Zimmertüre Fichte roh. Wie behandeln?




Guten morgen alle zusammen.
Ich bin neu hier und habe auch gleich ne Frage.
Wir haben uns Zimmertüren und Zargen gekauft aus Fichte. Diese sind jedoch im Rohen Zustand. Da wir ein klein Kind haben möchten wir sie gerne behandeln. Ist besser zum mal abwaschen. Nun zur meiner Frage : wie müssen wir die Türen behandeln? Was wäre sinnvoll. Und wir würden gerne auch auf chemische mittel verzichten wenn es irgendwie geht.
Wäre sehr dankbar für Hilfreiche Antworten.
Liebe Grüße



Zimmertüren aus Fichte behandeln ....



Das rohe Holz würde recht schnell verschmutzen. Die Holzfasern nehmen rasch kapillar Nässe auf und auch die damit verbundenen Schmutzpartikel (Wischwasser, Spritzer, Handschweiß, Speichel, etc.)

Optimal wird es, wenn die Holzfaser bereits mit Öl gesättigt ist und dieses Öl dann durch die Luft verhärtet. Gleichzeitig würde ich bei Türblättern noch einen leichten Oberflächenschutz aus Naturharze aufziehen.

Bei Natural wäre das geeignete Mittel die Holzlasur auf Ölbasis. Die Naturöle ziehen in die Holzfaser ein und das Harz füllt die Poren. Die Holzlasur von Natural Naturfarben gibt es farblos und in vielen Farbvarianten.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Zimmertüren in Fichtenholz - wie behandeln ?



Liebe Scala,

zunächst solltest Du entscheiden ob die Fichtentüren Ihren
Farbton behalten sollen oder nicht !?
Wenn Sie naturbelassen und hell bleiben sollen ist einiges
zu bedenken.
Um das Holz hell zu belassen, solltest Du mit einem
aufhellendem Flüssigwachs arbeiten.
Solltest Du in bewohnten Räumen arbeiten müssen, wenn möglich, auf ein Leinölprodukt verzichten.
Hier arbeitest Du mit einem wasserbasierendem Wachs.

Bitte sende mir Deine Adresse und ich sende Dir ein
Nassmuster gratis zu.
Und das technische Merkblatt des Produktes.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Schulze
Natural Naturfarben
Tel./ Fax. 03592 - 500790
Funk : 01752325093
Mail : schulze-schirgiswalde@t-online.de



Ja watt denn nu?



Öl+Harz oder Wachs???

Vielleicht sollten sich die beiden Herren von Natural Farben mal einig werden, oder soll man erst Pröbchen antesten bzw. eine Münze werfen? ;-)



Wadd de nu?



"Solltest Du in bewohnten Räumen arbeiten müssen, wenn möglich, auf ein Leinölprodukt verzichten."

Diesen Satz kann ich leider von dem Vetreter von Natural Naturfarben nicht stehen lassen. Diese Empfehlung würde ihm auf Dauer auch den Job kosten, denn er hätte ohne Leinöl fast nichts mehr im Angebot. Natural Naturfarben setzt überwiegend Leinöl für seine Produkte ein. Auch bei den Produkten, die für Innenräume eingesetzt werden.

So ist z.B. Leinöl der Hauptbestandteil von dem Parkettöl - Fußbodenöl. Das Möbelhartöl besteht ebenfalls hauptsächlich aus Leinöl. Die von mir genannte Holzlasur wird sehr bewusst für Innen wie für Außen eingesetzt.

Die Antwort des Vertreters unterstellt auch, dass das Holz hell bleiben soll - darum geht es aber in der Frage gar nicht. Vielmehr:

"Da wir ein klein Kind haben möchten wir sie gerne behandeln. Ist besser zum mal abwaschen ..."

und

"... wir würden gerne auch auf chemische mittel verzichten wenn es irgendwie geht ..."

Ein wasserbasierendes Wachs oder das genannte aufhellende Flüssigwachs würde ein Abwaschen nicht schadlos überstehen. Wenn, dann würde ich wenigstens noch das Finish-Öl als Oberflächenschutz verwenden (hat Leinölanteile). Das Finishöl als Oberflächenschutz wäre sogar für die von mir empfohlene Lasur durchaus noch eine sinnvolle Ergänzung. Die Lasur ist aber von vorn herein beständiger bei Belastung durch Wasser oder Handschweiß als das Wachs.

Auf alle Fälle sollte klar sein, dass die Verwendung von Leinöl kein Problem in Innenräumen darstellt. Die von Natural verwendeten Verdünner sind ebenfalls dafür geeignet - das Parketöl ist z.B. erst kürzlich durch das DIBt für Innenräume zugelassen worden. Das Möbel-Hartöl, die von mir genannte Holzlasur und das Parkettöl sind alle nach EN 71-3 ("Speichel- und Lecktest") geprüft - Leinöl spielt dabei als mögliche Gefahr nun wirklich keine Rolle.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de.



Zunächst einmal...



würde ich die Türen gründlich nachschleifen, bis zumindest einem guten 120er Schliff, besser aber 180er Korn. Was so als Fichtentür unbehandelt auf den Markt kommt, ist oft in der Oberfläche nicht so gut. Deren Qualität entscheidet aber über die erzielbare Qualität der Endbehandlung mit.

