Holztramdecke - Fußbodenaufbau

25.01.2008



Holztramdecken - Fußbodenaufbau
Ich bin beim Sanieren einer Wohnung in einer Altbauvilla. Die Holztramdecken wurden verstärkt und als Blindboden 4cm starke Nut-Federbretter gewählt. Nun geht es um die Trittschalldämmung, habe ca. 3-4cm platz dafür. Welche Materialien können verwendet werden. Hatte zuerst Styroporbeton ins Auge gefasst, man sagte mir aber, da alles Holz darunter ist, muß ich aufpassen, daß ich diesem die Luft zum Atmen nicht wegnehme, da es sonst abstirbt. Wie gefährlich ist soetwas wirklich, welche Materialien können sonst noch genommen werden, wären Sinnvoll, sowohl bautechnisch wie auch preislich. Danke



Trittschalldämmung



schwere Bauteile wie ein Estrich helfen bei Luftschall, wobei allerdings kleinteilige Beschwerungen wie Steine, Platten usw. sinnvoller sind; Trittschalldämmung jedoch erreicht man nur durch weiche, federnde Schichten, wie zum Beispiel eine Hanfmatte. Hierauf müsste man dann den Boden "schwimmend" auflegen, damit es keine Schallübertragung gibt. Die Randbereiche sind auch sehr wichtig, damit nicht durch Einbaufehler der Effekt vernichtet wird. 4cm würden so gerade reichen für einen Rollfilz, eine 18mm Verlegeplatte und einen 18mm Dielenboden. Alles sehr knapp. Viele Grüße, Johannes Prickarz



Der Beton brächte gar nichts.



Sind die 3-4cm der gesamte FB-Aufbau, oder nur die Höhe der Trittschalldämmung?

Was soll denn als Oberfläche kommen?

Grüße

Thomas



Holztramdecke



Die 3-4cm würden sich nur auf die Trittschalldämung beziehen. Insgesamt habe ich (leider nur) 8,5cm ab Brandschutzschalung zur Verfügung. Gedacht war, daß auf die Brandschutzschalung (4cm Nutfederbretter) eine diffusionsoffene Folie kommt, dann Styroporbeton, darauf schwimmend V100 Platten und dann der Parkett verlegt wird. Aber manche meinten durch den Beton würden die Tram keine "Luft zum Atmen" bekommen und mit den Jahren kaputt werden. Obwohl ich zwischen den Tram den ganzen Schutt (33 Tonnen) herausgeschaufelt habe und diese nun "frei" sind, und nur von oben mittels 4cm Brandschutzschalung und von unten mit Brettern und einer verputzten Strohmatte in Kontakt sind.



Die nun leeren Einschübe...



...werden die Decke nicht eben leiser machen.

Der Beton könnte gar nicht entkoppeln, das bringt keine Trittschallverbesserung.

Vorschlag:

Auf die Unterdielung ein 40mm System aus Holzweichfaserplatten (z.B. GUTEX Thermosafe nf) 40mm, 22mm OSB darauf verschraubt, 22mm Massivparkett

oder, besser, ein ähnliches System von Pavatex, da gibt es auch 60mm Aufbauhöhe, und darauf eine massive Diele 24mm verschrauben.

oder (die Premiumvariante) mit den dichteren Platten von DOSER
8 oder 12mm DHD 12N
darauf 2x 25DHD 25N versetzt gelegt mit eingelegten Lagerhölzern 48x50mm
Darauf 24mm Dielung

Grüße

Thomas