Bodenaufbau für Badezimmer im altes Haus

12.04.2016 Livius



Hallo
Ich habe vor ein Raum für zukünftige Bad zu Sanieren 10²m. Haus Bj 1937 Sandsteinmauern und unten Bruchstein gemauert. Es war bist jetzt eine Betonplatte direkt auf dem Erdreich. Ich habe die Betonplatte entfernt und zusätzlich ins gesamt 43cm Boden raus gegraben. Der gesamte Boden ist sandig und trocken
Ich habe an folgende Aufbau gedacht:
1. Kiess 8/16 ,100mm (liegt schon im Hof, 1 ³m)
2. PE Folie
3. Beton 100mm
4. Schweißbahn oder Folie
5. Styrodur 150mm (3x50 oder 1x100 und 1x50)
6. 25mm Styropor für Fußbodenheizung
7. 6-70mm Estrich
8. Fliesen
Unter Kiess wird die Hauptabflussrohre verlegt und dann kann ich schon mit dem Kiess anfangen
Frage: Ist diesen Aufbau richtig? Gibt’s was zum Verbessern, oder kann ich so lassen.
Kann ich Sandsteinwände mit Kalkzementputz verputzen? (wegen fliesen) oder gibt’s was spezielles.
Danke im Voraus
Livius



Fußbodenaufbau



Warum 100 mm Kies?
Wofür die 100 mm Beton?
Wofür 175 mm Dämmung?
Ein wärmegedämmter Heizestrich samt Fliesenbelag kommt auf etwa 200 mm Dicke.
Wenns drauf ankommt reichen auch 150 mm.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/fussboeden.html





Wie wäre die richtige Aufbau? Jetzt ist schon alles raus :-(
Was bleibt jetzt noch übrig? Sandige Boden wiederrein tragen?
Danke für ihre Antwort

PS :Da hab ich gelesen, siehe Anhang



Badezimmer-Bodenaufbau



Bloß nicht Unmengen an Beton einbringen.
Entweder zB wie hier:
(Das Bild ist schon in meinem Profil zu finden)
oder nur den Erdboden planieren, verdichten, ca 6 cm Estrichschicht herstellen, darauf die Abdichtung mit Bitumenbahnen, Katja Sprint oder EPDM Folie-alles am Rand bis Oberkante Fußboden hochziehen,

Dann Dämmung mit XPS oder umweltfreundlicher mit Kork- oder Glasschaumplatten, dann Fußbodenheizung, dann zB Creoton-Trockenestrichplatten als Belag-kann selbst gelegt werden.

Statt Kies und Beton lieber mehr Dämmung oder Raumhöhe.
Im Bad ists günstig, im Falle von Überschwemmungen etwas tiefer zu liegen.

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



Man sollte lieber erst fragen dann schießen.
Glücklicherweise stammt Ihr Haus aus dem Jahr 1937, da waren Streifenfundamente aus Beton schon Standard.
Bei der Aushubtiefe besteht nämlich die Gefahr das durch Wegnahme des Erdruhedrucks Fundamente auswandern können.
Nur weil Sie so einen Aufbau gefunden haben heißt das noch lange nicht das er für Ihre Verhältnisse passend ist. Außerdem haben Sie sich ohnehin nicht an diesen Aufbau gehalten.


"Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters;
sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmet."
Buddha (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautam
a (Pali: Siddhattha Gotama),
Stifter der nach ihm Buddhismus genannten Religion





Trotzdem 43cm tiefe, bin ich jetzt noch über Hof tiefe, also mein Hof liegt tiefer. Wie gesagt, Kies ist schon da, ich weiß noch nicht genau was ich machen soll. Eigentlich wollte ich von Anfang an nur maximal 20-25 cm rausgraben, aber mein Installateur sagte das viel zu wenig ist, er ist öfter auf Baustelle in solche Häuser, deswegen habe so tief begraben. Soll ich jetzt den Boden mit Aushub wieder füllen und stampfen? Soll ich überhaupt keine saubere Schicht beton reinmachen, 5 cm oder so? Mann soll wirklich nicht jeder vertrauen heutzutage.
Danke für eure Unterstützung, Meinungen und Hilfe



Fußbodenaufbau



Wenns der Installateur sagt dann muß man das wohl so machen denn der kennt sich aus mit Fußböden...

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Fu_b_den_im_Altbau_Teil1.pdf

Ich habe Ihnen hier noch einmal einen Link kopiert, auf den Seiten 15 bis 20 steht eine ausführliche Bauanleitung.
Sie können natürlich auch den Anweisungen Ihres Installateurs folgen.
Oder der Schnittzeichnung die Sie oben hineinkopiert haben.
Irgendwie wird das auch alles funktionieren.





