Blähglasplatte Erfahrungen?

17.01.2017 Roselie



Hat jemand Erfahrungen mit Blähglasplatten, z.B. VeroBoard Classic? Sie scheinen ökologisch unbedenklich zu sein, abgesehen von viel Energieaufwand bei der Herstellung, und ziemlich universell einsetzbar. Ich plane den komplett neuen Aufbau eines Bauwagens in Holzständerbauweise mit vorgehängter Fassade und suche v.a. aussteifendes Material für die Wände, ohne OSB-Platte. Evtl. sind die Blähglasplatten auch für den Unterboden und die Fassade verwendbar. Sie sind jedenfalls recht leicht, diffusionsoffen und vermutlich (bei Verklebug der Fugen) auch winddicht.





Die Platten haben leider mit einem Lambda-Wert von 0,09 W/mK eine sehr schlechte Dämmwirkung (ähnlich wie Heraklithplatten).
Daneben werden die auch nicht preisgünstig sein und aufgrund der Leichtigkeit und geringen Stärke kann ich mir nicht vorstellen, dass die zur Aussteifung eines bewegten Bauwagens dienen können.

Warum nicht zB Holzfaserplatten verwenden, die guten Wärme- und Hitzeschutz bieten, günstig sind und eine gute Schalldämmung aufweisen?

Evt zur besseren Aussteifung diagonale Verbretterung anbringen
Hast du Angaben zu Preisen?

Andreas Teich



Blähglasplatte Erfahrungen?



Laut Bauhaus kosten die 10 mm-Platten c. 15 Euro/qm, die dickeren k.A..
Als Dämmung habe ich Hanf vorgesehen.



Dämmplatten



Als Aussteifung gegen dynamische Belastungen bei einem Wagen werden die nicht verwendbar sein.
Die Rohdichte ist mind doppelt so hoch wie bei Holzfaserplatten.
Dämmwirkung halb so gut und bei Berücksichtigung der Dicke teuer.

Was willst du primär damit bewirken und wie sollen die eingebaut und befestigt werden?
Ich würde beim Hersteller nachfragen inwieweit die für die Belastung überhaupt geeignet sind.

Andreas Teich



Blähglasplatte Erfahrungen?



Natürlich habe ich Holzfaserplatten auf dem Schirm, aber ich kenne bislang keine, die ausreichend aussteifende Wirkung hat. Außerdem ist die Blähglasplatte schwer entflammbar, deshalb v.a. für die äußere Seite der Dämmung im Hohlraum besser geeignet. Sie kann verschraubt werden (mit der Verklebung der Löcher).
Da ich Tischlerin bin, weiß ich, was es bedeutet, diagonale Verbretterung anzubringen.



Blähglasplatte Erfahrungen?



Damit keiner denkt, dass dies eine Fake-Anfrage ist, lade ich mal ein Foto von der Arbeit am Chassis rauf. Es war ein alter landwirtschaftlicher Anhänger, den wir auf 5 m verlängert haben.
Den Fachwerkkotten daneben sieht man nicht. Auch der ist mit viel Eigenarbeit (von meinem Freund) renoviert worden.



Aussteifende Holzfaserplatten



Steico Protect HD und Steico Universal sind zur Aussteifung von Holzkonstruktionen zugelassen.

Die Brandgefahr geht sicher mehr von innen aus
(falls der nicht gerade vor einem Flüchtlingsheim steht)

Sollen die Wände in Holz gebaut werden oder auch Metall?

Andreas Teich



Blähglasplatte Erfahrungen?



Danke, prüfe ich noch mal, aber Steico hat ziemlich problematische Zuschläge in den Holzfaserplatten.
Ich schrieb schon: Holzständerbauweise, das gilt für unten, Seiten, oben.
Vermutlich baue ich als vertikales und horizontales Ständerwerk Doppel-T-Träger aus Schichtholz, auch nicht billig, aber gut zu verbauen. Über die Frage nach Schüttdämmung bin ich auf das Blähglas gestoßen.
Grüße!



Bauwagen



..."aber Steico hat ziemlich problematische Zuschläge in den Holzfaserplatten."

Das interessiert mich, können Sie bitte genaueres dazu ausführen und/oder die Quelle Ihrer Information angeben?

Zur Fragestellung:
Ob das Material die optimale Lösung ist weiß ich nicht. Der geringe E- Modul verhindert eine ordentliche Aussteifung.

