Dämung, Dachschrägen mit Zellulose ausblasen

12.08.2010



Hallo Fachwerker,

ich möchte die Dachschrägen dämmen (lasse), ohne das Dach abzudecken(Dach noch gut in Schuss) und ohne die Innenverkleidung abzunehmen.
da Bleibt ja nur die Einblasdämmung und von Zellulose hab ich schon viel gutes gelesen.

allerdings meinte Firma A sie würde die Zellulose einfach zwischen Innenverkleidung und Dachpfannen einfüllen.
dagegen Firma B "oh Gott" bloß nicht, die Zellulose muss in spezielle Dämmsäcke.

nun meine Frage:
Müssen diese Dämmsäcke, die ja zudem angeblich Diffusionsoffen sind, wirklich sein.
Nicht nur das die das ganze vorhaben preislich extrem verschlechtern, habe ich die Befürchtung das die nichts bringen da auf der Innenverkleidung viele schrauben und Nägel sind wodurch die Säcke entweder nicht ganz eingeführt werden, oder eh reisen.

der Dachaufbau ist momentan ganz simpel:
Dachpfannne
Querlattung
Sparren (ca14cm / alle 70cm)
Inenverkleidung aus diesen alten "Holzfaser-platten" schön verputzt.

keine Dampfbrems -sper oder andere Folie.

kann man die Zellulose da einfach so Einblassen, oder werde ich dadurch schnell auf hohe folgekosten stossen da mehr kaputt geht als es was bringt.

bitte helft mir.
andi s

sorry für evtl. doppelposting



nur mit Unterspahnbahn



ich kenne das nur das die Einblasdämmung nur bei Intakter Unterspannbahn erstellt wird. Selbst neue Dachziegel sind nicht 100% Wasserdicht, sondern nur Regenabweisend, je nach Wetterlage gelangt auch schon mal Regen oder Schnee unter die Dachziegel und schon wär die teure Zellulose dahin. Solche "Säcke" sind mir noch nicht bekannt, denke aber das sich die Dämmung darin nicht in jede Ecke des Dachstuhls verteilen kann und somit Kältebrücken entstehen werden.

Vorschlag:
Dachziegel abdecken, Latten runter, Unterspannbahn spannen und Überlappungen verkleben und Latten und Ziegel wieder drauf.
Die kosten halten sich im Rahmen und man ist auf jedenfall auf der sicheren Seite.
Nicht vergessen: Traufbereich sollte auch dicht sein, damit die Flocken nicht unten rausgeblasen werden.



Abdecken vermeiden



Gerade das Abdecken wollte ich aus Kostengründen vermeiden.
bzw. hinauszögern und dann in ca. 10-15 Jahren abdecken, Sparren aufdoppeln, größerer Dachüberstand neue Ziegel.
Und natürlich vernünftig Dämmen.
Mit der Einblassdämmung verspreche ich mir eine kostengünstige provisorische Übergangslösung für die beschriebenen 10-15 Jahre

mfg
Andreas S



Moin Andreas,



eingeblasen wird unter Druck und ohne Abdeckung fliegt dir das zwischen den Ritzen raus ("Leise rieselt der Schnee")und wenn der Jung' richtig was drauf hat, drückt der dir die Ziegel hoch.

Davon mal ab, dass du in ein paar Jahren, wenn du das Dach machen willst, ne Riesen-sauerei hast und das Zeug im Zweifelsfall entsorgen kannst, bzw. neu einblasen, damit die Ecken und Ritzen auch wirklich dicht sind.

Dämm' lieber erstmal die oberste Geschossdecke (Ausgeblasen auch ein prima Schallschutz) und machs, wenns dran ist, richtig!

Ich hab' vor knapp 2 Jahren fast dieselbe Frage gestellt....;-)

Gruss, Boris

P.S. Wenn die Säcke nicht bis in die Ecken und Ritzen gehen, besteht dort die Gefahr von erhöhtem Kondensat- ausfall mit allen Folgen. Im Moment isses Luftumspült und gleichmässig schlecht gedämmt, hält aber ewig......lies erstmal hier über "Dachdämmung", Innendämmung".





