Bauwagen Dämmung mit Hanf / Stroh /... ?

27.06.2015



Hallo!
Ich stecke gerade in den Planungen für einen Bauwagen-Bau. Ich habe nur ein Fahrgestell und möchte den ganzen Aufbau selbst machen.
Für die Boden-Dämmung habe ich glücklicherweise schon Kork-Schüttung geschenkt bekommen, und bin jetzt noch auf der Suche nach einem geeigneten Dämmstoff für die Wände. Ich hatte erst einen Rechenfehler und dachte, dass eine Dämmung aus Hanf gar nicht so teuer ist, habe aber jetzt gemerkt, dass ich bei 62m² Fläche und 16cm Dämmschicht schon auf 9,92m³ Material komme (bei Hanffaserschüttung sind das schon knapp 1000 Euro (http://www.naturbauhof.de/lad_daemm_hanf_schuett.php)
Und das werd ich mir nicht leisten können!
Hat vielleicht jemand eine Idee für mich?
Ich habe jetzt an Stroh-Dämmung gedacht, aber weiß nicht ob das machbar wäre? Können hierfür nur ganze Ballen verwendet werden oder kann ich das Stroh auch irgendwie in anderer Form verarbeiten?
Und dann noch eine allgemeine Frage zum Wandaufbau. Was haltet ihr von 1,5cm Lärche - Windsperre (also feuchtigkeitsdurchlässig) - ca. 16cm Dämmung - Dampfsperre - Innenverkleidung (wahrscheinlich Holz - Lehm ist beim Transport denke ich zu instabil..?)
Vielen Dank für Antworten und Ratschläge/Erfahrungsberichte!
Nicola



Planwagen-Wandaufbau und Dämmung



Soll. der auch fahren können?
Du könntest zB innen und außen eine Lage 3-Schichtplatten nehmen in 19 mm Stärke in Fichte B-Qualität, kostet hier etwa 12,50€ netto je qm mit 210x500 cm Plattengröße.
Als Abstandshalter könntest du senkrecht Streifen aus diesen Platten senkrecht hinstellen, in jeweils ca 50 cm Abstand.
Die beiden Dreischichtplatten dann jeweils links und rechts von diesen Plattenstreifen mit dünnen Gewindestangen oder Schloßschrauben verschrauben- außen ggf Hutmuttern verwenden.

Als Dämmung ist Zellulose günstig oder Hobelspäne mit dünnflüssiger Lehmschlämme ummanteln, trocknen lassen und dann von oben einfüllen.
Evt alternativ die Hobelspäne mit Kalkmilch behandeln und nach Trocknung einfüllen.

Anschließend oben als Abschluß einen schmalen Balken zwischen beide Holzplatten schrauben.
Wenn das Dach rund werden soll:
Mehrere Lagen dünne -ca 8 x 60 mm- Holzleisten über eine entsprechend rund geschnittene Holzbohle spannen (mit Gurtspannern oder Zwingen)
und jeweils mit PU-Kleber verkleben.
Seitlich die Auflageflächen für die Wände so schneiden, daß sie auf dem Abschlußbalken der Wände verschraubt werden können.

Wenn das Dach dicker gedämmt werden soll können auch breitere Dielen rund ausgeschnitten und mit seitlichem Versatz verschraubt werden.

Auf diese gebogenen Balken dann mehrere Lagen dünnes Sperrholz wieder mit dem PU-Kleber untereinander streifenförmig verkleben und mit dem Balken verschrauben.
Im Dach Entlüftung vorsehen, Dämmung einbringen und falls ein Ofen installiert werden soll eine Zuluftöffnung und ein Ofenrohr mit Abstand zum Holz installieren.

Besser jemand zur Unterstützung suchen, der sich mit Holzarbeiten auskennt.

Wie soll der Wagen bewegt werden?
Mit Traktor oder Pferd?

Und auch erkundigen welche Bauvorschriften für den Straßenverkehr zu beachten sind.

Ggf gerne nachfragen

Andreas Teich



Bauwagen



das Thema gab es schon mal vor etwa 2 jahren - mal oben rechts "suche" benutzen ...



Ich gebe auch gerne...



Hobelspäne ab (die will ja keiner), im Übrigen ist der Ansatz aber praxisfern. 10m³ Dämmung selber imprägnieren funktioniert nicht. Holzweichfaser in einer Ständerkonstruktion ist wesentlich einfacher zu handhaben und hat definierte Eigenschaften.

Und Vorsicht vor den Halbwissenden: Die empfohlenen Dreischichtplatten haben zwar eine wasserfeste Verleimung, sind aber dennoch üblichweise NICHT für direkte Bewitterung zugelassen. Die Platten sind für den Möbelbau oder konstruktive Aufgaben im Innenbereichgerdacht. Da entweder nach einer speziellen und damit deutlich teueren Platte suchen (und es sieht trotzdem "plattig" aus), oder auf die übliche senkrechte Lattung zurückgreifen.

Grüße

Thomas



Bauwagen Wandverkleidung



Eine Fichtenplatte sollte natürlich, wenn sie dauerhaft beregnet wird, mit einer Oberflächenbehandlung versehen werden.