Ich würde folgendermaßen vorgehen:
Innen Wediplatten dampfdicht montiert, verspachtelt, darauf Glasfasertapete und Anstrich.
In den Zwischenraum Mineralwolle oder flexible Holzfaser,
außen ESB- Platten hydrophob eingestellt, gestrichen.
Die gedämmten Hohlräume sollten über Dachentlüfter oder am Fußpunkt über Öffnungen entspannt werden.
Eine brandsichere Ausführung des Bauwagens halte ich für unnötig, ein Rauchmelder und der leichte Fluchtweg genügen.
Feuchtetechnisch dürfte es keine Probleme geben vorausgesetzt die Entlüftung funktioniert (Tür, gesonderte Dachentlüftung).
Die Bauweise sichert keine 200 Jahre Standfestigkeit, aber ausreichend lange Instandsetzungsintervalle.
Sie ist ein Kompromiss zwischen Gewicht, Schalldämmung, Brandschutz, Witterungsbeständigkeit, Statik, Preis.
Falls dem Schallschutz besondere Bedeutung zukommen sollte
empfehle ich statt der Wediplatten Udiclimate:

http://unger-diffutherm.de/udiclimate/
Darauf dann einen armierten Dünnschichtputz.



Bauwagen bauen



Wenn OSB vermieden werden soll könntest du innen eine 19 oder 27 mm Dreischichtplatten verwenden, bei einer Größe von 210 x 500 cm hättest du die gesamte Wand ausgesteift.
Unten und oben ggf einen KVH- Balken befestigen,
ein rundes Dach aus selbst verleimten kleinen Leimholzbalken gibt mehr Kopfhöhe und paßt besser dazu als ein Flachdach oä.

Außen auf die Dreischichtplatte senkrecht, im Abstand der eingelegten Holzfaserplatten, Bretter als Abstandshalter aufleimen/schrauben.
Dann quer Rhombusbretter mit ca 7 mm Fugenabstand aufschrauben oder falls ein dickerer Wandaufbau ok ist diffusionsoffene Fassadenbahn und Hinterlüftungsebene vorsehen, die allerdings nicht nötig wäre.

Von Steico gab es vor ca 6 Jahren bei einer flexiblen Dämmung etwas geruchsintensive Inhaltsstoffe, die aber schnell ersetzt wurden-
hinterher war die Platte im Ökotest dann wieder mit 'sehr gut' bewertet worden. Sonst sind mir bei Holzfaserplatten keine fragwürdigen Inhaltsstoffe bekannt.
Es gab hier schon Fragen zu Wohnwagen-/Bauwagenausbau

Andreas Teich



Kurzer Einwand am Rande!



Meinten sie mit Blähglasplatte vielleicht das Erzeugnis "Foamglas"?

Wenn ja, dann ist es leider sehr preisintensiv!
60 mm Platte habe ich derzeitig so um die 26 € plus/minus recherchiert.
Sind aber ehr für Massivbauweisen angedacht und nicht für flexible Holzbauweisen, wozu ich ihren zukünftigen Bauwagen mit zähle.
Holzmaterialien, Naturdämmstoffe etc. wären für sie da die besseren Varianten.
Wedi-Plattenerzeugnisse sind leider auch dampfdicht und eher etwas für hochdämmende Massivbauweisen.



Blähglasplatten



Die angegebene Markenbezeichnung ließ sich schnell über Google finden, kleine Blähglasperlen in Kunstharz gebunden und beidseitig mit Armierung kaschiert.
Wedi ist Styrodur- Hartschaum mit beidseitiger zementgebundener armierter Kaschierung.
Foamglasboards sind aufgeschäumte Glasplatten mit beiseitiger aufkaschierter Armierung, absolut dampfdicht und sehr starr.
Wedi innen im Bauwagen ergibt Sinn da Wedi praktisch dampfdicht ist- Dampfsperre auf der warmen Seite.
Ein weiterer Vorteil gegenüber Gipskarton oder Sperrholz: Es dämmt gleichzeitig.



Wagenausbau



ich vermute einmal, dass es hier um eine ökologische (wie geschrieben) Bauausführung geht-
wenn schon OSB und Holzfaserplatten als kritisch bewertet werden wird die Verwendung von Wedi-Platten wohl auch keine Begeisterungsstürme auslösen.

Zudem bleibt dann fast gar nichts mehr an sorptionsfähigen Flächen übrig, sodass die Lüftungsanlage dauernd laufen müßte.

Einfacher ist dann eine naturbelassene Dreischichtplatte oder wenn auch hier die Leimschichten vermieden werden sollen, diagonal angebrachte Nut und Feder Dielen an Wänden und ggf Fußböden.
bei lauter Diagonalen wird man evt im Kopf etwas konfus...