Hatte selbe Pproblem , und mich für den Einsatz von Glaswolle entschieden . Bbitte nicht gleich aufschreien , aber es sollte zumindest "etwas" mehr dämmen als vorher und dies hat sich bei den Gasabrechnungen auch bestätigt .
Mein Aufbau vorher . verputzte Schilfrohrmatten von Innen auf den Sparren , dann unausgefüllte Sparrenfelder und dann die Pfannen ohne Unterspannbahn . Mein neuer Aufbau ist nicht winddicht . Das wollte ich am besten gleich vorab sagen . Ich habe ca 100mm starke Glaswolle vom Dachboden aus in die Spaarenfelder geschoben , und mit langen Latten in ihre Position gebracht . Sicher , ich habe nicht immer und ueberall eine 100%ige Anlage an den Sparren , aber ich denke es ist mir gut gelungen . zu den Pfannen habe ich dann 6cm Lüftungsspalt gelassen . In jedem Sparrenfeld habe ich unten im Traufe und oben im Firstbereich eine Lüftungspfanne gesätzt . Die Lüftung funktioniert , kühlt zwar im Winter bei starkem Wind die Wolle aus , aber anders gehts ohne grossen Aufwand und wenig Kosten nicht .
Ich wollte auf keinen Fall die Schilfrohrmatten im Inneren entfernen , jedoch eine Verbesserung der Dämmung erreichen . Meinen Vorteil sehe ich darin , das ein Leck schnell erkannt werden kann , weil keinerlei Folien verbaut worden sind . Es würden sich raumseitig Flecken abzeichnen und ich könnte das Leck beheben . Dieser Aufbau wurde von einem Mitglied hier berrechnet und es kann eventuell zu Problemen direkt im Bereich Wolle (Anlage Sparren kommen , was ich aber jährlich stichprobenmäsig überprüfe . Nehme mal hier und da eine Pfanne hoch und alles schaut gut aus . rein gelbe Wolle ....

Gruss



Wenn schon viele Nägel stehen....



... dann kannst du kaum von oben irgend welche Matten schieben.

Ich würde an Deiner Stelle warten bis Du von Außen rankannst, bzw. -willst und dann das alles ordentlich angehen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





nein es funktioniert . es wurden vorher 2 gehobelte bretter in die felder geschoben . dann die wolle runtergelassen , und später die bretter raus und von oben ein wenig nachgedrückt . dauert ein wenig , aber bei mir hats funktioniert



Dachschrägen mit Zellulose ausblasen ohne unterspanbahn



hab folgendes gefunden:

http://isofloc.de/zelluloseflocken-bis-unter-die-ziegel.phtml

ist welche folgen könnte so ein ausblasen haben.
kann was schlimmes in Sicht auf 10Jahre kaputt gehen?

mfg
Andreas S.



Das wurde von Isofloc tatsächlich schon mehrfach...



... erprobt. Schon vor über 10 Jahren hat mir Robert Borsch-Laaks von so einem Experiment berichtet.

Dennoch bleiben die Bedenken von Boris bestehen: ... leise rieselt der Schnee ...

Kommt halt sehr auf den Ziegel drauf an und wie und wann es dann weitergehen soll. Es enstehen auf alle Fälle zusätzliche Arbeiten auf dem Dach, bevor man nach dem Entfernen der Ziegel wieder vernüftig weiterarbeiten kann.

Jetzt an Aufwand sparen und anschließend mehr Aufwand zu haben... Da würde ich lieber warten und gleich richtig loslegen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Zitat:
Jetzt an Aufwand sparen und anschließend mehr Aufwand zu haben...


Das ist richtig, aber man hat auch eine Heizkostenersparnis und im Sommer weniger Hitze.
Bis es dann richtig gemacht wird.

die Frage ist nur: Wie lange Hält dieses Provisorium und was kann passieren???

mfg Andi





hab noch folgende info gefunden:

http://host31.co101.spacenet.**/contentserv/www.quadriga-news.**/index.php?StoryID=1205&PHPSESSID=ed

für ** bitte je de eingeben,
musste es fixen da es sonst als Werbung angesehen wird

solche Lösungen sind wohl doch nicht so unbekannt.
aber leider bin ich immer noch nicht viel schlauer.



Dämmung bis unter die Ziegel einblasen



das sehe ich wie Harakiri für's Dach.
Das sieht zwar alles gut aus, aber bleibt immer nochdie Frage offen, was mit der Feuchtigkeit ( Waasser ) passiert, wenn z.B. Dachziegel kaputt sind (durch Sturm oder Hagel)
Man braucht nicht viel Fantasie, um sich die konsequenzen vorstellen zu können.

