Ratlosigkeit macht sich breit - Bodenaufbau für Backsteine als Bodenbelag

09.08.2008 Jobima



Wir sanieren derzeit unsere Scheune. Diese soll mal auch als Wohnraum genutzt werden können. Wir haben den Traum von einem "Bauern-Cotto" (für den der nicht weiß was das ist: ein Bodenbelag aus alten Backsteinen). Unklar ist noch wie sich der Bodenaufbau gestallten läßt. vorhanden ist eine Betonplatte auf Erdreich. Bisherige Recherchen und Nachfragen mündeten in Ratlosigkeit. Hat jemand Erfahrungen hiermit oder kann Empfehlungen bezgl. Bodenaufbau und Wärmedämmung geben ?



Bauern- Cotto



Solange die Hausfrsau noch zwei gesunde Hände und Spass am Putzen hat, mag die Idee mit den alten Ziegelsteinen als Bodenbelag ganz lustig sein.
Ich rate davon ab.
Die Oberfläche ist rauh und uneben, die Verlegung schwierig, da kein Stein genau so groß wie der andere ist.
Verschmutzungen lassen sich nur schwer entfernen, selbst bei Imprägnierung der Oberflächen.
Wenn schon Terracotta- Optik, warum denn keinen richtigen Cotto?
Als Entscheidungshilfe schlage ich vor, in einer unauffälligen Ecke mal eine Probefläche von ein paar m² in Lehmmörtel aufzulegen und zu testen.
Zum Fußbodenaufbau:
Wie bei jedem anderen keramischen Belag im Dickbett.

Viele Grüße



Oder



Schiefer? Gruß H. Köhler



Bodenaufbau - konkrete Angaben



Danke für die Hinweise.

Vielleicht nochmals genauer: wir haben uns für den Backstein entschieden. Die Hausfrau putzt bereits seit Tagen:) Das für und wieder haben wir abgewägt. Uns geht es darum: wie kann der Bodenaufbau konkret gestaltet werden. (Die Bodenplatte aus Beton ist direkt mit dem Erdreich in Verbindung- sonst ist nichts in der Scheune)
Dämmung: Ja oder nein- welches Material eignet sich? Schüttung oder Korkplatten? usw..
Feuchtigkeitssperre Ja oder nein?

Es wäre sehr toll, wenn jemand uns konkrete Hinweise geben könnte was den Bodenaufbau betrifft.



Ziegelboden



Ich hätte keinerlei Bedenken bzgl. der Reinigung.
Habe Selbst über ein Jahr in einem Gulfhof mit Ziegelsteinboden gelebt und diesbezügl. keinerlei Probleme gehabt. So ein alter Backsteinboden hat einfach eine wunderbare Ausstrahlung und Authentizität.
Die einfachen Lösungen sind oft die besten.
Einfach die Ziegelsteine in einem Kalkmörtel (Dickbett) auf dem Beton Verlegen und anschließend verfugen. Ggf. mit Fußbodenhartöl nachbehandeln.

Gruß vom Edersee



Welche Nutzung erfährt der Raum?



Wenn es Nebengelassräume bleiben, dann so wie es Mathias Josef empfohlen hat.
Werden es jedoch private Nutzräume, so würden wir eine entsprechende Feuchtigkeitssperre einbauen und mit einer Wärmedämmung arbeiten.
Liaporestrich wäre da eine gute Alternative und darauf dann den entsprechenden Ziegelboden mit Kalkmörtel verlegen.
Zum Schluß ölen.

Grüße aus der OL



Bauern- Cotto



Ein schönes Bild von einem Cottobelag, Udo.
Aber das sind nach meinem Verständnis keine "Backsteine", sondern Klinkerplatten.
Nach dem Formen, aber vor dem Brennen wurden die Nutzflächen von solchen Platten mit Schlämmen, abziehen mit einer Ziehklinge usw. geglättet.
Beim normalen Verblend- Mauerklinker wurden so die beiden Köpfe und eine Schmalseite nachbearbeitet.
Beim normalen "Backstein", unter dem ich einen weichgebrannten Ziegelstein (der klassische MZ 150) verstehe, ist keine Seite nachgeglättet.
Die Lagerflächen sind so rauh, wie sie vom Schneidedraht geformt wurden.

Deshalb meine Meinung:
Es muß kein florentinischer Cotto sein, aber wenigstens dafür geeignetes Material.

Viele Grüße



Da macht die



Wärmedämmung Sorgen. Wenn die Aufbauhöhe es hergibt, sollte jetzt eine Abdichtung auf den Beton kommen, dann Dämmung (Fussbodengeeignet), bei der Auflast würde ich zu Styrodur raten, dann einen bewehrten Zementestrich und darauf die Backsteine in Kalkmörtel gelegt.
Besser wärs gewesen, die Dämmung unter die Betonplatte zu legen, dann hätts den Estrich gespart.
MfG
dasMaurer



@ Georg



Deine Brille ist zwar gut, aber eben nicht gut genug! --lach--lach--lach--
Es sind tatsächlich Backsteine, wurden von einem Abrißhaus geborgen und gesäubert.
Und nun kommt es: Diese wurden mit einer Zieglnaßsäge mittig geteilt (unser Mitarbeiter Oliver C. tat dieses!) und wurden dann in dieser Optik verlegt. Nochmals überschliffen und dann geölt.
Pure Nachhaltigkeit und spitzenmäßiger Effekt.

Sonntäglicher Gruß
Udo



Bauern- Cotto



Ja, ja, schiebs nur auf meine Brille, Udo!

Schönen Sonntag



Sind Ziegelsteine nicht zuweilen innen weicher?



Eine schöne Alternative ist zu finden unter:

http://www.cottohof.de/bodenfliesen.html

Bevor Ihr in ein paar Jahren feststellt, daß Steinböden (ggf. zu) kalt sind, denkt über eine Fußbodenheizung nach. Die ist auch noch in ein paar Jahren modern, wenn ggf. eine Wärmepumpe ein Thema wird.

Ohne eine fachgerecht ausgeführte Sperre gegen aufsteigende Feuchte sollte der Boden nicht aufgebaut werden.

Grüße

Thomas