Wasserbett im Fachwerhaus - Problematisch ?

10.10.2006



Hallo wertes Forum...

Ich ziehen nun in zwei Wochen in das Fachwerkhaus ein, und auf einmal fällt mir siedend heiß ein, das ich ja ein Wasserbett im Schlafzimmer stehen habe...
Ich hab das vor einigen Jahren mal wegen einiger Rückenprobleme angeschafft, und möcht das auch nicht mehr missen.
Stellt sich mir nun die Frage, geht das überhaupt ? Hält ein Fußboden im 1. Stock eines Fachwerkhauses ohne Probleme ein Wasserbett aus ?
Das Haus ist nun alles andere als baufällig, aber ein wenig Angst hab ich schon, das der Boden das nicht mitmacht. Grundsätzlich gehen ja Balken unter dem Bett durch, aber man macht sich halt so seine Gedanken. Das Bett wiegt 250 Kg, und verteilt sein Gewicht gleichmäßig auf die gesamte Fläche (2X2meter). Was meint ihr ? Muß da ein Statiker vorher nachsehen, oder ist das völliger Blödsinn ? Habt ihr da vielleicht schon eigene Erfahrungen in dieser Richtung gemacht ? Bin für jeden Tip dankbar...

Gruß,
Bernd Höpner



Wasserbett im Fachwerhaus - Problematisch ?



Hallo Bernd,
ich bin zwar kein Statiker, aber ich kann mir kaum vorstellen dass das problematisch ist. Wir haben ein Bett aus massiver Lärche (2x2m) und das dürfte wohl kaum leichter als 250 KG sein.
Ich denke 250 KG auf 4 qm sollte kein Problem darstellen.
Aber mal schauen was die Statiker unter uns so von sich geben.

Gruß
Martin



Müßte klappen.



250kg für ein Wasserbett ist nicht unbedingt viel. Normalerweise hatte ich bisher immer Lasten von 400-600kg für Wasserbetten.
Bei 250kg Eigengewicht und 2 Personen ergibt sich beim Wasserbett eine Flächenlast von ca. 110 kg/m² entspr. 1,1kN/m², die von der Holzdecke eigentlich aufgenommen werden sollten.
Ich würde aber auf jeden Fall prüfen, ob die Deckenbalken im Bereich des Bettes noch in Ordnung sind oder bereits Vorschäden aufweisen. Zudem sollte die Anordnung des Bettes geprüft werden, damit das Mehrgewicht nicht mittig, hauptsächlich über einen Deckenbalken abgetragen werden muß, denn dann sind Verformungen und eine Überlastung des Balkens von hier aus nicht auszuschließen.



sicher,



dass ihre gewichtsvorstellung so stimmt? wenn ich von einer matratzenstärke von 15cm ausgehe, komme ich schon auf ca. 600kg nur für die matratze? (0,6 qbm)



das kann natürlich sein...



... das meine Gewichtsvorstellung nicht ganz richtig ist. Da es bei der Gesamtfläche von 1,80 X 2,00 Meter handelt (um genau zu sein) Und sich das auf 2 Wassermatrazen verteilt, denke ich das die Im Wasserbettenladen wahrscheinlich mit 250 Kg eine Matratze meinten. Kann natürlich gut sein, das insgesamt also 500 Kg zusammen kommen, + der Personen die drinliegen.. Ohje... :-(
Wieviel Gewicht pro Quadratmeter sollte ein normaler Fußboden denn normalerweise ohne Probleme tragen können ? Weiß das jemand ?

Liebe Grüße,
Bernd Höpner



was mir noch grad einfällt...



Das Bett wird nicht mittig im Raum stehen, sondern Wandnah. Das heißt also nicht in der mitte eines Balkens sondern eher in der Nähe seiner Wandauflage.
Ich hatte mir auch schon überlegt, vielleicht vorsichtshalber im Zimmer darunter einen Senkrechten Fachwerkbalken unter den Deckenbalken zu stellen, als Stütze quasi. Dann dürfte doch eigentlich gar nichts mehr passieren, oder ?
Aber ohne den senkrechten Balken wäre es natürlich schon wesentlich angenehmer...

Gruß,
Bernd Höpner



Dann besser Finger weg und vom Fachmann vor Ort prüfen lassen



Lassen Sie sich helfen und die Sache vor Ort begutachten. Der Aufwand zum Nachrechnen ist überschaubar.



normalerweise trägt eine gute Holz-Lehmdecke



Verkehrslasten von 180 bis 250 kg/qm. Schauen Sie mal nach, wie dick die Deckenbalken sind und vor allem,wielang die Spannweite der Balken ist (Abstand von Balkenauflager zu Balkenauflager.
Nach meiner Einschätzung wiegt Ihr Wasserbett mit 2 gut gebauten Schläfern drin ca 800 -1000kg.



Verformungen



Eine Lehm-Staken-Holzdecke verträgt in der Regeln schon 150-250kg/m², jedoch treten bei Lasterhöhung und -änderung sehr schnell Verformungen auf (Risse zwischen Balken und Lehmschlag). Außerdem haben sich unsere Vorfahren nicht immer an unsere Faustwerte gehalten.
Bin der Meinung, dass sich dieses Problem unbedingt jemand vor Ort anschauen soll, da die Rahmenbedingungen abzuklären sind.



An wen wendet man sich in solchen



Fällen denn am besten, und was mag sowas kosten ? Gibts dazu erfahrungswerte ?

Gruß,
Bernd Höpner



entweder einen versierten Zimmerermeister oder einen Statiker,



der sich mit alten Häusern und Holzbau auskennt.
(keinesfalls einen "Beton-Statiker" fragen).
Vielleicht finden Sie auch jemanden hier aus dem Fachwerk-Forum?



