ROHE BETONWAND BEHANDELN

20.11.2008



hallo,
ich brauche einen rat, wie ich eine rohe betonwand (plattenbau) behandeln kann. die Wand soll "roh" bleiben, d.h. die betonoptik soll erhalten bleiben.

- kann man Beton lasieren, so dass er etwas glänzt und vielleicht heller wird ?
- kann man beton Abschleifen ?

fragen über fragen. bin für alle tips und ratschläge offen...
und freue mich auf antwort.



betonfassade



hallo bushart--sicherlich ist durch eine lasierende Oberflächenbehandlung der charkter u.die besondere eigenart dieses werkstoffes identisch zu bewahren.beton ist alkalisch und muss auchso bleiben.schwefelsaure niederschläge vor allen in ballungs- u. industricentren schädigen beton u.sorgen temporär für die korrodierung der bewehrung.deshalb muss beton sogar mit co2 diffusionsdicht beschichtungstechnisch behandelt werden.dazu kann aber nur der malerfachhandel(nicht der baustoffhandel o.baumarkt)die entsprechenden werkstoffe liefern.---jedenfalls keine falschen,diffusionsoffenen mineral-silikat-kasein-siliconharzfarben o.ä.produkte verwenden.-hier sind GASDICHTE beschichtungen, als harzgebundene lasuren am start.bei dünnschichtigen lasuren,sollte die schichtdicke deutlich über100/1000mm liegen.bei den abtönern immer im herstellersystem bleiben,damit uv-u.lichtbeständigkeit sowie auch alkaliressistenz gesichert sind.sollte dir irgendein flachmann gegenteiliges erzählen---ich glaube,nach neuem recht dürftest du diesen apostel sogar erschiessen--oder.??..weiss nimmer---gruss aus der oberpfalz



betonwand innenraum



herzlichen dank für die antwort!
es handelt sich bei unseren wänden allerdings um innenwände. diese würden wir gerne behandeln. entweder lasieren, farblos lackieren oder, oder...



betonwand innen



wenn eine betoninnenwand lasierend behandelt werden soll,kannst du natürlich auch diffusionsoffen arbeiten.allerdings sind harzgebundene werkstoffe ,z.b.acrylbasiert erheblich pflegeleichter und mit sanften reinigungsmitteln abzuwaschen.das ist keine technische frage,sondern eine frage der weltanschauung.sieh mal bei diessner-farben-berlin nach--produkt "VILLA" aus der atellier-serie. das ist ein idealer lasur-werkstoff für betonflächen u. hoch strapazierfähig,nassabriebklasse 1. was ich aus deinen zeilen ableite ist, dass du den beton aufhellen willst und einen leichten öberflächlichen glanzeffekt wünscht.dazu kannst du ebenfalls bei diessner nachsehen bzw. beim FARBENFACHHANDEL nach entsprechenden betonlasur - werkstoffen nachfragen.



Betonwand behandeln...



Hallo bushart,

spontan fällt mir dazu ein Produkt von der Firma Kreidezeit ein:

Übersicht:
http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm
- - - > unter „Beton“ schauen, da gibt es in der Mitte der Tabelle die „Vega-Grundierung“ und dann rechts die „Vega-Strukturfarbe“.

Für diese „Vega-Strukturfarbe“ ist das Produktdatenblatt hier:

http://www.kreidezeit.de/Produkte/PDFprodukte2003/Vega_Wandlasur.pdf

Über die Firma Kreidezeit: http://www.kreidezeit.de/Frameset/index.htm
Zitat hieraus:
"Seit über 20 Jahren stellen wir aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen ökologisch konsequente, voll deklarierte Farben und Materialien für die 0berflächenbehandlung und -gestaltung her. Zugrunde liegen diesen Produkten traditionelle, seit Jahrhunderten bewährte und bauphysikalisch sinnvolle Rezepturen. "

M. Kerr



Kleine Korrektur



Gasdicht muß eine Betonwand nach Herstellung nicht sein.
Das hier in Frage stehende CO2 gelangt immer in löslicher Form, also im Wasser, in den Beton.
Es ist ausreichend, den alkalischen Film auf Betonstahl wiederherzustellen, ausreichende Überdeckung z sichern, den Eintrag von Wasser zu verhindern.

Da die Regelwerke hierzu unter anderem Anforderungen an den Planer wie an den Verarbeiter stellen, sei hier dazu nur angemerkt, daß Eigenleistung bei Betonsanierungen ausscheidet.

Grüße vo Niederrhein



alkalität des betons



sicher reicht die älkalität nach der betonherstellung aus um die Bewehrung vor korrosion zu schützen.es ist aber auch nicht wegzudiskutieren,dass schwefelsaure niederschläge die alkalität im beton temporär abbauen,wenn der beton nicht gegen co2 Diffusion geschützt wird.diese vernachlässigung in den 70er u.80er jahren führten nachweislich zu extremen carbonationsschaden durch volumenerweiterung und führten zu korrosionsschäden an der bewehrung.da ist eine co2-dichte Beschichtung erheblich preiswerter und nachhaltiger.gruss aus der oberpfalz im "winter"





Hallo,

auf die Gefahr hin mich zu wiederholen: die sauren Niederschläge, Niederschläge sind bei uns immer sauer, mindestens kohlensauer, karbonatisieren den Beton. Gasförmiges CO2 hat damit nichts zu tun.
Damit ist irgendwann die alkalische Schutzschicht um den Betonstahl weg, die Korrosion nimmt ihren Lauf. Sulfat- oder Chloridangriff beschleunigt den Vorgang, z.B. aus Streusalzen oder schwefelsauren Niederschlägen und gelösten Ablagerungen.
Davor soll man neuen Beton schützen. Gasdichtheit wird aber nicht verlangt. Bild: Chloridangriff an einer Parkhausstütze

Grüße vom Niederrrhein



hallo dietmar,..nicht ganz eiverstanden



betonbaustoffe verändern sich im laufe der zeit in ihrer chem.zusammensetzung,d.h.anteile von calciumhydroxid werden durch das co2-gas in der luft allmählich in calciumcarbonat umgesetzt,die wasserlöslichkeit wird dadurch herabgesetzt,dagegen erhöht sich die gefahr des sauren angriffs an bewehrungsstählen im beton,vor allem wenn sie nahe an der oberfläche liegen.solche chemischen angriffe können eben durch co2-dichte beschichtungen verhindert-bzw stark gemindert werden....jetzt reichts aber mit dieser betonwand,sonst muss ich `s vielleicht auch noch selbst beschichten....servus aus dem winter....blacki





So einfach ist das nicht erklärt Herr Beckmann.
Gasförmiges CO2 soll nämlich in der Tat daran gehindert werden in den Beton zu gelangen!
Daher auch die hohen Sd Wertforderungen bei Betonschutzanstrichen.
Das Gasförmige CO2 reagiert mit weiteren Verbrennungsgasen unter Zugabe von Feuchtigkeit.
Der von Ihnen angesprochene saure Regen ist hier nichts anderes. Allerdings ist es so das wenn diese Gase in einem Beton vorhanden sind sie keinen Regen als Lösungsmittel benötigen. Hier reicht diffundierte Feuchtigkeit z.b. durch hohe Luftfeuchte bereits aus.
Schuld ist also nicht der "saure Regen" sondern die Abgase durch fossile Verbrennung.
Die machen ja erst den Regen sauer bzw. bestimmen über die Wasserstoffionenkonzentration und damit über Sauer oder Basisch.

gruß jens