Baufirma für Scheunenausbau gesucht

30.03.2009



Hallo, ich hatte schon vor einiger Zeit einmal gepostet, das meine Frau und ich vorhaben eine alte Scheune eines 4Seitenhofes auszubauen, zum Wohnhaus. Kennt jemand eine Firma die sich mit solchen Umbauten befasst? Möglichst in Sachsen Anhalt, Raum Magdeburg. Der Hof steht unter Denkmalschutz und ist von ca 1880. Die Scheune besteht lediglich aus 4 Wänden und Dach, lediglich etwas Gebälg istim Inneren.

Wir waren letzten Freitag bei der Denkmalbehörde.
Haben die Leute überhaupt eine Daseihensberechtigung? Mir ist ja fast der Hut hochgegangen als wir mit dem Mitarbeiter redeten. Die Genehmigungen gibts da warscheinlich nur nach Auffassung bzw. Laune des Mitarbeiters, hab ich das Gefühl. Er meinte er würde uns Fenster mit Fensterläden genehmigen, weil ihm das gefällt!!!
Gibt es denn da keine Richtung, was wann wo mal verbaut wurde? Unsere Umbauten sollen natürlich zum Haus passen. Aber ich lass mir bestimmt nicht vorschreiben wie groß die Fenster sein sollen. Denn die Förderung die es von der Denkmalbehörde gibt ist verschwindend gering. Für unsere Dachfläche, ca 400qm, gibt es sagenhafte 1500€ Förderung, Danke! Bisher hat uns dieser Denkmalschutz nur Negatives eingebracht, nur Auflagen über Auflagen aber Förderung gibts nicht... Wenn mir schon jemand vorschreibt was ich machen soll, dann aber bitte mit Kostenausgleich. Bin stinksauer. Und dann erzählt der Typ mir, das der Denkmalschutz eine Ehre für den Erbauer ist - den kennt kein Mensch. Und auf meine Aussage, das wenn wir diesen Hof nicht ausbauen, dieser dann in 10 Jahren zusammenfällt. Sagte er nur, nein das geht auch nicht....
Gut wir haben jetzt einen neuen Termin mit seiner Kollegin, mal gucken was da raus kommt.



Denkmalbehörde


WDVS mit Dickputz, Fachwerk aus Mörtel imitiert

Und stell Dir mal vor, hier gibt es freudige Schreiber, die der Meinung sind, daß Dir nichts besseres geschehen kann als daß die Denkmalbehörde mitzureden hat.....

Es sind halt auch nur Menschen mit Neigungen.
Und leider wird das Geld überall weniger.
Zum Glück gab es vor einigen hundert Jahren diese Ämter noch nicht - genau wie die der Grünen ( in den Ämtern, Ihr Anliegen ist ausdrücklich nicht gemeint !!!!), sonst würden wir noch jetzt in Fellhütten am Rand eines Urwaldes leben... meine persönliche Meinung zum Amtsschimmel.

Ich kann Dir nur viel Erfolg bei Euren Plänen wünschen!



Denk mal



Ich hab mich mal unter folgender Anfrage so geäußert.:

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/114522$.cfm

"Die Denkmalbehörde würde ich nicht auf den Plan rufen, zumindest nicht in unseren Breiten.
Auf einen Sachverständigen würde ich auf keinen Fall verzichten. Nur dieser kennt die kritischen Stellen an denen er nach Bauwerksschäden suchen muss. Er ist auch in der Lage die Sanierungskosten abzuschätzen. Diesem, und nur diesem würde ich mit der Baubetreuung Beauftragen. Sein Sie sicher das Sie dessen Kosten bei der Sanierung sparen. Sachverständige für Holzschäden und Bauschäden finden Sie, wie auch Fachfirmen für die Bauausführung beim DHBV (Deutscher Holz und Bautenschutz Verband e.V.) http://www.dhbv.de/index.php?menuid=15


Na da hab ich was angerichtet...