Und dann würde ich tatsächlich auch gern wissen wollen, ob eine farbliche Gestaltung angedacht ist, oder der helle Farbton erhalten bleiben oder gar verstärkt werden soll, oder ob das natürliche Gilben eines unpigmentierten Ölproduktes vorgesehen ist.

Ein schichtbildendes Produkt (Öllasur) wäre auf Innentüren nicht unbedingt meine erste Wahl. Die lange Zeit elastische Schicht, im bewitterten (mechanisch aber kaum beanspruchten) Bereich z.B. eines Fensters höchst vorteilhaft, ist im mechanisch belasteteren Bereich einer Innentür (Griffbereich) nicht erforderlich und auch zu weich.

Ich würde statt dessen zu einem Möbelhartöl greifen, und dieses (ggf. leicht pigmentiert) mehrfach dünn auftragen, Überstände gut abnehmen. Oder aber zur schon empfohlenen Wachslasur greifen. Diese ist durchaus abwischbar und für Türen, die ja kein stehendes Wasser wie eine Arbeitsplatte aushalten müssen, auch bewährt. Ein drittes sehr gut geeignetes Produkt wäre ein dünner Streichlack auf Schellackbasis.

Ich lese den Beitrag von Christoph Schulze denn auch nicht so, daß er die Öllasur wegen baubiologischer Bedenken im Innenbereich ablehnt. Das wäre in der Tat höchst erstaunlich. Es steht da nirgends, und deshalb muß man dagegen auch nicht anschreiben. Eine LeinölLASUR würde mir auf schon eingebauten Türen im kleinbekinderten Haushalt einfach zu langsam trocknen (Schicht!). Da ist das Möbelhartöl (gibt's auch weiß pigmentiert) im Vorteil (und auch der Schellack). "Gehartölte" Flächen sind später auch wesentlich leichter nachzuarbeiten als schichtbildend lasierte. Sollte der Anwender die Lasur zu dick streichen, wird die Tür denn auch im Griffbereich zu stärkerer Anschmutzung neigen.

Grüße

Thomas



ölhaltige Holzlasur ohne Schichtbildung



Genau so wäre auch mein Rat gewesen. Die ölhaltige Lasur (egal mal welche Farbrichtung) zieht in das Holz ein. Im Innenbereich würde ich diese auch nicht schichtbildend stehen lassen - sondern nach 30 Minuten den Überstand abziehen. Wenn ein Schutzfilm auf dem Holz gewünscht wird, dann würde ich danach das Finish-Öl aufbringen.

Damit erreiche ich aber mit Sicherheit ein geschütztere Oberfläche als mit dem Bienenwachsbalsam auf Wasserbasis. Besonders dann, wenn "abgewaschen" wird.

So angewendet ist die ölhaltige Lasur von Natural im Grunde genommen nichst anderes als ein Hartöl mit bereits eingemischten Farbpigmenten - und das mit vielen Farbmöglichkeiten. Bei der Holzlasur gibt es genauso aufhellende Abmischungen - z.B. "UV-Blocker" oder "Alpin". Die Holzlasur wird so oft im Innenbereich eingesetzt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de.



?ölhaltige Holzlasur ohne Schichtbildung?



Die Lasur muß, damit sie auch außen funktioniert, anders aufgebaut sein als das Hartöl. Eben als Schichtbildner. Der Harzanteil wird deutlich größer als der des Hartöles sein müssen, damit ein übermäßiges Eindringen verhindert und ein Schichtaufbau erleichtert wird.

Für den angedachten Verwendungszweck (Innentüren, die zuweilen gereinigt werden sollen) ist das Aquawachs ohne Einschränkungen geeignet, trocknet schneller (und für Laien einfacher verarbeitbar). Das schreibt einer, der vor Jahren die Aquawachspalette eher skeptisch betrachtet hat, und sich in der Anwendung dann doch von der Stabilität solcher Oberflächen überzeugen konnte. Wir verwenden die Aquawachsemulsionen z.B. für Paneele, Innentüren, Regale und Schrankinnenflächen. Reinigungsaktivitäten der Kunden haben bisher nicht zu Problemen geführt.

Hier 'mal eine nach dem in Resten gefundenen originalen Innenfarbton gemischte Aquawachslasur von Natural in einem Schrank des 18.Jh.

Grüße

Thomas



Ölhaltige Holzlasur auf Fichtetüren


Ölhaltige Holzlasur auf Fichtetüren

Diese Fichtetüren wurden mit ölhaltiger Holzlasur von Natural Naturfarben behandelt - wie oben beschrieben. Ziel war eine leichte farbliche Angleichung zu den geölten Lärchedielen.

Als Holzlasur wurde die Abmischung "Pinie" mit "Farblos" gemischt. Diese Türen stehen seit ca. 15 Jahren - ohne Nachpflege mit weiterem Öl. Nebelfeucht gereinigt werden sie ab und zu.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Fichtetüren und Zargen



haben wir vor zwei Jahren auch in "roh" gekauft.
Sehen nach Grundieröl, weißpigmentiertem Öl (beide Livos), Zwischenschliff und abschließendem Hartöl (vom regionalem Ökobauladen) und ausgiebiger Sach- und Fachgerechter Benutzung immer noch recht ansehnlich aus.

grüße

ole