Bodenaufbau für Küche über Kellerdecke - Empfehlung

27.05.2015



Hallo liebe Experten,

wir haben ein einfaches Bauernhaus aus 1925 gekauft und sanieren die Räume die Reihe nach. Nun ist die Küche dran. Am WE haben wir den Raum entkernt. Putz (Teilweise Kalk/Sand) entfernt (war alles sehr trocken). Eine Wand war schon mit modernen Materialien verputzt. Der Boden hatte einige Schichten Lino, Holzfaserplatten, darunter die alte Dielen genagelt auf lose Trägerbalken. Zwischenfüllung Sand/Bauschutt. Nun sind wir endlich auf die Höhe Kellerdecke angekommen. Die Konstruktion - Eisenbahnschienen mit Schotter/Zementmischung o.ä. dazwischen. Keine Isolierung. Keller ist nicht beheizt.- Für den neuen Boden müssen wir ca. 10cm neu aufbauen. Jetzt die Frage welche Konstruktion würden Sie empfehlen? Könnten wir eine Art Schüttung und evtl. Estrich o.ä. verlegen. Im Idealfall schwimmend? Das Haus ist direkt an der Straße, und immer in Bewegung. Wenn ein Bus oder LKW vorbeifährt... fühlen wir richtig die Erschütterung.

Die Wände würden wir mit Kalz/Zement Putz verputzen.

Außenwand ist Ziegelmauerwerk/Feldbrandsteine. Die Innenwände/Fachwerk mit Ziegeln ausgefacht. Die Fugen sind auch aus einer Mischung aus gelber Sand mit etwas Kalk.

Ich freue mich auf Rückmeldungen

Beste Grüße

Mesi



Fußbodenaufbau



Hallo Mesi,
solche Fragen wie Dämmung, Heizung und Lüftung und damit Wand- und Fußbodenaufbauten sollten vorher für das ganze Haus geklärt sein und nicht dann wenn eine neue Teilleistung ansteht. Das ergibt Stückwerk, die Gefahr besteht das Teile dieser Insellösungen nicht zusammenpassen.
Deshalb habe ich wenig Lust das auch noch zu unterstützen.

Trotzdem hier Empfehlungen von mir unter der Maßgabe das die auf die anderen Arbeiten abzustimmen sind:

Innenwände Putz ausbessern bzw. erneuern (Kalkputz, Trockenputz),
Oberfläche der Rohdecke reinigen- gründlich! von allem Losen befreien, absaugen,
Obergurte der Träger mit Rostschutz behandeln,
vornässen,
mineralische Dichtschlämme auftragen,
entweder Ausgleichsspachtel oder, je nach Dicke, Verbundestrich aus Estrichbeton 0-4 waagerecht und eben einbauen,
an den Wänden Kehle als Übergang ausbilden,
eventuell Folie auslegen gegen Restbaufeuchte,
trittfeste Holzfaserdämmplatten (Homatherm, Diffutherm, Steico, Doser...) mehrlagig verlegen, in die obere Lage Traglattung in Höhe der Oberfläche einbetten,
Dielung oder (ohne Traglattung)Trockenestrich mit Belag einbauen.
Alternativ:
Auf die Abdichtung Dämmung, darauf einen Estrich.

Außenwände Innendämmung anbringen (Unger- Diffutherm, Multipor, Wedi, Rigitherm) welches System hängt von der Gesamtsituation ab.