Lasten Wasserbett



Hallo zusammen!

Um die Lastannahmen eines Wasserbettes etwas klar zu stellen: eine Matratze hat normal eine (Wasser-)höhe von ca. 20-25cm (je nach Füllung). Entsprechend ergibt dies eine Last von 200-250kg/m2 (oder 800-1000 Kilo für das gesamte Bett)!!! Dazu noch das Gewicht der Nutzer sowie die Lasten aus dem Deckenaufbau....Eine heutige Holzbalkendecke wird nach DIN 1055 mit 200kg/m2 bemessen....
Das heisst, auf jeden Fall von einem Statiker überprüfen lassen!!!
Gruss, Jochen



Wo finde ich denn...



...einen Statiker ?

Klingt vielleicht blöd, aber unter dem Begriff Statik bzw. Statiker findet sich zB. in den gelben Seiten nichts.
Unter was muß man denn da suchen ?
Langsam wirds dringend, weil ich nächste Woche einziehe.
Bin hier in der Nähe von Salzgitter Bad (Plz 38259)
Wer kann mir da weiterhelfen, einen Statiker aufzutreiben ?

Bin für jede Hilfe dankbar...
Gruß, Bernd Höpner





Such mal nach Ingenieur & Ingenieurbüro Bauwesen z.b. auch in meinestadt.de oder google.



Statiker



Statiker nennen sich inzwischen Tragwerksplaner.
Für manche ist der Begriff Statiker schon eine Beleidigung...



Wasserbettenwitz



Bin gerade auf einen Witz gestossen, den vermutlich nur Statiker - sorry natürlich Tragwerksplaner - auf Anhieb verstehen:

http://www.wasserbetten-news.de/info.faq/wasserbetten.statik.htm

Zur Erkärung: 250 kN/m2 entspricht 5 bis 7 Elefanten auf einen einzigen Quadratmeter. Da hat also jemand kg mit kN verwechselt. Aber selbst mit der richtigen Einheit bleibt diese Berechnung trotzdem ein Witz. Die Verkehrslast für normal genutzte Wohnräume liegt nach DIN 1055 bei 1,5 bis 2 kN/m2 also 150 bis 200 kg/m2.
1m3 Wasser wiegt ganz grob 1000kg. im Bett befinden sich 2,0m x 2,2m x 0,22m = 0,968 m3. Das ergibt ein Gewicht von 968kg für das Bett. So ein Bett macht aber eigentlich nur Sinn, wenn jemand drin liegt. Zwei duchschnittliche Normpersonen bringen nochmal 2 x 75kg = 150kg auf die Waage.
Dann sind wir bei einem Gesamtgewicht von 1118kg. Dieses Gewicht verteilt sich auf eine Fläche von 2,0m x 2,2m = 4,4qm. An die Theorie, dass ein Bodenbelag diese Fläche auf ca. 10qm vergrössert, mag ich nicht so recht glauben. Wenn wir jetzt das Gewicht 1118kg durch die Fläche 4,4m2 teilen, ergibt das 254kg/m2 und das ist nun mal mehr, als erlaubt.
Natürlich gibts da noch einen Sicherheitsfaktor - nur, wer sagt uns, dass die beiden Normpersonen schön brav nebeneinander liegen bleiben?
Sobald die auf die Idee kommen, für Nachwuchs zu sorgen, kommen noch ganz erhebliche dynamische Lasten hinzu.

Aber wenn man den Kunden erzählt, sie hätten pro Quadratmeter trotz Wasserbett noch 24920kg Reserve, dann schlafen die bestimmt viel ruhiger.

Gruss
Günther



beim Wellenreiten wird das Gewicht auf das gesamte Wasser verteilt.



Ich hab das Gefühl, die Statik-Probleme sind rein sinnlicher Art.



Deckenbelastung von Wasserbetten



Also, ich hab mich nun extra angemeldet weil ich hier über dieses Thema nachgelesen habe. Da heißt es überall: Deckenbelastbarkeit max. 200kg pro m², also bei einem Wasserbett VORSICHT!!.

Nun mein Vorschlag: Ich (100kg schwer) sitze auf einem normalen Stuhl, vier Beine, jeweils 5cm x 5cm groß. Macht 25kg Belastung je Bein, bei einer Fläche von 0,0025m² pro Bein, macht eine Punktbelastung von 10.000kg pro m².

Anderes Beispiel: Ein Mensch von 150kg Gewicht geht durch ein Zimmer, steht also immer wieder auf einem Bein, also, auch bei sehr großzügiger Messung, auf einer Fläche von 20cm x 40cm = 0,08m², also eine Belastung von 1875kg pro m².

Nun bin ich kein Ingenieur und hatte in Mathe auch nur, mit viel Mühe, eine Drei. Vielleicht schafft es mal jemand aus der Community der mehr davon versteht als ich (müssten in Deutschland wohl mehrere Millionen sein) eine RICHTIGE AUSKUNFT oder BERECHNUNG über Deckenbelastung/Punktbelastung zu geben, ich wäre dafür ganz sicher sehr dankbar.

Also Ingenieure und Mathegenies, auf geht's.

Grüße, Joachim Schwörer



Ich habe zwar kein Wasserbett...



...und wiege auch keine 100 Kg, könnte mir aber vorstellen, dass auch der zeitliche Aspekt eine Rolle spielt.

Wie viele Jahr möchtest du auf dem Stuhl verweilen?
Oder wie viele Jahre möchte der andere "Kollege" auf einem Bein stehen?

Will sagen, ein Wasserbett steht deutlich länger auf einem Fleck und somit ist auch die Belastung dauerhafter und problematischer.

Nur so ne Idee

Grüße
Martin