Betonplatten um Haussockel ersetzen

25.02.2018 Bernd



Hallo zusammen,

erst einmal ein großes Lob an das Forum! Wir haben gerade ein ca. 100 Jahre altes freistehendes Haus mit Sanierungsbedarf gekauft und ich habe schon viele Stunden hier im Forum verbracht, um die anstehenden Arbeiten zu planen. Das Haus wurde ursprünglich als Fachwerkhaus gebaut, später wurde das Fachwerk dann größtenteils durch Ziegelmauern ersetzt. An ein paar Stellen findet man noch den Originalaufbau.

Meine Frage bezieht sich aber erst einmal nur auf den Sockelbereich. Um das ganze Haus herum wurde in DDR Zeiten eine Betonplatte mit leichter Schräge angelegt, um Regenwasser vom Haus weg zu leiten. Dies scheint recht gut funktioniert zu haben für eine Weile, aber mittlerweile gibt es viele Risse im Beton, insbesondere am Sockel, und wir haben Feuchte Wände im Keller (Salzausblühungen, abfallender Putz). Diese Feuchteschäden sind sehr nachvollziehbar überall dort zu finden, wo Regenwasser jahrelang direkt an der Hauswand abgeleitet wurde (oder durch defekte Fallrohre an der Wand herunter lief). An einer Stelle hat auch der Sockel gelitten (siehe Bild).

Eine Kellerbaufirma wollte direkt mit dem vollen Arsenal losschießen (aufgraben, abdichten, Horizontalsperre), aber von mehreren Leuten vom Fach habe ich schon gesagt bekommen, dass es alles noch im Rahmen ist. Deswegen möchte ich kurzfristig erst einmal nur den Sockel ausbessern und das Regenwasser von der Wand wegbekommen. In dem Zug soll der hässliche Beton ersetzt werden.

Hat hier jemand einen Vorschlag, wie man den Bodenbereich um den Sockel gestalten kann, so dass das Regenwasser zuverlässig von der Wand weggeleitet wird, es aber auch einigermaßen ansehnlich ist? Oder reicht es im Normalfall aus, wenn die Ableitung des Regenwassers vom Dach funktioniert? Der Boden an sich ist sehr wasserdurchlässig (Sand), es sollte also nicht zur Aufstauung von Wasser kommen. Für alle Tipps wäre ich, als noch starker Haussanierungslaie, sehr dankbar.

Viele Grüße
Bernd



Betonplatten ersetzen



Die Probleme, die Sie schildern, müssen nicht zwangsläufig miteinander zu tun haben.Einerseits wäre festzustellen, was denn "feuchte Wände" im Keller wirklich bedeutet und wo die Ursache liegt. Wie lange stand das Haus leer, wie wurde der Keller bislang belüftet ( vor allem im Sommer). Fotos aus dem Keller wären gut.
Der Nachteil einer geschlossenen Oberfläche an der Hauswand ist, dass bei Schlag- und Starkregen das Wasser an den Sockel spritzt. Hier wäre eine Gestaltung mit brechendem Material ( Kies, Bewuchs) sinnvoll, wenn Sie eh den Beton entfernen wollen. Und natürlich sollte sämtliches Dachwasser zuverlässig vom Haus ferngehalten werden. Dies zuerst gewährleisten. Zur Umsetzung von Sockelgestaltung, aber auch zur Thematik feuchte Keller ist ein Einlesen in die Skripte von Forumsmitglied Georg Böttcher, Aschersleben, auf seiner Internetseite äußerst hilfereich.



Betonplatten um Haussockel ersetzen



Vielen Dank für die schnelle Antwort. Hier ein Bild von der schlimmsten feuchten Stelle im Keller. Dies ist auch die Stelle, wo die Beschädigung am Sockel sichtbar ist (Bild oben). An dieser Stelle wurde jahrelang die Hälfte des Wassers vom Dach direkt an der Hauswand abgeleitet. Die anderen feuchten Stellen sind die Lichtschächte, wo immer Wasser reingelaufen ist, und eine Fassadenseite, an der das Fallrohr dicht war, und das Wasser direkt an der Fassade runter lief. Es scheint mir also plausibel, dass der Hauptteil der Schäden durch Regenwasser kommt.

Das Haus steht noch nicht lange leer, es wurde nur sehr vernachlässigt. Der Keller wird durch die alte Heizung etwas beheizt. Darüber, wie gelüftet wurde, kann ich leider keine Aussage machen. Bewohnt wurde der Keller nicht.



Betonplatten um Haussockel ersetzen



Hier noch ein weiteres Bild auf dem man Salzausblühungen sehen kann.



Naja



vielleicht erstmal wirklich die Wassereinwanderung stoppen, notfalls einen Entfeuchter aufstellen und schauen, wie sich die Sache entwickelt. Ansich lassen sich sonst vom Foto her keine besonderen Feuchtestellen identifizieren. Hilfreich auch Luftfeuchte und Wandtemperatur messen, um Kondensatbelastung auszuschließen. Woraus bestehen die Mauern im Keller?



Ziegel



Sehr wahrscheinlich Ziegel, das leite ich aber nur aus dem ab, was ich an einer Stelle sehen konnte. Es gibt eine Betonverstärkung im unteren Bereich, warum ist nicht klar.