Keller richtig sanieren, aber wie?

24.01.2010



Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich habe so meine Schwierigkeiten in unserem Keller. Es geht um den Keller einer Reihenhaustranche in einer sogenannten Kriegersiedlung die 1928 erbaut wurde.
Also nicht nur in einer wirtschaftlich eher schwierigen Zeit sondern auch in Eigenregie der Bauherren und entsprechend ist auch die Verarbeitung.
Vor zwei Jahren haben wir die Wohnräume saniert, respektive bewohnbar gemacht. Nun soll langsam der Keller an die Reihe kommen. Ursprünglich dunkle Feuchte Räume, in denen wir noch vor dem Einzug den klammen Putz von den Wänden abgeschlagen haben, in der Hoffnung, dass das Mauerwerk dadurch besser abtrocknen kann. Auf Anraten der Bauleitung haben wir im ersten Jahr im Winter und im Sommer - wenn die Luftfeuchtigkeit sehr gering war - häufig gelüftet. Die Ergebnisse waren leider eher unbefriedigend und deshalb lief nun geraume Zeit ein Bautrockner, der täglich ca. 5 - 8 liter aus der Raumluft förderte.
Die Wände trockneten aus, aber innerhalb weniger Tage - bei staker Nässe auch innerhalb Stunden - war das Mauerwerk wieder feucht. Ich vermute, dass die Feuchtigkeit von Außen eindringt und möchte gerne die Wand abdichten.
Auf der Vorderseite handelt es sich um ca. 4m Mauerwerk, hinten sind es nur 2m die Zugänglich sind (Kellertür, Treppen und Anbau verringern das Mauerwerk).
Wie und womit kann ich diese Wände abdichten? Ist die Anbringung von Dämmung sinnvoll? (je wärmer das Mauerwerk, desto geringer die Gefahr von Kondensationsfeuchte, richtig?)
Ist es sinnvoll die Wände, nach der äußeren Abdichtung und Dämmung, im Inneren erneut zu verputzen? Was ist von Opferputz zu halten?
Wie gehe ich mit den Fugen im Mauerwerk um, die mittlerweile sehr offen sind, da der Mörtel als trockener feiner Sand aus der Wand rieselt?
Auch Außen sind die Fugen zum Teil 5 cm tief offen. Es handelt sich um ziegelsichtiges Mauerwerk - vielleicht hart gebrannt, aber wohl kein Klinker. Verputzen ist aus denkmalpflegerischen Gründen nicht möglich, so muß es eine Möglichkeit geben diese Fugen wieder zu schließen. Kann ich solche Arbeiten selbst vornehmen, wenn ja womit? Oder ist es besser eine Firma dran zu lassen?
Ich weiß viele Fragen für einen ersten Forumsbeitrag, aber ich freue mich auf Ihre Antworten.



Ihren Keller



sollte sich vielleicht jemand direkt vor Ort anschauen um Konkrete Lösungsvorschläge zu machen. Mit Ferndiagnosen sind kaum konkrete Aussagen zu treffen. Das die Bautrockner keine Lösung sind haben Sie ja selbst schon gemerkt.
2 Fragen habe ich aber noch: Sind auf den feuchten Wänden Salzausblühungen zu erkennen? Steht Wasser im Keller?



Hallo Herr Hoppe



War schon jemand da, aber so richtig überzeugt hat er mich nicht.
Salzausblühungen überall vorhanden. Schimmelbefall auf dem Mauerwerk habe ich mit Getifx-Produkt bekämpft. Wasser steht aber nicht im Keller.



Gedankenfehler.



Die "warmen Wände" lassen sich nur durch eine Aussendämmung erreichen. Das bedeutet aufgraben, gegen Feuchtigkeit sperren und Wärmedämmung aufbringen.
Eine Dämmung von innen sorgt zwar für eine höhere Temperatur der Innenfläche, aber das Mauerwerk dahinter wird eher noch kälter. Dadurch fällt hinter der Innendämmung Kondenswasser an, das Mauerwerk wird noch kälter und der Kondenswasseranfall erhöht sich. Vielleicht lässt sich ja so eine Quelle hervorrufen ;-)).
Hier würde ich zu einer Abdichtung mit Injektionen raten, anschliessend eine Kalkputz und Kalkfarbe.
MfG
dasMaurer



Hallo Herr Warnecke



ja es war auch die Isolierung und Dämmung von Aussen gemeint.
Vielleicht noch eines: Die Hausbreite beträgt ca. 6m. Auf der Vorderseite ist auf einer Breite von 2m ein Vorbau/verglaster und geschlossener Windfang der Mauer vorgelagert. Dieser Teil der Wand ist im Keller nicht von Feuchtigkeit und Schimmelbefall betroffen. Auf der Rückseite ein ähnliches Bild, dort befindet sich ein Anbau, unter dem die Kellerwand trocken ist.



Wenn Feuchtigkeit



von aussen eindringen würde, dann würde das Problem auch in den Bereichen der Anbauten zeigen. Es scheint sich hier tasächlich im wesentlichen um Kondenswasser zu handeln.
Und täglich 5- 8 ltr Wasser aus der Raumluft zu holen, ist eigentlich normal. Bei Bautrocknungen nach Wasserschäden oder im Neubau sind 3-4 Trockner im Einsatz, und die holen pro Trockner 20- 30 ltr/Tag aus der Raumluft.
MfG
dasMaurer



Als was soll der Keller genutzt werden?



Das ist eine Wichtige Frage, denn solche Keller wurden meistens als Vorratkeller gebaut und sollten eigentlich auch weiterhin in dieser Art genutzt werden.

Was die Abdichtung des Kellers anbelangt, dies sollte vor Ort geklärt werden, vermutlich wird, wenn überhaupt notwendig, eine Abdichtung von Aussen in Frage kommen.
Bei den Wänden könnte man die Fugen auskratzen bis festes Material kommt, dann mit Luftkalkmörtel die Fugen füllen und mit Luftkalkputz verputzen oder streichen.

Grüsse Thomas



Das sie auf den Wänden



Salzausblühungen haben, hatte ich schon vermutet.
Injektagen einzusetzen wäre eine Möglichkeit. Sie sollten aber Bedenken das damit die Salze im Mauerwerk nicht beseitigt werden sondern darin verbleiben. Opferputze zur Beseitigung scheiden nach Ihren obigen Worten (denkmalpflege) ja auch aus. Bleiben aber die Salze im Mauerwerk, dann wirken diese immer Hygroskopisch! Sie werden dann ohne weitere Maßnahmen auf Dauer keine trockenen Wände erhalten.
Was für einen Fachmann hatten Sie denn schon vor Ort?