Da hast Du in der Tat was angerichtet, mich zu Amüsieren!
Deine Empfehlung impliziert nämlich zunächst das ein Architekt nicht fähig ist eine Scheune Aus- Umzubauen, erst mit besonderer Qualifizierung.
Wie soll die den aussehen?
Reicht das staatliche Diplom nebst Studium in deinen Augen nich aus für derartige Spielereien?

gruß jens





Bitte auch, und vor allem die Fragestellung beachten.
Es ging hier um die Denkmalbehörde.



Landkreis Börde



der Börde Landkreis ist recht groß, wo hin müssten wir fahren?



@ Christian



Was bringen Euch unverbindliche Besprechungen auf den Ämtern? Ihr versteht von der Sache (vermutlich) nicht genug, und der Mensch auf dem Amt vielleicht auch nicht :-)

Nehmt Euch einen altbau- und denkmalserfahrenen Planer. Laßt Euch dazu von mehreren Referenzobjekte zeigen. Vorteilhaft wäre es, wenn sie in der Region bauen. Dann sind sie auch auf Eueren Ämtern bekannt.

Diese erstellen das Projekt bis zum Bauantrag, und dann kann sich auch die Denkmalpflege dazu schriftlich äußern. Unpassenden Auflagen (Fensterläden an einer ehemaligen Scheune z.B.) kann man widersprechen.

In dieser Phase sind die Ausgaben für einen Planer allermeist gut angelegtes Geld.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Eine Lanze für das Denkmalamt?!



Wahrscheinlich bin ich nicht völlig neutral in meiner Beurteilung weil ich ein fast freundschaftliches Verhältnis zu einem "Beamten von der Denkmalbehörde" hab der mich gelegentlich bei Kunden empfiehlt.
Doch eines will ich hier mal richtig stellen.
Die Damen und Herren dort sind im gro Architekten und nicht irgendwelche Beamte! Der ein oder andere von dehnen besitzt sogar einen Doktortitel!
Wer also meint er müße sich mit dehnen unterhalten wie er sich mit einer Politesse unterhält sollte sich nicht wundern. So ein Denkmalschützer hat es zumeist mit Leuten zu tun die sich ein Denkmalgeschütztes Haus gekauft haben nicht weil sie es schön finden oder erhaltenswert sondern schlicht aus der Tatsache heraus weil diese Häuser meist günstiger am Markt angeboten werden. Das diese Häuser auch einen höheren Sanierungsaufwand mitsich ziehen hat man zwar schon mal irgendwo gehört aber will es nicht wahr haben. Das ist Dummheit und sollen andere machen?!
Dieses Klientel der "Schnäppchenjäger" hat dann auch zumeist den passenden Plastik und Pailletten-Geschmack um so einem Haus die nötige Neugestaltung zu verpassen.

Ich kann nur sagen, gut das es die Denkmalbehörde mit ihren "sturen Beamten" gibt. Hab zwar noch keinen kennen gelernt, sagt man aber wohl so.
Denn ohne die wären ganze Wohnviertel der Abrissbirne von Immobiliengesellschaften zum Opfer gefallen. Und der Rest den die nicht geschafft hätten wäre über die Jahre hinweg an unqualifizierten Billig-Sanierungsmassnahmen zugrunde gegangen.
Insofern, Ball etwas flacher halten!



Keine Lanzen!



Die mittelalterlichen Turniere haben einem Teil der Ritterschaft zur vorzeitigen Himmelfahrt verholfen, den Rest an den finanziellen Ruin gebracht.

Ich habe durchaus erlebt, daß da so mancher fern der Realität persönliche Steckenpferde ritt. Davon ist auch der promovierte Architekt im Amt nicht gefeit, und wer Macht hat, benutzt sie zuweilen auch schlicht und ergreifend zur Selbstbestätigung.

