Zement in Verbindung mit Bundsandstein

27.07.2005



Hallo,

Im Forum habe ich in mehreren Beiträgen gelesen, daß Zement in Verbindung mit Natursteinen Probleme bereitet. In meinem Haus (Bj 1950) ist der Keller aus Bundsandsteinen(Mauerdicke 50-60 cm) gemauert. In den 70er Jahren wurde der Kellerboden, ehemals Erdreich,auf Höhe des Fundaments mit Beton aufgefüllt.
Kann der Beton die Natursteine schädigen?
Desweiteren möchte ich den Boden in einem Kellerraum, der mit einer Steigung von 10 % eingebaut wurde, dem restlichen Keller angleichen.
Kann ich dort einen Beton mit Zement verwenden(siehe oben) oder sollte ich Trasszement/kalk verwenden?



Beton im Keller



scheint in Ihrem Fall in Ordnung zu gehen.
Pobleme gibt es immer da, wo Natursteine mit Zement überzogen oder vermauert werden, aber m.E. nicht wenn es sich nur um angrenzende Bauteile handelt. Der Beton hat nichts ansteckendes.
Ein anderer Aspekt ist der der aufsteigenden Feuchtigkeit: Es ist prinzipiell möglich, daß Nässe weiter in die Wände aufsteigt, weil sie nicht mehr durch den Kellerboden kapillar aufsteigen und dann verdunsten kann. Das vorherzusagen wäre aber Spökenkiekerei, es ist eher eine Möglichkeit.
Was haben Sie eigentlich gegen diffusionsoffene Kellerböden ? Der Lagerung mancher Lebensmittel ist das durchaus dienlich (Kartoffeln, Möhren, Äpfel). Gut Lüften müssen Sie allerdings. Dann wäre ein Pflasterboden das richtige.
Nur in Radon-belasteten Gebieten kann ein Betonboden nicht dicht genug sein.

Grüße vom Niederrhein



Danke für die schnelle Antwort



Im Keller werden heute noch Kartoffeln,Äpfel usw. gelagert, die wesentlich länger haltbar sind, als in einem Neubau.
Der Keller ist leicht feucht, wie dies früher und heute in Natursteinkellern üblich ist und mir keine Probleme bereitet.
Gegen einen diffusionsoffenen Kellerboden habe ich nichts.
Danke für den Vorschlag mit dem Plasterboden. Auf den Gedanken bin ich noch nicht gekommen.



Wie manche schon wissen …



… bin ich kein Freund von Zement und oder Beton im Bau.
Vor allem, wenn es ALtbauten sind die das meistens nicht vertragen.
Die latent vorhandene Bodenfeuchte steigt immer auf - wenn sie nun durch eine Betonbodenplatte - im Altbau dann neben den Fundamenten - steigt die Feuchtigkeit dann vermehrt duch die Putze und Mörtelfugen kapilar auf uns sorgt in den Randbereichen des Sockels dann für Ausblühungen etc.
Wenn nun minderwertigere Stein emit verwendet wurden kann diese Belastung auch zu weiteren Schäden führen.
Granit ist natürlich nicht so empfindlich - dagegen ein "weicher" Sandstein dann schon eher.
Eine Verwendung von Trassprodukten lehne ich aus Gründen der Starrheit und Sprödigkeit auch ab. Schauen sie bei solubel.de einmal nach - der PS50 kann gute Diesnte erweisen.
Der angesprochene Pflasterboden oder ein ebenso ordentlich eingebrachter Stampflehmboden kann das Kellerklima positiv beeinflussen. Schotter und Splittunterbauten je nach Gegebenheiten.

Gutes Gelingen

Florian Kurz