Da es sich um ein Mauerwek handelt



würde ich Injektagen nicht einsetzen, einfacher ist Luftkalkmörtel für die Fugen und alles mit Luftkalk streichen, dieser zieht Salze aus dem Mauerwerk und diese können dann abgekehrt werden und wenn nötig nachgestrichen werden. Somit bleibt das Mauerwerk diffussionsfähig.
Bei Injektagen besteht die Gefahr, dass die Poren verklebt, etc. werden und die Diffusionsfähigkeit der Mauerwerks verloren geht.

Grüsse Thomas





Hallo Claudius,

wie hier schon gesagt wurde geht ohne vor Ort Termin mit einem Sachkundigen nichts. Wenn der kein wirtschaftliches Interesse an der Art der Ausführung hat kann das nur gut für Sie sein.
Das einzige was nach Ihren Ausführungen nicht der Fall sein sollte ist aufsteigende Feuchtigkeit. Ob es sich um Kondensfeuchte handelt oder seitlich eindringendes Wasser kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Das die Wände unter den Anbauten nicht so geschädigt sind kann sowohl auf die durch den Anbau versiegelte Fläche, als auch durch anders Füllmaterial des Baugrund zurückzuführen sein.
Bei einem 1928er Baujahr würde ich immer ungesehen die Erstellung einer neuen Vertikalabdichtung der Erdberührten Wände empfehlen. Wenn in der Bauphase überhaupt eine Abdichtung an die Wände kam ist davon nicht mehr viel übrig. Da Bodenfeuchte der geringst mögliche Lastfall ist der an jedem Bauwerk anliegt führt auch kein Weg daran vorbei.
Ob eine Dämmung der Kellerwände Sinnvoll ist hängt von der künftigen Nutzung und dem Wandaufbau ab. Wenn die Wände Gedämmt werden, dann sollte nicht nur der Erdberührte Teil, sondern der komplette Sockelbereich mit gedämmt werden da sonst Kondensat auf der kleineren Fläche unter der Kellerdecke verstärkt ausfallen würde.
Die Salze im Mauerwerk können in der Regel vernachlässigt werden, diese kristallisieren nach der Trocknung aus und gut.
Luftkalkmörtel ist eine gute Möglichkeit die Wände nach der Abdichtung zu verputzen, eine Ursachenbeseitigung geht von ihm aber nicht aus.


Grüße aus Schönebeck



da



Du keine kleine Rep. beabsichtigts, sondern das Problem grundsätzlich und auf Dauer beseitigen willst, kann Ich Dir wie Oli und Andreas nur empfehlen, einen oder mehrere Fachleute vor Ort zu holen. Besser noch, das ganze über ein Planungsbüro/Sachverständigen laufen zu lassen. Wegen der Haftung und der nachfolgenden (!!) Kosten / Mängel.
Eigenleistungen sind auch möglich, doch sollten die auf Hilfsarbeiten beschränkt bleiben. Nur wenn Du Erfahrung mit Bauarbeiten hast, könntes Du etwas mehr machen. Die Frage, wie Du den Keller nutzen willst, ist natürlich für den Aufwand nicht unbedeutend. Solch keinen Details wie Salz klären sich meist auch, wenn man es richtig macht und vor allem die Nässe wegbekommt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass dem jahreszeitlichen Kondensat hier mehr Schäden im Keller zugerechnet werden als der im Erdreich anstehende und kapillar aufsteigenden Nässe. Ob das so richtig ist, bezweifle ich, bei allem, was ich in den letzen 30 Jahren im Altbau gesehen habe. Gegen einen Großteil der Salze hilft schon einfaches Abkehren, um den "Befall" zu minimieren. Und da ist eine große Oberfläche besser als jeder Putz, Kalkputz lässt die Salze nur besser hindruch als Zementputze, Saniwerputze nehmen sie hingegen auf - so zumindest würde ich es einfach erklären.



Injektage ????



diese würde ich demnächst keinen Kunden mehr empfehlen,
http://www.baufachinformation.de/aufsatz.jsp?ul=2008049014622
und bei einer Folie-Außenabdichtung sollte keinesfalls die Horizontalsperre vergessen werden,ansonsten steigt die Feuchte weiterhin kapillar nach oben und ihr Keller wird nässer wie vorher, da selbst bei abgetrocknetem Erdreich die Diffusion nach außen nicht mehr möglich ist.Allein die Salze sind ein sichtbares Zeichen für die dauerhafte Aufnahme der Feuchte aus dem Erdreich.





Hallo

Wie ich schon sagte, einen Sachverständigen der kein wirtschaftliches Interesse an der Art der Sanierung hat ran holen.
Das erspart unter Umständen eine überflüssige aber Kostenintensive Horizontalsperre.

Grüße aus Schönebeck



Einen Sachverständigen



ohne "wirtschaftliches Interesse" ist mir nicht bekannt...
Will der nicht auch zufällig Geld verdienen? :-)





Hallo

Ein Ö.b.u.v. Sachverständiger der sich ausschließlich mit dem erstellen von Gutachten befasst hat kein Interesse daran, wie die Sanierung ausgeführt und wie teuer sie wird.
Nach dem Gutachten sollte dann eine Fachfirma für die Sanierung gesucht werden.
Anders herum funktioniert das äußerst selten, der Mensch ist halt so, der Schornstein muss ja rauchen.

Grüße aus Schönebeck





Heir noch mal ein Bild der Reste einer Vertikalabdichtung aus den 60ern

Grüße aus Schönebeck


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Keller feucht



Wenn die Kellerwände dort trockenbleiben, wo außen Anbauten existieren und die Duchfeuchtung witterungsabhängig auftritt, dann ist die senkrechte Abdichtung defekt.
Die Hauptzonen wo Regenwasser hineinkommt ist der Sockelbereich (ca. 30 cm unter und über der Erdoberfläche) und die Aufstandsfuge zwischen Kellerwand und Fundament.
Oben, weil dort Spritz- und Regenwasser unmittelbar an die Wand gelangt.
Unten, weil sich hier das in die Baugrubenverfüllung einsickernde Wasser stauen kann.
Das Foto von Oliver zeigt sehr schön die Problematik an der Aufstandsfuge zum Fundament:
Die waagerechte Abdichtung liegt frei, Wasser kann durch die untere und obere Kontaktfläche kapillar nach innen gelangen. Dieses Wasser läuft bei Regen an der Wand herunter und staut sich dann auf dem waagerechten Fundamentabsatz. Bei bindigem Boden kann es noch zusätzlich zu kurzzeitigem Wasserdruck kommen, wenn sich unten in der ehemaligen Baugrube Wasser aufstaut.
Die normale Bodenfeuchtigkeit, die durch die senkrechten Wandflächen kapillar eindringt, halte ich für weniger dramatisch.
Setzen Sie den Sockrelbereich instand, überprüfen Sie die Dachentwässerung und sorgen Sie dafür, das kein Oberflächenwasser zur Wand läuft.
Das kann schon genügen, um den Wasseranfall drastisch zu mindern und eine normale Kellernutzung zu sichern.
Nur wenn dann immer noch zuviel Wasser ankommt, wäre die nächste Option das Erneuern der senkrechten Abdichtung an den nassen Wänden.

