Altes Bruchsteinhaus 1898 /Neues Dach

02.06.2012 paulshila



Bin gerade dabei ein altes Brucksteinhaus /1898) zu sanieren
- Bestehendes Dach (Ethernit/Asbest) soll durch ein Blechdach errneuert werden- wahrscheinlich kann ich aus statischen Gründen nur ein Blechdach nehmen - da der Dachstuhl mit Nagelbinder aufgebaut ist -

Ein Thema ist wie kann die Kondenswasserbildung verhindert werden ?

Kann evtl die Nagelbinder-Dachkonstruktion verstärkt werden, so das ich auf andere Dacheindeckungen zurückgreifen kann.

- Aufgrund der Raumhöhe von 3,75 will ich die Decke mit einer guten Dämmung abhängen... ansonsten könnte ich auch alternativ nur eine DAchbodendämmung durchführen.

Gibt es Erfahrungswerte oder Hinweise



Stichwort Kondenswasser bei Blechdach



Es gibt für Blecheindeckungen Anti-Kondensbeschichtungen. Ob die funktioniert kann ich aber nicht sagen.
Ich kann mir schon vorstellen, dass sich die Tragfähigkeit der Brettbinder noch erhöhen lässt. Da schlage ich aber die hinzuziehung eines Statikers vor.
Gruß
Ralph



Wenn Sie ...



... eine Unterdachdeckung einbauen, z.B. eine bituminierte, diffusionsoffene Holzfaserplatte und die Trapezblech-/Wellblechprofile mit Konterlattung/Lattung als hinterlüftete Dacheindeckung einbauen, gibt es keine Kondenswasserprobleme. Die Bleche erwärmen sich zudem bei geringer Sonneneinstrahlung schon so weit, daß immer eine ordentliche Thermik in der Lüftungsebene herrscht. Ich habe mein Haus so eingedeckt. Funktioniert seit 10 Jahren tadellos.

Beim Verlegen der Bleche mit Fest- und Lospunkten arbeiten, die Löcher mit doppeltem Schraubendurchmesser aufbohren und sich ansonsten an die Verlegevorgaben des Herstellers halten. Die Bleche dehnen sich stark aus. Zwängungen sind zu vermeiden, Knackgeräusche sind auf die Dauer sehr lästig. Viel Erfolg.

PS. Für Ihr Haus wären neue Eternitplatten -heute abestfrei- optisch besser passend. Noch besser wäre eine Ziegeleindeckung. Wenn´s nur um die Kosten geht sind sich die Deckungen letztendlich recht ähnlich.



Dei Qual der wahl



Eine Verstärkung ist grundsätzlich machbar. Hierzu brauchst du einen guten Statiker und einen guten Zimmermann. ( gut bedeutet, dass sie die einfachste Lösung sehen, so dass man mit den kosten hinkommt)

Im Raum Kaiserslautern zweibruecken koennte ich Empfehlungen aussprechen. ( bei bedarf mir eine Mail schicken)

Ebenfalls tritt bei Verwendung von sandwichelementen das kondensatproblem nicht auf.

Bei einer gedämmten Decke sollte die Variante mit antikondensatflies ebenfalls funktionieren.

Gruß

Peter





Ähnlichen Aufbau haben wir in der Eifel durchführen lassen.
Dazu wurde das alte Asbest-Dach abgedeckt (und von den Dachdeckern fachgerecht entsorgt)
Dann eine geeignete Bahn SUB and Top von aussen eingelegt. (Achtung, das geht nicht mit jeder Bahn!)
Die Binder aufgedoppelt, Thermo-Hanf Dämmung rein(da gibt es zum einen keine Probleme mit Feuchtigkeit, zum anderen hält es die Hitze viel besser draussen als mineralische Dämmung. Spezielle Unterspannbahn die die Luftzirkulation zulässt drauf(wg. Kondenswasser).Anschließend die Blecheindeckung. Dann kannst Du innen alles lassen und Dir später überlegen ob Du da noch zusätzlich weitere Maßnahmen vornehmen willst.
Auf dem Bild ist der Aufbau nach dem Aufdoppeln und vor dem einbringen der Dämmung zu sehen.
Näheres gerne erfragen



Altes Bruchsteinhaus 1898 /Neues Dach



So könnte es evtl aussehen - Das Dach aufdoppeln . inzwischen bin am allerdings am Überlegen aufgrund der Raumhöhe von ca. 3,75 die Decke anzuhängen und dort die Dämmung einzubringen. Als Dämmungmaterial bin auf STEICOtop gekommen Die Vorteile von den Dämmplatten: leicht, handlich und direkt begehbar. http://www.steico.com/produkte/daemmstoff-holz/steicotop/ueberblick.html


Ideal für die Sanierung der obersten Geschossdecke. Damit würde ich das Dach nicht dämmen, da dieser Dach-Raum sowie so nicht genutzt werden kann.
Noch ein Zusatz warum ich die Nagelbrett-Binder-Konstruktion verstärken und das Asbest-Dach entfernen wollte, hin mit meiner Planung eine Photovoltaik-Anlage zu installieren. Davon bin allerdings aufgrund der aktuellen Förderungs-Situation wieder etwas abgerückt





Wenn du die Platten auf dem Boden sauber auslegen und eine funktionierende Luftdichtung verlegen kannst ist eine Deckendämmung sicher sinnvoll. Allerdings ist das bei dem beschriebenen Dachtyp oftmals nicht möglich. Das kann ich von hier aus nicht beurteilen. Um die Entsorgung des Asbestbelasteten Daches kommst Du langfristig aber eh nicht drum rum.
Abhängen geht jedenfalls auch gut mit Hanf. Das könnte dann in etwa so aussehen: guckst Du hier: http://www.thermo-hanf.de/cms/upload/pdf/bauphysik/Bauphysik_Internet%2017.pdf
Photovoltaik auf Blechdach über Hanfdämmung wurde vor kurzem auf unserem Lagergelände gemacht. Von der Photovoltaik Seite habe ich noch kein Bild.