Teurere Lärcheplatten sind teilweise auch für bewitterte Wandverkleidungen zugelassen.

Diese kann aber auch aus einer Bretterverkleidung bestehen, zB aus waagerechter Rhombusschalung oder Profilbrettern aus Lärche-
je nach möglicher Wandstärke auch senkrecht als Stülp-Deckel-Schalung.

Bei fahrbaren Konstruktionen sind plattenförmige Verkleidungen wesentlich stabiler und verzugsfreier als die üblichen Wandaufbauten bei statischen Gebäuden.

Zudem können gleich 10 qm Wandfläche mit einer Platte abgedeckt werden, sodas die Arbeiten viel schneller beendet werden können und kaum Durchfeuchtungsgefahr besteht.

Fenster- und Türöffnungen lassen sich leicht herstellen-
die herausgeschnittenen Platten lassen sich dann gleich als Klappläden verwenden.

Wenn Hanf zu teuer ist werden Holzfaserplatten auch keine günstigere Möglichkeit sein- vom wesentlich höheren Gewicht ganz abgesehen.
Die evt Zugtiere sollen ja auch etwas geschont werden.
Zellulose ist in jedem Fall günstiger, wobei Jasmin- Dämmstoff als fertige ähnliche Lösung möglich, jedoch schwerer und teurer ist.

Die Dachkonstruktion ist etwas heikler, da eine dampfdicht Konstruktion kaum zu vermeiden sein wird- in jedem Fall eine feuchtevariable Dampfbremse verwenden.
EPDM-Folie wäre gut geeignet, da sie leicht über das Dach gespannt werden und seitlich mit Leisten fixiert werden kann zur evt späteren Demontage.
Außerdem preislich günstig und ohne Fugen über der gesamten Dachfläche zu verlegen.
Bei höherem Tonnendach könnten auch aus optischen Gründen Holzschindeln oder längs gelegte, sich überlappende Bretter als Bedachung verwendet werden, darunter wasserfeste Unterdachbahnen und nur im höchsten Teil eine Folie, Metall etc

Andreas Teich



Mit derartigen Halbheiten...



wird die Fragestellerin doch nur in die Irre geführt. Sie ist offensichtlich Laie auf dem Gebiet und wird wohl die in Teich'scher Logik logischen und deshalb nicht aufgeführten "Selbstverständlichkeiten" nicht von sich aus hinzudenken. Erst ist die Dreischichtplatte die ultimative Lösung. Nun muß sie angestrichen werden - was der Plattenoptik nicht abhilft. Oder verkleidet werden - doppelte Kosten.

Wozu genau muß solch ein Wagen künstlich ausgesteift werden? Früher ging es ohne Platten. Ist das Fahrgestell eher beweglich, ist es von Vorteil, wenn der Aufbau dies in Grenzen auch ist. Eine völlig steife Platte könnte im Belastungsfall (Verwindung auf unebnen Wegen) aus den Schrauben reißen.

Grüße

Thomas

P.S. Die EPDM - Folie (auch "Teich" - Folie) wird unter starker Sonneneinstrahlung Falten ziehen wie die Haut am Hals von Mutter Theresa.



Bauwagenbedachung aus EPDM



Ich habe div EPDM-Dächer hergestellt-

Es ist gerade der Vorteil dieser Folie- neben Umweltfreundlichkeit- daß sie bei 20 Grad unter Null wie auch 50 Grad darüber problemlos verarbeitet werden kann und 300-400% dehnfähig ist- somit gerade keine Falten bekommt (was bei Mutter Theresa wohl mehr aus Altersgründen als wegen der Hitze kam)

Früher gab es noch keine Platten.

Gerade für Laien ist die Verarbeitung großer Platten sicher problemloser zu bewältigen als andere Bauformen.
Verwindung ist kein Problem, sonst würde jedes Wohnmobil, LKW-Aufbau und Schiffshaut zerreißen.

Ein Anstrich kann durchaus schön gestaltet oder lasierend hergestellt werden- auch wenn die Platten mit D4-Verleimung hergestellt werden und für Unterdachkonstruktionen zugelassen sind.

Am besten solche Tips geben, die Nicola weiterhelfen-
das können auch alternative Baumöglichkeiten sein, die es natürlich auch gibt.

Andreas Teich



Halbwahrheiten ,



sehr geehrter Herr Böhme ließen sich von Ihrer Seite durch Recherchen beseitigen.
Ob es sich um furnierten Korkparkett handelt oder die Verwendung von Drei-Schichtplatten für den Fassadenbau.

Übrigens wenn Sie sich schon ausschließlich an Normen und Bestimmungen halten , dann sollten Sie evtl. auch diese beachten, immer nach dem neuesten Stand der Technik zu montieren bzw. zu arbeiten.
Somit bestünde auch für Sie die regelmäßige Informationspflicht was es neues am Markt gibt.
Wobei die hier angesprochene Thematik nichts neues ist sondern altbewährt.