Viele Grüße



Allen erst einmal einen herzlichen Dank für die Antworten ...



... also in meinem laienhaften Verständnis von Bauphysik und bauphysikalischen Gegebenheiten würde ich eine aufsteigende Nässe vollends ausschließen. Denn diese würde ja auch in den Bereichen, die von den Anbauten überdeckt werden vorhanden sein. Dort ist jedoch kaum Feuchtigkeit an der Wand zu finden.
Die Niederschlagung von Luftfeuchtigkeit kann ich nicht ausschließen, erscheint mir bei einer relativen Luftfeuchte in den Räumen von ca. 50% bis 60% (bei Trocknereinsatz - im Moment unter 50%, aber bei dauerhafter Lüftung) jedoch relativ unwahrscheinlich. Aber gut, wenn dies der Fall wäre, dann müßte man ja dennoch eine dauerhafte Lösung finden, denn sobald der Trockner aus ist, steigt die Luftfeuchtigkeit und der Schimmel blüht an den Wänden. Und irgendwo muß die Feuchtigkeit im Raum ja herkommen, oder?
Am plausibelsten erscheint mir tatsächlich die auf der gesamten Fläche eindringende Feuchte über die Wand. Immerhin, wenn es richtig geregnet hat, dann ist die Wand nass. Wogegen die Fortsetzuung der selben Aussenwand, die von dem Vorhaus geschützt wird weiterhin trocken erscheint.
Was den Sachverständigen angeht, war ein Handwerker vor Ort, der sich mit Schimmelbekämpfung und Mauerwerkstrockenlegung befaßt. Er empfahl die Trockenlegung über Injektion oder über Isolierung von Außen - die Kosten seien die selben. Wobei mir persönlich die Isolierung von Außen besser gefällt, macht zwar mehr Arbeit, erscheint mir jedoch nachvollziehbarer, denn was an Nässe nicht in die Mauer eindringt, dass kann auch im Keller nicht wieder hervortreten. Die Wände im Keller wollte er mittels Opferputz austrocknen - hier bin ich aber nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe.
Nun vielleicht noch ein Wort zur geplanten Nutzung des Kellers. Ich möchte einen Raum als Hauswirtschaftsraum nutzen - hier befinden sich bereits die Heizung, eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner und ein Gefriergerät. Einen weiteren Raum nutzen wir bereits als Vorratsraum, dieser Raum ist trocken und ohne Schimmelbefall, so dass die Einlagerung von Lebensmitteln von Anfang an möglich war. Den dritten Raum nutze ich als Werkstattkeller und da wäre es schön schön, dass mir die Werkzeuge nicht verrosten und das Holz nicht verschimmelt. Und vielleicht werde ich noch eine Eisenbahnplatte für unseren Sohn im Keller unterbringen.
Gewiss ist es besser, wenn es sich jemand ansieht. Aber irgendwie bin ich von dem letzten Handwerkerbesuch etwas enttäuscht gewesen. Er fokussierte mit einer Wärmebildkamera die Wände, Woraus sich ergab, dass um die Fenster herum die Kälte am größten ist und meinte man solle diese Bereiche, in denen nun auch die Wände sehr dünn sind mit foamglas Isolieren und ansonsten käme er gern wieder sobald ich die äußere MAuer freigelegt habe. Erst dann wolle er die Baukosten in einem Angebot abschätzen.

Mit Dank und herzlichen Grüßen
Claudius Noack





Claudius,

wie warm ist den der Keller?
Bei 15°C und einer relativen Luftfeuchte von 55% würde Kondensat an der Wand anfallen wenn sie unter 6°C kalt ist.
Bei 10°C Raumtemperatur und gleicher Luftfeuchte erst bei ca. 1,3°C Wandtemperatur. Bei 8°C und 55% Lf. würde der Taupunkt unter 0°C liegen, also die Wand vereisen.


Grüße aus Schönebeck



Hallo Oliver



also wenn ich bei negativen Außentemperaturen nicht gerade für mehrere Tage lüfte, erreiche ich Normaltemperaturen von 16°C - 18°C.





Claudius,
leihen Sie sich doch mal ein IR Thermometer, solange es noch so schön kalt ist, dann messen Sie mal die Wandtemperatur. Unter den Umständen 15°C Raumtemperatur und Luftfeuchte von 50 bis 60% würde ich Kondensat mal weitgehend ausschließen.

Grüße aus Schönebeck





Würde ich nicht so einfach ausschließen. Herr Noack schreibt 50-60% und 16-18°C Normaltemperatur. Schimmelbefall an den außen nicht überbauten Wänden. Eine Messung kann auch zeigen, dass genau diese beiden Wände etwas kälter sind.

Ein schlauer Blick in die Tabelle zeigt bei:
50% => 17° =>Tauwasser bei einer Wandtemperatur von 6,5°C
60% => 17° =>Tauwasser bei einer Wandtemperatur von 9,2°C
60% => 18° =>Tauwasser bei einer Wandtemperatur von 10,1°C

also liegt das alles schon im eher wahrscheinlichen Bereich. Doch die Magie der Worte offenbart den eigentlichen Kellerzauber:

.... hier befinden sich bereits die Heizung, eine Waschmaschine, ein Wäschetrockner und ein Gefriergerät. Einen weiteren Raum nutzen wir bereits als Vorratsraum, dieser Raum ist trocken und ohne Schimmelbefall ....

Der Raum, in dem kein wähnenswerter selbstgemachter Feuchte- und Wärmeeintrag stattfindet ist auch nicht befallen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo Herr Kornmayer



die beschriebenen Geräte befinden sich im beheizten Kellerraum. Okay wir bringen Feuchtigkeit in den Raum, aber den Schimmelbefall haben wir im anderen Keller, der nur durch einen trockenen Flur und um zwei Ecken herum zu erreichen ist. Im Übrigen handelt es sich um einen Kondenstrockner der max. 2 mal wöchentlich läuft, ebenso die WM.
Also gut fragen wir vielleicht einmal anders, ist meine Annahme, dass die Feuchtigkeit von Außen eindringt völlig abwegig? Kann es sein, dass ich im Moment primär ein Problem mit Kondensat an den Wänden habe, weil die Wand von Aussen bereits so nass ist, dass das Kondensat, welches an trockenen Tagen keine Schwierigkeit darstellen würde? Wie muß ich den Keller für die besagte Nutzung ertüchtigen?