Andreas Teich



Blähglasplatte Erfahrungen



Zum Thema problematische Zusatzstoffe bei Holzfaserplatten, z.B. Steico:

„Verbunden mit dem Brandschutz ist das Problem der Flammschutzmittel: "Bei den meisten Dämmstoffen aus Nawaro sind mehr oder weniger problematische Brandschutzmittel enthalten", schreibt Arnold Drewer, Geschäftsführer des Instituts für preisoptimierte energetische Gebäudemodernisierung, in einer Diskussion in der Facebookgruppe "Dämmstoffe Pro & Contra". Meist wird Borsalz eingesetzt. Zu den Ausnahmen gehören Kork und Seegras, die von Natur aus die Brandstoffklasse 2 erreichen. Borsalz ist als Gefahrstoff klassifiziert, hat aber keinen Dampfdruck. "Einmal verbaut, dünstet er nicht aus. Eine Belastung der Raumluft erfolgt nicht", sagt der Holzschutzexperte André Peylo. Trotzdem dürfe Borsalz seit 2009 nur noch in einer Konzentration von weniger als 5,5 Prozent in Dämmstoffen enthalten sein. Als Ersatz werde nun häufig Aluminiumsulfat (Alaun) eingesetzt, das unter dem akuten Verdacht stehe, Alzheimer hervorzurufen, kritisiert Peylo.“
http://www.enbausa.de/daemmung/aktuelles/artikel/daemmung-mit-nachwachsenden-braucht-mehr-brandschutz-3925.html

Steico verwendet Aluminiumsulfat:
http://www.steico.com/fileadmin/steico/content/pdf/Marketing/German/Product_information/universal/STEICOuniversal_de_i.pdf



Bauwagen



Danke für die Information;
ich dachte schon es ist was richtig schlimmes drin.
Die von Ihnen genannte Platte findet im Außenbereich Anwendung und ist normalerweise unter Putz kaschiert.
Deshalb kann ich Sie auch weiterhin meinen Kunden empfehlen falls der Einsatz im Einzelfall passend ist.
Ob diese Veroboardplatten ökologisch unbedenklich sind halte ich für fraglich, wenigstens so lange nicht bis die Firma die Inhaltsstoffe, hier den Kleber, deklariert.



Vieles ist Industriegetue....



....der Lobbyindustrie!
Borsalz ist halt kein Genussmittel und die Mutter Natur wird schon gewußt haben, warum sie dieses hat entstehen lassen.
Für die Einsatzgebiete in Dämmstoffen als Brandschutzmittel oder ähnliches, finde ich es auch weiterhin okay.
Nunmehr hat sich halt eine andere Lösung aufgetan und die hat widerum ihre eigenen Gefahren!!
Es wird ewig darum gehen, was geht und was geht nicht.
Die Industrie mit ihren Reaktionsmaterialien und Verbundbaustoffen ist viel gefährlicher, als das Thema Borsalz im Dämmstoff.
Ist meine Meinung!!
Und die Bevölkerung verrückt zu machen und den Einsatz von Naturbaustoffen damit mit zu unterwandern, darin ist die EU und Deutaschland ja Spitze.

Ich sage ganz einfach: Zurück zum einfachen und überschaubaren!



Blähglasplatten sind da ungeeignet



denke ich die Nehmen ja überhaupt keine Feuchtigkeit auf im gegensatz zu Holzweichfaserplatten die funktionieren ganz gut,
musst ja bedenken das so´n Wagen mit 2 Leuten und nem Ofen oder Herd ganz Ordentlich Schwitzwasser an der Aussenwand von innen ablädt(Kondensat) und das kann dann nirgendswohin..

Versuch Holzweichfaserplatten ohne Zusätze zu bekommen und nimm die:)

gruß an´s Wagenvolk:)
Flakes



Empfehlungen



DHD Doser z.B
Gutex oder Pavatex



Inhaltsstoffe Holzfaserplatte ua



Die erwähnten Inhaltsstoffe sind ja nur dann gefährlich, wenn sie herausgelöst und mit Wasser zu sich genommen wurden.

Lt Wikipedia gabs den ersten Fall von Schäden durch Aluminiumverbindungen in England mit 5000 facher Konzentration.

Da Holzfaserplatten/Zellulose uä aber nur selten mit Wasser übergossen und dieses dann getrunken wird finde ich die Gefahr nicht sehr real- vor allem angesichts der Tatsache, dass Borax- und Aluminiumverbindungen zur Blutstillung, in Arznei- und Lebensmitteln verwendet werden.