Im Übrigen frage ich mich , und da bitte ich die Userin die diesen Thread eröffnet hat um Enstchuldigung da es am Thema vorbei geht, ob es hier keinen Moderator gibt der auf die Forumsetikette achtete.
Immerhin sind wir Gäste hier und sollten uns respektvoll gegenüber dem Nächsten verhalten.
Oder platzen Sie , Herr Böhme , wenn Sie wo zu Besuch sind auch so unfreundlich heraus ?
Sagen Sie jetzt nicht JA sonst bin ich wirklich ratlos !



nix öko...



In einem Bauwagen hat man nicht den Platz oder das Gewichtsbudget um mit Oekodämmstoffen zu arbeiten. Ich würde mir XPS (zB Jackodur Plus, WLG 027) oder PUR (WLG 023, siehe z.B. Kingspan Ecotherm bei Bausep) ansehen.

Google "Bauwagen dämmen" oder "Wohnwagen dämmen" gibt viel her...



Herr Kiss,



wo in Ihrem letzten Beitrag, den ich als Geschwätz betrachte, verbirgt sich eine wie auch immer verwertbare Aussage?



Nutzung?



Eine Dämmung von 16 cm Stärke klingt für ein Fahrzeug zunächst einmal ungewöhnlich. Gern nutzt man ja möglichst viel der gemäß § 32 Abs. 1 Nr. 1 StVZO zulässigen Gesamtbreite von 2,55 m für den Innenraum. Ein Bauwagen ist ja zunächst einmal ein mobiler Pausen- und Geräteraum für Baustellen. Vermutlich soll die Nutzung des neu aufzubauenden Anhängers aber eine andere sein.

Wenn du, liebe Nicola, kurz beschreiben könntest, wie der Wagen genutzt werden soll, könnte das sehr helfen, dir passende Lösungsvorschläge zu machen.

Danke!

Jens



Respekt?



Lieber Herr Kiss, Sie sind nicht mein "Nächster". Weitere Info: Sie schreiben hier in einem Internet-Forum. Das bedeutet, daß das wundervolle Gesamtkunstwerk "Gerald Kiss" hier nicht in allen Facetten brillieren kann. Vermutlich schätzt Sie Ihre Umwelt aus Gründen, die mir verborgen bleiben. Genaugenommen sind Sie hier nur das, was Sie schreiben. Und das ist (bitte zeigen Sie Ihr fachwerk.de - Profil Ihrem Dorfschreiber!) schlicht erbärmlich.

Jetzt werfen Sie mir Arroganz vor? Verzichten Sie auf persönliche Angriffe und bringen Sie Ihre fachliche Erfahrung ein - dann bleibt der Ton auch sachlich.

Grüße

Thomas



@yogumon



Ökofanatismus liegt mir fern. Ich halte kapillaraktive Dämmstoffe an dieser Stelle einfach für besser. Barackenklima gibt's auch für weniger Mühe. Holzweichfaser ist feuchteregulierend und nicht nur eine Wärmedämmung im Winter, sondern auch ein Hitzeschutz im Sommer. Letzteres ist Styrodur nur sehr bedingt.Das Input der Fragestellerin ist sehr sparsam. Welche Dämmstoffdicke / Masse möglich und sinnvoll ist, ist völlig offen. Vielleicht wird das Teil gar nicht bewegt und die Masse ist unwichtig? Oder folgt ständig einer Schafherde?

Wir reden hier, genaugenommen, über ungelegte Eier. Dem Jens folgend, halte auch ich ein paar Details für hilfreich.

Grüße

Thomas



Wohnwagen



zwar nicht zur Frage der Dämmung, aber doch informativ, gerade gefunden: http://www.trendsderzukunft.de/wohnwagon-energieautarker-wohnwagen-ist-reif-fuer-die-serienproduktion/2015/06/25/



Das ist...



ein interessanter Link. Das Teil wird nicht billig sein, umschifft (oder umfährt) aber gekonnt die Baugesetzgebung, weil mobil. Somit wäre wesentlich mehr Komfort auf einem unbebaubarem Grundstück möglich...

Dankeschön

Thomas



Umschifft die Baugesetzgebung?



Das wird zumindest gemäß der mir bekannten Landesbauordnungen kaum unwidersprochen funktionieren. In der Regel wird auf Grundstücken innerhalb von Ortschaften die Genehmigung eines Stellplatzes (für Wohnwagen oft nur innerhalb des Baufensters), in Außenbereichen durchaus auch eine Baugenehmigung erforderlich sein. Entsprechende Präzendenzfälle gibt es zuhauf, und die Sensibilität von Nachbarn und anderen Interessensträgern sollte – insbesondere dann, wenn der Wohnwagen dauerhaft oder regelmäßig bewohnt wird – nicht unterschätzt werden.



Sehr geehrter Herr Böhme



mit dem folgenden Bibelzitat möchte ich die Kommunikation mit Ihnen beenden .
Matthaeus 5
…43Ihr habt gehört, daß gesagt ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen." 44Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen.

Leben Sie wohl und seien Sie sich gewiss , eines Tages werden Sie an diese Situation denken.



ökologischer Hitzeschutz



Im Sommer unter einen schattigen Baum stellen, im Winter an einen Ort mit Sonne.

Meine Annahme ist dass der Wagen ständig bewohnt werden soll. Sonst würde Nicola wohl nicht an 16 cm Hanfschüttung denken.

Hitzeschutz ?