....Wie muß ich den Keller für die besagte Nutzung ertüchtigen?



ANTWORT: Entfeuchten und Entsalzen.
Begründung: Bei trockenen Wänden erhöht sich die Wand - und Oberflächentemperatur, was das Kondensieren der Luftfeuchtigkeit herabsetzt. Durch das Entsalzen haben Sie keine Salze mehr im und auf dem Mauerwerk welche hygroskopisch wirken, d.h. sie nehmen keine Feuchtigkeit aus der Luftfeuchtigkeit mehr auf.





Hallo,

ich habe heute einen Keller begutachtet der erhebliche Feuchteschäden an den Außenwänden aufwies. Die Messung des 40er Backsteinmauerwerk hat bei einer Außentemperatur von -9°C eine Oberflächentemperatur der Wand von, oben +11,5 °C und unten von 10°C bei einer Raumtemperatur von +16 °C ergeben. Die relative Luftfeuchte betrug 50%.
Laut Aussagen der Eigentümer steigt die LF nie über 60%.
Um Kondensatausfall an den Außenwänden zu haben, müsste die LF auf 70 bis75% ansteigen, das scheint aber hier nicht ansatzweise zu passieren. Das Kondensat in Kellerräumen wird oft überbewertet. Selbst wenn es in Extremfällen mal ausfällt, sollte es doch bei den idealen Verhältnissen schnell wieder ausgeglichen sein.
Horrorszenarien um Kondensfeuchte mit derartigen Folgen müssten doch mindestens von Dauerbeschlagenen Fenstern, Wasserleitungen und vor allem den ungedämmten Kelleraußentüren gestützt werden.
Bei einer Begutachtung hilf es immer, in so Fern vorhanden, sich die Wand an der die Kellertreppe außen hoch geht anzusehen.
Die haben meist keine vergleichbaren Feuchteschäden ob wohl sie doch kälter sind als die, die mit Erde angefüllt sind. Diese müssten aber bei Kondensatausfall die feuchtesten Wände sein.
Die Annahme das die Feuchte von außen kommt ist mit Abstand die wahrscheinlichste.

Grüße aus Schönebeck



Hallo Herr Hoppe ...



... genau danach habe ich gefragt, wie bekomme ich die Wand trocken? Alles andere war nur die Beschreibung der Situation.

Also doch von Außen eindringende Nässe, die im inneren zum Kondensatausfall an den Außenwänden führt und das Schadensbild verschärft?

Hallo Herr Struve,
die von Ihnen beschriebene Situation scheint mit der meinigen nahezu identisch zu sein. Auch die Werte dürften stimmen, wenn ich mich an die Messungen der Wärmebildkamera richtig erinnere.

Wie aber nun weiter wie saniere ich richtig? Erst außen das Mauerwerk freilegen? Dieses möglichst zwei Wochen in der warmen Zeit austrocknenen lassen? Dann Dämmung und Isolierung bis auf Höhe des Erdniveaus aufbringen? Was mache ich mit der Zone, die darüber liegt? Danach von innen Opferputz aufbringen und nach 2 Jahren diesen durch normalen Putz ersetzen?

Was ist richtig und sinnvoll und was ist mit Kanonen auf Spatzen geschossen?

Danke für alle Nachrichten.

Gruß Claudius





Hallo Claudius,

Ich würde den gesamten Erdberührtem Bereich mit KMB Vertikal abdichten.
Im Innenbereich würde ich den Altputz entfernen und einen Kalkputz aufbringen.
Eine Dämmung würde ich nur aufbringen, wenn diese auf den gesamten Wandflächen der Kellerräume, also mit Sockel, ausgeführt werden kann/ soll.
Die Räume so klimatisieren und nutzen, das Kondensat erst überhaupt nicht entstehen kann (Temperatur/ Luftfeuchte)
Und wenn ich`s selbst nicht währ, dann würde ich mir dafür einen Fachmann ran holen.

Grüße aus Schönebeck



KMB



sieht so aus.

Grüße aus Schönebeck

[pubimg 20107]



Hallo Claudius,



alles wunderbar beschrieben. Aber ein Gebäude aus den Vorkriegsjahren nur von aussen abzudichten bedeutet anschließend, das es an dieser abgedichteten Seite nicht mehr atmen und abdiffudieren kann und die Feuchte anschließend kapillar noch besser aufsteigt und du Dir eine Tropfsteinhöhle holen könntest...Also, das wichtigste ist die Horizontalsperre zu prüfen, denn grundlegend ist Feuchte aus dem Erdreich kapillarsteigend, als Beispiel verweise ich gern auf den Baum.Klingt zwar blöd aber daran siehst du wie hoch Feuchte steigen kann in winzigen Kapillaren...
Es ist dein Haus und sicher haben wir vom Bau alle schon genug dieser Sanierungsfehler von Folien,Dickbeschichtung etc. gesehen, es funktioniert nur wenn beide Maßnahmen stimmen-Horizontal wie Vertikal.Nur die Vertikalsperre bringt meist Folgeprobleme wie Kondensfeuchte weil die Atmung der Mauern unterbrochen ist und alles wunderbar DICHT ist aber eben nur seitlich !...





Hallo Herr Kusch,

Bei der Diffusion bewegen sich doch Teilchen aus Bereichen höherer Konzentration in die Bereiche mit geringer Konzentrationen. Das heißt, wenn da was diffudiert, dann doch vom feuchteren Erdreich in die trockenere Wand und nicht umgekehrt.
Und wenn Trennwände und überbaute Außenwände trocken sind gibt es keine aufsteigende Feuchte. Entweder weil eine funktionierende Horizontalsperre drin ist, oder, weil das Anwesen auf Kapillarbrechendem Baugrund errichtet wurde.
Kein Grund also Geld durch unnötige Maßnahmen zu versenken.
Kondensfeuchte entsteht nicht weil Baustoffe dicht oder abgedichtet sind. Die Dichtung verhindert lediglich den Feuchteintritt, das müssten Sie normalerweise wissen, ist oben aber auch zur genüge erklärt. Auch vielleicht hilfreich mal über die Funktion von Dampfsperren unter der Dachdämmung nachzudenken.

Claudius,

Jetzt wissen Sie auch, warum ich Ihnen einen Fachmann, der kein wirtschaftliches Interesse an der Art der Ausführung hat, empfohlen habe.

Grüße aus Schönebeck



Glaskugeldiagnostik.