Die Dosis machts, siehe Paracelsus:
"Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei"

Wenn aus Baustoffen herausgelöste Stoffe gefahrlos aufgenommen werden müßten hätten wir ein kleines Problem bei der Verwendung von Beton, Kalkmörtel,Lehmputzen, Lebensmitteln mit Kochsalz, Zucker,Backpulver.
Die Wüstenexpedition mit Gefahr von Silikose ist unmöglich, Schwimmen im Salzwasser ist ganz unmöglich, Heilbäder in Schwefelquellen auch gefährlich und vieles andere auch.

Wenns bei ordnungsgemäßem Gebrauch, bei der Herstellung und Entsorgung keine unlösbaren Probleme gibt finde ich's unproblematisch und allemal besser als fragwürdige Produkte zu verwenden, über die noch keine langjährigen Erfahrungen vorliegen.
Holzfaserplatten und Zellulose können gut wiederverwertet und bei Bedarf Salze herausgelöst werden, da diese nicht chemisch gebunden sind.

Die Inhaltstsoffe bei allen Holzfaserplatten-Herstellern sind ziemlich ähnlich:
Zelluose und u.a.
Paraffin,
Borax
PVAC
PUR
Aluminiumsalze
Latex (ohne das noch mehr Überbevölkerung...)

Man könnte auch dicht gepreßt Stroh mit etwas Lehmzugabe in Wandhohlräume einbringen.

Andreas Teich



Blähglasplatte Erfahrungen



Polemik kann sehr unterhaltsam beim Lesen sein, allerdings beim Urheber auch toxische Wirkungen hervorrufen. Ich bin keine Nutzerin von Facebook. Die o.g. Quelle kam von der Wikipedia-Seite über Aluminiumsulfat. Ich bin regelmäßige Nutzerin von wikipedia, mit dem dazugehörigen kritischen Blick.
Wenn ihr alles, was in der Natur vorkommt, für unbedenklich haltet, dann streut euch doch mal Uran auf das Butterbrot.
Danke für die konstruktiven Kommentare, v.a. von Andreas Teich! Ich sympathisiere mit Schichtholzplatten und auch mit Gutex-Platten, aber meine Eingangsfrage war ja: Hat jemand Erfahrung mit Blähglasplatten (bei deren Verarbeitung selbstverständlich der Staub nicht eingeatmet werden sollte)?

Aluminiumsulfat
Der Stoff kann inhalativ oder oral aufgenommen werden und reizt die Haut, die Augen und die Atemwege. ... Bereits bei einer Temperatur von 20°C kommt es sehr schnell zu einer toxischen Kontamination der Luft.
http://www.gifte.de/Chemikalien/aluminiumsulfat.htm
(Dies ist kein Institut, sondern eine private Seite von Ralf Rebmann, angestellt beim asb-Bildungszentrum Landesverband Hessen in Wiesbaden. Er hat anscheinend im Lauf von vielen Jahren toxikologisches Wissen für Rettungssanitäter zusammengetragen.)

Siehe auch:
http://www.seilnacht.com/Chemie/ch_alsul.html
Hier wird deutlich, dass Aluminiumsulfat ein einatmenbares Pulver und ein Gefahrstoff ist, allerdings auch in Lebensmitteln als Zusatz eingesetzt wird.

Stäube mit reizenden oder sogar ätzenden Eigenschaften können ihre schädliche Wirkung, unabhängig von der Korngröße, bereits in den oberen Atemwegen und natürlich auch auf Haut und in den Augen entfalten.
http://www.dguv.de/staub-info/was-ist-staub/giftige-staeube/index.jsp



Besser leben durch Chemie



Bitte die Suche bemühen, es gab hier mal einen längeren Thread über den Aufbau eines Bauwagens.

Die Schwierigkeit ist, dass der Aufbau schlank, mit gutem Dämmwert und leicht sein soll, und beim Transport nicht auseinanderfallen darf.

Die Platten bei Bauhaus sind VeroBoard Rapid, nicht Classic. Von der Dicke her reichen sie selber nicht um einen ausreichenden Dämmwert zu erreichen. Das leichte Gewicht wäre natürlich attraktiv, führt aber auch zu einer geringen thermischen Masse. Gemäss dem Datenblatt bestehen sie zu 96% aus Blähglasgranulat, dazu kommt "organisches Bindemittel".

