Imprägnierung, ja oder nein




Hallo!!! Wir haben ein Haus Bj. 1890. Nun haben wir den ganzen Dachstuhl "überholt". Wir haben an die alten Sparren 4x20 Bohlen beidseitig angebracht. Die alten Sparren haben Holzwurmbefall. Nun möchten wir vor beginn des Innenausbaus die Sparren mit Holzschutzmittel behandeln, aber mit welchem am besten?





Hallo Jessi
Holzschutzmittel? denke das ist nicht nötig da die Sparren ja nicht der Witterung ausgesetzt sind.
Oder geht es um Insektizide, das würde ja wenn überhaupt nur dann Sinn machen wenn die kleinen süssen Krabeltierchen im inneren des Gebälks noch am futtern sind, und da gibt es sicher noch andere Möglichkeiten.
Alten Wurm und Bockbefall sofern nicht mehr Aktiv würde ich entfernen um zu sehen ob die Balken noch Stark genug sind, auf weitere Maßnahmen würde ich wenn kein Akuter Befall vorliegt verzichten.
Gruß
Hartmut



Regeln


Meine Wenigkeit im Büro  1   (der junge Kerl)

Hallo Jessi

Die Frage stellt sich wirklich anders.
Denn wenn ein aktiver Holzschädlingsbefall vorliegt, hilft das Einstreichen nur wenig. Liegt kein aktiver Befall vor erübrigt sich eine bekämpfende Behandlung.


Also Regeln einhalten:
1.Auf Befallsaktivität durch einen Sachverständigen prüfen lassen.
2. Dann mit dem Sachverständigen gemeinsam eine Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen.

Gruß

L. Parisek



Was am wichtigsten ist,



dreht sich um die Holzfeuchte und wird bisher nicht erwähnt. Diese muß sicher unter ca. 20% bleiben, dann sind die Wachstumsbedingungen für Holzschädlingsbefall nicht da. Egal, ob da noch aktiver Befall drin ist oder nicht.

Und hier muß angesetzt werden, um die Konstruktion sicher zu schützen, Themen: Sorptionsdichte Anstriche, üngünstige Bewitterung mit Feuchtestau, nicht ausreichend abgelüftete Bau- und Wohnfeuchte. Weitere Info bietet der Link:


Rund um Lüftungs- und Fensterprobleme sowie den feuchtebedingten Schädlingsbefall



Gerüchte



Sie nähren Illusionen, Herr Fischer

Ich legen ihnen eine nähere Beschäftigung mit den Bandbreiten der Lebensfähigkeit in der Welt der Holzschädlinge nahe.
Im Herbst findet noch ein Grundkurs II zum Thema "Tierische Holzschädlinge" durch Herrn Dr. U. Noldt an der Bundesforschungsanstalt in Hamburg statt. Wir können uns dort gerne weiterunterhalten.

Gruß

L. Prisek



Sehr geehrter Herr Prisek,



viel Spaß beim Grundkurs. Den habe ich schon hinter mir. Genug eigene Holzschutzgutachten und darauf aufbauende langfristig erfolgreiche Sanierungen auch. Insofern möchtze ich die enorme Lebensfähigkeit der Insekten und Pilze gar nicht bestreiten. Was jedoch deren Fortpflanzung und damit verbunden Befallsausweitung betrifft, da müssen wir genau werden: Es braucht dafür recht ideale Bedingungen. Wie bei uns Menschen. Zukunftsangst bremst Kindersegen. Und darauf kommt es hier an, wenn man sozusagen "vergrämen" und nicht mit Kampfmitteln antreten will. Aber das ist offenbar nicht Ihr Bier.



Fachwissen



Werter Herr Fischer

Schön wenn sie meinen genug zu wissen und weiterbildung nicht nötig haben.
Mein Bier ist der Kunde der ein massives Problem hat. Von flockigen Sprüchen und selbstgestrickten Theorien hat sich der Hausschwamm dabei noch nie beeindrucken lassen.

Das sie allerdings mein und das Bemühen meiner Fachkollegen um gewissenhafte Arbeit als reines Profitdenken deklarieren halte ich für eine Unverschämtheit.