In der Oberlausitz sagt man dazu: Es gibbt sigge un sigge (Es gibt solche und solche).

Vieleicht bin ich aber auch nur neidisch, weil ich keinen Fastfreund bei den Denkmals-Behörden aufweisen kann?

In sich gehend:-)

Thomas





Ich bin nun auch einige Jahre als Ausführender in der Altbau- Denkmalsanierung tätig.
Vor zwei Jahren habe ich in Wernigerode das jetzt schöne gelbe Fachwerkhaus saniert.
Die Farbgebung war der Wunsch des Bauherren (Malermeister). Nach dem Probeanstrich von einem Gefach meldete die Denkmalbehörde sich. Es war ihr alles zu bunt. Der Bauherr solle doch etwas seichtere Farben wählen. Das wollte er aber nicht, und strich seine Fassade nach seinen Vorstellungen fertig. Da versuchte eben diese Behörde ihn derartig unter Druck zu setzen, dass einem schlecht werden musste.
Bemerkenswert im Zusammenhang dieser Behörde ist
1.es hat sie Jahrelang nicht interessiert was mit diesem Haus passiert, es war dem Verfall preisgegeben.
2. es hat sie lediglich die Fassadengestaltung interessiert.
3. nicht von der Denkmalbehörde sondern von einem Interessenverein der Altstadt wurde dieses Haus als besonderst gelungenes Sanierungsobjekt in der Presse erwähnt.

PS. Wernigerode „Die Bunte Stadt am Harz“



schön buntig!



lag der entscheidung für diese gefachfarbe ein befund zugrunde, oder wurde diese Farbe unter völliger mißachtung der farbgebung historischer fassaden gewählt? ich find´ es eindeutig viel zu "krachert", vielleicht hätte man doch besser der kompetenz der fachleute vertrauen sollen...
gruß, carmen
(ein unbedingter befürworter des denkmalschutzes, der dem amt noch viel mehr möglichkeiten zur einflußnahme wünschen würde, auch ohne jeden persönlichen vorteil, aber mit den besten erfahrungen)





Ich halt dann mal gegen Herr Struve.

zu 1) Wenn unsere Politiker nicht den Bänkern das Geld in den Arsch blasen würden, ich wäre mir sicher das Denkmalamt hätte dem Verfall entgegengewirkt. Aber, kein Geld da!

zu 2) Ich bin mir sicher, wäre im Haus eine besondere Treppenkonstruktion, Türen oder Flurgestaltung etc. hätte man auch hier einfluß genommen.(Nehmen sie zu viel Einfluß, ist es nicht richtig. Nehmen sie zu wenig Einfluß, wird auch genörgelt! Was wollt ihr denn..Mahoa).

zu 3) Mir tun beim betrachten der Fassade die Augen weh! Erinnert mich an einen Fruchtkaugummi.
Ich hoffe mal der Nachbar nebenan entscheidet sich für einen Grünton und der linke für einen Blauton in der selben Intensität!
Was dann wohl die Presse schreibt?

viele Grüße



eine ähnliche



situation: man beachte die farbfolge der häuser. da erübrigt sich jeder kommentar, wie ich finde.
(den zuständigen vertreter des landesdenkmalamtes hat bei seinem monatlichen besuch in meinem heimatdorf ob der schmerzenden gelben fassade schier der schlag getroffen - zurecht.)
carmen





Ey Böhme, ich heb den Federhandschuh auf den du mir vor die Füße geworfen hast.
Seh dich also am Samstag im Morgengrauen an der Elbwiese.

Da ich herausgefordert wurde darf ich die Waffen bestimmen.

Mit Rücksicht auf deine Zunft....für dich n Schweizer Messer. Für mich, passend zur Tageszeit...nen Morgenstern.

Und steck dich was Geld ein, muß mit der Taxe fahren. 150PS Transporter mit Freisprecheinrichtung fürs falsche Handy machen dicke Kontostände o-)



Naja,



manches war früher ganz erstaunlich bunt.