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?&d0=1.25&L0=2&mid0=196&uu0&d1=1.5&L1=420779499&mid1=71&d2=8&L2=946512904&mid2=15973&x2=60&d3=8&L3=946512904&mid3=36&x3=6&d4=0.045&L4=173690159&mid4=41975&bt=0&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=1&name=Bauwagen

Innere thermische Masse (z.B. Gipsfaserplatte oder Lehmbauplatte) macht in diesem Fall mehr für den Hitzeschutz aus als der Dämmstoff. Schicht ein / ausschalten um den Effekt zu sehen. Ob diese Platten einen holprigen Transport rissfrei überleben, ist eine andere Frage. Und das Gewicht wird auch rasch zum Thema.

Feuchtepufferung ? Dafür muss man so einen Bauwagen erst einmal dicht genug kriegen.

Schallschutz ? Hier wird Holzfaserdämmung besser abschneiden als XPS.

Gewicht ? HWF wiegt ca. 8 kg mehr pro m2 als XPS. Holz-Flex wäre noch eine Alternative.

u-Wert des ganzen Aufbaus ? Ist hier gar nicht so sehr das Thema, die Verluste durch Lüftung und Fenster werden eher relevant sein. Unter 80 mm würde ich nicht gehen, sonst wird die Oberflächentemperatur bei den Ständern kritisch.



Nett,



so eine Bibelstunde. Ersetzt fachlichen Input freilich nicht. Deshalb verkneife ich mir meinerseits ein sehr passendes Zitat aus selbiger Quelle.

Im übrigen, ohne weitere Informationen stochern wir hier alle im Nebel - ein sinnloses Unterfangen.

Eine erfolgreiche Arbeitswoche wünscht

Thomas



Bauwagen



Mag sein das man die Zulassung laut Baugesetz austricksen kann, nicht aber die Zulassung als Fahrzeug.



Bauwagen-Planwagen-Wohnwagen-Konstruktion und Bau



Offenbar hat Nicola ein Fahrgestell welches sinnvollerweise vor dem Ausbau überprüft und ggf zugelassen werden sollte.

Das Bauwagenprojekt soll ein Lowcost-Projekt sein, sodaß teure Materialien ausscheiden, wiewohl diese technisch besser wären.

Wenn's günstiger sein soll würde ich die Wände zB folgendermaßen auf dem Boden vorbauen-das kann auch der Wagenboden sein wenn die Breite ausreicht:

Zuerst rundum außen randbündig auf den Boden einen KVH-Balken 6/10 oder 6/12 cm verschrauben, ggf durch den Boden mit Bolzen.

Dann Pfosten derselben Dimension im gleichmäßigen Abstand von ca 60 cm auf den Boden legen- dabei ggf für Fenster- und Türöffnungen breitere Abstände einhalten.

Pfostenlänge oben 6 cm weniger als Wandhöhe, unten 12 cm weniger als Wandhöhe.
Oben und unten quer zu den Pfosten ein KVH Kantholz in Dimension der Pfosten verlegen.
Auf diese langen Hölzer die Pfostenabstände anzeichnen.

Etwas schräg durch die langen Hölzer mit 6 x 160 mm Torx- Schrauben alle Pfosten verschrauben, sodaß man einen stabilen Rahmen in Länge der Wand erhält.

Dann OBEN wandbündig eine 19 mm Fichte- Dreischichtplatte auflegen, in einer günstigeren B/C Sortierung oä (kostet hier da 12,-€/qm), Format bis ca. 210x500 cm erhältlich, die Platte wiegt komplett 90 kg, je qm 8,6 kg.

Den darunterliegenden Holzrahmen so zurechtdrücken, daß er rechtwinkelig zur Dreischichtplatte liegt.
Dann die Platte mit 5x mm Torxschrauben im Abstand von ca 20 cm festschrauben.

Unten muß die Platte 6 cm überstehen.
Wenn die Raumhöhe größer sein soll als die Plattenhöhe ist dann OBEN einen schmalen Streifen ansetzen- nicht unten.

Fenster-und Türöffnungen erst später ausschneiden.

Dann die Wand mit einigen Leuten umdrehen, sodaß die Holzbalken oben liegen.
Jetzt Querbalken für Tür-/Fensteröffnungen einpassen und verschrauben.
In jeder Ecke der Öffnung ein Loch bohren als Markierung-

Wenn nur Fenster zu sägen sind kann das leichter vorher von der Plattenseite aus gemacht werden mit Kreissäge und Schiene.

Ggf Leerrohre für Elektroinstallation verlegen-
die Dosenbohrungen sollten besser vorher von der Plattenseite aus erfolgen, da weniger Ausrisse.

Die einzelnen Gefache mit Dämmstoff füllen , das könnte ggf auch Stroh sein welches mit Lehm-/Kalkmilch getränkt wurde- vor dem Einbau einigermaßen trocknen lassen.
Dann gut in die Felder hineinpressen.

Stabile diffusionsoffene Winddichtungsbahn/ Unterdachbahn quer auf die Balken tackern.
Dabei von unten anfangen.