Gruß

L. parisek



Weiterbildung



hat jeder - auch ich - immer bitter nötig. Und mir einfach hier das Wort im Munde herumzudrehen und mir mein Weiterbildungsinteresse abzustreiten ist sehr unfein. Feiner wäre ein Schlagabtausch der technisch-wissenschaftlich-praktischen Argumente unter den sich als Experten verstehenden Community-Mitgliedern. Das würde auch den Mitlesern was bringen. Und daran mangelt es bisher. Denken Sie bitte an Ihre hier vorgenommenen Beurteilungen meiner Person. Soll ich auch mal so austeilen? Nein, lieber nicht. Mein letzter Weiterbildungskurs Herzensbildung wirkt noch nach.



Fachliches



Na prima Herr Fischer

Dann lassen Sie uns doch die sogenannten technisch-wissenschaftlich-praktischen Argumente austauschen.

Also fangen wir einmal mit den von Ihnen in den Raum gestellten Theorien an:

1) Wie kommen sie auf die Zahl "20% Feuchte" als Vorrausetzung für die Existens eines Hausbockbefalls?

2) Woher wissen sie in welchem Holzbauteil gleichbleibende Feuchten unter 20% und in welchen über 20% herrschen?

Ich freue mich auf unseren fachlichen Disput

Gruß

L. Parisek



Jetzt wollen wir aber nicht Zitate austauschen, oder?



Sind Sie denn der Meinung, es wäre eher 19,5 % oder 21? Und was spräche dafür bzw. gegen meine Ansage? Das wüßt ich schon gern.



Dialoge



Werter Herr Fischer

Ich denke sie haben meine Frage noch nicht beantwortet.
Sie lauteten wie folgt:
1) Wie kommen sie auf die Zahl "20% Feuchte" als Vorrausetzung für die Existens eines Hausbockbefalls?

2) Woher wissen sie in welchem Holzbauteil gleichbleibende Feuchten unter 20% und in welchen über 20% herrschen?

Um ihre eingeschobene Gegenfrage zu beantworten, nein es geht mir nicht um 19,5% Feuchte, sondern um niedrigere Holzfeuchten die entgegen ihren Theorien nachweislich noch eine Entwicklung ermöglichen. Ich bitte sie also nochmals, im Interesse ihres angemahnten fachlichen Dialogs, freundlich um die Beantwortung meiner Fragen .

Mit besten Grüßen

L. Parisek



Aus Grosser, Pflanzliche u. tierische Bau- und Werkholzschädlinge, S. 97:



"Lebensbedingungen und Lebensweise [des Hausbockkäfers] ... Das Holzfeuchte-Optimum beträgt 28...30%. ... Bei einer Holzfeuchtigkeit unterhalb von 8...10% ... sterben die Larven nach einer längeren Lebenszeit ab."

Nach meinen doch sehr umfangreichen Erfahrungen seit 1979 an über 400 großen und kleinen Altbauprojekten habe ich unter 20% noch nie lebenden Befall vorgefunden.

Ihre Frage nach der Feuchteprognose ist illusorisch, aber eine typische Fangfrage. Ich habe es ja nicht behauptet, Derartiges zu wissen. Ich weiß aber, worauf Sie hinaus wollen. Frei nach dem Motto: Holzschutzmaßnahme muß deswegen sein. Weil man es doch nicht weiß.

Da bin ich nun genau anderer Ansicht - ich verkaufe ja auch keinen Holzschutz, sondern kostengünstige Sanierplanung zu fairen Preisen (HOAI). Bei mir kommt es als Treuhänder des Bauherrn auf sorgfältige Verhinderung überhöhter Holzfeuchte an. Und Sie dürfen bei mir davon ausgehen, daß ich das planerisch zu verhindern weiß.

Bitte nehmen Sie vorsichtshalber auch an, daß ich wie ein Holzschutzgutachter eine ausreichende Menge von beauftragten Holzschutzgutachten und Befallsbegutachtungen hinter mir habe und darüber seit vielen Jahren auch Fortbildung gebe. Das gehört nämlich zu meinem Job, auch hier dem Bauherrn Bauernfängerei zu ersparen und kostengünstige und gesundheitlich nicht nachteilige Saniermaßnahmen hinzuplanen sowie die Fachwelt von einer "abweichenden" Möglichkeit zu informieren. Daß das nicht jedermann schmeckt - ok. Die Kunst, jeden zu erfreuen, habe ich noch nicht herausgefunden.

