Boden und Wände nass

02.05.2021 Wasserburg

Boden und Wände nass

Guten Tag,

bei der Renovierung eines teilunterkellerten Hauses ( ohne Bodenplatte ) habe ich den alten Fußboden entfernt. Der wie folgt aufgebaut war Fliesen, Estrich, Beton direkt auf der Erde.
Die Erde unter dem Beton ist nass. Ich habe ca 50 cm dieser Erde ausgehoben.
Die Fliesen an den Wänden habe ich auch entfernt. Die dahinter liegende Bruchsteinwand (Basalt) ist bist auf einer Höhe von 2m feucht.
Habe mal einen Stein entfernt auch im
inneren der Wand ist es sehr feucht.
Im angrenzenden Flur habe ich auch den Boden geöffnet selber Aufbau selbes Schadens Bild.
Ich habe daraufhin die Regenfallrohre kontrolliert.
Bei einem Regenfall Rohr ist die Muffe aufgeplatzt sodass das Regenrohr nur noch aufliegt .
Könnte dadurch das Wasser unter das Haus laufen?
Anbei ein Bild des Regenrohrs

Danke schon mal für eure Bemühungen



Boden nass



ja, wenn das Regenrohr nicht dicht ist,kann auch Wasser unters Haus laufen. Ob das allerdings die Ursache für die von Dir geschilderten Zustände sind, kann nur vor Ort aufgeklärt werden. Eines allerdings ist klar, dass der gewachsene Boden unter einer Betonplatte feucht ist, ist normal wenn keine Feuchtesperre eingebaut war.



Glaskuel mit Einsturzgefahr



Guten Morgen Wasserburg,

aus denen von Ihnen sehr spärlich angegebenen Informationen kann keinerlei Rückschluss auf die Schadensursache genommen werden. Allerdings ist es natürlich richtig, dass Fallrohre auf jeden Fall dicht sein müssen.

Bezüglich ihres Vorgehens, wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie im nichtunterkellerten Bereich den Fußboden heraus genommen und 50cm tiefer vollflächig gegraben? Ich hoffe, ein Statiker hat vorher geprüft, dass Sie den Kellerbereich/ Fußbodenbereich 50 cm aushebe können. Wenn nicht, dann lassen Sie unbedingt die Finger vom Graben im Fundamentbereich. Gerade bei solchen Arbeiten besteht die massive Gefahr eines Grundbruches.


Lg Holger



Erde


Erde

Danke schon mal für die Antworten.

Ich habe in einem Raum im nichtunterkellerten Bereich, vom Boden ungefähr 2m2 rausgenommen ,davon ca.10cm Estrich, 10cm Beton und 30cm Erde.
Welche Informationen benötigen Sie noch?

Anbei ein Bild, handelt es sich um das im Erdreich freigelegte Mauerwerk schon um das Fundament ?

Danke



Höhe Außengelände



wie hoch liegt denn, übertragen nach innen, die OK Gelände außen. Das Fundament ist der Teil des Gebäudes, welches die Auflast in den Untergrund ableitet.
Die Gefahr des Grundbruches besteht, wenn die Mantelreibung und damit der Gegendruck entweder innen oder außen wegfällt. Dann könnten Teile des Fundamentes nach der druckschwächeren Seite ausweichen.



Boden



Der nichtunterkellerte Bereich ist Innen ca 20cm höher wie die Straßenoberkante.



Bodenhöhe



also wird das Niveau auf dem abgegrabenen Bild ungefähr die Straßenhöhe sein. Dann wäre der dunkle Streifen noch Sockel und kein Fundament, diese sind auch selten so ebenmäßig gemauert, sondern wurden früher oft mit großen Feld oder Bruchsteinen auch gern nur in Lehmmörtel gesetzt und waren oft breiter als das aufstehende Mauerwerk.



Boden



Ok danke das beruhigt mich.

Kannst du mir noch was ,anhand des Bildes zur Bodenfeuchtigkeit sagen?
Besteht dort Handlungsbedarf oder ist die Feuchte im Rahmen?



Feuchteeinschätzung



das ist anhand eines Fotos nicht möglich, zumal das Mauerwerk dort die Ausgleichsfeuchte des Bodens angenommen hat. Wenn der Bereich ein paar Wochen belüftet und von Dreck und Erdresten mittels Stahlbesen befreit wird, trocknet das wahrscheinlich bald ab. Eine verläßliche einschätzung der Mauerfeuchte kann nur über eine Probenentnahme in einem Labor getroffen werden, dort könnte dann gleichfalls festgestellt werden, ob eine Salzbelastung vorliegt. Aber richtig naß sieht das bei Dir nicht aus.



Boden


Boden

Ok verstehe.
Ich habe mit solch einem Messgerät wie auf dem Bild zusehen an der Wand gemessen.
Der obere hellere Teil soll demnach bis unter der Decke nass sein. Hab weiter oben mal einen Stein entfernt um im inneren zu messen. Dort zeigt das Gerät auch nass an.



Was heißt nass?



mit einer Einheit versehen? Der Feuchtegehalt von Baustoffen wird in Masseprozent bzw. Volumenprozent ( bei Holz) angegeben. Ich sehe auf dem Foto eine Bruchsteinmauer, wo hast Du gemessen ? auf der Steinoberfläche oder einer Fuge. Je nach Bruchsteinart werden die wenig bis gar nicht feucht ( z.B. Granit).



Messung



Das Gerät zeigt Digits an.
In den Fugen 9o auf der Steinoberfläche zwischen 50 und 60 Digits.



Digits



sind sowas wie Punkte. Völlig wertlos, solange nicht klar ist wieviel Punkte nun nass und wieviel trocken sind. Das Meßgerät zeigt also lediglich an, dass die Fugen feuchter als die Steine sind und das ist logisch.



Messung



Ok in der Anleitung steht bis 30 Trocken 30-60 feucht ab 60 nass.



Vor Ort



also wie ich bereits oben schrieb, ist die genaue Schadensanalyse nur vor Ort möglich. Da spielen viele Faktoren ineinander wie Grundwasserspiegel, Gefälle im Außengelände, Sockelausbildung und Art des Außenputzes, Schlagregenbelastung etc. eine Rolle. Was nicht vergessen werden darf, wenn das Haus länger leerstand könnte auch Kondensat und eine generell höhere Ausgleichsfeuchte des Mauerwerkes durch fehlende Heizung eine Rolle spielen.



Boden



Das Haus hat einen Fliesensockel den wollte ich entfernen. Noch 1 zum Grundwasser müsste wenn es damit ein Problem gäbe im Keller nicht Wasser stehen ?
Geheizt wurde dieser Bereich nur indirekt über einen Kamin der aber im Wohnzimmer stand.



Wasser im Keller



ja vielleicht. Aber die Heizungsart könnte eine Ursache sein. Die Mauern dort sind kalt und werden auch nicht erwärmt, es kondensiert aber die feuchte wärmere Luft aus dem beheizten Raum dort.
Wenn keine Salzbelastung des Mauerwerkes gegeben ist, erscheint mir aufsteigende Feuchte in Basaltmauerwerk bis in eine Höhe von 2 Metern sehr unwahrscheinlich.



Mauer



Salzausblühungen konnte ich noch keine sehen.
Ich werde jetzt das Mauerwerk austrocknen lassen und Diffusion offener neu Verputzen.

Danke für deine Hilfe !