Darauf dann von unten anfangend quer Lärchenbretter ggf als (Keil-)Stülpschalung.
Der Überstand unten muß mindestens 6 cm betragen- die Höhe der auf dem Boden verschraubten Schwelle.Dieses Brett erst nach dem Aufstellen festschrauben, um Beschädigungen zu vermeiden.

Jetzt werden einige Hilfskräfte benötigt zum Aufstellen der Wand, die
genau auf den mit dem Boden verschraubten Balken paßt.
Die Wand sorgfältig an mehreren Stellen abstützen.
Anschließend die Dreischichtplatte mit dem Schwellenbalken verschrauben.

Ich würde beide langen Wände zuerst herstellen und verschrauben.

Danach die Giebelwände einsetzen.
Die Ecken entweder sichtbar von außen mit der langen Wand verschrauben oder einzelne Bretter außen lösen und dann schräg durch die Winddichtungsbahn schrauben-
alternativ Bolzen einsetzen und mit Stopmuttern fixieren- ggf mit einem Schweißpunkt.

Boden anschließend ähnlich herstellen, dämmen, Leerrohre für Elektro- und ggf Wasserinstallation einlegen.
Der Fußboden könnte aus 1-2 Dreischichtplatten hergestellt werden, je nach Türöffnung und kann sparsamer verschraubt werden um ggf später leichter zugänglich zu sein.
Entweder direkt Ölen oder zB geölten Korkboden darauf legen.

Dach wie schon beschrieben herstellen- rund sieht schöner aus.

Bei runder Holzunterkonstruktion können schmale Nut und Feder Bretter oder solchen mit Wechselfalz o.ä. der Rundung folgend aufgeschraubt werden.
Abdichtung ist mit EPDM-Folie am besten,
da die fugenfrei in einem Stück verlegt werden kann.

Falls das Dach als Flachdach konstruiert wird kann auch eine Dachterrasse gebaut werden- als Schutz der Folie beim Begehen Gummigranulatplatten oä auflegen.

Zur evt Bepflanzung ist die Folie ohne weiteren Schutz geeignet.

Es gibt natürlich noch genügend Details zu beachten, die zu beschreiben zu umfangreich wäre.

Ggf gerne nachfragen- meine Mailadresse ist angegeben.

Andreas Teich



Zulassung, Gewicht



@ Andreas Teich

Deine Gedanken setzen eine gewisse Zuladungskapazität des Fahrgestells voraus – und auch die Befestigungspunkte am Chassis an Idealstellen. Leider ist beides nicht immer so. Ob eine Straßenzulassung erforderlich ist, darüber hat sich die Ursprungsposterin ja leider auch noch nicht geäußert. Es gibt ja einige Menschen, die sich etwas Bauwagenartiges gern einfach in den Garten stellen, weil es ihnen gefällt.

Disclosure: Früher habe ich mal Prototypen und Einzelanfertigungen von Reisemobilen entwickelt und gebaut, da übt man sich aus Gründen von Straßenverkehrsrecht und Betriebskosten normalerweise eher im Leichtbau.



Wollt Ihr...



...wirklich weiter über ungelegte Eier spekulieren?



Bauwagenprojekt



Hallo Jens
Da hast du natürlich recht-
Ich setze bei dem Untergestellt voraus, daß es über eine stabile Grundkonstruktion verfügt, die eine entsprechende Zuladung ermöglicht- eher etwas wie Bauwagen, landwirtschaftlicher Anhänger etc.

Gewichtsoptimierte Konstruktionen würde ich eher als zweischalig verleimte dünnwandige Sperrholzkonstruktionen mit optimierten Stegträgern mit Zellulosedämmung oder Reflektionsfolien o.ä. herstellen.

Ich vermute mal, daß Nicola kein normales Fahrzeugbau-Konstrukt im Sinn hatte ( bei 16 cm Strohdämmung relativ unwahrscheinlich)

Bei 'Bauwagen' gehe ich auch davon aus, daß sich das Vehikel eher mit 20-40 Km/h durch die Landschaft bewegt und nicht mit 130 km/h über Autobahnen rast.

Das wäre zwar ein interessanter Test der Stabilität solcher Konstruktionen-
würde ich aber zuerst lieber auf einem abgesperrten Teil des Nürburgrings versuchen.
Vielleicht kommen noch Infos mit genauen Angaben dazu und evt ein Bild des Untergestells.

Aber es gibt ja auch andere Leser hier, die vielleicht mit einem selbstgebauten lowcost Planwagen durch Irland oder die schottischen Highlands fahren wollen oder den als Ersatzwohnung in den Garten stellen wollen.

Micro-/Mini-Homes sind teilweise ähnlich vom Konzept,
nur technisch ausgefeilter und kostenmäßig leider eher teurer als vergleichbare Wohnungen.
Falls du noch Infos zu Wohnmobilen/Umbauten etc hast wäre ich daran interessiert- ggf an meine Mailadresse schicken.

Andreas Teich



Entschuldigt die lange Stille....