Wie man überhöhte Holzfeuchte im Innenraum sicher verhindert:


Richtig und falsch heizen





Werter Herr Fischer

Nun bin ich aber schon erstaunt. Sie zitieren aus dem von ihnen so verachteten Fachbuchblabla. Und dann noch das Fachbuch des Obmanns des Normen-Ausschußes für die DIN 68800. Aber gerade diese Leute verdächtigen sie ja so pauschal der Industriehörigkeit und versteckt auch der Bestechlichkeit. Da frage ich mich wirklich, wie hätten sie es denn gern?

Nun ja, aber zurück zum Fachlichen:

Wie sie richtig zitieren, ist die Lebensfähigkeit der Hausbocklarven auch bei niedrigen Holzfeuchten ab 12% voll gegeben.

Wie kommen sie dann aber auf solche Äußerungen:
".....dreht sich um die Holzfeuchte und wird bisher nicht erwähnt. Diese muß sicher unter ca. 20% bleiben, dann sind die Wachstumsbedingungen für Holzschädlingsbefall nicht da. Egal, ob da noch aktiver Befall drin ist oder nicht...."
Dies ist zu den jetzigen Äußerungen, bzw. ihren Fachbuchzitaten doch reichlich widersprüchlich.

Ich frage mich die ganze Zeit wie sie eigentlich auf diese sonderbaren 20% Feuchte kommen. Haben sie dazu nachprüfbare Feldstudien vorliegen? Gibt es Langzeitstudien, neutrale Proben, Messprotokolle etc.?

Angesichts solcher Zahlenspiele, kann ich gemeinsam mit meinen schwachverständigen Kollegen nur den Kopf schütteln. Wir können ihnen in ihre Höhen wirklich nicht mehr folgen.

Es erscheint auch von begrenzter Aussagekraft wenn sie auf ihre zahlreichen Begehungen verweisen. Dem stehen z.B. meine Erfahrungen der letzten 20 Jahre entgegen (und ich beschäftige mich im Schwerpunkt mit Holzschutz) die ganz andere Situationen gezeigt haben.
Ich kenn zur Zeit auch keinen Fachkollegen aus dem Kreis der von ihnen mit verbaler Kraftmeierei als "Schwachverständige" beschimpften Kollegen, der ihre abenteuerlichen Theorie zu den unteren Feuchtegrenzen rückhaltslos teilt.

Wirklich schade, ich habe sie anscheinend überschätzt, ich hatte gehofft sie könnten hier und jetzt mit eigenen oder neuen fundierten Untersuchungen zu diesem Thema aufwarten. Nun relativiert sich ihre Aussage leider auf persönliche Phantasien bzw. Eindrücke. Ich bin aber weder gewillt, noch steht es mir zu, an diesen ihren persönlichen Gedanken zu rütteln.

Mit besten Grüßen

L. Parisek



Holzschutz ist oft ein Geschäft mit der Angst,



und als Planer im Altbau könnte ich normalerweise davon gut partizipieren. Mache ich aber nicht. Sie dürfen mich nicht immer absichtlich mißverstehen: Wenn ich Fachbüchern nicht bedenkenlos traue, ist es doch wissenschaftlich legitim, Quellenkritik zu betreiben. Ich bin jedenfalls so ausgebildet, daß mir das am Herzen liegt.

Der gemeine Trick manipulativer Quellen ist ja, daß durchaus Richtiges mit Falschem so raffiniert vermixt wird, daß beim Empfänger der Botschaft ein Handeln einsetzt, das zu dessen Nachteil ist.

Wenn also im Vorwort Herr Grosser der Elite der Giftverspritzer und -produzenten so herzlich dankt, darf das nachdenklich machen, wenn er dann nur normgerecht auf das Thema Holzschutz kommt und Alternativen nicht erwähnt. Das heißt aber noch lange nicht, daß alle seine Informationen falsch wären. Ich habe nur diese gewählt, um Sie maßlos zu beeindrucken. Meister Parisek, ich bin nicht nur erfahren, auch belesen!

Seit dem Frankfurter Holzschutzprozeß - bei dem ich die Gutachter der Klägerseite ausfindig machte und so erfahren habe, wie es in der Branche hinter den Kulissen zugeht, bin ich geheilt von allzu großen Erwartungen in die Wahrheitsliebe der Holzschutzprofis. Und genau deswegen mache ich in allen meinen Projekten die Begutachtung lieber selbst. Dann weiß ich, wofür ich hafte.