Soll's nun original bunt sein, oder aber unserem speziellen (nostalgischem) Blick auf vergangene Zeiten entsprechen?

Antike Statuen, ihres edlen Marmors gerühmt, waren früher oft (oder gar immer???) farbig gefasst. Wenn da einer mit Pinsel und guter Laune den Originalzustand herstellte, würde er vermutlich mit Kampfesschreien vom Bildungsbürgertum gelyncht.

Hier der Link:

http://www.faz.net/s/Rub163D8A6908014952B0FB3DB178F372D4/Doc~EA4E2509D9A2741FEACCE39E522ADA13B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Aus meinem speziellen Fachgebiet: Krone der neuzeitlichen Möbelkunst sind unstrittig die Möbel der Roentgen-Manufaktur, besonders ihrer einzigartigen Intarsien wegen. Was heute durch die Zeit ausgeblichen wirkt und allenfalls den Hauch einer Farbe zeigt, sind durchgefärbte Furniere und oft auch heute noch unter der Oberfläche knallbunt. Schliffe man jetzt die oberflächlichen zwei zehntel des Furniers ab (schrecklicher Gedanke für einen Restaurator), würde man in etwa die ursprüngliche Farbigkeit herstellen. Als Restaurator würde man künftig aber allenfalls noch eine Fußbank aus den 30er Jahren zum Verleimen bekommen.

Was das Haus betrifft, daß Euch zu bunt ist: Auch Fassaden wurden nicht nur mit ausgewaschenen Pastelltönen gestrichen. Die Farbfassung, wie zu sehen, hat es mit Sicherheit des öfteren gegeben, ob nun an diesem Haus, oder anderswo. Wenn zum Beispiel kein Befund da wäre, soll sich ein Malermeister von der blutleeren und inhaltsarmen Empfehlung "etwas seichtere Farben" beeindrucken lassen? Wenn einer mit viel Engagement eine gelungene Sanierung und Restaurierung hinlegt, sollte ja wohl etwas persönlicher Geschmack, wenn er wie hier im historischen Kanon bleibt, gestattet sein.

Verblüffend immer wieder, daß oft der Verfall nicht verhindert, aber die Erhaltung behindert wird. Wo bleibt die öffentliche Wertschätzung dafür, daß sich jemand ein wirtschaftlich unsinniges Objekt wie das dargestellte an die Backe bindet, das 2-3fache der Kosten eines Neubaues investiert, statt dem Stadtbild alsbald eine weitere Lücke und anschließend eine 08/15-Schachtel in genormten Abmaßen zu "schenken"?

Ich rede hier wohlgemerkt nicht von unproportional in die Fassade gebrochenen Fensterlöchern oder Aluminium"schindeln" statt Biberschwänzen, sondern lediglich von etwas Farbe.

Man sollte also ehrlicherweise nicht die Wiederherstellung des originalen Zustandes fordern, sondern statt dessen, daß unserem mehrheitlichem heutigen Blick (der durch den Schleier der Zeiten halt unscharf und blass ist) auf vergangene Stilepochen entsprochen wird. Schon die nächste Generation kann sich ja vielleich überwiegend an der Farbigkeit z.B. des Barockes, oder aber gar antiker Statuen orientieren, und mehrheitlich zu einem anderen Geschmack kommen.

Zusammenfassung: Hinter vermeintlicher Objektivität verbirgt sich oft nur - Zeitgeschmack. Und in dieser Hinsicht hielte sich manch Denkmalschützer tatsächlich besser etwas mehr zurück.

Grüße

Thomas



@ Jens



Im Morgengrauen? Da schlaf ich noch.

Komm 'rauf, wenn Du Dich ausgetobt hast, kriegst einen Kaffee und Brötchen von einem Bäcker, der seinen Teig noch selber rührt.

