ausreichender trittschall durch entkoppelung

28.10.2008



Ich möchte ein Haus bauen und dabei weitestgehend auf Beton verzichten. Das Mauerwerk wird in kalksandsteinen(Vollstein) ausgeführt, da durch nach Süden hin geöffneter Fassade die eintretende Energie gespeichert wird.
Die Decken möchte ich als Holzbalkendecke mit Dielenböden in allen Räumen ausführen. Die Bodenplatte muss logischerweise in Stahlbeton ausgeführt werden. Darauf kommt eine PUR- Dämmung 50mm, darauf aus 100 mm Kanthölzern die Unterkonstruktion, die dann mit Mineralwoll 035 ausgefüllt wird. Darauf eine Schalung aus OSB- Platten, Trittschalldämmung 10mm, 2te Schalung OSB schwimmend verlegt, darauf der Dielenboden 22mm. Für die Decken habe ich folgenden Aufbau vorgesehen: Holzbalken 180mm auf Stb.-Ringanker, durch Neopren entkoppelt, OSB- Schalung auf Balkenlage verschraubt, Trittschalldämmung ca. 12mm, 2te Lage OSB- Platten, schwimmend verlegt, darauf dann der Dielenboden. Das Haus besteht aus KG und EG mit Flachdach. Der komplette EG- Bereich, ca. 60 qm ist offen und nur durch verschiedene Ebenen optisch voneinander abgesetzt. Bad und Schlafräume sin im Keller untergebracht.
Ist eine solche Aufbauweise vorstellbar oder gibt es hierzu andere Vorschläge??





Hallo Herr Drumm,

da klingt erst mal ziemlich aufwendig. Weshalb soll den auf den Einsatz von Beton verzichtet werden?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Bodenaufbau Schall und massive Dielen....



Hallo Herr Drumm,

Sie haben noch nicht geschrieben wie dick die OSB-Platten sind. Unter 22mm würde ich da nicht gehen.

Unabhänigig davon, finde ich die aber völlig unnötig, wenn Sie Hobeldielen Verarbeiten wollen. Es reicht aus, wenn die Lagerhölzer bereits vom Trittschall entkoppelt sind und die Dielen auf den Lagerhölzern befestigt werden.

Wenn Sie schon so viel mit anorganischen Material arbeiten, würde ich überlegen, ob nicht im Erdgeschoss die Dämmung aus Naturmaterial sein kann. Sonst muss die Hobeldiele zum großen Teil die Luftfeuchteschwankungen abfangen.

Die "Entkoppelung" der Holzbalken auf dem Ringanker würde ich nicht mit Neopren sondern mit einem 10mm starken Jutefilz machen. Zuerst auf die Auflagefläche eine Sperrschicht legen. Den Jutefilz ganz um den Balkenkopf legen, so dass dieser von allen Seiten von Jutefilz umgeben ist.

Der Aufbau von EG zu OG ist ohne ausreichendem Gewicht gegen Körperschall dimensioniert. Das wird Probleme geben. Auch hier würde ich wieder ein "schimmendes" Lagerholz der OSB-Platte vorziehen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Holz statt Beton



zur Antwort 1.
Beton ist wesentlich teurer als der von mir gewählte Aufbau(Stahlpreise!!), muss durch Fremdfirmen ausgeführt werden.
Die Dielen kommen auf jeden Fall zur Ausführung. Beton bringt Feuchtigkeit in den Bau. Der Transportweg zur Baustelle ist nicht mit einer grossen Pumpe zu bewerkstelligen. Die Boden- und Deckenaufbauten kann ich mit einem Helfer selbst ausführen.
zur Antwort 2.
OSB- Platte wurden als 22- 25 mm Stärke vorgesehen. Das Haus wird mit einer künstlichen Be- und Entlüftung inkl. Wärmetauscher gebaut. Der Körperschall ist zu vernachlässigen, da die Planung von 2-max. 4 Personen ausgeht. Durch die doppelte Entkopplung der Decke verspreche ich mir einen hohen Effekt auch ohne Masse. Sollte dies trotzdem zu Problemen führen, liese sich dies mit einer Schüttung in den Balkenzwischenräumen beheben. Mir geht es vor allem um Leichtigkeit und geringe Bauhöhen.
Viele Grüße und Danke für die Antworten