Bauantrag für neuen Dachstuhl




Ich habe angefangen, ein ehemalges Stallgbäude zu sanieren, dass vor der Wende zu Wohnzwecken genutzt wurde. Wir wollten eigentlich nur das Dach umdecken, haben aber festgestellt, dass der Dachdstuhl total verwurmt ist. Diesen haben wir dann ausgetauscht, allerdings ohne Baugenehmigung (wir wußten es nicht besser). Jetzt haben wir durch die untere Baubehörde einen Baustopp bekommen. Meine Fragen:
Müssen wir eine Nutzungsänderung beantragen?
Sollten wir eine Bauvoranfrage stellen?
Welche Bestimmungen sind noch zu beachten?



wenn man die Behörde erst mal geärgert hat ...



Hallo Herr Töpfer,
wenn man schon einen Baustopp bekommen hat ist es für dieses Forum zu spät. Sie sollten auf jeden Fall einen Architekten (und einen Anwalt) einschalten. Auch die Frage nach Nutzungsänderung ist Ländersache.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Preiß





Hallo Herr Töpfer,
wenn Sie schon einen Baustopp erhalten haben, dann müßte der ja auch schriftlich vorliegen. Darin müßte exakt stehen, gegen welche Vorschrift(en) Sie verstoßen haben. Machen Sie einfach alles so wie die Behörde es von Ihnen verlangt, auch wenn es nervt und die Genehmigungen einiges an Geld kosten. Einen Anwalt, so wie Dr. M. Preiß es empfiehlt, würde ich nur im äußersten Notfall hinzuziehen, wenn garnichts mehr geht. Der kostet auch wieder nur Ihr Geld.
Fangen Sie einfach nochmal von Vorn an - mit dem Bauamt kooperativ zusammen und nicht ohne Amt.
Viel Erfolg wünscht D.Fr.



Baustopp!



Dachog, wie schon erwähnt Schreiben vom BOA genau durchlesen. Dort stehen die Gründe für den Baustopp. Nehme an,fehlende Baugenehmigung. Die vom BOA wollen wissen was Sie vorhaben, wie wird der Bau aussehen wenn Sie fertig sind und hält dann auch alles. Also Lageplan, Grundrisse, Schnitte, statische Berechnungen usw. Sicherlich hat man Ihnen eine Frist gesetzt, bis zu wann genehmigungsfähige Unterlagen einzureichen sind. Liegen diese vor und werden vom BOA bestätigt wird im Allgemeinem der Baustopp aufgehoben. Aber ich kenne nun den Abarbeitungsstand Ihres BV nicht. Noch ein Hinweis. Da es sich um den Aufbau eines Dachstuhles handelt, sollten Sie sich gleich an einen bauvorlageberechtigten Hochbauingenieur wenden, der Ihnen die Zeichnungen und bautechnischen Nachweise (Statik etc.)erstellt. Hinzu kommt noch, daß in Brandenburg eine Prüfstatik verlangt wird und bezahlt werden muß. MfG ut de ole Mark



Den Vorschreibern zustimmend, noch ein Hinweis


extrem belueftet ;)

Besorgt Euch die Landesbauordnung, denn es wird nicht Eure letzte Baumaßnahme sein. Diese unterscheidet zwar nach "genehmigungpflichtigen" und "genehmigungsfreien" Bauten, aber auch für letztere ist ggf. zumindest eine Bauanzeige mit den dort festgelegten Unterlagen erforderlich. Dank einem sehr netten sächsischen Planer konnte ich diesen Unterschied begreifen :)

Liebe Grüße nach Sohland
Heide



Bustopp



Vielen Dank für die promten Antworten auf meine Fragen. Zwischenzeitlich habe ich schon mit einem Bauingenieur gesprochen. Dieser hat die gleiche Auffassung: Nett und konstruktiv mit dem Bauamt zusammenarbeiten. Fakt ist wohl: Man kann sich eine Menge Ärger sparen, wenn man sich vorher schlau macht.





Hallo Ingo, warum warst Du nicht vorher schon so weise.!?
Dann hatten wir uns das viele Schreiben hier ersparen können.
;-)



Baustopp



Hallo Dietmar, manchmal ist es so: Lernen durch erleben. Die Bauordnung Brandenburgs muß man sich ja schon drei mal durchlesen, damit man ein Viertel davon versteht. Ich war der Meinung, dass mein ein bestehendes Haus auch mal reparieren darf. Was den Dachstuhl betrifft, haben wir den eins zu eins nachgebaut. Da kommt einem Unbedarften nicht zwangsläufig die Idee, dass man eine neue Statik braucht, oder einen Bauantrag. Aber wie des im Leben so ist, jetzt sind wir ja schlauer.... für das nächste Dach? Mal sehen, wie es jetzt weitergeht, ich werde darüber bestimmt berichten. Danke nochmal für die guten Tips.

Gruß Ingo