Grüsse



Moin Andi,



probiers doch einfach!

Schlimmstenfalls musst du Cellulose für 1500,- - 2000,- Öre entsorgen, das kann man ja mal riskieren, oder?

Und das Dach abschreiten, Zeigel aufnehmen und gucken, ob die Dachsparren oder die Fusspfette in einem nassen Schwamm liegen schockt dich ja wohl auch nicht.

Dachsparren wechseln kannst du übrigens grad bei Hornbach lernen....singinkayayippieyippieyay!

Ähm, ist die schlabberige Masse zwischen deinen Ohren schonmal auf die Idee gekommen, das alles den netten Herren von Firma A zu fragen? Vor allem wer's dann macht und zahlt, falls es nicht funktioniert?

Zu deinem link:
„Für die Dachschrägen kam ein Produkt mit einer speziellen Rezeptur zum Einsatz, um den erhöhten Anforderungen an den Feuchteschutz gerecht zu werden“. Hast du mal nachgefragt wat dat kost?

Hast du auch Schiefereindeckung?........

Mein ja nur....Boris



Dämung, Dachschrägen mit Zellulose ausblasen



ja die schlabberige Masse zwischen deinen Ohren ist sogar auf die Idee gekommen bei dem Hersteller von isofloc anzurufen.
Raten praktisch zu dieser Übergangslösung und halten nichts von diesen Dämmsäcken. Dagegen sagt der Importeur vom Warmcel Zellulose wieder genau das gegenteil, so das ich immer noch nicht schlauer bin.

es gäbe ja noch die Möglichkeit Minerallwolle von Rockwoll gegen gegen eine Konterlattung zu blasen, hätte den Vorteil das eine Hinterlüftung gewährleistet wird.
wie von Folgender Firma im Video gezeigt.
http://www.dachfit.de/videos.html

würde denn so etwas funktionieren?

wie gesagt ich suche nur eine Zwischenlösung für die nächsten ca. 10 Jahre

mfg
Andi



Dachschrägen dämmen



Welchen Dämmstoff sie verblasen ist im Grundegenommen "egal".
Wichtig ist bei jedem Einblasdämmstoff ein Hohlraum, z.B. mittels Hartfaserplatten und Distanzlatten, geschaffen wird.
Wenn diese Massnahme als Übergangslösung gesehen wird, sollte der Aspekt der Entsorgung mit in Betracht gezogen werden.
Da niemand weiss, was die Zukunft Entsorgungstechnisch bringt, sollten Sie sich wohl eher diese Investition sparen und eine Gesamtlösung ins Auge fassen, Dach runter und den ganzen Dachaufbau nach neuem Standart aufbauen.

Grüsse



Zwischenlösung



für 10 Jahre??
Wo die Supermanager bis zur nächste Quartalsabrechnung planen und langfristig bis zur nächsten Jahresbilanz?
Und unsere Berufs(lügner)politiker maximal bis zur nächsten Landtagswahl??
Was glaubst du wohl, wieviel Holz der Schimmel bei falscher Massnahme von deinem Dachstuhl in 10 Jahren verfrühstückt hat ;-)).
Eyboah, ich hab 1000ltr Heizöl gespart, dafür brauch ich jetzt ´nen neues Dach.
Richtig rechnen ist die Kunst, nicht so wie Betriebswirte.
MfG
dasMaurer



Moin Andi,



mein Vorschreiber hat es ja schon angedeutet: Mach doch mal die 3 Rechnungen auf:

a) es geht gut, dein Dach säuft nicht ab, du dämmst es in 10 Jahren vernünftig...vergiss nicht die Mehrkosten, weil schon Dämmstoff drin ist und die gestiegenen Baupreise, abzüglich 80% der versprochenen Heizöl-Ersparnis (100% klappt eh'nie).

b) Du bekommst ein paar Schäden, musst 4 Sparren wechseln und das ganze Zeug entsorgen, weil keiner dir die nachher aufgelatteten 6cm z.B. sauber, ritzenfrei ausblasen kann, bzw. Bock hat das alte Zeug nochmal zu verwenden, wiederum minus 80%...

c) Du lässt es wie's ist und zahlst halt mehr fürs Öl und machst es dann richtig.

Dann kriegst du eine Vorstellung, wieviel dir deine Experimentierfreude wert ist....

No risc - no fun!

Gruss, Boris