Hallo Herr Noack,

wie Sie sehen kann es für ein Problem zahlreiche Lösungsansätze geben, manchmal sinnvoll und manchmal eben überhaupt nicht. Ohne Plan und Bild bzw. noch besser Ortstermin bleibt alles einem trüben Blick in eine Glaskugel gleich.
Sie sollten Ihren Keller von jemanden einmal begutachten lassen, der sich damit auskennt und die Lösung vorschlägt, meinetwegen überwacht, nicht jedoch selbst ausführt.

Zuerst muss vor Ort ergründet werden woher die Feuchtigkeit wirklich kommt und wo diese weshalb zum Schimmel füht; jeder Maßnahmenvorschlag ohne diese Kenntnis ist Unsinn.

Der eine injiziert von Berufswegen, der andere beschichtet vertikal und wieder einer steckt Kabel in die Wand. So ergeben sich so manche Lösungen ...

Schauen Sie doch einmal oben rechts bei der PLZ-Suche nach, da finden Sie gewiss jemanden in Ihrer Nähe.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer


P.S.: Verehrter Herr Kusch, das Beispiel mit dem Baum ist etwa so alt wie der Versuch Elektrooosmosegeräte zu verkaufen und wurde, glaube ich, bereits von Herrn Mohorn von Aquapol bedient. Bis zu einhundert Liter schafft ein Baum bis zu einhundert Meter in die Höhe zu tragen, hat mal ein schlauer Mensch berechnet. Ich gehe jetzt gleich mal raus und stelle einen Balken in einen Eimer und melde morgen die Steighöhe.

Eine bauteilübergreifende aufsteigende Feuchte ist auch hier oft mehr Wunsch und Glaubenssache als Realität. Herrn Mohorn kennen Sie wahrscheinlich noch aus Budapest?



ooohhhh



jetzt geht das wieder los....
und meine Kastanie ist im letzten Sommer vertrocknet, da scheint zumindest bei den Bäumen etwas nicht immer zu klappen! Woran liegt das bloß ?



Tschja meine Herren



Ist einmal die Feuchtigkeit in das Gebäude auf Grund der o.a. Mängel eingedrungen, bewirken chemische und
physikalische Kräfte eine weitere Ausbreitung, als wichtigste die Kapillarkraft. Bei den in der Praxis verwendeten
Baumaterialien kann davon ausgegangen werden, dass es keine regelmäßigen zylinderischen Kapillaren gibt,
sondern vielmehr das der Baustoff von unregelmäßigen Mikroporen unterschiedlichster Größe durchzogen ist.
Feinkapillare Baustoffe saugen das Wasser sehr viel langsamer auf als grobporige Baustoffe. Im Endeffekt
kann aber das Wasser bei feinkapillaren Baustoffen in größere Höhen aufsteigen. Die Gesamtkraft, die in
einem solchen System von Poren den kapillaren Transport bedingt, ergibt sich
demnach durch das Zusammenspiel aller Einzelkräfte in allen saugenden Poren.
Steighöhe
Bei 0,01 cm Kapillare ergibt sich eine Steighöhe von 14,8 cm. Um eine Steighöhe
von 148 cm zu erhalten benötigt man eine Kapillare von 0,001 cm. In den
meisten Bauwerken steigt das Wasser jedoch noch höher. Die Kraft, die Wasser
in den Mikroporen eines Baustoffes bewegt, beruht auf zwischenmolekularen
Wechselwirkungskräften; Kohäsions- und Adhäsionskräfte. Hierbei wird ein
Gleichgewicht zwischen der Schwerkraft und der Oberflächenspannung wirksam.
Wasser besitzt eine positive Oberflächenspannung, daher steigt es in Kapillaren
gewöhnlich an.
Spannungspotential im Mauerwerk
Das in das Bauwerk stetig eindringende Wasser ist Ursache für physikalische,
chemische und kinetische Kräfte welche miteinander in Wechselwirkung stehen
und den Feuchteanstieg weiter fördern. In erster Linie ist die Kapillarwirkung Ursache und in weiterer Folge
durch das Aufsteigen des Wassers in den feinen Kapillaren ein schwaches, elektrisches Feld (Zeta-Potential)
und eine Potentialdifferenz zwischen Mauerwerk und Erdreich. Das Wasser in der Kapillare ist in der Regel
der Träger der positiven elektrischen Ladung und der Festkörper der Träger der negativen elektrischen Ladung.
Durch diese Spannungsdifferenz und durch weitere chemische Prozesse wird das Wasser in den Kapillaren
des Mauerwerks nach oben transportiert und der Kapillarsog verstärkt. Abhängig von der Steighöhe und pH-
Gehalt der Mauerfeuchte bildet sich ein Spannungspotential im Mauerwerk eines Gebäudes gegenüber dem
Erdreich aus. Dieses Spannungspotential im Mauerwerk eines Gebäudes kann bis zu einigen hundert Millivolt
betragen.
Und wer dies nicht begreift,dem kann man nicht helfen.



Und im übrigen



mein lb.Hr.Kornmayer habe ich keine Lust mir Ihre gehässigen unqualifiziertem Nörgeleien zu meinem Verfahren ständig anzuhören.Wenn Ihnen mein Verfahren nicht passt weil Sie es technisch nicht begreifen können kann ich auch nichts dafür. Trotzdem ist dieses im Gegensatz zu Ihrem Vergleich zu "isoterischen Wellen" wissenschaftlich anerkannt und in der Praxis tausendfach nachgewiesen.
Dagegen haben andere Verfahren in der Bestandssanierung überhaupt nix zu suchen....
Weiter Kommentare erspar ich mir ....:)



Hallo Herr Noack,



es ist eigentlich alles gesagt, welche Maßnahmen Sie nun ergreifen können. Holen Sie sich entweder einen unabhängigen Fachmann (so es Ihn gibt) ins Haus und lassen Sie Vorschläge machen.
Sie können sich aber auch direkt von Fachfirmen Vorschläge/Angebote machen lassen und dann entscheiden Sie, und nur Sie, sich für ein Verfahren das Sie für angemessen halten.
Von mir nur noch einmal der Hinweis auf die Salze. Ich vermute mal, das Ausblühungen und Putz/Farbschäden auch an den vermutlich trockenen Wänden vorhanden sind? Wenn ja, prüfen Sie mal woher die Kommen könnten. Mehr zu diesem Thema in meinem Profil, oder noch besser, schauen Sie sich mal diesen Link an: http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017124605



Oh..welch ein Wunder,



lese ich da was von kapillar...u.aufsteigender Feuchte? Ich denke das gibts alles nicht:-)Oh, wo mögen denn noch die bösen Salze herkommen...Sicher ein Werk Sientologie`s!
am besten eine Folie dran und schon sind Sie weg:-):-)



