Baumhaus

08.02.2013 Frank Lauter



Nochmals ein herzliches Hallo hier im Forum,
ich hatte ja schon vor ein paar Wochen einen kleinen Hilfeaufruf zum Thema Baumhaus gestartet,leider habe ich nicht viele Antworten dazu bekommen.Ist wohl auch ein Thema das nicht allzu oft diskutiert oder praktiziert wird. Ich habe mir nun vor ein paar Tagen ein sehr interessantes Buch bestellt, ich kann es nur jedem empfehlen der mein Vorhaben teilt.Ich werde einfach mal den Link einstellen, vielleicht gibt es ja doch noch jemanden, der sich mit dem Gedanken an ein Baumhaus beschäftigt.Mir hat dieses Buch sehr viele Anregungen und Ideen gebracht.Ich würde mich aber dennoch sehr über ein paar Anregungen aus den Forum freuen.Probleme bereitet mir immer noch die Sache mit der Dämmung, da wir das Baumhaus gerne auch im Winter nutzen möchten.Ich dachte an sowas wie Hanf oder an einen anderen natürlichen Dämmstoff,habe aber noch keine Ahnung welche Stärke der dann
haben sollte,wie die Wände am besten gedämmt werden können...um das Baumhaus im Sommer vor zu starken aufheizen aber auch im Winter vor kälte zu schützen.Und wie sollte die Dachneigung sein, damit Wasser und Schnee keinen Schaden anrichten können?Bei der Eindeckung dachte ich wie mir schon hier im Forum vorgeschlagen an eine Begrünung mit Pflanzen oder Holzschindeln.Ich hoffe auf eure Antworten und würde mich über ein paar Anregungen und Ideen freuen.
Grüße Frank



Link



http://www.amazon.de/Das-Baumhaus-Buch-Peter-Nelson/dp/3854981767/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1360343540&sr=8-2

Ich hätte vielleicht noch den angekündigten Link einfügen sollen.Hole ich hiermit nach.



Das ist ne spannende Geschichte



Ich kenn diese größeren Baumhäuser leider auch nur aus Büchern und wollte vor Jahren auch schon mal eines bauen, bin aber nie dazugekommen.
Würde mich freuen, wenn Sie uns auf dem Laufenden halten.
An was für eine Größe hatten Sie denn gedacht ?

Gruß Andreas



@ Andreas Herpich



Hallo ,
Hier mal was von Ihrem Kollegen ;-))

http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/haus-mitten-wipfeln-1624662.html

viele Grüße



Nur so al kleine Anregung



solltest Du einmal in die Verleghenheit kommen Urlaub zu haben, oder den selbigen zu planen, schlage ich den Erlebnispark Tripsdrill vor.
Hier kann man in Baumhäusern übernachten.....ideal für Anregungen. :-)
Meine Neffen waren begeistert.

Grüsse Thomas





Hallo Andreas,
schön jemand gefunden zu haben, der sich auch für das Thema Baumhaus Interessiert.Sie schreiben sie wollten vor Jahren auch schon ein Baumhaus bauen, haben Sie sich also damit auch schon etwas genauer damit auseinander gesetzt?Woran ist es denn gescheitert?Mir erscheint die Sache Baumhaus so langsam ziemlich komplex, es gibt vieles was man bedenken muss voran ich zuerst bei meiner spontanen Idee gar nicht gedacht habe.Wie schon erwähnt die Dämmung macht mir noch die größten Probleme.Nun ja geplant war zu Anfangs etwas ganz kleines, so eine Art unterschlupf wie man es eben aus seiner Kindheit kennt.Aber um so mehr ich mich damit beschäftige um so größer stelle ich mir dieses Baumhaus vor. Vielleicht kennen Sie ja dieses von mir vorgeschlagene Buch oder kennen es aus anderen Büchern,da sieht man Baumhäuser die an einen richtigen Wohnhaus erinnern, ja und sowas in der Art stelle ich mir eben vor.Wir waren im Sommer auch schon mal in einem Baumhaushotel es ist Wahnsinn wie geräumig man sowas bauen kann und welche Möglichkeiten es dabei gibt. Ja und da kam mir auch diese Idee nicht nur ein kleines Baumhaus zu bauen,die mich mittlerweile so fasziniert, mich aber auch noch vor technischen Problemen stellt.Wie das ganze aussehen soll ist mir klar, ich stelle mir eine kleine Wendeltreppe vor eine kleine Veranda, zweistöckig...werde Sie auf dem laufenden halten, und bin selbst für jede Idee und Anregung dankbar.Vielleicht realisieren Sie ja auch noch Ihr Projekt und können mir davon berichten.
Grüße Frank



Moin Frank,



das letzte Baumhaus was ich gebaut hab......hmm knapp 35 Jahre her.......war auch nicht winterfest...;-)

Erstmal hätte ich gern ein Bild vom Baum..... ohne den geht's bekanntlich nicht und wachsen tut er sicher auch noch.... wie hast du das berücksichtigt?

