Bläuepilz oder was anderes?



Bläuepilz oder was anderes?

Hallo, ich habe Fichtenbohlen über den Winter in einer Scheune gelagert, vermutlich falsch. Nun sehen einige davon wie auf den Bildern aus. Es war auch teilweise ein haariger Belag vorhanden den ich einfach abwischen konnte. Ich wollte die Bohlen eigentlich auf dem Dachboden als Fußboden einsetzen. Die Verfärbungen wären nicht das Problem, solange es kein Schimmel oder ähnlich schädlicher Befall ist. Über Meinungen wäre ich dankbar.

LG Toni



Schimmel



Schimmel-
der aber gut mit Wasserstoffperoxid oder 70 % medizin. Alkohol, Brennspiritus, Isopropanol/Isopropylalkohol bekämpft werden kann.
Vorher trocken Abwischen/Abbürsten.
Sonnenlicht (UV) hilft auch.
Vor Einbau bei guter Belüftung behandeln, dann trocknen lassen.

Danach können die Bretter verwendet werden.



Wasserstoffperoxid



OK. Ich würde auf eine Konzentration von 11,9% wasserstoffperoxid zurückgreifen. Gibt es da bestimmte Produkte die man empfehlen kann und soll ich es unverdünnt benutzen?





Du kannst die Bretter auch ablaugen, eine bewährte traditionelle Holzschutzbehandlung.

Ablaugen, Sodabehandlung (1kg Holz- oder Pottasche + 0,5 kg Soda + 0,125 kg Kernseife + 30 kg Wasser, aufkochen abseihen, heiß verarbeiten), Lauge auftragen, mit Bürste einarbeiten, einwirken Nachwaschen, trocknen.



Holzschutzbehandlung



Bei Wasserstoffperoxid das billigste nehmen (im Verhältnis zur Konzentration). Höher konzentriert ist wirkungsvoller und hellt natürlich stärker auf.

Da es bei dir aber ohnehin kein Risiko darstellt und Neubefall bei einem gut belüfteten Dachstuhl sehr unwahrscheinlich ist würde ich ruhig der Soda-Empfehlung folgen, was auch weniger Arbeitsschutzansprüche stellt.





Genau, durch die Laugenbehandlung werden die Harze im Holzverseift und ausgewaschen. Dem aktuellen und später "angereifenden" Pilzben wird so die Nahrung oberflächlich entzogen. Auch werden die lebenden Zellen durch die Alkalien zerstört.

Ebenso wirksam, wäre auch das "Abflammen" der Holzoberfläche, dass dann aber lieber nicht in der Scheune machen ;-).