Gänzlich unkämpferische Grüße

Thomas





Carmen,

die Denkmalbehörde hat im Nachhinein auch am Haus und der Farbgebung Gefallen gefunden. Nicht öffentlich natürlich, Wernigerode ist aber eine Kleinstadt. Und noch mal nur für Sie:
„Die Bunte Stadt am Harz“ http://www.wernigerode.de
Sollten Sie mal dort vorbeikommen vergessen Sie Ihre Sonnebrille nicht.

Jens,

zu 3) der rechte Nachbar wird an seiner Fassade nichts machen. Der hat schlicht weg keinen Bock auf den Behördenwahn.
zu 2) Ich weiß nicht woher Sie die Kenntnis haben, dass im Haus nichts besonderes ist, die Behörde hatte sie, Gott sei Dank, auch nicht.
zu 1) Wer hat denn die bloß gewählt? Weil das Denkmalamt kein Geld hat soll der Eigentümer deren subjektive Wünsche finanzieren.

Das noch für beide,

Die Rückseite des Hauses, immerhin vom Schloss aus sichtbar, wurde auch ohne Behörden sehr schön saniert. Sogar mit Wärmedämmung. Bitte Sonnenbrille aufsetzen!!!

Würden anstelle subjektiver Vorschriften, objektive und konstruktive Vorschläge und Beratung kommen, währe diese Behörde mit Sicherheit mit mehr Akzeptanz gesegnet.





Offensichtlich ist das alle im Vorfeld auf das Denkmalamt schimpfen und im Nachhinein mit ihrem Haus zufrieden sind.
Wies kommt?
Die Beispiel die dann hier aufgeführt wurden zeigen doch das es mit dem Denkmalamt funktioniert.
Die haben sich schließlich nicht Harmonie auf die Fahnen geschrieben.



"Würden anstelle subjektiver Vorschriften, objektive und konstruktive Vorschläge und Beratung kommen, währe diese Behörde mit Sicherheit mit mehr Akzeptanz gesegnet."
Ich weis nicht wie es bei dir ist. Hier kommen die Leute Vorort und beraten sehr wohl. Die kommen bei Problemen auf Nachfrage sogar während der Sanierung. Nur ersetzen die keinen Architekten oder Planer hat aber wohl eher was mit Haftungsfragen zu tun.





Thomas, ich glaube nicht das es darum geht einen neuwertigen Originalzustand wieder herzustellen. Da wäre es schlicht billiger Duplikate zu fertigen. Es geht wohl in erster Linie eher darum den Charakter zu erhalten, so zumindest meine Vorstellung.





Meine Aussage bezog sich auf „unsere Breiten“, da gehört die Landkreis Börde dazu.
Wenn die Behörde anderswo objektiver ist, ist das ja schön. In wie fern jemand objektiv sein kann, der einen Nutzen durch Bekannte einer solchen Behörde zieht, ...?
Im übrigen hat sie bei der Sanierung nicht funktioniert, sie wurde vielmehr ignoriert.
Den Charakter zu erhalten, das ist doch hier wohl gelungen.
Die schöne leichenblasse Holzfassade rechts war auch mal „schön buntig“ (sieben farbig) vor über 40 Jahren allerdings. Wie gesagt beim Besuch von WR den Marktlatz nicht vergessen, da "krachert“ auch so einiges.
(Sonnenbrille)



Danke für die Infos



Hallo und vielen Dank für Eure Antworten.
Achso wir gehören nicht zu den Leuten die aus Mangel am Geld diesen Hof erworben haben, wie es in einem Beitrag geschrieben wurde. Wir haben diesen Hof geerbt und möchten Ihn erhalten. Leider kommt für uns das Wohnhaus nicht in Frage. Und wir möchten die Scheune als Wohnhaus umbauen. Meines erachtens sclage ich dann 2 Fliegen mit einer Klappe. 1. Die Scheune wird wieder genutzt
2. der größte Teil des Hofes ist dann saniert.
Also wie gesagt, wir möchten den Hof erhalten, da er seit Anbeginn in Familienbesitz ist. Aber leider werden uns da immer wieder Knüppel zwischen die Beine geworfen. Naja mal gucken wie es ausgeht...



lieber alten Bestand retten .....



