Deckenbelastung eines pmf-Fachwerkhauses

18.02.2011



Hallo Zusammen,

habe da mal eine Frage und hoffe, dass diese mir jemand beantworten kann.
Wir wohnen in einem 1904 gekauften pmf-fachwerhaus. Baujahr des Hauses ist 1990.
Nun möchten wir uns gerne ein Wasserbett anschaffen, welches im Schlafzimmer, 1. Stock, plaziert werden soll.
Man sagte uns, dass wir eine Deckenbelastung von 200 -250 kg / qm benötigen. Kennt sich damit jemand aus, da wir keine Pläne bezüglich der Deckenbelastung haben.
Schon mal vielen Dank im voraus.



Im Forum ...



gibt´s einige Berichte zur (insolventen ?) Firma pmf und der eventuell eher fragwürdigen Qualität ihrer Hausmodelle. Ich würde daraufhin nicht die 250 kg/m2 ausreizen, die als normale Nutzlast für Wohnbauten gilt. Sie können nachrechnen, wieviele m3 Wasser Ihr Bett enthält und erhalten mit großer Wahrscheinlichkeit eine Belastung pro m2 die dem doppelten der zulässigen Nutzlast entspricht.



Meine Wassermatratze



hat einen Wasserstand von ca. 15 cm, ergibt eine Deckenbelastung von 150 kg/m2. Darauf eine Person von 75 kg auf 2,20 m2 entspricht 34 kg/m2 ergibt also 184 kg/m2.
Da das Bett besimmt nicht mitten im Raum steht, ist davon auszugehen, dass die Decke, sofern sie mit der vorgeschriebenen Verkehrslast (200kg/m2) berechnet wurde,
die Belastung des Bettes aushält.
Im Zweifel einen Statiker fragen.

Viele Grüße



Nach Norm oder wie?



Deckenbelastungen werden gewöhnlich Nach DIN 1055 Teil 3 ausgelegt. Ich gehe mal davon aus, das es sich um nicht gewerblich genutzten Wohnraum handelt.
Dies ist dann der Bereich A 1 bis A 3 dieser Norm.
Hier wird dann davon ausgegangen das die Decke 100 - 200 kg pro qm Verkehrslast hält. Diesen Deckentyp kann man dann mit Einzellasten von 100 kg / qm belasten.
Euer Wasserbett ist für diese Auslegung nicht geeignet und es sind Verstärkungen erforderlich. Das muss man dann ggf. durch eine Statik nachweisen und Verstärkungen einbauen , damit das Bett nicht plötzlich eine Etage tiefer steht.....Falls noch Fragen sind gern melden





Sehr verständlich ????



Baujahr 1990, gekauft 1904,pmf-Fachwerkhaus?



Was denn nu? PMF?
Ob alt oder neu:
Entscheident ist, ob Eure Decke prinzipiell tragfähig ist, also nicht Wurm- oder Pilzbelastet oder sonstwie geschädigt.
Ist sie gesund, sehe ich kein Problem, auch wenn in der Theorie eine Überlast entstehen sollte.
Eine flächige Lastabtragung ist aber einer Lösung auf 4 Füßen, sowie beruhigte Version gegenüber Free-Flow(geringere Füllhöhe und eh meist die Wahl)vorzuziehen.
Ich bin in den letzten 20 Jahren noch nie im EG oder Keller aufgeschlagen.
Belastet wurden:
Holzbalkendecke in altem Fachwerkhaus
Holzbalkendecke aus den 70ern
Betondecke aus unbestimmter Zeit in unbekannter Ausführung
Preußische Kappendecke
Mit handwerklichen Grüßen
ollerich