Beton - Boden im Geräteschuppen erneuern




Hallo,
Wir haben im Hof ein ca. 100 Jahre alten Geräteschuppen, der aus Backsteinen gemauert wurde. Der Innenraum hat 6,75 m² Fläche.
Würde gerne den Boden erneuern... da mein Gebiet eher im Maschinenbau liegt, hätte ich hierzu ein paar Fragen.

Der Betonboden hat einige Risse, unebenheiten und ist an manchen Stellen sogar gebrochen.
Ich dachte mir man könnte direkt einen neuen Boden mit 50mm Betonestrich obendraufsetzen...
Meine Fragen: Trotz Geräteschuppen mit wenig Bodenbelastung
Estrichgitter oder Armierung notwendig/empfehlenswert?
Muss/sollte zwischen altem Beton und neuem Estrichboden Baufolie oder ähnliches rein?
Sind Abstandsfugen zur Wand notwendig vllt. wegen Spannungen? oder kann man direkt bis zur Wand den ganzen Raum ausgießen??
Danke!
mfG



darauf



eine verbindliche Antwort geben fällt aus der Ferne schwer.
Eigentlich reicht ein Verbundestrich auf den gesäuberten und überprüften alten Beton für den Zweck. Die Risse können aber auch auf einen nachgebenden Unterbau hindeuten - aber erst nach 100 Jahren ? Eher wurde damals am Zement gespart.
Vor dem Estricheinbau (Erdfeucht-plastisch) den alten beton mit Zement/Sand 1:1 feucht einkehren - aber keine Pfützen stehen lassen. Nicht bei hohen Temperaturen arbeiten !
Wenn Fertigmischung aus dem Baumerkt - dann bitte immer noch eine Schaufel Zement zugeben. Oberfläche glätten.



Wenn - Dann



Hallo

Wenn Sie das machen wollen, dann würde ich

ein Gitter reinmachen
eine doppelte Lage Folie reinlegen
Randabstände von 1,5 cm einhalten

stellen Sie gleich ein leichtes Gefälle zu Ausgang hin her

glatt ziehen
durchtrocknen
einölen

für Gartengeräte und Schubkarren reicht das!

Florian Kurz
www.slow-house.de



bei



Verwendung von AKS-Gitter (sind nur Drahtgitter, keine Baustahlmatten, ca 1x 2 m groß) muß Trotzdem etwas mehr Estrichstärke eingeplant werden, da die voll im Estrich liegen sollen (1-2 cm), wenn Du aber mit Lehren (alte Wasserrohre oder gerade Holzleisten) arbeiten willst (da keine Bauerfahrung), brauchst Du auch die 2 cm über den Matten, die durch das Drauf-herumlaufen aber auch etwas hoch stehen können. Plane da lieber 6-7 cm ein. Oder Beton raus und alles neu mit 10 cm + Kies im Unterbau zum Ausgleich.





Wenn neu, dann bitte Gründung des Mauerwerks beachten! Vorab dafür eine Schürfgrube an der Aussenwand herstellen.

Bernd Kibies



Geräteschuppen



Einem Maschinenbauer würde ich statt Beton-in allen Variationen- empfehlen einseitig abgerichtete 19/120 Bretter auf imprägnierte Schalung zu schrauben.(Mit Holzschrauben!)
Das gibt dem historischen Gebäude einen gewissen Charme.



gitter



ok, danke... und wie wird ein estrichgitter eigentlich auf die richtige höhe gebracht?



Man...



...legt sie auf "Popel"...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Estrich



Estrichbewehrung soll bei großen Estrichflächen das Schüsseln minimieren und Rissweiten beschränken. Für Ihre paar m² überflüssig und rausgeschmissenes Geld.

Viele Grüße



gitter



naja, jetzt hab ichs bereits, kostet ja nicht viel...
Wollte aber mal jetzt wissen, mit was man in der Regel das Gitter auf die richtige höhe bringt. Welche Art von Material und in welcher Form wird untergelegt. danke



Schneide...



... die Gitter halt alle viertel Meter auf und biege die losen Enden um, so dass Du auf die gewünschte Höhe kommst...
Einmal kreuz, einmal quer...

Oder schmeiß' die einfach in den nassen Oberbeton vor dem Glätten...

Ist zwar nicht aus dem Lehrbuch, aber die einfachste Methode... sind sowieso überflüssig, aber nicht wirklich schädlich...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



estrich



also es bleibt nicht viel zuzufügen, die ratschläge waren ganz gut bis jetzt. randdämmstreifen an den wänden umlaufend anbringen, gleitschicht(pe-folie) auf den alten Beton auslegen. 5cm Estrich ist locker ausreichen, ich schätze mal der untergund wird nicht gerade sein, im notfall sind an den höchsten punkten im raum noch 3cm estrich ausreichend.
zu den estrichgittern ist zu sagen das es verschiedene ausführungen giebt,manche sind gerade und es giebt welche bei denen sind schon drähte als abstandshalter herausgebogen, meines erachtens aber zu wenig. du gehst volgendermasen vor egal was du für gitter hast, estrich wird sowiso nur etwas mehr als erdfeucht eingebracht, bei deiner fläche reicht sackware völlig aus also richte dich bei der wasserzugabe nach der Anleitung auf dem sack, auf keinen fall Zement zugeben die mischungen sind bereits richtig eingestellt. du bringst ne schicht von 1 bis 2 cm ein, legst die estrichgitter drauf und trampelst das mit den füßen fest, dann legst du deine lehren am besten sind rohre geeignet (eifach ne spur estrich und die rohre reindrücken). jetzt kanst du deinen estrich einbringen, schön verteilen und mit dem reibebrett anpatschen, abziehen mit ner Latte (am besten eine aus metall, Holz zhiet immer hässliche streifen) und verreiben mit dem reibebret( am besten ein großes nehmen, mit dem kleine hast du fix ne delle) bei löchern einfach etwas estrich mit der kelle drauf und nachreiben. bei bedarf kanst du noch mit der glättscheibe glätten, ach ja und immer stück für stück abziehen so rund 1m kommt drauf an wie lang deine arme sind :-) am ende die rohre raus mit estrich auffüllen und verreiben. und leg dir was unter die knie, zement ist doch recht agressiv :-).
viel spaß