Bin ich nun ein Troll ..... wenn ich so eine Diskussion angestiftet habe ? Für mich aber mehr als interessant, wie hier die Ansichten aufeinanderprallen. Aber das ist wohl normal. Ich bin der Meinung, daß das Anliegen des Denkmalschutzes - der Erhalt - unbedingt zu fördern ist. Am Beispiel der Farbe aber kann man doch sehen, daß es auch subjektive Dinge gibt. Die Farbe ist doch etwas vergängliches am Bau - was spricht dagegen, daß der Bauherr nach seinem Emfinden streicht. In 30 Jahren kann es doch auch grün sein - das schadet doch dem Haus nicht - und wer sagt denn daß unsere Alten es nicht genauso gern gemacht hätten.
Mich jedenfalls freut diese Farbe und das (angeblich so negative) Beispiel von Carmen aus "eine ähnliche

---Forenreferenz-----------
eine ähnliche -
situation: man beachte die farbfolge der häuser. da erübrigt sich jeder kommentar, wie ich finde.
(den zuständigen vertreter des landesdenkmalamtes hat bei seinem monatlichen besuch in meinem heimatdorf ob der schmerzenden gelben fassade schier der schlag getroffen - zurecht.)
carmen mehr ...
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" eher eine Auflockerung der so "tristen farblichen Eintönigkeit" - so verschieden können die Ansichten sein. Wer will darüber richten ????
Wenn das Amt so auf Denkmalschutz besteht - wo bleibt da Platz für die offene Kloacke ?? Komisch, die will keiner mehr haben oder der Misthaufen vorm Gemeindeamt. Da soll Ordnung herrschen. Im übrigen kam vorm Schieferdach oder den Bieberschwanz in vielen Gegenden das Strohdach und das oft aus Kostengründen - auch das will keiner. Waum also auf Stufe 3 stehenbleiben statt die 4. Stufe zu nutzen. Es muß ja nicht ein Blechdach sein. Aber warum auch nicht - es gibt Biberschwanzimitate ... ha da schreien wieder welche auf - aber besser als ein defektes Dach und der Bau ist in 10 Jahren hin. Das Dach könnte ja in 30 Jahren von jetzt noch nicht geborenen Biberschwanzfans neu gedeckt werden.
Die hätten aber nichts, wenn der Bauherr sich Plan A nicht leisten könnte und irgendwo zu Miete wohnen bleibt. Der heutige Biberschwanz ist doch auch nicht Orginal - Das dach ist ein Verschleiteil ! SO könnte man den Ball auch flach halten. Wie gesagt, jeder aus seiner Sicht....

Der Hinweis mit Machtbedürfnissen ist nicht ungerechfetigt, nur würde ich es als Wichtigtuerei abstufen. Aber das kann noch schlimmer sein. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen - es gibt auch vernünftige Personen im Getriebe des Staates. Nach meiner bescheidenen Ansicht sollten mehr Kompromisse geschlossen werden, um die Erhaltung der alten Gebäude zu sichern - wenn der Bauherr es selber bezahlen muß. Nur bei Föderung eine strenge Forderung - das wäre angebracht. Am Ende ging es beim Bauen schon immer ums Geld.

