Biberschwanz Neigungswinkel je nach Eindeckung

17.02.2014



Hallo,

einfach mal ne Frage. Kann es sein, dass die Eindeckung mit Biberschwänzen je nach Legebild im Winkel variiert? In der Doppeldeckung kann es doch passieren, dass ein sehr niedriges Gefälle (aber trotzdem Gefälle) durch die Verlegung mit Doppeldeckung zur Steigung wird! Und somit das Wasser zum First läuft! Oder?



Mindestdachneigung



bei Biberschawänzen: 30 Grad. Da kann sowas nicht passieren.
Ralph Schneidewind



Also



kann es sein. Und die niedrigste Neigung vom Giebel weg lässt sich durch Einfachdeckung mit Spleißen erstellen. Richtig?



Es ist so Geil!!



Zum wegschmeißen. Kommt gleich versteckte Kamera? Meister der rechte Außenspiegel ist kaputt, der LKW liegt drauf.
Steht das Haus auf´m Kopf?



@ Ralph



Nicht Mindestdachneigung, sondern Regeldachneigung.
Mit entsprechendem Unterdach kann es auch mal flacher sein.
Ab einem Winkel kleiner 10° wird es aber kritisch, dann läuft das Wasser rückwärts, also zum First ;-)

Viele Grüße





genau. Egal ob Einfach- Doppel- oder Kronendeckung mit dem Biber oder auch bei Eindeckung mit dem Falzbiber: Die Regeldachneigung beträgt > 30°, bei einem regensicheren Unterdach > 20°. Gemessen am Sparren und nicht an der Eindeckung.
Für geringere Neigungen gibt es besser geeignete Ziegel.

Schlussendlich, nach Betrachtung des Bildes: Ohne einen geeigneten Spritzwasserschutz ist mit Schädigungen an Fenster und Fachwerk zu rechnen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Flachdach



Schaut mal in die Bildersparte von @chreich, um dieses Flachdach wird es wohl gehen.



Hallo



und danke für die Infos. Ich dachte immer, dass sich die Regeldachneigung ausschließlich auf Regen- und Windsicherheit bezieht. Da diese bei meinem Vorhaben zu vernachlässigen ist, der Neigungswinkel meines Daches nicht veränderbar ist, ich aber aus optischen Gründen unbedingt Biberschwanzziegel Verlegen wollte stellte ich die Frage. Wie ich nun weiß, gibt es noch einen weiteren (technischen) Grund für eine größere Neigung als ~20°. Nämlich, dass das Wasser beim Verlegen von Biberschwanzziegeln bei kleinerem Neigungswinkel entgegen der Dachneigung fließen kann.
Weshalb solche Fragen und Infos allerdings "..so Geil!!!" sind wird mir immer ein Rätsel bleiben. Schade für ein solches Forum, dass es immer Hansels geben wirdm, die nicht begreifen, dass die Aufbagenstellungen in ihrer Welt nicht unbedingt denen Anderer entsprechen müssen. Ich nenne sowas begrenzten Horizont offen zur Schau getragen.

Nochmals Danke an die guten Hinweise, ich werde wohl doch auf Bitumenschindeln ausweichen müssen, leider.





Wahrscheinlich geil weil die Verlegebedingungen glaub ich bei fast jedem Hersteller einzusehen sind.



Achtung:



Auch für Bitumenschindeln gelten Regeldachneigungen, in Abhänigkeit von Sparrenlänge, und Schindelform.

https://www.dachbaustoffe.de/download/Otto_Wolff/Verlegeanleitung-Bardoline-Bitumenschindeln.pdf


Verwenden Sie Materialen die im Flachdachbereich eingesetzt werden z.B. Bitumenschweißbahn.

Mit Grüßen

Danilo Conraths



Wenn



sich die Frage auf das flachgeneigte Konstrukt in chreich´s Bildersparte geht, dann gibt es nur eins: abreißen!

Eine Bedachung hierauf ist nur mit Glas oder Blech zu bewerkstelligen.

Viele Grüße,
Gerhard





Wichtig wäre auch das hinter dem Fenster eine Badewanne steht.