Bodenaufbau auf 70m² Betonplatte

29.06.2018



Hallo zusammen,

Wir wohnen in Frankreich, Loiretal. In unserem Garten steht eine alte rechteckige gut erhaltene Scheune, leichte Hanglage. Diese soll bewohnbar gemacht werden.
Die Mauern sind zwischen 60 und 70 cm dick und bestehen an den Ecken und um die Öffnungen aus großen Kalktuffquadern (mit diesem sind auch die Schlösser der Loire gebaut) und dazwischen aus Natursteinmauerwerk (Feuerstein, Kalkmörtel) . Auf der nach Süden ausgerichteten Breitseite liegen alle (doppelverglasten) Fenster, Scheunentorfenster und Türen.
Der Boden der Scheune wurde vor rund 15 Jahren von einem Vorbesitzer mit bis zu 55cm Beton verfüllt. Wahrscheinlich erdberührt oder auf Schotterbett (so die Nachbarn).
Zudem ist die Platte nicht Waagerecht, auf der nach Süden ausgerichteten Breitseite bleiben 8cm bis zu den Türschwellen auf der Nordseite sind es 14cm.

Was machen wir am besten für einen Bodenaufbau?

Wir haben schon mehrere Handwerker kommen lassen aber jeder hatte einen komplett anderen Vorschlag.
Was würdet ihr tun oder nicht tun? Ich freue mich über jede Anregung sei sie noch so kritisch.

Grüße aus FR

Willi



Bodenaufbau



Liegt der Belag schon fest?
Wie hoch kann der Bodenaufbau sein?
Ist Dämmung relevant?
Welches Heizungssystem ist geplant?

Dann läßt sich mehr dazu sagen

Welche Vorschläge gab es bisher?



'Kritischer' Vorschlag: Schaumbeton + Luftsolar-Kollektor



Im Süden von Italien wird viel Schaumbeton verwendet, der zwar nicht theoretisch so gut dämmt, aber auf der Höhe von La Rochelle am Unterlauf der Loire wird es im Sommer wohl recht heiß und im Winter wohl recht mild.

Da es keine organischen Materialien gibt, die gefressen oder zerfressen werden und keine Hohlräume, lädt man sich keine Untermieter ein.

Mit dunklen Fliesen kann man die Sonne sammeln, wenn kein Nebel etc. stört, und durch Beschattung das Haus angenehm kühl halten.

Das Haus hat grosse Speichermasse, was die nächtliche Auskühlung verringert.

Bei 14 cm Höhe kann man Luft-Solar-Rohre (zu Luftsolar-Kollektor www.trubadu.de ) einbetten, die Sommer vielleicht auch kühlen können. (Es gab einmal eine Firma, die ein Dach mit Glaseindeckung plus Rohre in der Decke hatte, aber finde ich nicht mehr.) Dieser Luftstrom hat keinen Kontakt mit der Innenluft und so hat man die hygienischen Probleme auch nicht ... zumindestens wenn man nicht kühlt. (Mit einem Ozongenerator zur regelmässigen Desinfizierung sollte man auf der sicheren Seite sein.)



Was soll denn...



...überhaupt für ein Belag kommen?

Wenn's 'mal kein Holz sein soll, macht einen nivellierenden Ausgleichsestrich und darauf Cotto.

Grüße

Thomas



Ausgleichsestrich und Tränen in den Augen



Ausgleichsmassen sind unverschämt teuer ... und die Frage ist, ob darunter auch ein Ausgleichsestrich fällt.

Schaumbeton fließt praktisch automatisch ... und abziehschlitten.de https://youtu.be/T2yne9Dyhto macht es noch horizontaler.



Wer...



schrieb denn von selbstnivellierenden Ausgleichsmassen? Natürlich ist das nicht praktikabel.

Ich gehe davon aus, daß es auch in Frankreich einen Handwerker gibt, der Beton waagerecht abziehen kann. Ganz ohne youtube.

Und da wir gerade beim Sparen sind, lassen wir besser auch gleich den ozönernen Firlefanz weg .

Grüße

Thomas



Bodenaufbau noch nicht geklärt



Dankeschön für ihre Beiträge. Ehrlich gesagt haben wir noch keine echte Vorstellung über den Bodenaufbau.
Eine Info wurde vergessen. Die Scheune ist wohl nicht zugänglich für Betonmischer (sehr enge Zufahrt zum Haus ->Torbogen->30m bis zur Scheune).
Dielenboden fänden wir gut, stellen uns aber fragen über Aufbaumöglichkeiten und eventuelle Risiken.
Ein Handwerker meinte z.B: mit im Boden verschraubter Balkenlage Unebenheiten ausgleichen dann Dielenboden schrauben. Schön wenn das so einfach wäre?
Ein anderer Schlug Sperrfolie dann Balken schwimmend mit Gummigranulat zum Ausgleichen dann Dielen.
Heizung wird wohl ein Pelletofen.