Haus vor Baumwurzel schützen?????

07.04.2012 Rainer



Hallo,
in unmittelbarer Hausnähe steht eine wunderschöne Linde.
Ein Hingucker vor der Fachwerkfassade.
Schützt ihr euer Haus vor Beschädigungen durch die Baumwurzeln??
Oder ist das nicht notwendig????
Wir möchten natürlich vermeiden das Bäumchen in irgendeiner Weise dauerhaft zu beschädigen....ebenso wollen wir das Eindringen von Wurzeln auch verhindern.
Was ist Eure Meinung/Rat/HInweis what ever....

Danke im Voraus ..... und für heute ein Frohes Osterfest!!!!
Lieben Gruß Rainer



Am Brunnen vor dem Tore...



Euer Lindenbaum scheint mir hinreichend Platz zu haben. Die Wurzeln suchen sich auch eher nährstoffreichere Flecke als den Kampf mit Euerem Fundament. Bis zum Nachweis des Gegenteils würde ich davon ausgehen, daß der Baum Euerem Haus im Wurzelbereich nicht schadet.

Was auf den ersten Blick nicht jeder sieht: Euer Baum legt über seine große Transpirationsfläche den ganzen Hof trocken.

Frohes Osterfest wünscht

Thomas



Baumname noch nicht sicher.....



Hallo Thomas,
ob die Linde auch wirklich eine Linde ist, stellt sich noch heraus....:-))
Wir vermuten Linde, aber kann auch ??????sein.

Daher bekommt unser Resthof auch dann erst seine Namen.... wie z.B.
Lindenhof, Buchenhof oder Eichenhof...:-))

Wir beäugen schon neugierig was da so grünt.

Hinter der großen Eingangspforte im Fachwerk befindet sich eine Autogrube.
Die "Nochbewohner" gaben die Info dass bei der Erstellung der Grube, Wurzelwerk sichtbar wurde.
Die wollten da schon den schönen Baum fällen.
1 Person war jedoch dagegen, GOTT SEI DANK, so blieb der Baum noch am Leben.

Wir werde sowieso das Fundament freilegen, dann werden wir ja sehen was da so wächst.
Können wir das Wurzelwerk am Fundament dann kappen???
Oder schadet das unsrem XY???-Baum?
Was meinst DU???

Lieben Gruß Rainer



Die



einzigen Wurzel die euer Haus erreichen werden ,sind Feinwurzeln,Meiner Meinung nach besteht weder Handlungsbedarf noch geht von diesem Baum Gefahr für das Gebäudefundament aus.

Aber es besteht Gefahr für den Baum da der Wurzelraum befahren,teilweise versiegelt und verdichtet ist,auch wenn das schon immer so war ,dem Baum SCHADET es,ich kenne den Grund nicht aber dem Baum wurden für mich mich erkennbar drei Starkäste entnommen,solche eine Maßnahme ist in meinen Augen unfachlich ,die Schnittstellen werden bei dieser Größe unweigerlich Stammfäule nach sich ziehen.

Als minimal Maßnahme würde ich eine Baumscheibe von min.2,5x2,5m empfehlen.Wenn euch dieser Baum am Herzen liegt lasst euch von einem Baumpfleger beraten der nach der ZTV_Baumpflege arbeitet.

Grüße Martin



Das



ist ganz sicher eine Linde!

Es ist möglich vor dem Mauerwerk ,Wurzelsperren aus VA-Blechen zu verlegen,aber hier verweise ich wieder auf den Baumpfleger,zumindest berstend hinzuziehen,machen könnt ihr selber.



Sehr löblich …



… dass sich mal wieder jemand Gedanken um die Erhaltung eines solchen Baumes macht, statt vorschnell dem derzeit m.E. überproportional oft propagierten Grundsatz:

Ein Baum = ein Problem,
kein Baum = kein Problem!

zu folgen. Hoffen wir, dass dem Baum auch dank Martins Rat noch ein langes Leben beschieden sein wird.

Mein Onkel, hatte als Dechant einer münsterländischen Kirchengemeinde mal weniger Glück bzw. keine andere Wahl: Bäume bedrohten eine historische Kapelle, es standen Interessen von Denkmalschutz und Kirche denen ziemlich militant agierdender Umweltschützer entgegen. Der Konflikt wurde dann auch als ziemliche Schlammschlacht in den Medien ausgetragen. Angesichts der jüngsten flächendeckenden Baumfällaktionen in NRW jedoch nur Geplänkel.



Daß da...



ein paar Wurzeln zu finden waren, stört nicht weiter; und wenn Ihr sowieso 'mal nach dem Fundament schaut, kann ja nix schiefgehen. Eine verirrte Wurzel, die in's Mauerwerk geht, dürft Ihr auch kappen ohne den Baum zu gefährden.

Die Linde ist meines Wissens auch kein ausgesprochener Flachwurzler.

Grüße

Thomas



respekt



vor diesem sorgfältigen umgang mit einem lebenden "denkmal"!
nicht umsonst wurden früher hausbäume bewußt gepflanzt.
viele grüße, und ein frohes osterfest!
carmen
p.s. die auseinandersetzungen mit dem Denkmalamt kenne ich auch: hier werden zur zeit uralte bäume umgeschlagen, das läuft unter "stadtbildpflege", um den -neuerdings ohne baum völlig langweiligen- blick auf eine stadtschloßfassade zu ermöglichen. von den eigentümern in der altstadt verlangt man (oder man versucht es), daß alte bäume in den gärten abgeholzt werden, damit man freien blick auf die historische stadtmauer hat. und - fast alle folgen der aufforderung...
der kahlschlag berücksichtigt weder die brutzeit der vögel noch die "innerstädtische" heimat vieler anderer bewohner. das verbot, zwischen märz und oktober bäume zu fällen, wird notfalls ausgehebelt mit der verkehrssicherungspflicht.
das alles dient der "besseren wahrnehmung des stadtbildes" (zitat), so die verantwortlichen mit geradezu erschütterndem tunnelblick...
ich weiß: das ist (fast) off-topic, aber zum erhalt eines historischen gebäudes gehört, meine ich, auch der erhalt von "naturdenkmälern" und von lebensraum für andere mitbewohner.
in diesem sinne: frohe ostern an alle!
carmen



Und für viele Hauskäufer...



