Neuer Bodenaufbau EG / Bitumenbahn über Gewölbekeller




Hallo!

Der Dielenboden im EG meines Hauses ist durch meinen Vorbesitzer leider zerstört worden (er hatte Verlegeplatten darüber gelegt, dann Linoleumboden, dann Styropor und schließlich noch einmal Verlegeplatten mit Teppichboden:-))
Der ursprüngliche Dielenboden mit den darunter liegenden Balken zerbröselt sprichwörtlich, da die aufsteigende Feuchtigkeit keine Chance hatte zu entweichen und das Holz zerstört hat. ich muss also einen neuen Boden aufbauen.
Mein Plan:
1.) Die alte Schüttung rausschaufeln! Darf ich das überhaupt, da sich ein Gewölbekeller darunter befindet?! Dient die Schüttung zur Stabilisierung des Gewölbes? Hinweis: Der Gewölbekeller befindet sich im Bestzustand.
2.) Über den freigelegten Gewölbekeller möchte ich dann eine 3mm starke Bitumenbahn (Bauder Tec KSA) bis zur Oberkante des Fußbodens aufbringen.
3.)Der Raum zwischen Bitumenbahn und dem späteren Fußboden soll mit Iso-Perlite (Knauf Isoelf) aufgefüllt werden.
4.) Balkenschuhe an den Innenwänden für die Deckenbalken anbringen, damit die balken keinen druck auf das Gewölbe ausüben können.
5.) Deckenbalken in die Balkenschuhe einbringen, darauf OSB-Platten befestigen und darüber Parkett legen.

Was halten Sie von diesem Aufbau?

Für Antworten, Anregungen und Verbesserungsvorschläge wäre ich sehr dankbar!



Fußbodenaufbau



Dieser Aufbau wird früher oder später auch den Weg des alten Aufbaues gehen- auf die Deponie.
Nicht die arg strapazierte "aufsteigende Feuchte" sondern eher absteigende Raumluftfeuchte hat den Boden zerstört. Warme Raumluft dringt über die Wandanschlüsse in den Hohlraum unter dem Belag, überschüssige Feuchte kondensiert dort.Das unvermeidliche Federn so eines Bodens wirkt beim Darübergehen wie eine Membranpumpe. Irgendwann erreicht die Gleichgewichtsfeuchte der Bauteile unter dem Belag eine Größe die Pilzwachstum nicht mehr hindert. Dann werden die Balken kompostiert.



Und was ist die Lösung?



Sehr geehrter Herr Böttcher,

vielen Dank für Ihre Antwort!
Was wäre denn die für mich passende Lösung?
Die durch den Gewölbekeller aufsteigende Feuchtigkeit kann doch auch nicht für den Fußboden gut sein? Soll ich also den Gewölbekeller nicht ganzflächig mit Bitumenbahn "isolieren" und die schüttung einfach belassen?

Fragen über Fragen



Fußbodenaufbau



"...die durch den Gewölbekeller aufsteigende Feuchtigkeit..."
Lösen sie sich endlich von dem Gedanken das damit die Ursache allen Übels verbunden ist.
Für einen passenden Fußbodenaufbau fehlen mir Daten. Zeichnungen, Fotos, Maße, Kenntnisse der späteren Nutzung KG und EG... Mit allgemeinen Ausgangsgrößen gibt es auch nur allgemeine Angaben wie:
- Weichholzfaserplatten mit eingebetteter Traglattung und Dielung,
- Zementestrich auf Wärmedämmung,
- Foamglasboards, Trockenestrich,
- Gussasphalt auf Dämmung...
Eine Fernplanung mit Glaskugel ist nun mal schwer machbar.



Zustimmung



Sehr geehrter Herr Böttcher,

da stimme ich Ihnen zu....ich glaube auch nicht an Fernheilung.
Meinen Profilnamen "Blutiger Anfänger" habe ich bewußt gewählt!
Der Raum ist 3 Meter breit, 11 Meter lang und 4 Meter hoch. Er soll als Wohnraum genutzt werden.
Den darunter liegenden Gewölbekeller habe ich fotografiert. Er ist von den Maßen identisch, bis auf die Deckenhöhe, welche im Gewölbekeller am höchsten Punkt 2,50 Meter beträgt.



Und noch ein Foto



Für die interessierte Leserschaft sende ich hier noch ein Fotos des Gewölbekellers.



Fußbodenaufbau



Das hilft mir und Ihnen nicht weiter, egal wieviel Fotos Sie einstellen wenn man darauf nicht das sieht was wirklich wichtig ist. Das wäre z.B.der Zustand der Widerlager außen, der Zustand der Gewölbezwickel, deren Hintermauerung, die Dicke der Gewölbeschale und die zur Verfügung stehende Bauhöhe über dem Scheitel usw. 3 x 11 m sind 33 m² (auf dem Foto sieht das ganz anders aus, ein sehr langer Schlauch eher 2,50 breit)
WAS für ein Wohnraum soll das werden?
Nur einer?
Was für einer?
Wohnräume sind Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Arbeitszimmer, Bad, Küche, Essbereich...
In einem Bad oder der Küche sieht der Fußbodenaufbau anders aus als in einem Kinderzimmer.
Was für eine Schüttung ist drin?
Sand, Schlacke, Lehm, Bauschutt?
Das Problem ist das Sie nicht wissen was ich brauche.



Sie haben Recht!



Sehr geehrter Herr Böttcher,

da gebe ich Ihnen Recht! Nach einem Tag in diesem Forum
darf und muss ich feststellen, dass es viele Dinge zu berücksichtigen gilt.
Gerne würde ich Sie beaufragen, aber leider liegen Krefeld und Aschersleben nicht gerade einen Katzensprung auseinander.
Aber ich werde die Daten und Fakten zusammentragen.
Vielleicht kann man mir ja dann hier weiterhelfen.
Nochmals danke!



Bodenaufbau



Herr Böttcher hat bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, die bauliche Situation für den Bodenaufbau im EG über dem Gewölbe detaillierter und -vor allem- umfassender im Gesamtzusammenhang des Gebäudes zu betrachten.

Neben einer möglichen Feuchtebelastung des Kellers, die aber durchaus in diesem Zusammenhang normal sein kann und auch immer so verbleiben wird, ist vor allem der Sockelbereich zu betrachten, die vorhandene Oberflächenentwässerung, die angrenzende Bebauung, das aufgehende Mauerwerk etc.

Wie meistens, sollte im Grunde erst einmal eine Bestandsaufnahme erfolgen, in der solche konstruktiven baulichen Zusammenhänge untersucht, geklärt und als Ist-Zustand beschrieben werden. Den Gesamtzusammenhang des Gebäudes zu beachten ist wichtig; solche Details oder Schadensphänomene können nicht isoliert betrachtet und gelöst werden. Ggf. spielen auch Auflagen des Denkmalschutzes hierbei eine Rolle.

Krefeld liegt zwar auch nicht gerade "um die Ecke"; da ich mittlerweile aber im Umkreis von 100 km um Bad Münstereifel arbeite und mit einem Kollegen in Düsseldorf bei Projekten in Raum Düsseldorf/Neuss kooperiere, wäre grundsätzlich eine Bauberatung möglich, um die Situation vor Ort einmal detaillierter zu betrachten. Meine Kontaktdaten finden Sie unter "pickartz.architektur" (anklicken). Wir können auch gerne einmal zu Ihrem Projekt telefonieren.