Mini-Biogasanlage und Blockheizkraftwerk als alternative Energiequelle?

03.02.2004



Hallo Experten und kundige Laien,
hat jemand schon einmal etwas von der Mini-Biogasanlage nach Hoffmann gehört, oder vielleicht sogar schon in der Praxis gesehn?
hier ein Link: http://www.probstheizung.de/aktuell.htm
Könnte das in Kombination mit einem zugegeben kleinen BHKW nicht eine Ergänzung und/oder Alternative zur Solarenergie für umweltbewusste Heiztechnik sein? Einfach diese Kiste statt der Biotonne füllen und mal schnell damit heizen oder kochen ...
Würde mich freuen, Eure Meinungen dazu zu hören.
Sabine



BHKW, Minibiogasanlage



ZU BHKWs: diese dienen der Grundlastversorgung. Haben Sie schon eine andere günstige Grundlastversorgung, paßt meistens kein BHKW mehr ins Konzept rein, sondern ist Konkurrenz im selben lastbereich. Es lohnt sich, wenn Sie 6.000 Stunden Laufzeit haben (Sie heizen aber nur 1.800 h Stunden im schlecht gedämmten Fachwerkhaus im Gebirge und 1.200 Stunden im EnEV-Haus bei uns am warmen Niederrhein), interessant wird es ab dieser Laufzeit für den Strombezug.
Zum Schlafen bleibt dann nicht mehr viel Zeit.



*hhmh* wir haben uns gerade einen "dachs" durchrechnen lassen



hier (sozusagen vorharz/mischbauweise) wurde von 9000 stunden ausgegangen, jetzt komme ich natuerlich wieder ins schleudern, ob er es nicht nur "schoengerechnet" hat *gruebel*





Hi Frau Scholz,

also bei mir hat ein Jahr 365 Tage à 24 Stunden, macht pro Jahr 8760h :-)))
Wie wollen Sie da mit 9000h rechnen? Vergessen Sie nicht, daß die Anlage auch mal gewartet werden muß oder defekt sein kann. Dann sind es nämlich ruckzuck nochmal einige Stunden weniger...
Der Herr Beckmann hat eigentlich schon alles dazu gesagt, bei meiner persönlichen Rentabilitätsberechnung für ein Spar-Eigenbau BHKW (also sehr günstig im vergleich zum Dachs) bin ich ebenfalls auf das Ergebnis gekommen, daß ohne ständig verfügbaren Wärmeabnehmer (Swimmingpool, Warmwasserversorgung für größere Gebäude) eine Retabilität nicht gegeben ist.

Grüße, Rainer



danke rainer :)



ohoh, peinlich *handandiestirnklatsch* und voellig logisch :))) mein liebenswerter mitbewohner hat mich gerade darauf aufmerkasm gemacht, dass die beispielrechnung von 5500 stunden ausging, also ca. 50 % der jahresstunden (und da kamen die rund 9000 ins spiel)

mit verschaemten gruss
heide



... und was ist mit dem Biogas?



Die frage ging ja eher in richtung was kann ich mit meinen Bioabfällen (aus Haushalt, Garten, von 50 Hühnern und 20 Ziegen) "sinnvolles" machen. Irgendwie fand ich die Idee mit der Minibiogasanlage ziemlich innovativ. Dass daran am Ende dann ein BHKW steht war ja nur eine Möglichkeit.
Liebe Grüsse :-)



@sabine



kurz zusammengefasst und zitiert von herrn beckmann: [quote] Haben Sie schon eine andere günstige Grundlastversorgung, paßt meistens kein BHKW mehr ins Konzept rein, sondern ist Konkurrenz im selben lastbereich [/quote]

was die frage eigentlich auf den punkt bringt. in bereichen in denen z.b. ein fernwaermenetz verfuegbar ist, duerfen z.b. keine blockheizkraftwerke vertrieben werden (auskunft des fachbetriebes) *gruebel*

ergo, entweder oder? die bioabfaelle fallen immer an, aber reicht die bei dir anfallende menge aus um die grundlast jederzeit zu tragen?
liebe gruesse von einer echt gruebelnden
heide





Allgemein gilt, dass eine Biogasanlage in Kombination mit einem BHKW nur rentabel arbeitet, wenn die Wärme, die zu ca. 55% entsteht, ständig genutzt werden kann. Ich bezweifele jedoch, dass dies im Sommer nicht der Fall ist. Man sollte daher überlegen, ob man, als Alternative zum BHKW nicht das Gas direkt in einer Heizung, im Herd, oder im Auto nutzt. So spart man die Wartungskosten für das BHKW und hat nicht so viele Energie-Umwandlungspunkte, wie bei der Nutzung der Abwärme.



Biogas



Was ist aus Ihren Biogasplänen geworden?
mfg