Als mir die Kripo recherchehalber ins Büro kam und böse Briefe wegen erkrankter Fachwerkbewohner in kirchlichen Häusern, die mein Vater sanierte (gottlob ohne Holzschutz!), habe ich mich entschlossen, auch hier mein Schicksal (und das der mir anvertrauten Bauherrn) selbst in die Hand zu nehmen. Nur daß Sie wissen, was mich motiviert, hier dazuzulernen und meinen schwachen Verstand etwas zu kräftigen.

Weiteres Gesochse und Streit um des Kaisers ausgefallene Barthaare sollten wir uns schenken. Das bringt im Forum wirklich nix.

Sie müssen außerdem mal genauer lesen: Wenn ich schreibe "Wachstumsbedingungen" heißt das, daß die Population munter wächst und gedeiht. Nicht "Überlebensbedingungen im Härtefall". Nicht fortpflanzungsfähiger Befall - egal ob Hausschwamm in Trockenstarre, als überall vorhandene Sporen oder vor sich hinhungernde Holzschadinsekten - ist dem Holz doch schnurz.

Und meinen Kunden auch - solange eben keine Wachstumsbedingungen eintreten. Und die können durch entsprechende Vorsorge - und eben nicht Vergiftung gem. Norm - weitestgehend verhindert werden. Es gibt dafür nicht nur den klassischen "Konstruktiven Holzschutz".

Jeder machts eben so gut, wie er es hinkriegt. Sie behalten Ihre Tour, ich meine. Und a weng a Spaß muß sei, sunst geht kanner mit auf die Leich ;-)

PS. Ein lieb gemeinter Tipp: Weniger Empörung über "Alternativen" würde mehr Glaubwürdigkeit bringen.

PPS: Ich hab doch nichts gegen Sie, wo ich Sie doch überhaupt nicht kenne! Obwohl Sie schon so lange so nett über mich herumschreiben. Es geht mir ad rem und nicht ad hominem.



Ent -täuschungen



Werter Herr Fischer

Ich habe ihre Äußerungen mit großem Interesse gelesen.
Ich kann ihre Vorsicht und ihre Vorbehalte nun gut nachvollziehen und zum Teil sogar teilen. Meine Erfahrungen sind hier zum Teil auch sehr ernüchternt. Ich komme allerdings nicht zu den gleichen sehr pauschal wirkenden Rundschlägen die sie nach meinem persönlichen Eindruck verteilen.
Ich schätze einen herzhaften Disput, fühle mich aber weder berufen, noch fähig, mich zum Richter über meine Fachwelt aufzuschwingen.

Aber bevor wir die Forumsteilnehmer mit unserem Disput weiter langweilen oder gar nerven würde ich vorschlagen, dass wir einfach einmal von Angesicht zu Angesicht miteinander debattieren.

Mit besten Grüßen

L. Parisek



Nachbemerkung



Werter Herr Fischer

ich kann es mir doch nicht verkneifen,noch einmal kurz auf ihre Äußerungen einzugehen:
Zitat:
"....Wenn also im Vorwort Herr Grosser der Elite der Giftverspritzer und -produzenten so herzlich dankt, darf das nachdenklich machen, wenn er dann nur normgerecht auf das Thema Holzschutz kommt und Alternativen nicht erwähnt...."

Ich halte es nur für höflich sich im Vorwort bei den Personen und Firmen zu bedanken, die Abbildungsmaterial zur Verfügung stellen.

Ihr reflexhaftes Mißtrauen gegen Fachfirmen, Fachleuten und Herstellern, die dann auch noch schnell generell als "Giftverspritzer" und "Giftproduzenten" diffamiert werden, stößt mir äußerst unangenehm auf. Assoziativ erinnert mich ihre Wortwahl an das menschenverachtende Vokabular, des nicht soweit zurückliegenden deutschen Herrenmenschenabenteuers.


Zur Person von Prof. Dr. Grosser kann ich nur sagen, dass ich ihn trotz vereinzelter Kritik persönlich sehr schätze und auch gerne mit ihm zusammenarbeite. Auch hat sich gerade bei den von Ihnen so pauschal verdächigen Normenwerken, wie z.B. die DIN 68800/4 und deren jetzt anstehenden Neubearbeitung gezeigt, dass der Holzschädlingsbekämpfung im Heißluftverfahren vor der chemischen Behandlung klar der Vorzug gegeben wird. Hier schauen doch entgegen ihrer Ängste ihre "teuflichen Giftmischer" in die Röhre.

