Bodenaufbau Holzbalkendecke zur Verbesserung der Schalldämmung

05.01.2021 MS_reno


Hallo,
wir planen in naher Zukunft das Haus meiner Schwiegereltern zu übernehmen und in diesem Zuge einige Renovierungsarbeiten vorzunehmen.
Als erstes möchten wir damit starten den Bodenaufbau des Schlaf- oder Kinderzimmers zu erneuern, welches im OG, direkt über dem Wohnzimmer (EG) liegt. In der aktuellen Ausführung ist der Schallschutz zu gering und die Geräusche aus dem OG sind im EG für unsere Ansprüche zu stark zu hören.
Das Haus wurde 2007 saniert und in diesem Zuge wurde ein Anbau errichtet, in dem sich im EG das Wohnzimmer befindet und darüber in Trockenbauweise das angesprochene Schlaf- oder Kinderzimmer.
Folgend die Beschreibung des aktuellen Zustandes von unten nach oben:
• Holzbalkenlage über EG, Balkenabstand s = 65cm - Balken: b/d = 12/26cm
• Ca. 10 der 26cm starken Holzbalken sind als Holzbalkendecke aus dem EG sichtbar
• Gipsfaserplatten angebracht an Holzlatten zwischen den Balken als Decke des Wohnzimmers
o Holzlatten (zur Befestigung der benannten Gipsfaserplatten)
• Dann folgen viel Luft und Eierkartonähnliche Pappe
• Auf den Balken verschraubt folgt dann eine 18mm starke OSB-Platte
• Darauf ca. 20mm starke Mineralwolle als Trittschall
• 18mm starke OSB-Platte schwimmend (an Nut und Feder verleimt) verlegt

Ich habe nun bereits die obere Schicht der OSB-Platten entfernt, da diese an einigen Stellen ungenügend verleimt waren und entsprechend geknarzt haben.
Mein Ziel ist es nun auch die untere OSB-Schicht hochzunehmen und die Eierkartonpappe zu entfernen. Hier würde ich die ca. 10 bis 12cm (Abstand Holzlattung bis Balkenoberkante) mit Steinwolle zur Schalldämmung auffüllen.
Nun bin ich mir unsicher, wie ich die restliche vorhandene mögliche Aufbauhöhe im Sinne einer guten Schallisolierung und Stabilität ausnutze.
Ab Balkenoberkante stehen ca. 70-73mm mögliche Aufbauhöhe zur Verfügung. Dafür würden ca. 8mm auf den geplanten Bodenbelag Parador Modular One entfallen (nichtsdestotrotz sollte der Aufbau so gestaltet sein, dass zukünftig bspw. auch ein Teppich statt des Designbodens dort liegen kann).
Meine aktuellen Überlegungen, um die verbleibenden 62-65mm Aufbauhöhe zu nutzen drehen sich um jegliche Kombinationen aus:
• 1. Lage OSB-Platten verschraubt auf den Balken (Stärke 18 oder 22mm?)
• Trittschalldämmung (Material? / Stärke: 10 oder 20 mm?)
• 2. Lage : OSB-Platten (Stärke: 18, 22, 25mm?) oder Trockenestrichelemente wie bspw. Fermacell (Stärke: 20 oder 25mm?) schwimmend verlegt
Nach Möglichkeit sollte das ganze Projekt so erfolgen, dass die Decke im Wohnzimmer wie aktuell erhalten werden kann (ca. 10cm der Holzbalken von unten sichtbar).
Natürlich sind auch die Kosten nicht komplett zu vernachlässigen, spielen allerdings eine untergeordnete Rolle. Die untere Lage der OSB-Platten (verschraubt) könnte wiederverwendet werden.

Vorab schon einmal vielen Dank für alle Tipps und Hilfestellungen.



Hier gibt es was zu lesen



https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/293980$.cfm
Ansonsten oben unter dem Menüpunkt " Lesestoff" die Sondersammlung von Georg Böttcher, da wird Dein Fall genau beschrieben. Wobei ich nicht verstehe, dass bei einem so jungen Anbau der Schallschutz dermaßen mißachtet wurde.