rötlicher Beton (?) Boden

07.07.2010



Im kompletten Erdgeschoss eines Hauses Bj. 1914, Wiederaufbau 1948 habe ich unter Teppich, PVC und Laminat einen rötlichen Boden, dem Augenschein nach Beton, vorgefunden. Laut Vorbesitzer handelt es sich evtl. um Terrazzo - was ich mir auf Grund der einheitlichen Beton-Optik nicht vorstellen kann. Hat jemand Erfahrung mit solchen Böden? Um welches Material könnte es sich handeln? Ist, sofern es sich um Beton handelt, säubern und glatt Schleifen möglich?



Steinholzestrich



Hallo,
wahrscheinlich ist es ein Steinholzestrich.
Es ist moeglich einen solchen Boden anzuschleifen.
Bei Frankfurt gibt es noch eine solche Firma die derartige Boeden verlegt.



das



scheint von der Farbe und vom Alter her zu passen, Terrazzo würde hart, Steinholzestrich eher etwas weich und hohl klingen. Außerdem wäre Terrazzo kälter anzufühlen.



Danke..



..für die Rückmeldungen.
Ich möchte den Boden nach dem Reinigen gerne als Sichtboden erhalten. Gibt es Tipps zur Versiegelung und zum Schleifen?



Der Boden...



...kann geölt werden. Danach könnte auch zusätzlich ein Wachs aufgetragen werden. Beides führt unter Verwendung der Heißtechnik zu besonders dauerhaften Oberflächen, die zukünftig nur noch regeneriert werden, bei einem Minimum an Pflege also nie mehr geschliffen werden müssen.

Grüße

Thomas



Hallo Thomas,



kannst Du das mit der Heißtechnik mal genauer erklären.

Grüße Gerd



Heißtechnik



Der Maschinenhersteller Columbus und die Fa. "Natural" als Naturfarbenhersteller haben Maschine einerseits und Heißöl und -wachs für diese Maschine andererseits entwickelt. Es sind volldeklarierte Naturfarben mit sehr geringen, natürlichen Lösemittelanteilen. Im Heißöl befinden sich weniger als 4% Orangenschalenöl als alleiniges Lösemittel.

Öl wie auch Wachs werden kalt aufgespachtelt und nach einer kürzeren Eindringzeit mit der Einscheibenmaschine, auf der ein Fön montiert ist, mit bis zu 70 Grad Oberflächentemperatur (Thermostat regelt bei 80 Grad ab) verteilt und eingearbeitet. Vorteile sind höhere Eindringtiefen, sehr gut gesättigte Poren, da keine wesentlichen Lösemittelmengen im Nachhinein verdunsten, schnelles Arbeiten (mehrere Aufträge hintereinander möglich), geringer Materialverbrauch, da kaum flüchtige Bestandteile.

Ich halte das Verfahren für hervorragend und verwende es seit 2004 ausschließlich. Es wird aber nur von wenigen Firmen angeboten, da der Erwerb einer zusätzlichen Maschine ein "Nebenbeimalmitanbieten" unwirtschaftlich machen würde.

Grüße

Thomas



Ein Bild



von einem Steinholzboden habe ich hier:
(ist leider Geschichte, fiel einem Dachbodenausbau zum Opfer).