Nur so zur Warnung, kleiner Fachwerkschaden...

09.07.2004



... Diesen hier habe ich in der meiner Scheune Gefunden, er ist durch Feuchte von aussen entstanden, wohl vor über 40 Jahre schon, die Wand ist seit über 30 Jahren mit Astbestzementplatten verkleidet (Nordseite), nicht schön aber Trocken, vor allen Gut hinterlüftet.
Kein Pilzbefall oder so sondern vermutlich nur durch die Ausfachung mit Bimsbeton und Gips.
Betroffen ist auch der angrenzende Eichebalken auf der linken Seite.
Bezeichnent das der Balken wenige cm neben dem Schaden im Bereich der Lehmausfachungen völlig intakt ist während ich dieses stattliche Loch im Bereich des Bimsbetons mit der Hand graben konnte :-)
Es stört mich nicht, den ich muss die Wand eh durch eine Brandwand ersetzen aber vielleicht ist es interessant für alle die auf die Schnelle mit falschen Materialien Ausfachen wollen mit dem Gedanken das es schon halten wird.
Gruß an alle
Hartmut



Noch ein Bild





Feuchtigkeit



Ich glaube kaum das der Schaden was mit dem Bimsstein und dem Gips zu hat?°
Wahrscheinlich ist, vor über 40 Jahren, Wasser in die darüberliegenden Zapfenlöcher gelaufen und hat wesentlich zu dem Schaden dazu beigetragen.
Ein Pilz wird dann den Rest erledigt haben.
Gruß Christian





Hallo Christian
Ein Pilz war es sicher nicht, Wasser mit Sicherheit, nur warum dann nicht unterhalb der Lehmgefache? Ganz einfach, das Lehm nimmt die Eindringende Feuchtigkeit auf, und gibt sie Langsam wieder an die Aussenluft ab, nur wenig davon wird an den darunter liegenden Balken abgegeben. Bimsbeton saugt es auf wie ein Schwamm, kann es aber nicht halten, sondern es sickert durch den Bimsbeton dierekt in den darunter liegenden Balken, und dieser ist dann nicht mehr in der Lage alles wieder abzugeben weil mehr Feuchtigkeit reinkommt als er abgeben kann, den Gleichen Effekt erzielt man auch mit Ytong ausfachungen. Ich weis nicht ob das Bimsbeton von Aussen verputzt war, ich fürchte nein, nach Abriss der Wand werde ich mehr wissen.
Gruß
Hartmut



Beton und Fachwerk



Es wird überall immer deutlicher, daß Beton kein guter Baustoff für Fachwerksanierungen ist. Wenn schon Mörtel, dann sollte man Kalkmörtel, aber nicht Zement nehmen, um Schadstellen auszufüllen. Am besten bleibt - wie oben gesagt - immer noch Lehm als Fugenfüller. Das ergibt eine optimale Verträglichkeit der Baustoffe untereinander.



na dann hol ich schon mal meinen Vorschlaghammer ?!



Kann man das Bimsproblem vielleicht entschärfen wenn man mit Lehmputz im Raumklima/Wandklima Verbesserungen schafft? Oder heißt es bei Bims und Zement auch bei trockenen Wänden IMMER "komplett entfernen und neu ausmauern" mit verträglicheren Baustoffen?

Danke für Ihre Warnung! Noch was um davon Albträume zu kriegen :-)

die etwas geschockte Sabine Gottstein