Na Hr.Kornmayer,



""Ich gehe jetzt gleich mal raus und stelle einen Balken in einen Eimer und melde morgen die Steighöhe.""
Hat`s was gebracht ? ....
Bestimmt vergessen die pysikalischen und chemischen Kräfte anzulegen, ohne den klappt der Vergleich leider nicht weil sich kein Spannungspotential aufbaut, welches die Haupt-Ursache für steigende Feuchte ist:-)
Aber ich hatte es schon mal empfohlen, selbst jeder Laie kann dies mit einem Potentialmessgerät an seinem Baum vor dem Haus ausmessen und dann an einem vollständig isoliertem Neubau probieren und an seinem alten nassen Haus ohne, oder mit defekten Sperren.Er wird verblüffende Unterschiede erkennen:-)
Dann hat man die Ursache gefunden, ein elektrisch negatives Spannungspotential.Dieses ist die Hauptursache für die Wanderung der Feuchte nach oben,dreht man diese um wandert die Feuchte wieder zum Minus.(Pr.Reuss)
Also nix mit Sientologie mein lb.Hr.Kornmayer wenn selbst Ihr VDI-Berufsverband dieses Verfahren empfiehlt.........



Und zum Schluß Hr.Kornmayer



nehme ich dann mal Ihre letzte Aussage im Thema "Mieses Forumsklima", dort haben Sie schon einiges richtig erkannt und es wäre eben besser, wenn jeder bei "seinem Fachgebiet" bleibt um diese ständigen Nörgeleien zu beenden.Wer darüber nichts lesen will kann es lassen aber muß nicht ständig den anderen angreifen, kein Wunder wenn nur Zoff entsteht, weder ich,Sie oder andere sind eben allwissend geboren..!:-)



Tschja



für die Wahrheit muß man dann eben auch mal negative Punkte einsammeln, die hört man eben nicht so gern...:-)





Lieber Herr Kusch,
momentan sind Sie es, der hier den guten Ton vermissen lässt, kein anderer.
Ihr Beispiel mit dem Baum klingt nicht nur blöd, wie Sie sagen, sondern ist es auch.
Die Flüssigkeit in Pflanzen wird nicht über Kapillare transportiert, sondern über Gefäße (Tracheen oder Tracheiden), angetrieben von der Fotosynthese.
Zwei ganz verschiedene paar Schuhe.
Immer schön fachlich und sachlich bleiben Herr Kusch.


Grüße aus Schönebeck





Verehrter Herr Kusch,

zum einen äußere ich mal den Verdacht dass es die tollen Bewertungen nicht für die Wahrheit gab, zum anderen verstehe ich nicht weshalb Sie immer wieder Scientology ins Spiel bringen wollen? Dies mag wohl an der "wissenschaftlichen" und argumentativen Nähe zum Aquapolgründer Mohorn liegen und an ihrer möglicherweise gemeinsamen Arbeit am Budapester Parlamentsgebäude (So entnehme ich das jedenfalls Ihren und den Aquapol-Referenzen), doch interessiert mich dies wirklich in keiner Weise.

Auch auf die Gefahr hin erneute "wissenschaftlich-physikalische Grundlagen" (Zitat: "Und wer dies nicht begreift,dem kann man nicht helfen") zu provozieren: Es behauptet jeder Elektroosmoseanbieter, dass sein Verfahren etwas ganz anderes, als alle anderen Verfahren am Markt ist und funktioniert weil ... ... ... und wie Sie schreiben haben alle anderen Verfahren in der Bestandssanierung nichts verloren. Alleinanspruch Ihres Produktes auf Funktion also?

Solange das Thema im Raum steht und ggf. von hier Ratsuchenden, die zum ersten Mal damit in Berührung kommen, erörtert wird, will und werde ich auf die Fragwürdigkeit der sog. Zauberkästchen hinweisen. Und je mehr die Physik ggf. verkaufstechnisch bedingt verbogen wird desto vehementer. Es ist einfach schon zu viel Geld unbedarfter Bauherrn an so manche fachlich unbedarfte Verkäufer geflossen, als dass man diesbezügliche Beiträge in einem Forum in dem man sich selbst engagiert unkommentiert stehen lassen könnte.

q. v. Link

Beste Grüße aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer

P.S.: Wie Sie nun bereits erahnen werden, hat das alles also weder mit Gehässigkeit, Nörgelei oder Allwissenheit zu tun, sondern eben mit meiner persönlichen Stellungnahme / auch Meinung aus Sicht meines Faches auf das Thema und da stehe ich über den Verunglimpfungen. Ich habe mich nicht einmal dazu hinreißen lassen Ihnen eine negative Bewertung zu geben.
Ich bitte um Verzeihung, aber da es aus Ihrer "über uns"-Seite im Internet nicht ganz hervorgeht und ich in Zukunft möglicherweise präziser antworten könnte, wage ich zu Fragen, wo denn genau Ihr Fachgebiet liegt?



Hallo Hr.Struve



da bin ich wieder mal anderer Meinung wie immer.:-)Angegriffen hat mich Hr.Kornmayer, weil ihm wieder etwas nicht passte und ich mich weißgott nicht mit Mohornschen Wellen oder andrem Blödsinn gleichstellen lassen werde.
Ich verwende mit Absicht das Wort Kapillaren und nicht (Tracheen oder Tracheiden),weil es verständlicher für den Kunden ist, weiterhin besser vergleichbar mit dem Baumaterial, als wenn ich noch die Botanik dazu erklären müßte...:-)
Im oberen Text habe ich es beschrieben,es spielen viele Dinge eine Rolle und auch ich bin kein Wissenschaftler aus dem Labor, der vielleicht bestimmmte Fachwörter benutzt.Trotzdem ist der Sinn der Sache beschrieben und funktioniert so seit Jahrzehnten,nur darum gehts im Endeffekt.



Hr.Kornmayer,



verstehen Sie den Unterschied zwischen genormtem Verfahren der aktiver Elektroosmose und Zauberkästchen oder Geräten mit Funkübertragung?Ich habs jetzt versucht zig mal zu erklären und mein Profil beschreibt es Ihnen bis ins letzte Detail.Also,WAS habe ich gemeinsam mit diesen fragwürdigen,nichtzugelassenen Verfahren ?Ein Steuergerät wo Elektroden und Kathoden angeschlossen werden ?Logisch brauch ich das um die aktive Spannung auf das Mauerwerk zu bringen, also hören Sie bitte auf mit Ihren Vergleichen zu den andern Dingern herzustellen und befassen sich damit, ansonsten geraten wir immer wieder aneinander.Mein Verfahren entspricht technisch den Einzelheiten in der beschriebenen Norm, andere eben nicht, das ist nicht mein Problem.Und nochmals auf Ihr Budapest zu kommen,wir oder die Eltac haben die Referenz mit Jahresangabe, mit Teilbereich angegeben und was der Mohorn dort 20 Jahre später gemacht hat ist mir völlig egal aber gibt Ihnen nicht das Recht uns dies in Abrede zu stellen oder uns damit gleichzustellen. A....ist was völlig anderes und mit Grund der wissenschaftlich fehlenden Nachweise in der besagten Norm nicht behandelt, das müßte der letzte Zweifler mal merken, die ÖNORM nutzen und könnnte locker die Geräte unterscheiden und erklären.





