Bodenaufbau die ich- weiss- nicht- wievielte




Hallo in die Runde,

in unserem Fachwerkhaus gibt es einen etwa 10m2 grossen Raum, der wohl ursprünglich als Holzlager für den Backofen und Abstellkammer diente und wahrscheinlich daher auch nur einen Lehmboden hatte.
Direkt an eine von zwei Aussenwänden steht ein Anbau.
Irgendwann wurde ein mindestens eine Aussenwand durch Ziegel ersetzt, ein anderer Teil ist erhalten geblieben. Zusätzlich wurde der Boden mit ca. 20- 25 cm Beton verfestigt.
Auf diesen wurden dann eine Art Bitumenpappe gelegt, darauf Kanthölzer und genagelte Dielen, darüber PVC, alles in allem etwa 12- 13 cm Aufbauhöhe. Das war dann Oma´s Küche.

Nach dem Freilegen der Dielen haben wir festgestellt, dass das Holz komplett nass war und auch nicht abgetrocknet ist.
Daraufhin habe ich den Aufbau bis zum Beton runter entfernt, seitdem haben wir da keine Probleme mehr mit Feuchtigkeit. (war wohl Kondenswasser[?])

Jetzt soll in den Raum da ein Bad.

Wie baut man den Boden am sinnvollsten auf? Ich muss an mindestens zwei Wänden darauf Rücksicht nehmen, dass dort noch Eicheschwellen eingebaut sind.

Danke und Gruss aus der Rhön


Holger



Badfußboden



Abdichtung,
Dämmung,
Estrich,
Fliesen.



Bad-Boden



Hallo Holger
Das Hauptproblem dürfte bei dir durch den aufgelegten PVC-Belag entstanden sein, der eine Trocknung des Bodens verhindert hat bei gleichzeitig evt nicht sorgfältig aufgebrachter Bitumenbahn.

Auf welcher Höhe befinden sich die Eichenschwellen und sind diese an der Außenwand?
Der Betonboden war maßlos überdimensioniert-1/3 hätte genügt-wenn überhaupt Beton.
Entweder jetzt Schaumglasplatten nach Herstellervorschrift verlegen, darauf Estrich, evt als Trockenestrich.

Ich würde auf den Betonboden ein Geotextil-Vlies legen, darauf eine dünne EPDM Folie bis Oberkante Fußboden,
dann wieder KVH Hölzer 6x12 cm,
darauf evt noch eine feuchtevariable Dampfbremse,
Hohlraum mit Zellulose oder mineralischer Schüttung ausfüllen und
als Belag geölte Dielen nehmen- am Besten Lärche oder Eiche.

Installationsleitungen oben in die Dämmung legen.

Ich habe vor über 15 Jahren in einer vermieteten Wohnung einen Dielenboden auch im Bad verlegt- bisher ohne jedes Problem.

Vorteil ist dabei auch, daß der Boden rutschfester als bei Fliesen ist und sich immer fußwärmer anfühlt- auch ohne Fußbodenheizung.

Die Fußleisten könnten unterseitig zur besseren Abdichtung mit einem Kompriband versehen werden.

Wanne und Dusche würde ich frei auf den Holzboden stellen und ansonsten Installationen in Vorwandmontage.

Andreas Teich





Hallo Holger
Das Hauptproblem dürfte bei dir durch den aufgelegten PVC-Belag entstanden sein, der eine Trocknung des Bodens verhindert hat bei gleichzeitig evt nicht sorgfältig aufgebrachter Bitumenbahn.

***Sehe ich ähnlich, das Abtrocknen war nicht möglich. Allerdings war auch nach dem Entfernen des PVCs der Boden immer wieder nass.

Auf welcher Höhe befinden sich die Eichenschwellen und sind diese an der Außenwand?

***Ich habe momentan eine im Richt, die ist an einer Innenwand, etwa auf Höhe des Betons. Die "Aussenwand" habe ich noch nicht geöffnet, aber ich gehe davon aus, dass das Spiel dort identisch ist.