Sollen Äste durch's Dach?

Wasser/Abwasser/Klo/Ofen/Strom oder nur gedämmte Holzkiste?

Dämmstärken von 5-10cm bringen schon einen angenehmen Komfort, kann ich dir aus meinem Bauwagenleben berichten (Ist ja quasi dasselbe, nur einen Stock tiefer).

Eine Zeichnung wäre natürlich auch klasse.....

Gruss, Boris



Moin Frank



bei mir ist die Idee zum Baumhaus schon vor einigen Jahren entstanden, weil wir eine vermutlich dreihundert Jahre alte Douglasie aus blitztechnischen Gründen leider auf 5 Meter Höhe kappen mußten, weil diese an einer befahrenen Straße liegt und die Verkehrssicherheit gefährdet war. Es tat einem im Herzen weh, diesem wunderschön gewachsenen Baum, der regelmäßig diverse Waldkäuze beheimatete, an die Rinde zu gehen und ganz wollten wir ihn nicht verschwinden lassen.
Irgendwie kann ich mich auch v.a. für die runden Baumhäuser begeistern, bei denen der Stamm quasi durch die Firstmitte geht. Ich denke, das ist auch von Haus die einfachste Idee, um das Dach dichtzubekommen. Ich würde in dem Fall eine Manschette aus Metall um den Stamm basteln und mit einer mehr oder minder flexiblem Zwischenstück versehen, damit der Baum zumindest einige Jahre lang ungehindert weiter wachsen könnte. Die Sache mit der gewendelten Treppe spukt auch bei mir im Kopf herum, noch besser würde mir allerdings ein gerader Aufstieg und eine Hängebrücke zum Baumhaus gefallen.
Ehrlich gesagt hast Du mir die Sache jetzt wieder schmackhaft gemacht und ich werde mich in diesem Jahr verstärkt damit befassen und vielleicht, wenn genug Zeit ist, eine kleine Version mit 3,5 m Durchmesser bauen, nur um zu sehen, wie sich sowas realisieren läßt.
Aufgrund der geringen Höhe des Stumpfes werd ich wohl versuchen, das Baumhaus direkt auf den Stamm setzen und in gewohnter Manier mit schrägen Stützen nach unten in den Baumstumpf abzustreben. Bei größeren Bauwerken bin ich allerdings der Meinung, daß unbedingt ein zweiter oder dritter Baum in der Nähe stehen sollte, einfach, um das Haus besser ablasten zu können.

Da hast Du wieder was angerichtet mit Deinem Thread...kleine Jungs unter sich :-))

Also, ich würde mich auch freuen, wenn hier jede Menge Vorschläge kommen würden, ich hab zwar ne Grundidee, bin aber nach allen Seiten offen.

Als Eindeckung würde ich, Stand jetzt, wohl am ehesten Bitumen- oder Holzschindeln verwenden. Naturschiefer oder Biberschwanzziegel könnt ich mir auch gut vorstellen...das bedingt aber eine etwas steilere Dachneigung...also mindestens 22 Grad würd ich sagen, tendiere aber eher zu einem noch deutlich steileren Dach, weil ich mir damit die Schneelast reduziere. Leider, wie bereits erwähnt, hab ich ja keine Baumkrone mehr, die mir mein Baumhaus schützt.

Ich werd mich in der kommenden Woche mal ans CAD hängen und versuchen, ne Art Vorentwurf zu machen und dann hier einzustellen...und wie gesagt...bitte auch denn immer her mit Verbesserungsvorschlägen...in dem speziellen Fall gibt es ja nun wirklich tausend mögliche Lösungen.