Überhaupt erscheint mir dieses permanente Mißtrauen, die vermuteten "manupulativen Quellen" und die angedeutete Allianz geldgieriger, dummer Unternehmer, Wissenschaftler, Schwachverständiger doch reichlich paranoid.
Hier werden Phantasien gezüchtet, wie ich sie nur von esoterischen, pseudoreligiösen, geheimnisheischenden Randgruppen und von faschistischen Herrencliquen gezielt gegen ihre Gegner eingesetzten Verschwörungstheorien her kenne.
Ich glaube und hoffe nicht, dass dies ihre Heimat ist.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn sie bei unseren Auseinandersetzungen künftig einen differnzierteren Sprachumgang und respektvollere Persönlichkeitseinschätzungen pflegen würden.

Mit besten Grüßen

L. Parisek



Lieber Herr Parisek,



gerade Ihre Stilkritik nehme ich sehr gerne entgegen. Vor allem, weil Sie sich mit Ihren früheren Bewertungen meiner Person als so äußerst vornehm und feinfühlig erwiesen haben.

Bei uns in Franken darf man so sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Auf Ihre Fascho- und Esokeulerei gehe ich aus mir angeborener Vorsicht nicht weiter ein. Sonst gäbs gar zu grobe Keile.

Über Grosser habe ich weiter keine Anmerkungen. Ich kenne ihn auch nicht persönlich. Und mit den Giftdienern habe ich sonst nix am Hut. Es kotzt mich nämlich an, was die den Häusern und den Menschen (Verarbeitern und Bewohnern) angetan haben und antun. Um es mal fast wie Götz zu sagen.

Und vor allem, wie die Bande mit allen Tricks mich zu zwingen versucht, auch herumzugiften. Bedenkenanmelderei, DIBT-Stellungnahmen, Behördenmuff - grausam. Und in meiner früheren Zeit habe ich mich sogar davon noch reinlegen lassen (müssen), wofür ich mich heute noch schäme. Das vergeß ich net.

Ihre Erwiderung ist sicher auf dem Weg. Ich entschuldige mich höflichst, Sie bestimmt wieder flott erregt zu haben. Dabei dachte ich schon, jetzt wärs mal genug. So kann man sich täuschen.



Kopfschütteln



Diesmal glaube ich, ist kein Kommentar notwendig Herr Fischer



Ne Entschuldigung würde ich doch auch akzeptieren.



so wie Sie schon über mich hier herumgeurteilt haben. Ohne, daß wir jemals ein Wort miteinander gewechselt haben.



"Rumurteilerei"



Zum reklamierten "herumurteilen ohne ein Wort gewechselt zu haben" fallen mir folgende Zitate aus der "ich weis alles besser Webseite" auf:

• „ÖKO-Mafia“
• „Bundesökoregime“
• „Die perverse Geschichte der GRÜNEN“
• „KLIMAWANDEL UND KLIMALÜGEN“
• „die deutschen Deppen inkl. Toskanafraktion“
• „ökodröhnenden Sorgenorgler“
• „Zipfelmützenmichel im Schlafrock“
• „Ökoabzocke“
• „Trittinsche Ökodiktatur“
• „ihre schwächlichen Gehirne nach Koks und anderer Amiart „
• „GRÜNE VERDUMMUNG und deutschperfekte Klimakollapsangstschürung „
• „Ökotyrannei mit einer fast theologisch verbrämten Treibhaustheorie „
• „…Gipfel des alarmistischen Klimahorrors ist dann gendermäßig einer brillenschnittigen "Frau" vorbehalten - natürlich eine Blondine: Prof. Claudia Kemfert von der Humboldt Universität Berlin. Die frauweibliche Weisheit hat sie natürlich nicht selbst herausgekriegt …..“
• „…Sehnt man sich nicht bald nach Zeiten zurück, als Hexen, Scharlatane und falsche Propheten kurzerhand zu biogenem Streumittel oder Rabenfutter aus kontrolliertem Anbau weiterverarbeitet wurden....“
• „….Wieviel wohldotierte Kaminfeuerrunden haben die Führer der Grünen, der einfaltsgepinselten Naturromantiker, die ganze Pest der Ökos wohl verinnerlicht, um dem tumben Volk die Atom-Klima-Rettung und den (immer vergeblichen!) Kampf gegen das völlig ungefährliche CO2 als echten Klimaschutz zu verkaufen…“
• „…reklamationsbockigen Malerschweinen …“
• „…von jedem dahergelaufenen Hansel …“
• „… von den Normholzköpfen vergiftete Kunstwerke …“
• „…vom normengläubigen Holzschutzschwachverständigen …“
• „… da können Sie rumformulieren und bauchpinseln, rumbärmen, drängeln und winseln wie Sie wollen …“
• „… organisierte Politkriminelle inkl. Ökopastoren …“



Jetzt schreiben Sie schon doppelt,



bevor ich doppelt sehe, hier meine Antwort auf dem Link:


Wo bleibt Ihr Humor?


