Bodenaufbau erdberührter Bereich

23.08.2020 Mythos83



Hallöchen, leider reißen die Probleme bei mir nicht ab...
Z.Z läuft der Schäunenausbau 3Monate später wie geplant....

Endlich habe ich einen fähigen Gala Bauer ( 2x böse auf die Nase gefallen) und mein seit Februar bestehender Truppenübungsplatz nimmt langsam Gestallt an.....

Nach einem Wasserschaden im Februar haben wir jetzt erst ( Abwasserrohrbruch vor 3 Wochen) das gesamte Ausmaß des Schadens festgestellt....

Der gesamte Fußboden des Raumes musste 50 cm ausgeschachtet werden...
Hier war Lehm/Ton.

Wir haben uns überlegt hier jetzt einen neuen 30-40 cm Aufbau zu machen um so an Deckenhöhe zu gewinnen und die Schwelle zum Flur entfernen zu können.

Beim Aufbau habe ich jedoch einige Fragen.

Aufbau:
1.Flies
2.Schaumglasschotte
3.PE Folie oder Katja? Hier gibt es unterschiedliche Aussagen ob Folie nötig ist.
4. WU-Beton 15cm Bewehrung Q335 oder Q424? Wandanschluss mittels Hohlkehle?
5. XPS Platten
6. Trockenestrich
7. Fliese

Kann mir hier jemand etwas zu sagen?
Ach ja ich habe sonst überall auf natürliche Baustoffe gesetzt in diesem Raum wurde mir aber dringend davon Abgeraten.

Sollte jemand aus dem Raum Mittelhessen kommen und sich mein Desaster vor Ort ansehen wollen, bitte PM.



Mit freundlichen Grüßen



Bodenaufbau



hast Du schon die PDF-Dateien zu genau Deinem Aufbau von Georg Böttcher oben unter "Lesestoff" studiert? Dort ist der Aufbau genau beschrieben



Bodenaufbau



Jup das habe ich.

Mir geht es auch eher um die Frage ob zwischen schaumglasschotter und Beton eine Folie muss.
Herr B beschreibt dies ja quasi nur nach dem Beton.

Die Dicke der Betonplatte ist so schon richtig. Hier muss später eine tragende Wand entfernt werden und die Last wird auf die Platte gestützt. ( da verlasse ich mich auf den Statiker).



Auf den Schaumglasschotter



muss eine Trennschicht vor dem Betonieren, damit der Beton nicht zwischen den Schotter fließen kann und Rißbildung beim Abbinden vermieden wird. Da reicht eine Baufolie.



Beton Wandanschluss und Horizontalsperre



So ich mal wieder,

Der Beton ist gegossen, Wandanschlüsse wurden mit EP Mörtel als Hohlkehle ausgeführt.
In den Außenwänden ist auf dem Bruchsteinsockel eine Bitumensperrbahn unter der mit Ziegeln gemauerten Wand vermutlich als Horizontalsperre.
Leider fehlt diese Bahn bei einer Wand ca. 5 Meter komplett.
Im Zuge des Weiteren Ausbaus wird diese Wand eine Innenwand sein.
Mir wurde jetzt von einigen Firmen empfohlen, hier eine Horizontalsperre einzubringen, da an dieser Wand der Bruchsteinsockel über die Hohlkehle und die spätere Katja Sprint hinaus geht.
Die Bruchsteine in dem Bereich sind feucht. Wohl aufsteigende Feuchtigkeit von unten.

Hierzu wurde mir empfohlen, den Sockel anzubohren und Mörtel zu verprassen.
Im Anschluss Sperrmittel per Injektion einzubringen.
Die Angebote hierzu reichen von 5000 bis 10000 Euro.....

Meine Frage hierzu ist dies wirklich notwendig/sinnvoll oder gibt es kostengünstigere Varianten?

Glg und danke für die super Hilfe bisher!



Feuchter Bruchstein



Ist der Stein selber feucht ? Bruchstein ist nicht kapillaraktiv ( außer vielleicht Tuff), kann also kein Wasser " ziehen". Ich vermute, es handelt sich um Kondensationsfeuchte. Hat sich das ein Unabhängiger angeschaut oder kommen die Diagnosen von einer Ausführungsfirma?



Doof Beschrieben



Hatte 3 Firmen da und einen unabhängigen.

Ja also habe ich evtl doof beschrieben. Der Sockel ist ein Flickwerk Bruchstein, Feldspat, Schiefer alles was so gerade da war... z.t recht große Fugen, Mörtel und Lehm....
Die Steine wirken äußerlich feucht Die Fugen ebenfalls.

Der Unabhängige meine mein Aufbau sei so i.o.
Dass hier auf einem Stück die Horizontalsperre fehlt habe ich erst später gesehen.



Injektionverfahren



die Injektionen wären eh nur in die Fugen möglich. Alle von Dir genannten Natursteine sind nicht kapillaraktiv, können also kein Wasser transportieren, das geht nur über die Fugen. Wie hoch " steigt " denn die Feuchte, ein Foto wäre hilfreich.



Foto


Foto

Hier mal das Bild die jetzt noch zu sehenden Steine liegen bereits über dem neuen Bodenniveau.
Die erste Reihe Backsteine wirkt ebenfalls feucht



Bohrprobe



ob es sich um aufsteigende Feuchte handelt, kann man gut durch eine Bohrprobe ermitteln. Einen 12-14 mm Steinbohrer nehmen und mittig im Ziegel bohren. Aller 1 cm Tiefe das Bohrmehl abnehmen und vergleichen. Liegt aufsteigende Feuchte vor, müßte das Bohrmehl immer feuchter werden, je tiefer man bohrt. Feuchtigkeit im Mauerwerk kann man nur begrenzt erfühlen, da Feuchte immer in der haptischen Wahrnehmung mit der Temperatur des Objektes korreliert.
Auf dem Foto sieht es so aus, als hättet Ihr das neue Fußbodenniveau etwas abgesenkt und die Bruchsteine seinen schon ein Teil es Fundaments? Wie hoch liegt jetzt das Niveau im Vergleich zur Außengeländeoberkante? Wenn nur die erste Ziegelreihe "feucht wirkt" liegt vielleicht die alte H-Sperre weiter oben, zwischen 1. und 2. Reihe? Vielleicht hilft eine Säuberung der Ziegelwand vom Altputz bereits beim Erreichen der Ausgleichfeuchte.
Wenn der Unabhängige sagt, der Aufbau sei so ok, was meint er denn dann zum Feuchteempfinden bzw. zur aufsteigenden Feuchte und was empfiehlt er? Hat er eine Messung durchgeführt , wenn ja wie?



Flickwerk



Im Rest des Raumes passt alles der neue Fußboden liegt ca. 10 cm tiefer wie der alte und 20 - 30 cm über dem Boden außen.
Im gesamten Raum ist der Bruchsteinsockel auch ca 20 cm tiefer wie an dieser Wand. Im gesamten Raum ist auch eine Horizontalsperre nur eben in dieser Wand definitiv nicht. Sie geht in dieser Wand nur ca 1 Meter und dann wird der Sockel höher und da haben die einfach keine mehr eingebracht....
Sieht man halt auf dem Foto nicht.

Der Gutachter hat nur wegen dem Boden geschaut. Wie gesagt, dass die Wand feucht ist hatten wir erst später gesehen.