Schönen Gruß

Andreas

P.S.: Dank auch an Herrn Göbel für den Link. Ich hab mal nen Artikel gelesen über nen Berliner Zimmermann, der sich ne Kneipe auf der Spree gebaut hat...als Untergrund so ne große Plattform und die Gäste werden eigens mit so nem kleinen Boot vom Ufer abgeholt...dazu ist ne Klingel am Ufer angebracht, die dem Wirt signalisiert, daß zahlungskräftige Kunden Durst haben...ich fand die Idee schlichtweg genial...ich denke, es war das hier:

http://www.spreearche.de/



Verbinde das Angenehme...



...mit dem Nützlichen und Leiste Dir bzw. Euch ein Studienwochenende:

http://www.kulturinsel.de/

Da siehst und bewohnst Du Objekt(e) Deiner Begierde und kannst sicher auch manchen brauchbaren Rat einholen.

Grüße

Thomas





@ Thomas
sehr interessanter Link, ich werde mir das ganze mal etwas genauer anschauen.



@Andreas:



Bitumenschindeln kannst du bei Sturm bzw. herumwehenden Ästen buchstäblich "knicken".

Wenn schon dann ein richtiges Teerdach mit Pappe und Schweissbahn und sauber versorgten Ecken. Gebrauchte LKW-Plane wäre die Spar-Variante.

Die Holzschindelversion ist natürlich die schönste....

Ist auf jeden Fall zukunftsfähig:

http://www.welt.de/lifestyle/article111732350/Traeume-in-luftigen-Hoehen-das-Baumhaus.html

Gruss, Boris



@Boris



die Sache mit den Bitumenschindeln seh ich etwas anders...ich bin zwar kein wirklicher Freund von Bitumenschindeln, aber grad im Osten der Republik wurden jahrelang Bitumenschindeln verarbeitet...und das z.T. in exponierter Lage...sie können im Bereich der Überlappung ja zusätzlich verklebt werden (mit der Zeit verkleben sie sich sowieso von selbst). Die Sache mit den Ästen wäre in meinem Fall relativ unwichtig, weil der Baum alleine steht und der Stumpf als solcher leider überhaupt keine Äste mehr sein eigen nennen kann.
Die Variante mit der LKW-Plane sollten sie einem Zimmerer, der inzwischen größtenteils Dacheindeckungen vornimmt, nun wirklich nicht anbieten :-))
Einig sind wir uns aber mit der Holzschindeleindeckung, die ja wirklich perfekt zu einem Baumhaus, welches sich im Optimalfall in den Wald selbst harmonisch einfügen sollte, passen.

@Thomas:

Danke für den hochinteressanten Link...man glaubt ja kaum, was es in Deutschland nicht alles gibt :-)

Gruß Andreas



Hallo Boris,



auch wenn Bitumenschindeln sicher nicht das hochwertigste Baumaterial sind, wegfliegen werden die natürlich nicht, wenn sie richtig verlegt sind. Auf meinen "Latifundien" ist das Dach überm Wohnhaus (exponierte Höhenlage oberhalb des Elbtales) mit alten Bitumenschindeln gedeckt gewesen. Weder aus der alte Deckung, noch aus der vor 4 Jahren erneuerten BS-Deckung ist jemals etwas weggeflogen oder hätte im Sturm geklappert.

Ferner sind sie nicht nur billig und selber verlegbar, sondern auch leichter an individuelle Dachformen anpassbar. Letztlich der prognostizierten Lebensdauer eines Baumhauses angemessen.

Im selben Zeitraum musste beim danebenliegenden Wohnhaus (Tonpfannen) und auch bei der Scheune (Betonpfannen) je 2x die Sturmversicherung aktiv werden.

Grüße

Thomas



Bitumenschindeln:



Da sprechen wir anscheinend von unterschiedlichen Qualitäten - mit alter ostdeutscher Wertarbeit bin ich nicht so vertraut.

Ich hatte da eher die "leftovers" von Lothar hier in BaWü vor Augen....

@Andreas: Die LKW-Plane war eher angedacht als mögliches Provisorium für Mitleser, aber auch als brauchbares Material um etwaiige Kragen zwischen Stamm und Dach zu gestalten.

Die Profis haben das Ganze natürlich auch schon entdeckt:

http://www.spiegel.de/panorama/baumhaeuser-architekt-andreas-wenning-spricht-ueber-seine-entwuerfe-a-867602.html

http://www.manager-magazin.de/lifestyle/stil/0,2828,823695,00.html

Grüsse, Boris



@ Boris



Die Neueindeckung kam erst 1995 (boah, ist ja nun schon fast 8 Jahre her). Gekauft freilich nicht im Baumarkt, sondern im Dachdeckereinkauf. Produktbezeichnung hab' ich aber wohl nicht mehr.