Vielen Dank für diese vielen, größtenteils sehr konstruktiven Antworten. Ich bin froh verschiedene Ansätze zu hören, jeder hat seine eigenen Erfahrungen und alle Lösungen haben denke ich ihre Vor- und Nachteile.
Haha und der autarke Wohnwagon war tatsächlich meine erste Inspiration, aber jetzt fang ich erstmal kleiner an ;)
Ich habe mich auch unabhängig vom Internet weiter informiert und bin so ziemlich auf die selbe Lösung für Boden und Wände gekommen, wie von Andreas Teich beschrieben - und wow, danke für die ausführliche Bauanleitung!
Danke auch an yogumon für den Tip mit den Lehmbauplatten für Hitzeisolierung. Am liebsten würde ich ja komplett aus Lehm bauen, aber das ist auf so einem Fahrgestell ja leider nicht möglich. Und vielleicht fällt mir was ein wie ich die Platten dann beim Transport so sichern kann, dass sie nicht kaputt gehen.
Jetzt erstmal noch ein paar mehr Hintergrundinformationen:
Ich will natürlich in diesem Wagen leben, im Sommer wie im Winter, sonst würde ich mir nicht so viele Gedanken über gute Dämmung machen.
Mein Fahrgestell ist ein landwirtschaftlicher Heuanhänger mit 5,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (je Achse 2,8t).
Der Wagen soll fest an einem Ort stehen, aber muss auch transportabel bleiben, sodass ich bei einem Umzug mein Haus mitnehmen kann. Ich möchte aber nicht ständig damit durch die Gegend ziehen, er kann ja eh nur vom Traktor bewegt werden.
Mein Fahrgestell besteht aus diesen beiden Achsen im Abstand von 3,60m und verbunden durch 2 stabile Eisenträger längs im Abstand von 1,90m (Breite der Eisen mit eingerechnet). Die Reifenmitten sind von der Breite her 1,50m voneinander entfernt. Und die Eisenträger sind 5m lang.
Mein aktueller Plan ist jetzt Folgendes:
Ich werde vorne und hinten den Eisenrahmen um je ca. 70cm verlängern durch Schweißen (was ich selbst nicht kann, aber da finde ich noch wen)
Auf dieses Metallgestell kommt dann Diffusionsoffene Dachbahn, dann irgendeine Art von Platte, da muss ich mich noch genauer über die verschiedenen Materialien informieren (Holzweichfaserplatte, OSB Platte ...??), dann meine Balkenkonstruktion: Querbalken mit 16cm Stärke, die den Wagen auf 2,40m verbreitern, also um 25cm auf jeder Seite.
Dazwischen kommt dann das Dämmmaterial (da habe ich zum Glück vor ein paar Wochen Korkschüttung geschenkt bekommen).
Und darüber muss dann ja noch eine Dampfsperre, oder? da dachte ich an OSB Platten oder eben so eine Folie und dann ein schöner Fichten-Dielenboden, recycelt.
Die Wände von innen nach außen: Dreischichtplatte oder Lehmbauplatte+OSB-Platten, dahinter Balkengerüst mit 10cm Dämmung, diffusionsoffene Dachbahn. Und die Außenverkleidung möchte ich gerne mit senkrecht angebrachten Brettern (Fichte oder Lärche) machen, die dann aber hinterlüftet sein sollte, aber dafür brauche ich dann erst senkrechte (damit die Feuchtigkeit mit der Schwerkraft nach unten fließen kann) und dann wagrechte Leisten um daran dann die Verkleidung anzubringen.
Für das Dach hatte ich schon so viele Ideen, erst wollte ich es bepflanzen, dann rund, jetzt wird es wohl ein Pultdach mit leichter Neigung, das ich dann später eventuell immer noch bepflanzen kann, oder ich lass es einfach so..... Von innen nach außen: Innenverkleidung - OSB-Platten als Dampfsperre - Dämmung und Balken (hier werde ich dann etwas dicker dämmen, ca. 15cm) - diffusionsoffene Dachbahn - Leisten für die hinterlüftete Außenverkleidung, über die ich mir noch nicht ganz im klaren bin. Brauche ich hier nochmal eine komplett wasserdichte Schicht/UV-Schutzschicht, z.B. Trapezbleche, oder könnte ich dann direkt darauf meine Dachterasse verlegen?
Als Dämmstoff möchte ich schon gerne möglichst natürliche Materialien verwenden. Ich will den Wagen auch so bauen, dass er mir lange erhalten bleibt und muss dann denke ich doch etwas mehr Geld ausgeben (aber wenn ich dann keine/kaum mehr Miete zahlen muss lohnt es sich schon). Also Leiste ich mir entweder doch die teuere Hanfdämmung oder bekomme eventuell noch Schafwolldämmung aus zweiter Hand und daher günstiger.
Ab nächster Woche ist das Fahrgestell bei mir und dann beginne ich erstmal damit, siese herzurichten und kann dann auch Fotos reinstellen.
Ich werde auf jeden Fall weiter berichten wie es vorangeht.
Danke für alle Meinungen und Kommentare!
Herzlichst, Nicola



Planwagen-Bauwagen-Dachaufbau



Hallo Nicola
Dann ist das bei dir weitestgehend so wie vermutet.