Der Betonboden war maßlos überdimensioniert-1/3 hätte genügt-wenn überhaupt Beton.
Entweder jetzt Schaumglasplatten nach Herstellervorschrift verlegen, darauf Estrich, evt als Trockenestrich.

***War bei Schotter

Ich würde auf den Betonboden ein Geotextil-Vlies legen, darauf eine dünne EPDM Folie bis Oberkante Fußboden,
dann wieder KVH Hölzer 6x12 cm,
darauf evt noch eine feuchtevariable Dampfbremse,
Hohlraum mit Zellulose oder mineralischer Schüttung ausfüllen und
als Belag geölte Dielen nehmen- am Besten Lärche oder Eiche.

***klingt auch klasse. Eiche geölt

Installationsleitungen oben in die Dämmung legen.

***eh klar, bzw. in Vorwand

Ich habe vor über 15 Jahren in einer vermieteten Wohnung einen Dielenboden auch im Bad verlegt- bisher ohne jedes Problem.

Vorteil ist dabei auch, daß der Boden rutschfester als bei Fliesen ist und sich immer fußwärmer anfühlt- auch ohne Fußbodenheizung.

Die Fußleisten könnten unterseitig zur besseren Abdichtung mit einem Kompriband versehen werden.

***Auch ne Idee!

Wanne und Dusche würde ich frei auf den Holzboden stellen und ansonsten Installationen in Vorwandmontage.

Andreas Teich

***Cool, Danke!



Bad mit Holzboden



Hallo Holger
Ein Bild von dem Bad ist bei meiner Galerie zu finden.

Glasschaumschotter ist grundsätzlich natürlich auch ok,
der hat aber leider nur 50% der Wärmedämmung von Glasschaumplatten,
die vom U-Wert her quasi identisch sind mit anderen Dämmstoffen.

Aber statt dem Beton hätte gut der Schotter verwendet werden können- dazu gibt's von den Herstellern div Konstruktionsfreigaben.

Zu den Schwellen würde ich etwas Abstand lassen mit der Abdichtung, falls die von unten Feuchtigkeit bekommen-
und evt dabei noch die Fußleisten zur besseren Verdunstung etwas hinterfüttern.

Mach doch Bilder wie es jetzt aussieht und von den Zwischenphasen und wenn alles fertig ist.
Solche Fragen gibt's immer wieder und helfen dann Anderen

Andreas Teich



Danke!



Hi, Andras,

dem Abstand zu den Scwellen hatte ich schon "geplant", aber die Idee mit der Hinterlüftung über die Fussleisten; die ist mir noch nicht gekommen.
Auf den Glasschaumschotter hat mich der U- Wert- Rechner gebracht, Platten ist aber auch ne Lösung.
Ich habe mir überlegt, vielleicht eine Lattung zu legen, die Gefache auszudämmen, dann Konterlattung, wieder dämmen, dann oben die Dielen.

Klingt nicht ganz daneben, meiner Meinung nach


Gruss

Holger

PS: Bilder mache ich dann acuh



Badunterbau



Hallo
In deinem Fall bei nur relativ niedrigem Fußbodenaufbau würde ich keine Kreuzlattung machen, da die instabiler ist und die Achsabstände auch geringer sein müßten.

Lieber die Balken mit Gummigranulatstreifen o.ä. ausrichten- dann hat man auch keine Wärmebrücken, die in einem solchen Fall eh nicht gravierend sind.

Bei Außenwänden oder Dächern mit möglicherweise 40 Grad Temperaturunterschied wäre die Lage anders.

Wenn du die Schwelle belüftest nur sicher gehen, daß es keine Undichtigkeiten zur Außenluft gibt-
sonst könntest du an solchen Stellen mehr Feuchtigkeit durch Kondensation bekommen.

Gutes Gelingen

Andreas Teich