Grüße

Thomas



@ Andreas



Hallo Andreas,
es freut mich das der Thread jetzt doch noch angelaufen ist, und ich lese sehr viel Begeisterung in Deinen Post.Du hast recht, da erwachen schon mal die Kindheitsträume :-),ich selbst beschäftige mich jetzt schon ziemlich lange mit dem Thema und es kommen einen immer wieder neue Ideen.Ich könnte mir sogar vorstellen irgendwann in so einen Baumhaus zu leben, das sind aber noch sehr weit hergeholte Träume,kleine Spinnereien.Aber gerade in einer Zeit in der alles immer hektischer wird und oft der Sinn für das ursprüngliche fehlt ,sehnt man sich danach das ganze Treiben hinter sich zu lassen,aber wie gesagt das ist weit hergeholt.Deine Idee mit der Hängebrücke finde ich sehr schön,sowas könnte ich mir auch vorstellen und ist eine mir ganz neue Idee die mich auch begeistern könnte.Ich sehe du hast dich auch schon etwas genauer damit beschäftigt und vielleicht klappt es ja und du baust in diesen Jahr auch noch Deine kleine Version vom Baumhaus.Es würde mich freuen eine kleine CAD-Planung oder ähnliches von dir zu sehen.Runde Baumhäuser finde ich auch sehr schön,um ehrlich zu sein hast du mich wieder etwas verwirrt :-).Die Anregung das der Baumstamm durch die "Firstmitte" geht finde ich einen ganz wichtigen Punkt,da man ja immer bedenken muß das der Baum wächst,hier hatte ich auch an sowas wie eine "Manschette" gedacht die flexibel ist.Wie genau weiß ich aber auch noch nicht,du sieht es gibt
noch vieles was ich mir über die Wintermonate überlegen muß. Vielleicht wäre es auch besser,wie Du schon schreibst sich erst mal an einen kleineren Objekt zu versuchen :-) aber so oder so es ist ein lang gehegter Traum und ich habe mir ganz fest vorgenommen etwas in diesen Jahr davon zu realisieren.
Ich werde die nächsten Tage mal ein Bild einstellen,um zu verdeutlichen wo unsere Baumhaus stehen soll.Du schreibst von einer Douglasie,ich finde sowas auch immer herzzerreißend,wenn man bedenkt wie viele Jahre so ein Baum wachsen muß um diese enorme Größe zu erreichen,so ein Baum zeigt einen doch immer wieder so etwas wie Respekt. Steht der Baum auf Deinen Grundstück? Du schreibst ja von einer befahrenen Straße,das wiederum kann ich mir jetzt nicht so toll als Ort für ein Baumhaus vorstellen, finde aber die Idee das Haus auf den Baumstumpf zu setzen sehr Interessant.Ja,ich denke die Planung wird uns wohl noch einige Zeit beschäftigen bis wir mit den Bau loslegen können :-) es würde mich freuen,weiterhin von dir zu hören/lesen und Du mich auf den laufenden hälst.
Ps. Deinen Link zur Spreearche habe ich mir auch angeschaut, wenn man bedenkt das sowas doch gar nicht weit weg von uns liegt ist es doch immer wieder erstaunt, das man so wenig von dem um uns herum kennt.Wirklich auch sehr interessant.

Grüße Frank





da ja das Baumhausthema, nun doch bei den ein oder anderen auf Begeisterung stößt möchte ich mal einen interessanten Link einfügen. http://tiny-houses.de/baumhaus/baumhaus-bauen/ .

Grüße Frank



@ Frank



klar, der Baum steht auf meinem Grundstück. Die Strasse verläuft etwa drei Meter neben dem Grundstück, ist allerdings nicht zu sehr befahren.
Da es eine relativ kleine Variante wird, hab ich mir das mehr so als Referenzprojekt gedacht, als Werbung für die Firma und als Blickfang, weil es direkt am Ortseingang wäre. Als Rückzugsort kommt es wohl kaum in Frage. Die Erfahrungen aus diesem Projekt würde ich dann in ein größeres Bauhaus einbringen...wie beim Hausbau auch weiß man meist hinterher, was man alles verkehrt gemacht bzw. verkehrt geplant hat. Ich habe ein relativ großes Wald- und Wiesengrundstück mit zum Teil hundertjährigem Fichtenbestand, der sich dann schon eher für ein größeres Projekt eignen würde. Aber soweit will ich jetzt noch gar nicht denken...erstmal Planungsphase für Objekt 1 :-)