Dein Dachaufbau wäre einfacher und günstiger so auszuführen:

Zuerst sehr sorgfältig innen auf die Unterkonstruktion eine feuchtevariabler Dampfbremsbahn tackern und am Rand verkleben mit einer kleinen Schlaufe, sodass Platz für Bewegungen bleibt,

Als Innenverkleidung zB Glattkantbretter an die querliegende Dachunterkonstruktion schrauben. Die haben den Vorteil, daß du später einzelne Bretter austauschen oder das Dach zu Kontrollzwecken öffnen kannst, außerdem kannst du in den Fugen Kabel für Beleuchtung verlegen.

Brettbreite so wählen, dass du möglichst mit ganzen Breiten auskommst- die gibt's in ca18 mm Dicke und Breiten bis 20 cm.
Zwischen den Brettern einige mm Fuge lassen-je breiter die Bretter umso mehr.
Als Dämmung wäre Zellulose oder ein anderer gleich gut kapillaraktiver Dämmstoff am besten geeignet.
Oben auf die Balken Nut und Feder Bretter oder wieder eine 19 mm dicke Dreischichtplatte.
Dann eine EPDM Folie in Größe der Dachflächen besorgen und verlegen- entweder verkleben oder verspannen- Überstände berücksichtigen.
Darauf Gummigranulatplatten als Schutz beim Begehen auslegen.

Hinterlüftung wird dabei nicht benötigt, da die im Winter in der Dämmebene entstehende Feuchtigkeit problemlos während der Sommermonate nach innen entweichen kann- daher eine feuchtevariable Dampfbremse verwenden, da diese Umkehrdiffusion ermöglicht.

Die im Dach verbauten Hölzer müssen trocken sein und das Dach muß von außen durch die Sonne erwärmt werden können

Anderenfalls müßtest du zusätzlich auf die Dreischichtplatte ca 4cm druckfeste, wasserbeständige Dämmplatten verlegen auf denen du dann die Dachfolie verlegen kannst.

Bei deiner Variante mit Hinterlüftung hättest du ein diffusionsoffenes Unterdach mit wasserführender Ebene-
darüber müßte aber noch ein tragfähiger Boden mit Abdichtung installiert werden.
Das ist aus EPDM günstiger und umweltfreundlicher als aus anderen Materialien.

Bei einer hinterlüfteten Konstruktion kannst du auch als Terrassenbelag Lärchendielen auf einer Unterkonstruktion mit etwas Gefälle verlegen.
Besser die glatten nehmen-nicht geriffelten
Wasserablauf u Splittersicherheit ist besser und die Verschmutzungsgefahr geringer.

Ich würde oben in die Giebelwände des Bauwagens je einen drehrichtungsänderbaren Ventilator einbauen- am besten feuchtegesteuert und ggf noch temperaturgesteuert.
Dann kannst du je nach Windrichtung beide Motoren mit der Windrichtung drehen lassen und so zuverlässig Feuchtigkeit und ggf Wärme abführen.

Bei senkrechter Außenschalung ließen sich auch statt Kreuzlage kurze Querlatten nehmen jeweils bei jedem Feld mindestens eine Brettbreite überstehend und die Latten fürs nächste Feld so verlegen, dass sie in der Höhe versetzt zu den vorhergehenden befestigt werden.

Die Luft kann dann in Schlangenlinien nach oben entweichen, dann ggf Stülp-Deckelschalung verlegen, die besser durchlüftet wird.

Besser durchlüftet ist aber die Rhombusschalung- zudem kannst du in den Fugen gut Befestigungen anbringen oder Bretter einhängen
(zB für Blumentöpfe für Gewürze, als Aufstiegshilfe für Katzen etc)

Bei Fragen einfach melden- Email ist angegeben
Andreas Teich.



Platz sparen...



Einschränkend ist vor allem die Breite. Ich würde also eher eine horizontale Stülpschalung empfehlen. Da der Dämmstoff direkt hinter der Fassadenbahn liegt, lieber keine offene Schalung.

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?&d0=2&L0=420779499&mid0=17281&d1=8&L1=946512904&mid1=251&x1=60&d2=8&L2=946512904&mid2=36&x2=6&d3=0.045&L3=173690159&mid3=41975&bt=0&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=1&name=Bauwagen%202

Raumseitige Dreischichtplatte versteift die Konstruktion, und hat eine angenehme Oberfläche.

Bei Wohnwagen besteht der untere Boden meist aus Siebdruckplatte (folienbeschichtetes Sperrholz). Es braucht hier eine Dampfbremse unter dem Dielenboden, da die Siebdruckplatte zu dicht ist.

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?&d0=2.7&L0=3&mid0=36&d1=0.02&L1=420779499&mid1=622&d2=12&L2=946512904&mid2=43188&x2=60&d3=12&L3=946512904&mid3=36&x3=6&d4=0.012&L4=1&mid4=7&d5=2&L5=173690159&mid5=17281&d6=0.012&L6=2&mid6=7&bt=2&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=0&name=Bauwagen%203

Von einem begrünten Dach würde ich Abstand nehmen, zu schwer und riskant... Da würde ich es eher mit PV-Modulen "bepflanzen". Dachaufbauten mit einer dampfdichten Aussenschicht (in diesem Fall EPDM) sind nicht ohne, es braucht auch hier unbedingt eine Dampfbremse. Und die will geschützt sein, Bretter mit offenen Fugen wären hier nicht meine Wahl.

