Fußboden in Lehmscheune

24.10.2010



Hallo, in einem Stall, der Teil einer Lehmscheune (aus Lehmsteinen gemauert mit Sandsteinsockel)ist, möchte ich einen Fußboden aus alten Terracotta-Fliesen legen. Unter der Scheune ist ein Gewölbekeller. Wie könnte der Bodenaufbau aussehen. Ich habe Bedenken, daß durch einen Estrich der Boden so abgeriegelt wird, daß die Feuchtigkeit die Wände hochzieht und evtl. auch das Klima im Keller beeinflußt wird. Ich komme mit meinen Überlegungen irgentwie nicht weiter. Vielleicht hat jemand eine Idee!?



Wenn



Deine Überlegung richtig wäre, dann düftest Du auch keine Fliesen legen - die sind dichter als Dein Estrich .....
Schreibe erst einmal, was Du an Höhe zur Verfügung hast und wie der Raum genutzt werden soll.



oder so



Hallo
Bei einem ähnlichen Problem konnte ich überzeugend helfen. Nur ist die Gesamthöhe deines Bodenaufbaus nicht ersichtlich aus dem was ich lesen konnte. Wenn du mehr als 20 cm zur Verfügung haben solltest empfehle ich dir es mit Schaumglasschotter zu machen
Dieses Erzeugnis ist kapillar brechend und wärmedämmend so dass das Klima im Keller nicht beeinflusst wird. Auf den Schaumglass bringst du eine Schicht Estrich auf ohne Folie und darauf die Terracotterfliesen. So haben wir es bei einem Kunden gemacht und er ist sehr zu Frieden. Leider habe ich keine Bilder aber wenn noch fragen sein sollten, bitt, ich stehe gern zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen aus der Uckermark
www.lehmschwalbe.de
Ralf Pawlik





Vielen Dank für die Antworten, irgentwie ist meine erste Antwort verloren gegangen, also, ich habe genügend Platz nach unten, mind. 50 cm zur Verfügung, möchte aber nicht mehr soviel runtergehen, haben bereits 6 Tonnen alten Fußboden und Estrich und Sand herausgeholt, so daß ich an ca 25 cm Bodenaufbau (mit Fliesen) gedacht habe. Ist unter Terracotta-Fliesen ein Estrich mit großem Kalkanteil sinnvoll? Gibts das überhaupt? Gruß Ch. Stempel



Fußbodenaufbau



Einfach gesagt:
Den Sand wieder bis über den Gewölbescheitel reinschaufeln.
Die Auflast durch den Sand kann zur Stabilisierung der Gewölbes beigetragen haben.
Darauf können Sie den beschriebenen Aufbau mit Schaumglasschotter und Estrich bzw. Unterbeton einbauen. Falls Sie Kalkestrich meinen- da ist die Frage was man darunter versteht.
Reiner Luftkalkestrich wurde früher verwendet, er ist in der Herstellung sehr aufwändig und auf ihrem Unterbau nicht verwendbar. Er verschwand, als Zement billiger wurde. Luftkalkestrich hat den Nachteil, das er lange (Monate bis Jahre) braucht, um durchzucarbonatisieren. In der Zeit gibt er Wasser ab.
Es gibt Kalkestriche mit hydraulischem bzw. hochhydraulischem Kalk als Bindemittel, ich halte das für einen Etikettenschwindel.
Was Sie brauchen ist übrigens kein Estrich, sondern ein Unterbeton als Tragschicht für die Platten. Dafür können Sie am einfachsten Beton einsetzen.
Zwischen Glasschotter und Beton eine Zwischenlage aus Ölpapier, Folie oder Geotextil, als Beton empfehle ich Stahlfaserbeton bzw. eine Mattenbewehrung.
Der Fußbodenbelag sollte im Dickbett verlegt werden.

Viele Grüße





Also, danke erstmal für die Antwort, über dem Gewölbescheitel liegen übrigens noch mindestens 40 cm Sand, wir haben lediglich den alten Boden rausgenommen und ca 10 cm vom Untergrund. Der alte Boden war zu hoch, so daß der Schwellenbalken vom Fachwerk der Innenwand gelitten hat. Es war ein Ziegelsteinboden auf Zement mit Zement verfugt, der Ausblühungen aufwies, vielleicht Salpeter. Deshalb mußte der raus.