Gruß Andreas



Baumhausbauer



Muss hier auch meinen Senf dazu tun,

@Andreas vermutlich war die Douglasie keine dreihundert Jahre ,da gabs die hier noch gar nicht,die wäre dann ca 80m hoch gewesen und hätte nen BHD von 4m,aber darum geht es ja nicht.
Ein wirklich großes Baumhaus würde ich im Baum Integrieren aber als völlig eigenständig stehende Konstruktion.
Eine Aufhängung könnt ich mir auch noch vorstellen aber da kommt man schon ans rechnen,wieviel Last hält der Ast?
Wenn ich so seh wie in manchen Waldkletterparks,Anker und Anschläge an Stämmen befestigt sind ,ist das oft alles andere als Baumfreundlich.

Grüße Martin





Hallo zusammen,

wie alt der Baum wirklich war, ist doch gar nicht so wichtig. Ich habe mal von einer Douglasie gelesen, die als höchster Baum Deutschlands galt oder gilt. So weit ich mich erinnere ist er ca. 100 Jahre alt und hat eine Höhe von etwa 60 oder 70 Metern.Ich denke das diese Douglasie in Baden Württemberg stehen müsste.Aber festlegen will ich mich da nicht.Es ist wohl immer die Größe und Stärke eines Baums was einen fasziniert.Ich selbst arbeite sehr gerne und oft mit Holz und habe immer wieder, ja sowas wie Respekt vor den Stück Holz was ich in den Händen halte. Beim Bau meines Baumhauses möchte ich auch so viel wie möglich auf Stelzen bauen, habe mir auch schon überlegt das ganze nur zwischen den Bäumen zu integrieren, da ja bekanntlicher Weise jeder Nagel jeder Einschlag den Baum strapazieren kann, Fäulnis, Pilzbefall und so weiter...auch bin ich kein Freund von Gurten, was des öfteren vorgeschlagen wird, man sollte bedenken das man dabei die Rinde enorm beschädigen kann auch wenn man einen zusätzlich Schutz durch Kautschuk, Neopren oder ähnlichen anbringt. Der Baumwuchs und das schwanken des Baumes sind dabei ein wesentlicher Faktor. Beim Wachstum rechne ich mit ca. 1cm pro Jahr was natürlich sehr individuell ist, hierbei würde man den Baum sprichwörtlich die Luft/Wasser abschnüren.Im Falle von Andreas ist dies allerdings nicht bedenklich, da er ja davon spricht das Haus direkt auf den Baumstupf zu setzten.Dies finde ich übrigens eine sehr schöne Möglichkeit einen Baum den leider Gottes der Blitz getroffen hat zu nutzen.Martin bei Ihrer Anmerkung mit den Waldkletterparks haben sie Recht, ich habe sowas auch schon mal gesehen und man könnte mehr als Wut bekommen wie unüberlegt oder egoistisch manche Menschen mit unserer Natur umgehen, was schon an Hand so simpler Beispiele verdeutlicht wird.Vielen dank für Ihren "Senf" ich finde den Einwand durchaus berechtigt und ist ein Interessantes Diskusionsthema.
Grüße Frank



Der Trümmer



steht in Freiburg 63,33m .Douglasien werden in Deutschland im Forst erst seit 120 Jahren angebaut,einzelne Parkexamplare sind da noch was älter.
Das mit den Gurtsystemen funktioniert schon,da hat sich in den letzte Jahren viel getan,ich selber baue solche Systeme als Kronensicherung ein .
Allerdings sind diese nach zehn Jahren oft UV_Licht geschasst und müssen dann gewchselt werden.Solche Systeme müssen auch regelmäßig Kontroliert werden.Ein Baumhaus bedeutet natürlich auch eine zusätzliche Last und Windangriffsfläche.