Ich kenne etliche Beispiele, wo Nebengebäude aufgegeben worden, weil das Denkmalamt Auflagen gab, die keiner bezahlen kann. Da war das Wohnhaus schon zu teuer. Also wartet man auf einen Zustand, wo nur Abbruch folgen kann.
Die abgebildete Scheune steht nicht mehr, statt dessen ein tytpischer Neubau, wo der Planer anscheinend nach dem Fugenbild der Fliesen die Fenster festlegte ... und zwei Betonfertigteilgaragen. Wen`s interessiert - das sind Sachen, die wirklich ins Auge stechen und die ein Stadt- oder Ortsbild auf die Dauer bzw. für immer prägen bzw. entstellen können. Aber nur auf ausdrücklichen Wunsch (auch eines Einzelnen)- muß mein Archiv erst mal durchwühlen - 7000 Fotos

mfg aus Sachsen



mal was Konstruktive und was Merkwürdiges zum Thema:



konstruktiv:
Ich würde zum nächsten Termin tatsächlich einen Planer mitnehmen, was natürlich vorher viel Arbeit macht: Es ist nicht leicht herauszufinden, welchen Standart ich haben will, wie bringe ich das in ungefährer Einheit mit den umgebenen Gebäuden. Ich persönlich finde Einheitlichkeit langweilig, aber über Geschmack läßt sich vortrefflich streiten -erst recht mit den lieben Amtsschimmeln-. Je mehr konkrete Vorschläge "dem Amt"(sleuten) vorgelegt wird, desto weniger Argumente werden sie haben, Euch etwas zu verweigern.

Ich selbst wohne auch in Sachsen-Anhalt, das Denkmalgesetz ist wie ein Gummiband. Es ist kaum etwas konkret festgelegt, wie was tatsächlich zu Restaurieren und auszuführen ist, wer die besseren Argumente hat...

Merkwürdigkeit:
Ich habe versucht, mein Haus unter Denkmalschutz stellen zu lassen, mein Antrag mit detaillierter Hausbeschreibung wurde vom Landesverwaltungsamt an den Landkreis (Harz- u.a. zuständig für Wernigerode... !!)weitergeleitet. Die Denkmaleigenschaft ist nach Ansicht dieser sog. unteren Denkmalbehörde nicht mehr gegeben, was ich aus deren Sicht schon verstehen kann. Mein Haus ist eines der ältesten im Dorf, wurde mehrfach umgebaut, ich saniere ausschliesslich mit Materialien aus den jeweiligen Bauphasen usw. Auch die jeweiligen Umbauten dokumentieren Historie und Weiterentwicklung des Dorfbildes. So sehe ich das. Hatte aber keine Lust auf Widerspruch.

Nun kann ich sanieren wie ich es für richtig halte und habe hier im Forum jede Menge Input und Sach- und Fachverstand, den ich auch gern nutze.

Freundliche Grüße aus dem Harz

von Doris
Also, egal



@ Doris



Wenn Deine Ansprüche an Deine Arbeit höher sind, als das Denkmalamt vorschreibt, um so besser.

Neben den immer wieder herbeizitierten Volltrotteln, die Ihr historisch wertvolles Haus mit aller Macht ruinieren wollen, gibt es eine äußerst beträchtliche Anzahl von engagierten Bauherren, die ohne eine "Lex Denkmal" nach dem Optimum steben. Von denen lebt auch dieses Forum.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas



Da sollten gute Ansprechpartner zur Verfügung stehen!


Leicht verändertes Gesicht an der Scheunenfassade

Und da wären zum Einen unser lieber:
Dipl.-Restaurator (akad.)
Dietmar Fröhlich
Kirchhofstraße 4
39112 Magdeburg
Tel.: 0391-8380803
eMail: restaurator@dietmar-froehlich.de
WWW: Homepage
zu benennen, der in Eurer Region ein sinnvoller und konstruktiver Ansprechpartner wäre.
Er kennt die Möglichkeiten, gute Fachbetriebe und weiterhin auch die Wege zu den entsprechenden Personen.

Wir haben da bereits auch etwas zu bieten.
Umbau bzw. Umnutzung eines massiven Scheunenanbaus zu einer neuen Wohneinheit.

Helfende Grüße,
Udo Mühle