Alternative zu OSB sind Dreischichtplatten, aber auch die kommen nicht ohne Klebstoff aus.

Dämmplatten aus PUR (WLG 023) haben einen besseren Dämmwert als z.B. Zellulose oder Holzflex (so um WLG 038). Damit bleibt mehr Platz im Innenraum übrig.

Den Holzanteil der Ständer würde ich möglichst minimieren.

Auch bei der vorgehängten Fassade würde ich die Fantasie anstrengen, sonst wird der Aufbau viel zu dick. Eine platzsparende Hinterlüftung kann man z.B. mit Doppelstegplatten als Abstandhalter machen.





bei allem Respekt,

aber die Sache mit dem Aluminiumsulfat und den sog. Quellen ist absonderlich!

dass ein Feststoff, der sich erst bei mehr als 700° zersetzt bereits bei 20° zu einer Toxischen Konzentration (von was genau eigentlich?) in der Luft führen soll, ist wohl kaum glaubhaft. Wenn das tatächlich so wäre, dürfte alles Aluminiumsulfat der Welt bereits verflogen sein.

Wenn wir hier alle Stoffe aufzählen würden, die bei Inhalation oder Augenkontakt schädlich sind würden wir bei Kalk anfangen, über Cola, Weizenkorn und Brausepulver bis hin zu Sägespänen.

Ich kann einfach nicht verstehen, wieso immer wieder die Meinung vertreten und auch ernstgenommen wird, dass ein Stoff der als Lebensmittelzusatz und Medikament zugelassen ist und in der Trinkwasseraufbereitung gebraucht wird, in einer Dämmplatte, die abgeschlossen eingebaut wird, plötzlich schädlich wird.

...und das Alu Alzheimer verursachen soll, wird auch immer wieder geschrieben, wurde aber nie nachgewiesen, obwohl es Gegenstand intensiver Forschung ist.

Ich würde bis zum Beweis des Gegenteils annehmen, dass sehr viel mehr Leute am Inhalt der Bierdose verblödet sind, als an deren Material.



Blähglasplatte



Meine Anfrage bei Verotec hat Folgendes ergeben:
„unter bestimmten Voraussetzungen ist die VeroBoard Classic 12mm auch aussteifend. ( Siehe Zulassung)
Zur Oberflächenbeschichtung im Außenbereich eignet sich jeder handelsübliche Kleber und Armiermörtel mit einer zusätzlichen Gewebe einlage.
Lager führender Händler in Ihrer Nähe ist die WHG in 48231 Warendorf Beckumer Str 13 Tel. 02581-922500
Die im Bauhaus erhältlichen VeroBoard Rapid sind nicht aussteifend bedingt durch ihre Stärke von 10mm“

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung von 2007 gilt für die Holztafelbauweise, in der Zulassungsbescheinigung heißt es: „Die Putzträgerplatte StoVerotecPrefa (Handelsname anscheinend „VeroBoard Classic 12mm“, Anm. d.Verf.) besteht aus Epoxidharz gebundenen Blähglasteilchen. Sie ist beidseitig mit Glasgittergewebe beschichtet.“

Die Preisanfrage bei o.g. Firma ergab, dass die 12 mm – Putzträgerplatte 24,75 Euro/qm kostet.

Bei diesem Preis schnallt das Bauvolk natürlich ab!
Allerdings denke ich noch darüber nach, ob die dünnere Plattenvariante z.B. für das Tonnendach (außen) oder gebogene Elemente im Innenbereich verwendet werden.

Ich habe die Zulassung als PDF, falls ich sie an jemand weiterleiten soll: roselyrose@web.de



Blähglasplatte



So etwas ähnliches war zu erwarten.
Für Einsatz im Bauwagen sehe ich keine Vorteile-
von den Kosten ganz abgesehen.

Und Öko ist sie nun auch gar nicht.
Dämmfähigkeit weniger als 50 % einer Holzfaserplatte
Hohe Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl- mind 3 bis 5 mal höher als bei HF-Platten, keine Sorptionsfähigkeit.
Als Putzträger wird sie nicht benötigt.
Und leicht ist sie auch nicht:
mehr als doppelt so hohe Rohdichte gegenüber Holzfaserplatten.

Beim Dach ist sicher ein Material mit gutem Hitzeschutz von Vorteil.
Als Abdichtung evt weiß beschichtete EPDM-Folie nehmen:
Im Sommer weiß nach oben, dann herumdrehen und im Winter schwarz nach oben. Folie kann aufgrund der hohen Dehnbarkeit gut gespannt werden.

Andreas Teich