Grüße Martin



@ Andreas



Hallo Andreas,
ich habe gerade mal auf Deine Homepage geschaut, ich hoffe du findest das nicht zu indiskret.Ich war einfach interessiert da Du heute von Deiner Firma gesprochen hast. Mein haupt Augenmerkmal fiel auf Deine Wanderhütte, Du hast ja das Glück im Frankenwald zu leben, hier gibt es sicher sehr viel Bäume/Wald und Erholungsmöglichkeiten, Wanderwege...
Du hast Recht man sollte vielleicht erst mal etwas kleiner Anfangen, das ist eine Überlegung zu der ich mittlerweile auch gekommen bin.Das Thema ist wirklich ziemlich komplex und man kann so auch erstmal etwas Erfahrung sammeln.Und es beim 2.Objekt besser machen ;-). Es war wohl meine anfängliche Euphorie die mich zu überdimensionalen getrieben hat. Hierzu gibt es eine kleine Geschichte...der Bau eines Baumhauses spuckt mir schon seit ja ich denke mehr als 20 Jahren im Kopf, damals war es ein Jungentraum, die erste große Liebe und der Wunsch etwas gemeinsames, ungestörtes zu haben.Die Freundin war eines Tages weg, aber der Traum ist wohl bis heute geblieben, als mein Sohn den Wunsch dazu äußerte ist wohl ein schlafender Traum erwacht. Manches verlässt einen eben nie, egal wie viele Jahre vergehen ;-). Es würde mich jedenfalls freuen, wenn auch Du einen kleinen Ansporn bekommen hast die Sache zu realisieren,als Werbung für Deine Firma finde ich die Sache genial.Und wenn das ganze dann auch noch am Ortseingang stehen würde mit Schriftzug der "Schmidt und Herpich GmbH" das wäre doch mal was orginelles. Und wer weiß vielleicht baust du danach im ganzen Frankenwald Baumhäuser für Deine Kunden :-).Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, was daraus wird.Der Post ist zwar weniger Fachforum, aber ich denke so fachlich muß es ja auch nicht immer sein :-)
Gruß Frank



Die Douglasie ist in Wirklichkeit eine Ahorn



warum ich Douglasie geschrieben hab, wissen die Götter :-)
Gut, daß Martin mitgedacht hat, sonst wäre das so stehengeblieben.
Ob die 300 Jahre stimmen, kann ich auch nicht mit Bestimmtheit sagen...die Altvorderen, die meine Scheune daneben Anno 1923 errichtet haben, konnten jedenfalls zu Lebzeiten noch berichten, daß der Baum damals schon recht stattlich war. Der Stammdurchmesser läßt auch auf ein ähnliches Alter schließen, aber genau ließe sich das wohl nur durch eine Untersuchung der Jahresringe feststellen. Die Krone war enorm, umso schwieriger fiel uns die Entscheidung, den aus Sicherheitsgründen längst notwendigen Schritt zu machen.

@Frank: Dafür ist die Homepage ja da :-) Eigenwerbung wollte ich hier aber eigentlich weniger betreiben...vielmehr sieht der Stumpf aus wie nach einem Bombenangriff...wir haben es einfach nicht übers Herz gebracht haben, ihn ganz zu fällen...da jetzt ein hübsches Baumhäuschen draufzustellen, würde ihm wieder etwas mehr Würde verleihen...klingt etwas bescheuert, ist aber so :-)

Schönen Gruß

Andreas



@ Andreas



naja Andreas, ob nun Douglasie oder Ahorn, ich finde Deine Idee ganz und gar nicht bescheuert :-)... ich kann mir sehr gut vorstellen was du meinst.
Gruß Frank



@Andreas



Ich würde das Haus nicht auf den Stamm setzen,Ahorn fault noch schneller wie Douglasie weg,wenn der Baum so radikal abgesetzt
wurde, wird Fäulniss unweigerlich folgen.
Wenn du magst stell doch mal ein Foto ein,evtl kann ich dir ja Tipps dazu geben wie man solch eine Ruine fachgerecht wieder aufbaut,mit einfach wieder wachsen lassen ist da meist nicht getan.

Grüße Martin



@Martin



der Baum an sich ist ja schon Faul gewesen, sonst hätten wir ihn nie und nimmer gestutzt. Seit ich hier bin, hat der Blitz zweimal eingeschlagen und ich fürchte, vor meiner Zeit waren da auch schon ein paar Blitzeinschläge zu verzeichnen.
Was meinst Du denn mit wieder aufbauen ?
Das Haus soll ja nicht nur auf dem Stamm (übrigens Zwillingsstamm, insofern zwei Auflager) aufliegen, sondern nach unten mit mehreren Streben abgefangen werden.
Ich werd demnächst mal ein Bild dazu einstellen...momentan macht das aber relativ wenig Sinn, weil bei uns alles weiß ist :-)