Ich weiß, Ihr Produkt ist selbstverständlich etwas ganz anderes.



Doch bevor wir noch einmal den ganzen vorgeschützten Ö-Norm-Wahn angehen, möchte ich noch auf (Forum 36131) hinweisen, hier wurde - denke ich - bereits ganz gut dargelegt, dass "Funktionieren" und "Norm" zwei unterschiedliche Dinge sind und es ein besonderes Augenmerk verlangt, wenn die Norm flankierende Maßnahmen vorschreibt.

Auch wirft es kein gutes Licht auf ein Produkt wenn Jahre nach dessen Installation in einem von Ihnen referenzierten Objekt dann doch ein Mitanbieter - in diesem Falle Aquapol - zu Rate gezogen wird. Die sich aufdrängende Frage, ob das erstinstallierte System versagt hat kann ich mir dann selbst beantworten: Nein, es hat nicht versagt, weil ...

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Sorry Herr Kusch,

es ist aber nun mal ein Himmelweiter Unterschied, ob wir von Kapillaren oder einem Strohalm sprechen.
Wenn Sie die Botanik, den Baum, schon zu Ihren Erklärungsversuchen mit heranziehen, das machen viele der Elektoosmose Anbieter, dann sollte Sie diese auch begründen können.
Andernfalls bleibt es eben nur der Versuch, einem Laien etwas verständlich zu machen was es so nicht gibt.


Grüße aus Schönebeck



Ihre Version Hr.Kornmayer,



"""Auch wirft es kein gutes Licht auf ein Produkt wenn Jahre nach dessen Installation in einem von Ihnen referenzierten Objekt dann doch ein Mitanbieter - in diesem Falle Aquapol - zu Rate gezogen wird. Die sich aufdrängende Frage, ob das erstinstallierte System versagt hat kann ich mir dann selbst beantworten: Nein, es hat nicht versagt, weil ..."""
...
es eben eine kleine Teilanlage im riesigen Budapester Parlament war und Ihre Aussage wieder nicht zutreffend ist, wenn ein anderer Anbieter rechts neben uns den Gebäudeteil trockenlegt:-)



Naja,



http://de.wikipedia.org/wiki/Trachee_(Pflanze)
so viel anderser hört sich das auch nicht an, kommt fast auf das selbe raus.Zumindest transportiert es die Feuchte von unten nach oben.Noch dazu interessiert das keinen Kunden ins Detail, er versteht den groben Sinn der Sache und wenn er es eben wissenschaftlich abgehandelt benötigt, sollte er die Hr.Venzmer, Bromm o.a. anrufen..:-)



Die Kapillare



gibst dann hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kapillare
Aber wie gesagt, ich betrachte das als Nebensächlichkeit:-)
Jeder erklärt es anders.



Bitte?



Zitat Wikipedia:


"...Die Gesamtheit der Tracheen bilden (zusammen mit den Tracheiden) somit ein kontinuierliches und kommunizierendes Röhrensystem von den Wurzeln zu den Blättern...."



Und



wollen wir jetzt wieder fachsimpeln ? "Röhrensystem" in dem die Feuchte aufsteigt.Ob das nun von mir als Kapillare benannt wird ist jetzt so wichtig ?
Das sind eben die von mir angesprochenen kleinen Diskussionen, die ständig in Rechthaberei ausarten und eh nichts bringen.:-)Ich brauch das nicht zur Selbstbestätigung, könnten wir lassen.





Herr Kusch,
Sie sind doch derjenige der physikalisch Abläufe so versucht hinzubiegen das diese für Ihr System passen könnten. In Röhren steigt nun mal kein Wasser Kapillar auf.

Fachsimpeln ist übrigens ein Gespräch über ein Thema von dem man viel versteht.

Ich klinke mich dann mal hier aus.

Grüße aus Schönebeck



simpeln



... demnach ist "simpeln" dann ein Gespräch über ein Thema von dem man nichts versteht. :-))

Klinke mich mit aus.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kapillar oder Röhren,



ist hier so beschrieben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapillarit%C3%A4t

und da lese ich auch RÖHREN:::-)...



Hr.Struve,



und nochmal zu diesem Thema,
""Sie sind doch derjenige der physikalisch Abläufe so versucht hinzubiegen das diese für Ihr System passen könnten. In Röhren steigt nun mal kein Wasser Kapillar auf.""...
Ich versuche nichts hinzubiegen, denn die Feuchte steigt nun mal kapillar nach oben, lassen wir es dahingestellt ob in einem Röhrensystem,Kapillarsystem oder Porensystem.Eigentlich nicht das wichtige an der Sache.Weiterhin wäre jede Horizontalsperre der Welt sinnlos wenn Sie diesen Fakt nicht akzeptieren, weil die Horizontalsperre dieser sogenannten "kapillarsteigenden Feuchte" den Weg trennt.So sehe ich es.Natürlich gibt es noch andere Arten von Feuchtigkeit, wissen wir alle und muß ich Ihnen sicher nicht erklären.Auch kann man die Elektroosmose mit anderer Abdichtung gemeinsam nutzen.
Natürlich habe ich es schwerer wie Sie dem Kunden den Vorgang zu erläutern und das Verfahren zu erklären aber ich habe mit Sicherheit kein isoterisches System mit Wellen,Funk,links und rechts drehenden Mangnetfeldern ohne Anerkennung der Fachwelt, sondern habe das klassische Verfahren der aktiven Elektroosmose mit Anerkennung der "Allgemeinheit der Fachwelt".Das die vorangegangenen Arten-Vertreter die letzten Jahre benutzten um sich als Elektroosmose zu präsentieren und nun auf einmal nach abgekauter Fachbezeichnung neue Namen entwickeln ist nicht mein Problem aber ich will auch mit meiner Initiative dazu beitragen dem Kunden die Unterschiede darzulegen.
Hätte man sich die Norm (ÖNORM B3355-2)mal etwas eher in die Hand genommen, wäre dem Kunden schon längst der Satz in dieser Normung aufgefallen, das einige der berühmt berüchtigten Geräte mit Funk,Wellen etc.dort nicht genormt sind.



