Unbekannter Bodenbelag

27.09.2010



In einem Einfamilienhaus, Baujahr 1952, ist auf den Bestandszeichnungen dargestellt, dass auf der 20 cm Betondecke, 2 cm Estrich und Keravinbelag eingebaut wurde. Hat jemand eine Vorstellung was unter Keravinbelag zu vetsehen ist?

Vielen Dank
Wolfgang Lange



Googeln hilft,



Keravin ist Lieferant für keramische Bodenbeläge. Es dürfte sich also um "popelige" Fliesen handeln.
MfG
dasMaurer



Achtung



...das ist eine Mischung aus Xylamon, Asbest und PCB.



@ Volker



Vielen Dank. Aber das klingt ja nicht gerade positiv. Woher kommt diese Info? Sind die Betandteile Asbest, PCB in hohen Konzentrationen vorhanden? Ob tatsächlich diese Zeug auch eingebaut ist kann ich nicht sagen. Evtl. mache ich mal ein Foto und schicke es. Es ist definitive kein Fliesenbelag eingabut. Es wurde Linoleum verklebt. Dieses habe ich entfernt. Unter den Klebe- u. Juteresten findet sich ein glatter Belag, der in einem Raum grün, im anderen rot eingefärbt, gestrichen (?) wurde. Ob das jetzt Keravin ist??

Das Haus ist Baujahr 1952 und steht in Norddeutschland. War so ein Belag üblich?



Achtung!!!



Ironiedetektor in dieser Diskussion bitte auf höchste Empfindlichkeit einstellen! *grins*

Die Diskussion "Asbest oder nicht" haben wir vor ein paar Monaten ausgiebigst durchgekaut, da müßte die Suchfunktion etwas dazu hergeben.



Seriosität



Ironie hin oder her. Ich finde es äußerst daneben, wenn jemand bei fachlichen Fragen sich zwar an der "Diskussion" beteiligt, dann aber nicht in der Lage ist, seine Äußerungen mit Fakten zu belegen. Ich dachte, hier wird wirklich fachlich diskutiert.

Eine Mischung aus Xylamon, Asbest und PCB in einem Bodenbelag kommt mir doch schon sehr exotisch vor. Wenn jemand doch noch mehr beitragen kann, bitte gerne...

MfG
Wolfgang Lange



Man lernt immer noch dazu



... aber weshalb sollte man Holzschutzmittel, Asbestfasern und PCP (Polychlorierte Biphenyle (Verwendung in Schaltern und Kondensatoren)) miteinander zu einem Bodenbelag mischen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich so etwas überhaupt miteinander verbinden lässt.

Wie dick ist denn diese Schicht? Ist sie homogen oder faserig?

Fotos wären gut, vielleicht lässt sich ja eine beschädigte Stelle ablichten?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Ich halte



den Beitrag von Volker für puren Sarkasmus und daher nicht ernstzunehmen. Holzschutzmittel (Xylamon, übrigens nur ein Firmenname, selbst deren Produkte heißen anders) ist eigentlich nur in Holz zu vermuten, PCB wie bereits erwähnt in elektrischen Bauteilen, im Haushalt höchstens Kondensatoren von Leuchtstofflampenleuchten (vulgo "Neonbalken"), Ölschalter oder -transformatoren dürften reichlich sselten anzutreffen sein. Lediglich Asbest ist in vor Mitte der 1980er produzierten Bodenbelägen eine nicht völlig unrealistische Inhaltskomponente. Nach all meinen Infos gab es a) PVC-Beläge mit einer Rückschicht aus Asbestpappe und b) Kleber für alle möglichen Bodenbeläge mit Asbestzusatz.



Jetzt kommt Licht ins Dunkel



und ich bedanke mich für die bisherigen Fachbeiträge. Um der Sache weiter auf den Grund zu gehen, werde ich mal Fotos machen und einstellen. Womöglich handelt es sich bei dem Bodenbelag auch um Steinholz-Estrich. Wichtig ist mir der Aufbau u. Zusammensetzung deshalb, da Parkett verlegt werden soll und sich darunter keine Schäden bilden sollen. Das wäre bei Steinholz-Estrich wichtig, da Wasser bzw. Feuchtigkeit hier nichts zu suchen haben.

Die Fotos dürften morgen hier zu finden sein...

Gruß aus Norddeutschland
Wolfgang Lange



Ist denn



die Schichtdicke bekannt? Steinholz (so wie ich es kenne) ist ungefähr 20mm dick, Linoleum eher bei 4-6mm. Außerdem war Steinholz (no na) fugenlos in Raumgröße, Linoleum dahingegen in Bahnen von max. 2m Breite. Auch wenn die Stöße gut gemacht sind, müßte man sie bei genauer Betrachtung erkennen können. Auch die Struktur ist anders - Steinholz kenne ich als ganz leicht rauhen Belag, leicht "genarbt" und körnig, Linoleum dagegen ist spiegelglatt.



Linoleum



befindet sich auf dem "unbekannten" Belag. Habe ich in einem Raum schon entfernt. Der Belag unter dem Klebe- u. Faserresten des Linoleums ist sehr glatt. Habe soeben in der Statik einen weiteren Hinweis gefunden: Danach wurde als Belastung ein Kunstharzfussboden angesetzt. Ob es sich darum handelt? Werde morgen mal Fotos machen und versuchen mal eine Probe zu entnehmen. Schade, dass ich kein Kernbohrgerät habe. Wäre schön, wenn das Thema aufgeklärt werden könnte.



Eine Kunstharzbeschichtung



auf Zementestrich ergibt mit Sicherheit eine glatte Oberfläche. Das dürfte zu der damaligen Zeit der "letzte Schrei" gewesen sein und das nonplusultra "moderner" Fussbodentechnik gewesen sein.
MfG
dasMaurer
Und die Mischung dürfte wohl eher aus Epoxidharz, Härter und Farbstoffen bestehen ;-)).