Gruß Andreas



aufbauen



@Martin was genau Du mit wieder aufbauen meinst, kann ich mir auch nicht so genau vorstellen.Wäre schön mehr darüber zu erfahren.
Gruß Frank



@Frank und Andreas



Ich stelle mir den verbliebenen wie einen Kleiderständer vor ,Hauptstamm mit gekappten Starkästen,sofern der Baum die Kappung überlebt hat und vorher vital war ,wird der Baum massiv austreiben,die verlorene Masse muss ja ersetzt werden.
Also werden alle schlafenden Augen zum Austrieb angeregt,an den alten großen Schnittstellen bilden sich Ständer/Reiter,die auf Dauer keine stabile Anbindung am Stamm haben und anfangen auszubrechen.
Jetzt geht es darum den Baum kontroliert wieder auf zu bauen,versuchen den Baumtypischen Habitus wieder herzustellen,die Ständer vereinzeln ,einkürzen,durch Schnittmaßnahmen Wuchsrichtung bestimmen.....
Soll solch ein geschädigter Baum möglichst lange erhalten bleiben,ist eine ständige Kontrolle und Pflege angesagt.
Auf Dauer werden hier aber immer die holzzerstörenden Pilze gewinnen.

Im Fall des Ahorns war die Maßnahme vielleicht nicht zu vermeiden,ich bin da auch alles andere als der Moralapostel,den Großteil meines Umsatzes bestreite ich mit Fällungen.
Aber ich werde immer wieder gebeten Bäume zu kappen/halbieren,weigere mich und rate davon ab,man kann aus einem großen Baum keinen ,kleinen machen!
Die Folge ist immer eine Fällung,früher oder später.

Der Zwillingsstamm wäre noch ein Argument dagegen das Baumhaus darauf zu setzen,Ahörner bilden gerne Druckzwiesel aus das heißt beide Stämmlinge laufen in einem sehr spitzen Winkel zu,solche Zwiesel lagern innen am Stamm immer mehr Druckholz an und drücken sich im extrem so Auseinander und der Stamm versagt.Zumindest das Versagen läßt sich durch eine statische Sicherung verhindern.
Ein super Buch ,das jeden cent wert ist :Peter Klug ,Praxis Kronenpflege.

Grüße Martin



Ahorn



Hallo Martin, zuerst einmal noch Danke für Deine ausführliche Antwort.Was Du schreibst erscheint mir relativ einleuchtend. Wenn ich Dich richtig verstehe lässt sich die komplette Fällung auf Dauer wohl nicht vermeiden,egal welche Maßnahmen man ergreift.
Nun hat Andreas ja aber geplant das ganze ringsum mit mehren Streben abzufangen, diese würden dann einen Großteil der Last tragen.Man müsste den Baum natürlich immer wieder beobachten, ob dieser noch tragfähig ist.Im schlechtesten Fall,sollte es eines Tages zur Fällung kommen müssen, könnte man dann einen Mittelpfahl anbringen. Und somit würde der Baum doch noch einige Jahre schön genutzt.
Es würde mich freuen bald mal wieder von Euch zu lesen.

@Andreas, wurde denn nun schon am CAD geplant?nicht das das ganze jetzt wieder in Vergessenheit gerät ;-) Notfalls planen wir eben ein Stelzenhaus ;-)

Gruß Frank



Hallo Frank



Man hat sich mit den Jahren auf ein Schnittmaß/Durchmesser von 7cm geeinigt,bis zu diesem Durchmesser sollte jeder gesunde Baum die Wunde abschotten und mit Kallus überwallen können.

Mit jedem Zentimeter Durchmesser steigt das Risiko das Pathogene ins Holz eindringen,Fäulniss und Pilzbefall sind die mögliche Folge.
Abschotten(CODIT Prinzip)können Bäume aber nur in der HORIZONTALEN Ebene ,VERTIKAL ist das nie möglich!
Deshalb ist eine Kappung immer auch eine Fällung auf Zeit!

Ich habe die Tage eine Fällung ,Birke vor 9 Jahren gekappt worden ,starke Ständerbildung ,ich werde den Baum nur mit unverhältniss mäßig viel Aufwand erhalten können,deshalb wird er bis auf 5 m abgetragen,ein Neuaustrieb wird dann nicht mehr möglich sein und den Reststamm darf der Specht sich holen.
Werde die Stelle wo der Baum gekappt wurde mal halbieren dann könnt ihr mal sehen wie das ganze von innen abläuft.