es



ist zig Jahre her, da hörte ich in Chemnitz an der Ing- und HWK einen Vortrag über Elektroosmose, die ja auch damals schon ausgeführt wurde. Mir blieb eine Aussage im Gedächtnis haften, die ich mal als versöhnenden Abschluß zum Thema in den Raum stellen möchte. .
An zwei benachbarten Häusern ausgeführt, kann es links funktionieren und rechts völlig versagen. Die Gründe sind nicht oder nur mit unverhältnismäßigen Aufwand zu ermitteln und sind nicht dem Verarbeiter anzulasten, da sie im Mauerwerk, an Salzen in der Mauer oder sonstiegen, bisher nicht bekannten Ursachen liegen. Deshalb wuden in Chemnitz/M-M-St. fast alle Obejekte durchgesägt und mit Folie gesperrt. Und aus dem Untergefühl heraus würde ich Edelstahlbleche oder Mauerwerksaustausch für mich selber wählen. Mein jetzige Haus habe ich neu unterbetoniert, da es nur eine Gründung von 40 cm gab. So, nun gute Nacht/Morgen



und zum



Nährstofftransport im Holz siehe: Wissensspeicher Holztechnik, Fachbuchverlag Leipzig.





Ja Olaf,

wenn es beim einen Nachbarn funktioniert und beim anderen nicht kann es auch tatsächlich ÖNORM-Gründe haben.

Während der eine österreichische Nachbar nur das Gerät nach der ÖNORM B3355-2 (Trockenlegung von Mauerwerk) im Keller hat einbauen lassen, wird im Nachbarkeller möglicher weise zusätzlich auch die ÖNORM B3355-3 (Flankierende Maßnahmen) angewandt. Der dritte Nachbar hingegen wendet nur die Maßnahmen des Teiles 3 an und ist ggf ebensoglücklich, nur halt günstiger

Diese ÖNORM richtet sich an alle mit der Planung, Ausschreibung und Überwachung von derartigen Maßnahmen befassten Personen. Der vorliegende Teil 2 ist nur im Zusammenhang mit den Teilen 1 und 3 dieser ÖNORM anzuwenden. Für die Werkvertragsregelung gibt es die ÖNORM B 2202.
D.h. wenn nicht anständig geplant, ausgeschrieben, überwacht und keine flankierenden Maßnahmen durchgeführt werden, wird die hier endlos belastete ÖNORM B3355-2 überhaupt nicht angewendet.

Normgerechten Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Hallo Hr.Kornmayer,



ich weiß schon das einigen die nette ÖNorm B3355-2 nicht in den Kram passt aber gerade in dem Teil 2 stehen aber die Sätze drin die eigentlich aussagekräftig sind, wie zB:
-Diese ÖNORM-Serie ist anzuwenden für Maßnahmen an bestehendem Mauerwerk, die der Verhinderung oder Begrenzung des kapillaren Aufsteigens von Feuchtigkeit dienen. Es werden ausschließlich Verfahrensgruppen berücksichtigt, deren Wirkungsweise wissenschaftlich allgemein anerkannt und deren praktische Tauglichkeit erwiesen ist. Geräte, die sich zB auf Magnetokinese, Radiowellen u. a. beziehen, werden in dieser ÖNORM nicht behandelt.
Wandheizungssysteme werden in ÖNORM B 3355-3 behandelt.
Diese ÖNORM-Serie richtet sich an alle mit der Planung, Ausschreibung, Ausführung und Überwachung von derartigen Maßnahmen befassten Personen. Die vorliegende ÖNORM ist nur im Zusammenhang mit den ÖNORMEN B 3355-1 und -3 anzuwenden.
Für die Werkvertragsregelung ist die ÖNORM B 2202 anzuwenden.
Würde man die den Leuten mal zum lesen geben wäre wohl der Gedankengang; Warum sind die Magnetokinese,Radiowellen und andere darin nicht enthalten....:-)
Wenigstens habe ich damit erreicht, das man endlich die genormte aktive Elektroosmose aus diesem Spielchen raushält, die ist wohl schon lang genug benutzt worden von anderen zur Vermarktung.Lustig find ich auch wie jetzt Sätze entstehen wie: Wir haben nichts mit der aktiven Elektroosmose zu tun...Kann man ja nun auch nicht mehr wenn die Beschreibung in der Norm dann so aussieht:
3.3 elektrophysikalisches Verfahren
Methode gegen aufsteigende Feuchtigkeit, bei welcher mittels im Mauerwerk verlegter Elektroden eine elektrische Gleichspannung im Mauerwerk eingebracht wird.
Die angewandten Verfahren unterscheiden sich in Hinsicht auf Ausbildung und Anordnung der verwendeten Elektroden sowie in Hinsicht auf die angelegten Spannungen zur Erzielung des erforderlichen Stromflusses.
6.3.3 Elektrophysikalische Verfahren
Folgende Ausführungsdetails sind anzugeben bzw. folgende Maßnahmen sind durchzuführen und zu dokumentieren:
– Die tatsächliche Lage der Elektroden ist in einen Montageplan einzuzeichnen.
– Die Verlegung der Elektroden hat vorzugsweise ringförmig zu erfolgen.
– Die gleichmäßige Stromverteilung in der gesamten Anlage ist durch die Konstruktion und die Materialauswahl der Elektroden sicherzustellen. Verschieden hohe elektrische Leitfähigkeit des Mauerwerks (zB hervorgerufen durch verschieden hohe Feuchtigkeitsverteilung und Salzkonzentrationen) muss zB durch selbstregelnden Widerstand ausgeglichen werden.
– Die Stromzuleitung (Verbindungskabel) muss so gekennzeichnet sein, dass leicht erkennbar ist, welche Elektrode (Anode „+“ oder Kathode „-“) mit Strom versorgt wird. Die Konstruktion (zB Doppelmantelkabel) und das Material sind anzugeben.
– Die Kontakte zwischen Elektrode und Stromzuleitung (Verbindungskabel) müssen so abgedichtet und isoliert sein, dass Feuchtigkeit und/oder Salze nicht bis zur inneren Kontaktstelle gelangen können. Die Kontaktstellen sind unter Angabe der verwendeten Materialien im Montageplan darzustellen.
– Die Stromversorgung ist regelbar oder selbstregelnd mit Anzeige des Anlagenstromes und der Anlagenspannung herzustellen.
– Nach dem Einschalten der Anlage hat der durchschnittliche Stromfluss etwa 4 mA/m bis 8 mA/m zu betragen.
– Die Anlage ist mit einer maximalen Gleichspannung von 15 V zu betreiben.

Da kann ein BLINDER mit Krückstock dann endlich mal die Elektroosmose-Zauberkästchen-Gulaschsuppe unterscheiden:-)
Oder so ähnlich....




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