Danke Herr Böttcher, jetzt habe ich gelesen und verstanden. Ich habe von Anfang gewusst das es 25 cm tief genug ist. Nun muss ich jetzt eine Sauberkeitsschicht Betonestrich Körnung 0-4, 5-6cm und dann jetzt eventuell mehr Isolierung EPS als geplant und dann mach ich FBH und Zementestrich rein, Zeit zum Trocknen habe ich doch genug.
Danke nochmals für Info material



Fußbodenaufbau



Wenn Ihnen wieder mal jemand wie der Klempner mit so was kommt und Sie verstehen es nicht dann fragen Sie. Das Wort "Warum" sollte beim Bauen zu Ihrem festen Wortschatz gehören.





Das Wort "WARUM" werde ich merken.
Vielleicht haben Sie noch ein Tipp für mich, mit was soll ich die Wände verputzen? (Zwei Außenwände Sandstein und zwei Innenwände Backstein gemauert) Kann ich mit GK und Ansetzbinder arbeiten? Oder gibt’s ein spezielles Putz unter Fliesen
Danke nochmal



Wandputz



Wenn die Wände eben und lotrecht sind dann kann mit Trockenputz gearbeitet werden:
Im unmittelbaren Spritzwasserbereich und an der Außenwand Wedi- Wandplatten, im restlichen Bereich Rigitherm. Dämmstärke 40 mm, mindestens 20 mm. Die Fensteröffnung mit passenden Wedi- Laibungsdämmplatten auskleben, die Decke als Unterhangdecke mit Dämmung ausführen.
Die Trockenputzplatten im Buttering- Floatingverfahren hohlraumfrei aufkleben, am besten mit Fliesenkleber.



Wandputz



Die Wände sind nicht eben und nicht 100% lotrecht, gibt´s auch Putz alternative?
Vielen Dank für ihre Geduld, Mühe und Antworten



Trockenputz



Vor die Innenwände kann eine Vorsatzschale gestellt werden:
Oben, unten, rechts, links Rahmenprofile schrauben, CW- 50 Profile mit 30 cm Abstand einschieben.
Nix Holz!
Ein paar von den CW Profilen mittig mit einem Direktabhänger an die Wand koppeln.
Mit 1 x 12,5 GKI beplanken, wenn gefliest wird doppelt beplanken. Anschlüsse zu Wänden, Decke und Fußboden sorgfältig spachteln, Kellenschnitt setzen und mit Acryl dichten.
An der Außenwand alternativ mit Wulst- Punktverfahren Kleben (kann ca 2 cm Unebenheiten ausgleichen)
Bei noch größeren Unebenheiten muß vorher mit Putz ausgeglichen werden.



Wandputz



Alles klar, ich habe gedacht an Kalkputz, aber für Bad ist ungeeignet, an alle adere Räume habe ich an alle Außenwände Kalkputz, ist nicht isolierend aber atmungsaktiv. Und Kalkzementputz ist für Sandstein ungeeignet, bleib nicht anders übrig, muss ich halt so mit vorsatzschale und GK machen.
Nochmal Vielen Dank



Innenputz



Warum soll Kalkzementputz für Sandstein ungeeignet sein?



Innenputz



Ich habe gedacht, dass Kalkzementzputz für Sandsteine ist eher ungeeignet, weit Zement härter ist als Sandstein und kann sie zerstören. Ich will nicht, dass später die Fliesen von den Wänden runterballert :-)



Putz



"ich habe gedacht..."
Das ist schon mal ein guter Anfang und klingt besser als : "Ich habe gehört"...
Nur sollte man beim Denken die richtigen Schlüsse ziehen.
Weil im Kalkzementputz etwas Zement drin ist heißt das noch lange nicht das der Putz härter ist als der Untergrund, also der Sandstein. Außerdem ist bei einem Putz die Putzfestigkeit insgesamt wichtig und nicht die der Bindemittel.
Ein Kalkzementputz liegt in der Druckfestigkeitkategorie II oder III, das sind 3 bis 7 N/mm². Weiche, tonige Sandsteine haben eine Druckfestigkeit von ca. 30 N/mm², quarzitische Sandsteine von etwa 80 N/mm². Selbst reiner Zementputz mit ca. 15 N/mm² kommt nie an die Festigkeit eines Natursteinuntergrundes heran.