Bitte nicht die Nerven verlieren, Sie brauchen sie doch noch!

Tipp: Wenn Sie noch besser suchen, finden Sie noch mehr sowasiges. Aber sicher nicht den Grund, warum ich so herumgurke.

Mir bei Ihrer aufopfernden Recherche die gefunden Schreibfehler mitzuteilen, muß ich Sie bestimmt nicht bitten, oder? Einen vorab für Sie: Es muß heißen:

"ich weiß alles besser" - wenigstens für demnächst;-)



Unsere Zukunft



Keine Sorge, Kollege Fischer

Ich verliere nicht die Nerven, ich wollte damit nur auf folgendes hinweisen:

..Deine Sprache zeigt, was Du heute bist, und sie bestimmt, was Du morgen sein wirst."
Hull, Raymond



Da sage ich mal,



was ich auf dem internationalen Kongreß "Philosophien der Denkmalpflege" in Lübeck zur Einleitung meines Vortrags "Baudenkmale zu Tode sanieren? Wege aus der Zerstörungsplanung" sagte:

"Lassen Sie uns Deutsch miteinander reden, solange wir das noch dürfen."



Sprache



Heißt das nicht eher: ...solang wir es noch können.."



Bei mir nicht,



ich kann es eh nicht und mußte deswegen fränggisch waafn. Kam trotzdem an. Die Kieler Nachrichten am 4.11.03 schrieben dann (Hannes Hansen):

"...so holte Konrad Fischer in seinem Vortrag "Baudenkmale zu Tode sanieren?" die Streitaxt hervor. Restauratoren? "Hände abhacken!" Kommunale Baubehörden, Sachverständige udn Architekten? "Vollidioten, wo man hinguckt." Besonders die Wärmeschutzverordnung und die Energieeinsparverordnung waren Ziel seines Zorns. Ihre unbedachte Anwendung bei Altbauten bringe nicht nur keine Vorteile, sondern sei direkt schädlich. Überhaupt sei das Gerede um Energieeinsparung und CO2-Werte Unfug.

Dass neben der Lust an der Provokation auch durchaus berechtigte Überlegungen Konrad Fischer zu seiner Philippika gegen Sanierungswahn antrieben, bestätigte Landeskonservator Michael Paarmann am Rande der Veranstaltung. Da werde im Interesse der Bau- und Baustofflobby oft genug Schindluder getrieben, meinte er. ..."

Und genau deswegen, lieber Herr Parisek, darf ich im Oktober auf dem österr. Diözesanbauamtstreffen in Salzburg sprechen. Als Lutheraner!

Der Organisator hat mich nämlich schon mal gehört und will das auch seinen Kollegen und geladenen Denkmalpflegern mal gönnen.

Und auch der Initiator der Norddeutschen Architekturtage in Lübeck, Ausbildungsverantwortlicher der AIK SW und Mitglied im Denkmalamt, hatte mich ja vorher gehört und wollte das "seinem" Kongreßpublikum mit voller Absicht präsentieren.

Es gibt nämlich auch Liebhaber des Freien Fränggischen Worts. Wenn man nämlich a bissla die Ohren spitzt, um auch die Zwischentöne mitzubekommen.



Unterhaltungswert der Provokation



Vielleicht sollten sie aufpassen, dass man sie nicht aus billigen Gründen als Pausenclown mißbraucht.



Das muß man sich dann aber schon was kosten lassen,



denn billig bin ich nicht zu haben. Auch nicht vortragshalber. Und ich denke mir, immer noch besser, die Leute zu unterhalten, als sie reinzulegen. Wenn man schon Geld dafür nimmt.

Ganz umsonst ist die Unterhaltung nur auf meinen [Altbau und Denkmalpflege Informationen]. Nur Zeit kostet es dann doch.