Blähton Liapor Wand

30.08.2019 Holzwurm



Hallo liebes Forum, da ich leider nicht mehr auf meinen letzten Post zum Wandaufbau antworten kann nun ein neuer.
Zum eventuell besseren Verständnis der Link zum Alten: https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/leichtlehmwand-strohleichtlehmwand-283674.html

Aufgrund der Tatsache, dass mit meiner angestrebten Strohlehm-Stampfwand die Trocknungszeiten eben doch sehr lang sind habe ich gestern eine Anfrage zwecks Erwerb von Leichtlehmsteinen gestellt, um den Kostenfaktor einmal genau beziffern zu können.
Nun war der Händler allerdings so frech und hat mich mit seinem Gegenvorschlag etwas aus dem Konzept gebracht. (Falls du das ließt, passt schon, alles gut. :D )

Sein Vorschlag wäre folgender:
Man nehme eine Verschalung außen am Fachwerk, fülle die Gefache mit einem Abstandshalter direkt unter der Verschalung für den späteren Außenputz, setze inne ein Ständerwerk und beplanke dieses mit 6cm Holzweichfaserdämmplatten, eine verlorene Schalung sozusagen.
Soweit so gut, nun der Clou: Man fülle das alles mit einem Gemisch aus Blähton angemischt mit Zement und Kalk.

Bei Zement habe ich direkt abgesagt, da aber keine übermäßig hohen Festigkeiten von einer "Gefachfüllung mit Rückwand" zu verlangen sind meinte er man könnte das auch nur mit Kalk als Bindemittel machen.

Nun ist Blähton bekanntermaßen ein sehr guter ökologischer Dämmstoff, nur (leider?) nicht sehr kapillar wirksam.
Genau darin besteht nun mein eigentliches Problem: Ich meinte zu wissen, dass es gerade an einer Lehmwand so positiv ist, dass sie eben Feuchte transportiert, im Idealfall aus dem Holz heraus und durch den Kalkputz an die frische Luft.
Die Ausgleichsfeuchte von Blähton ist verschwindend Gering, sollte also somit kein Problem darstellen.
Kalk ist ein Baustoff der wunderbar kapillar leitet, also ist doch möglich, dass dieses Bindemittel dieses Manko vom Blähton ausgleicht, oder?
Die Frage ist vielleicht noch inwiefern dieses Kalk-Blähtongemisch flexibel ist und die Bewegungen des Fachwerks mitmacht, sollte aber ebenfalls auch besser sein als mit Zementanteil.

Nochmal der Vollständigkeit halber der Wandaufbau von außen nach inne:

Sumpfkalkputz 1,5cm
Blähton-Kalkmonolith 24cm
Holzweichfaserplatte 6cm
Lehmputz 4cm mit integrierter Wandheizung
Lehmoberputz 1cm

Fachwerkbalken sichtbar 24x12cm

Bin auf eure Antworten sehr gespannt.

Grüße, Tobias



Danke



für die Rückmeldung.
Welche Art Kalk schwebt ihnen denn vor? Mir war gar nicht bewusst, dass es auch Unterschiede im Schwindverhalten von Kalk gibt.

Von Hanfkalkgemisch würde ich absehen, ich denke da die korrekte Mischung hinzubekommen wird nicht ganz leicht sein, da trau ich mich nicht heran.

Grüße, Tobias