Estrich



Faszinierend,
was der nicht mal 7 m² alte Betonboden eines Schuppens für eine Diskussion auslösen kann.
Anscheinend ist es heute wohl nicht mehr möglich, stinknormale Arbeiten auszuführen, also einfach ein par cm Estrich auf den vorgenässten Altbeton aufzubringen (das nennt sich übrigens Verbundestrich).

Warum einfach,das kann doch auch komplizierter gehen.

Da muß es Gleitfolie, Randdämmstreifen, Estrichgitter mit Abstandhalter sein.
Fehlt nur noch der Flügelglätter und die Vibrationsabziehbohle für Heimwerker mit lasergesteuertem Höhensensor. Aluminiumoxidzuschlag wäre auch nicht schlecht, der glitzert so schön.

Da mache ich doch weiter mit:
Wieso Randdämmstreifen?
(ein Tipp für die Antwort: Das ist kein schwimmender Estrich auf einer Dämmlage!)
Wieso eine Folie als Gleitschicht, bzw. Trennlage? (noch ein Tipp: das ist kein Neubau!)
Der Sieger des Rätsels darf einen leeren Zementsack mit dem Mund aufblasen und draufhauen.
Ach so, noch was. Mit Aluminiumoxid als Zuschlag meine weder Rubine noch Saphire!

Viele Grüße



lieber herr georg



auch wenn sie hier versuchen meine fehler zu suchen, behaupte ich das sie hier einiges auser acht lassen. es ist hier die rede von einem 100 jahre alten Schuppen der boden hat bereits risse und ist an einigen stellen gebrochen. auch wenn es nur ein schuppen ist würde ihre lösung sicherlich wieder dazu führen das der neue Estrich auch bricht zumal ich bezweifel das hier ein Verbund möglich ist, dazu müsste der Untergrund schon stabil sein . meine lösung ist nicht wesentlich aufwendiger oder teurer als ihre aber mit sicherheit langlebiger.





hier nochmal ein kleiner link der meine behauptung bestädigt warum sie falsch liegen.
http://www.seifertestrich.de/Estrich___Verlegarten/estrich___verlegarten.html

mfg alex



Estrich



Es ist wirklich schwierig,
bei Ihnen immer höflich zu bleiben, lieber alex. Aber vielleicht hilft Ihnen die eine oder andere Nachhilfestunde bei mir weiter:
Verbundestrich wird bei altem Beton eingesetzt, da der nicht mehr schwindet. Das steht auch in Ihrem genannten Link so drin, vielleicht lesen Sie mal ein bisschen genauer.
Heizestrich auf Dämmung fällt hier wohl weg,oder?
Und Estrich auf Trennlage wird auf jungen Beton eingebaut, damit die langsam abklingenden Schrumpfungen des abbindenden Betons sich nicht auf den Estrich übertragen.
Haben wir hier jungen Beton: Nein.
Also, das nächste mal wenn Sie sich Wissen aneignen wollen- was ich für sehr gut finde- bitte genauer lesen.

Noch was zum Schluß:
Verbundestrich hat einen entscheidenden Vorteil: die Dicke und somit die Steifigkeit des neuen Bodens erhöht sich drastisch, da die alte Decke, auch wenn sie gerissen ist, mitträgt. Altestrich + Neuestrich mit Trennlage tragen weniger als Neu- und Altestrich im Verbund.
Das hat was mit dem Widerstandsmoment zu tun, erkläre ich ihnen vielleicht später mal was das ist.
Für den angedachten Verwendungszweck dürfte das allemal reichen.

Viele Grüße



verbundestrich



so! wollen wir hier mal nicht die hose mit der kneifzange anziehen, sie reden hier von tragender schicht, dabei müßten sie genau so gut wie ich wissen das der herr hier gar keinen richtigen unterbeton im Schuppen hat. wie sah denn früher so ein Fußbodenaufbau im besten fall aus, ein packlager aus feldsteinen etwas Sand oder Kies und darauf eine dünne schicht unbewehrter Beton auf den über die jahre schon so manche flüssigkeiten wie vieleicht öl oder Farbe oder was auch immer gelaufen sein dürften. kann man hier etwa von einem tragenden verankerungsfesten Untergrund auf dem sie nur durch vornässen eine Verbindung zwischen alt und neu erreichen wollen reden??? sie reden hier von umständlich, seien sie doch mal ehrlich, wir sprechen doch hier von einem maximalen aufwand von ca. 50€ für ein bischen folie, randdämmstreifen und ein paar estrichgittern und maximal ner guten stunde zeit bei gemütlicher arbeit. dafür hätte der mann hier aber einen Estrich der zu mindest nicht gleich nach kurzer zeit brechen würde ,sollte die sauberkeitsschicht und mehr ist darunter nicht, noch etwas nachgeben.
im übrigen fällt es mir mit der höflichkeit auch nicht leichter wie ihnen.
ach und im gegenzug führ solch einen lustigen hauptgewinn mit dem zementsack bin ich gerne bereit, solten wir uns je auf irgent einer Baustelle begegnen, ihnen den noch lustigeren trick mit den zwei klinkersteinen und den beiden nüssen zu zeigen :-).

mfg alex