außenluft gibt und die Bodenplatte abgedichtet ist kann bei den Verhältnissen feuchtetechnisch nicht viel passieren.

Eine genügende Anzahl Steckdosen zu haben ist sicher sinnvoll und schöner als Verlängerungskabel durch den Raum zu legen.

Ein wirtschaftlicher, ökologisch und dämmtechnisch einwandfreier Bodenplattenaufbau ist zB:

- Betonplatte auf Sauberkeitsschicht,
- Randbereich außen (Perimeter) mit Schaumglasplatten dämmen.
- auf der Betonplatte Feuchtigkeitssperre verlegen
- KVH auslegen zB 60/160 cm hoch-
zum Nivellieren Gummigranulatplatten verwenden und
Reststücke vom KVH je nach gewünschter Dämmstärke unter das KVH
schrauben, was auch die Verlegung von Installationen sehr erleichtert.
- geölte Holzdielen aufschrauben
- Hohlraum vollständig mit Zellulose ausblasen

Das läßt sich alles günstig selber verlegen, kein Feuchteeintrag und unabhängig von Handwerkern

Entweder Wandheizung verwenden oder unter den Dielen Fußbodenheizungssysteme wie Ripal, Janssen oä.-
Dämmung entsprechend anpassen.

Andreas Teich



Danke für die Tipps



Ja wir haben beschlossen das ganze zu beobachten alle Hygrometer (insgesamt 4) melden im Boden Bereich 18° mit 59 % Luftfeuchtigkeit. Also im grünen Bereich. Bodenplatte selbst weisst eine Temperatur von 16 - 17° auf. Alle Tanks sind aktuell versiegelt.

Bisher höchste Luftfeuchtigkeit bei 63% scheint immer wieder etwas zu schwanken.

Wir hatten uns damals gegen den flüssigen Estrich entschieden, da wir bereits einen Wasserschaden beim Aufbau hatten.

Danke für die Tipps wie man es hätte besser machen können :)



Kompliment



An dich Ciri.

Du hast den Kern der Bauphisikalischen Sache erkannt: Es gibt kein Problem, da Ihr im Warmbereich seid (Hauptdämmung ist ja unter der Bodenplatte)

Also keine Sorge. Und dass die Luftfeuchte in der Bauphase schwankt ist auch ganz normal. Die Anzahl der Schichten ist der Bauphysik egal.



Gruß Peter



Zementestrich 20mm?



Hallo,

mit dem Zementestrich ist doch bestimmt Trockenestrich gemeint, falls ja so darf dieser nicht auf Lagerhölzern verlegt werden, sondern die Trockenestrichelemente müssen vollflächig aufliegen. Ansonsten biegen diese sich durch und der Boden wird entsprechend der Position der Lagerhölzer wellenförmig und irgendwann reißen. Mit üblichen Verkehrslasten kann dieser Boden nicht belastet werden. Zementestrich von 20mm wäre viel zu dünn.

Gruß
Selle



Bodenaufbau



Der hat noch 22 mm OSB verlegt-
trotzdem ein extrem umständlicher, viel zu teurer und uU schadensträchtiger Bodenaufbau.

Beim nächsten Haus besser vorher nachfragen und Innendämmung statt
XPS unter der Bodenplatte verwenden



Wo?



Unter der Überschrift "Noch ein paar Bilder zu unserem Boden"
sehe ich nur Trockenestrichelemente auf Lagerhölzerndie auf OSB liegen dazwischen weiche Steinwolle mit Heizschlangen. Der Abstand zur Terrassentür sieht mir nicht so aus als würde da noch OSB zwischenpassen. An anderen Stellen mag OSB direkt unter dem Bodenbelag verlegt sein, auf dem Foto sieht es ungünstig aus.

Gruß
Detlef



Noch ein paar Informationen



Die OSB-Platten liegen bis zur Terrassentür komplett aus - das mit der Fussbodenheizung soll wohl ein ganz gängiger Aufbau zu sein. Diese haben wir ja nicht selbst verlegt. Bei der Fussbodenheizung liegen hanfmatten keine steinwolle.

Wenn ich so drüber nach denke kann ich mir schon vorstellen, dass die tragelast eventuell nicht ganz so optimal ist - immerhin liegen alle Platten nur auf den kleinen Latten auf. Aber wie gesagt, die Ebene mit der fussbodenheizung wurde von einem Installateur gelegt....



Bild 5



Es geht um das 5. Bild mit Begleittext rechts`:
" Also so sah das ganze aus. Die Steinwolle liegt übrigens auf der Bodenplatte. "

Das ist Fermacell auf Lagerhölzern als oberster Lage , darunter Hanf mit Heizschlangen , darunter OSB etc.



Da scheint tatsächlich......



...kein üblicher Aufbau für ein Trockenestrichelement zu sein.
Knauf schreibt z.B. bei seinen Zementgebundenen Trockenestrichelementen:
"...
• AQUAPANEL® Cement Board Floor muss nahezu vollflächig auf
dem Fußbodenheizungssystem aufliegen (auch am Verteiler).
..."
Bei Fermacell lautet der Text ähnlich.
Schau doch mal in den Verarbeitungshinweisen des Herstellers der Estrichelemente nach, ob der gewählte Bodenaufbau dort freigegeben wird.

Allein die Tatsache, dass ab OK OSB ".. von einem Installateur gelegt..." wurde, schütz keinesfalls vor Planungs- und Ausführungsfehlern.



Feuchtigkeit und der ganze Spaß drum herum.


Feuchtigkeit und der ganze Spaß drum herum.

Ich habe noch ein Bild beigefügt nach dem der fussbodenaufbau für die fussbodenheizung gemacht wurde. Das ganze ist wohl zertifiziert und getestet worden...

Zu unseren Messwerten - nach einem weiteren Kälte Einbruch hatten wir in den Tanks erneut Werte über 73 % - nach dem auslüften der Tanks und dem runter regeln der Fussbodenheizung sind wir bei Werten von 65% wir haben nun den Boden an der Eingangstür geöffnet - da wir dort noch eine Kältebrücke vermuteten... hier allerdings 38% bei 15°....

Dieses oder ein ähnliches Bild zeigt sich überall am Rand des Gebäudes - es ist entsprechend kühler jedoch ist dort eine geringere luftfeuchtigkeit. Auch das kondenslasergerät zeigt keinerlei Kondensatbildung am Rand der Bodenplatte oder den Bauteilen an...

Lediglich in der Mitte des großen Raumes haben wir eine so massive Luftfeuchtigkeit- Temperatur liegt bei 19 -20 °in der Installationsebene... (in diesem Bereich)



Abdichtung



sind jetzt die Tanks luftdicht gegen den Hohlraum abgedichtet? Also nicht nur Deckel zu sondern auch wirklich sauber mit Folie abgeklebt. Wenn das nicht gemacht ist erübrigt sich die weitere Diskussion.



Tanks sind luftdicht



Messergebnisse kommen durch die funkgesteuerten Hygrometer.



Hier mal einer der Sensoren


Hier mal einer der Sensoren

Man sieht deutlich wie die Luftfeuchtigkeit runter geht wenn der Tank geöffnet wird und ausdampft.

Danach steigt der wert kontinuierlich an. Innerhalb 1,5h um 1-2 %...