Grüße Martin





Hallo Frank,

wollte mal ne kurze Wasserstandsmeldung abgeben.
Ich bin aufgrund der Aussagen von Baumläufer ins Grübeln gekommen, ob es tatsächlich Sinn macht, das Baumhaus auf den Stümpfen aufzubauen. Ich werd mir, sobald es etwas wärmer ist, den Rat eines Fachmanns einholen.
Mit der CAD-Planung ist leider noch nix geworden...irgendwie haben die ersten Sonnenstrahlen sämtliche Bauherren aufgeweckt und somit ist es momentan etwas stressig in der Firma...ich komm derzeit einfach nicht dazu, mich drüberzumachen. Aber aufgeschoben ist in diesem Fall ganz sicher nicht aufgehoben...ich erbitte hiermit etwas Geduld :-)
Im Übrigen sind mir Ratschläge bzgl. Konstruktion und Fassade jederzeit herzlich willkommen...ich kann jede Menge Input gebrauchen und würde diesen auch einfließen lassen.

Schönen Gruß

Andreas



Hallo Andreas



Stell ein paar Fotos ein und ich gebe dir aus der Ferne meinen fachmänischsten Rat den ich dir als Fachagrarwirt für Baumpflege geben kann.

Grüße Martin



Hallo Andreas,



es freut mich mal wieder von Dir zu lesen, ich dachte nämlich schon das Thema wäre abgehakt weil so gar nichts mehr dazu gekommen ist. Aber auch ich bin mit der Planung noch nicht sehr viel weiter gekommen, allerdings habe ich mich nun dazu entschlossen das ganze etwas kleiner aufzuziehen...für den Anfang ;-). Die Argumente von Martin haben mich auch etwas ins Grübeln gebracht,es ist viell. gar nicht so verkehrt wenn Du den Baumstumpf erstmal von einem Experten genauer anschauen lässt bevor Du das Baumhaus darauf setzt.Es ist wohl ein ziemlich komplexes Projekt was wir uns da in den Kopf gesetzt haben ;-)es würde mich wirklich freuen wenn Du mich auf dem laufenden hältst,und auch ich kann jeden Ratschlag,jede Anregung und Idee gebrauchen.Ursprünglich wollte ich schon im Frühjahr mit den Bau beginnen, ich hoffe das ich das alles so realisieren kann denn um so mehr ich mich damit beschäftige um so unsicherer werde ich,wir brauchen wohl beide noch etwas Geduld ;-).Schön wenn das Jahr für Deine Firma so gut anläuft, hoffe aber trotzdem das dir die Bauherren ein klein wenig Zeit lassen um bald mal wieder von dir zu lesen.

Schöne Grüße
Frank





Hallo Martin,

das werd ich auf alle Fälle machen...ein Bild einstellen, meine ich...vielleicht sollte ich auch eine kleine Kernbohrung durchführen, um zu sehen, wie der Stamm beieinander ist. Evtl. löse ich das auch anders, indem ich vier Stützen um den Baumstumpf rumbaue und das Baumhaus darauf abstütze...Deine Anregung, das Baumhaus nicht direkt am Baum zu verankern, um den Baum nicht zu schädigen (so hab ich Dich zumindest verstanden) fand ich hilfreich und hat mich zum Nachdenken angeregt.

@Frank:

Natürlich werd ich Dich auf dem Laufenden halten...bist ja sozusagen mein Ideenpate :-)
Sobald ein Vorentwurf fertig ist, laß ich Dir das per email zukommen oder stell es hier herein. Umgekehrt kannst Du mir gern Deine Entwürfe schicken und ich kann dann das Ganze mal ins CAD eingeben...aber sag Dir gleich: Das kann dann schon mal zwei, drei Wochen dauern :-)

Schönen Sonntag noch

Gruß Andreas



@ Andreas



Das Baumhaus nicht direkt auf dem Stamm zu verankern, wäre zumindest eine Option, die uns auch vieles einfacher machen würde.Bei meiner Planung tendiere ich auch immer mehr dazu das Haus zwischen den Bäumen zu integrieren. Was dann allerdings ehr zum Stelzenhaus werden würde :-)...wie gesagt es gibt noch viel zum überdenken.Netter Vorschlag mit den Plänen, ich werde Dich beim Wort nehmen und kann mich Notfalls auch vier Wochen gedulden ;-)...
wünsche Dir auch noch einen schönen Sonntag
Frank