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/index.php?&d0=2&L0=420779499&mid0=17281&d1=0.02&L1=3&mid1=622&d2=12&L2=946512904&mid2=251&x2=60&d3=12&L3=946512904&mid3=36&x3=6&d4=2&L4=4&mid4=17281&d5=0.1&L5=1&mid5=17195&bt=1&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=0&name=Bauwagen%204

Das Gewichtsbudget würde ich gut im Auge behalten - was wiegt das leere Fahrgestell ? Im Rechner von u-wert.net kann man das ungefähre Gewicht der Konstruktion ablesen, nach meiner Schätzung etwa 2.2 Tonnen mit diesem Aufbau...

Wie soll die Heizung aussehen ? Bei -14 Grad braucht der Wagen ca. 1.5 kW Heizleistung, selbst da wird ein normaler Holzofen schon zu viel Wärme abgeben. Warmwasser ?



Rechtliches …



Der Transport des Anhängers im Straßenverkehr ist straßenverkehrsrechtlich nicht ganz ohne. Bauwagen und Schaustelleranhänger (letztere hinter Schaustellerzugfahrzeugen) sind zwar zulassungsfrei, benötigen aber dennoch gemäß § 4 FZV eine Typ- oder Einzelgenehmigung. So, wie du dein Projekt beschreibst, wird aber leicht erkennbar sein, dass es sich um einen Wohnwagen handelt. Das heißt, du brauchst entsprechende Papiere, die du auf dem Wege einer sogenannten Vollabnahme z. B. beim TÜV bekommst. Wenn die Papiere des Anhängers ihn jetzt als »Plattform« oder »Offener Kasten« ausweisen, kann man die Fahrzeugart durchaus auch auf »Wohnwagen« umschreiben lassen. Der Aufbau muss dann aber vollumfänglich den Anforderungen der StVZO entsprechen.

Wohnwagen heißt dann aber auch Zulassungspflicht, also eigenes Kennzeichen des Anhängers. Natürlich lassen sich eher seltene Fahrten zu einem neuen Standort auch mit einem Kurzzeitkennzeichen (»rote Nummer«) bewerkstelligen, die aber bei den Zulassungsbehörden seit einigen Monaten auch nur noch mit aktueller Hauptuntersuchung oder Sicherheitsprüfung (vulgo »TÜV«) zu bekommen sind. Insbesondere was die Verlängerung des Fahrgestells betrifft, würde ich dir empfehlen, die Ingenieur des technischen Prüfdienstes deiner Wahl frühzeitig hinzuzuziehen. Bei einer Verlängerung nach vorn und vermuteter Drehschemellenkung solltest du auch bedenken, dass du das Ding irgendwan auch um die Kurve ziehen oder gar rangieren willst. Und ein normaler Traktor wird den fertigen Anhänger normalerweise auch nicht ziehen dürfen, weil er im Rahmen seiner Steuerbegünstigung – erkennbar am grünen Kennzeichen – nur zu landwirtschaftlichen Zwecken genutzt werden darf.

Willst du dir das alles ersparen, dann bleibt nur der Transport auf dem Tieflader. Dort hast du dann aber ein Höhenproblem, weil die Plattform normaler Tieflader auch schon bei 60 cm liegt und du über 4 m Gesamthöhe eine Ausnahmegenehmigung brauchst und unter vielen Brücken nicht durchkommst. Man schraubt in solchen Fällen auch gern mal die Räder des zu transportierenden Anhängers ab und legt das Ding direkt auf die Achsen. Aber dann fragt man sich natürlich, warum man überhaupt ein eigenes Fahrgestell an seiner Wohnstatt braucht.

Du merkst es schon: Bei Kleinheimen, die nur selten ihren Standort ändern sollen, bin ich kein Freund der »Bauwagen«-Lösung. Man kauft sich einfach zu viele Probleme damit ein. Ich würde da eher an einen oder mehrere kranbare Container oder ein schnell demontables Häuschen aus vorgefertigten Wandelementen denken. Der Romantik-Effekt von Rädern unter der Behausung wäre mir zu teuer erkauft.

(Sorry für die Themaverfehlung.)



Gibt



es in Deutschland die rechtliche Umgehungsmöglichkeit "Fuhrwerk"? In Österreich ist man durch Anbringen einer Plakette "10 km" am Fahrzeugheck von nahezu allen Vorschriften befreit, man muss das Vehikel nur mehr sicher zum Stehen bringen können. Dafür ist die höchstzulässige Gesamtgeschwindigkeit dann eben nur mehr 10 km/h.



Sonderregelung »Fuhrwerk«



Es gab früher in Deutschland eine vergleichbare Regelung, allerdings mit der Beschränkung auf 6 km/h. Durch eine Anpassung des deutschen Verkehrsrechts an EU-Richtlinien ist diese Möglichkeit in der Zwischenzeit jedoch praktisch ausgeschlossen, und die Ordnungsbehörden sind diesbezüglich mehr als aufmerksam.



da



gab es noch Zeiten, da hatte "Überführung, kein Licht" völlig ausgereicht ... 25 Jahre ist es her! :-) Ich würde mal mit den Leute vom TÜV sprechen.