...ist gewachsenes Grün ganz klar ein Argument für den Kauf. Über solch stadtbildschädigendes und kurzsichtiges Agieren kann man nur den Kopf schütteln.

Ich habe eine fette Fichte im Hausgarten, die gehört da meiner Meinung nach wirklich nicht hin und nimmt den Obstbäumen etwas Sonne. Andererseits ist diese Krone ein ganz eigenes Biotop für Eichhörnchen, verschiedenste Vögel und allerlei Krabbelzeug. Die Kinder beobachten die Krone mit dem Feldstecher. Solange der Baum also gesund ist, bleibt er stehen. Was über lange Jahre gewachsen ist, verdient auch ein wenig Respekt - schon deshalb, weil's kurzfristig nicht ersetzt werden kann.

Grüße

Thomas



Ich finde nicht, …



… dass der Aspekt des Umfeldes off-topic ist.

Dabei würde ich nicht nur das grüne Ambiente dazu zählen, sondern auch Wohnumfeld und Raumplanung im weitesten Sinne.

Was nützt das schönste Fachwerkhaus wenn es da herumsteht wie bestellt und nicht abgeholt?



Bäume und Häuser



stehen teils in (ur)alter Beziehung,hier sind es ca.240 Jahre



solange



es städte und gemeinden gibt, in denen nicht einmal eine baumschutzverordnung existiert, wird gemacht, was gerade opportun ist, leider auch im großen stil. hier in meinem heimatkaff wurden kürzlich (rücksichtsloserweise innerhalb der schutzzeiten...)anderthalb hektar auwald (donau, schutzgebiet!) abgeholzt, obwohl die fläche als waldgebiet im bebauungsplan ausgewiesen ist. nebenbei wurden (ebenfalls während der brutzeiten) sehr alte bäume im gesamten stadtgebiet niedergemacht, teilweise unverständlicherweise auch aus überspannten denkmalschutzgründen - in der ganzen region scheint gerade eine massive dendrophobie umzugehen.
der BUND ist provinziell verschlafen und/oder unter vorsitz einiger profilneurotiker, die ihre position werbewirksam für eigene ziele einsetzen - und einzelne personen schaffen sich gerade eine menge freunde bei den behörden.
solange eine komplexere und rücksichtsvollere sicht der dinge und ein nachhaltiger und verantwortungsvoller umgang mit dem ast, auf dem wir sitzen, rigoros wirtschaftlichen interessen untergeordnet wird, ist ein kampf gegen windmühlen (der vergleich ist rein zufällig...) fast aussichtslos.
man will einfach nicht wahrhaben, daß das ende der fahnenstange auch irgendwann erreicht sein wird.
daß ein denkmalgeschütztes oder historisch interessantes objekt, um dessen erhalt sich einige verrückte (ich schließe mich ein) bemühen, keine insel ist, sondern daß dazu auch der erhalt eines halbwegs gesunden umfeldes gehört, ebenso. eine große aufgabe mit expansionscharakter.... ;-))
gut, daß es noch einige leute gibt, die sich um einen alten baum im hof gedanken machen, oder sogar einen neuen pflanzen!
ich geh jetzt ´raus in meinen angeblich völlig verwahrlosten Garten und grüße die gemeinde nochmals! carmen



"Dendrophobie"..



...Carmen, was für eine Wortschöpfung ;-)). Im Alltag aber durchaus anwendbar, das sehe ich auch so!

Zur Eingangsfrage:
Dem Rindenbild nach zu urteilen würde ich auch denken, dass es eine Linde ist. Soweit es anhand des Fotos zu beurteilen ist, steht sie aber soweit vom Haus weg, dass wohl keine "Gefahr" drohen mag.

Mein "Hofbaum" ist eine Weide. Die steht etwa 20 cm von meiner Scheunenwand entfernt. Mittlerweile drückt sie die Wand immer weiter nach innen, sodass die Weide wohl weichen muß.

Da stehe ich einfach vor der Frage, "Baum oder Scheune". Ich entscheide mich dann doch lieber für´s Gebäude! Im Gegensatz zum Baum "wächst" das leider nicht nach! ;-)

Grüße
Martin



DANKE DANKE DANKE



für die viele Antworten.
Da bin ich jetzt aber beruhigt das dies kein Problembaum ist oder wird.

Wenn jetzt der bisherige Besitzer in den nächsten Tagen noch auszieht, kann es endlich losgehen.
Entrümpelung ist die Stufe1.....

Zwischenzeitlich sind wir mit allen möglichen Handwerkern auf das Grundstück gefahren, um dann nach Begutachtung der Bausubstanz,Angebote für Dach, Heizung und Zimmerarbeiten zu erhalten.

Sieht alles nach viel Arbeit aus...:-)))

Wünsche euch allen ein schönes Osterfest
Viele Grüße sendet Rainer



Problembaum



Seit nicht zu beruhigt,ich sehe von dem Baum ja nur den unteren Stammteil,ich denke das sich der Baum oberhalb in mehrere Stämmlinge aufteilt,diese werden häufig in Zwieseln ausgebildet und können auf Dauer im Alter bruchgefährdet werden,der Einbau einer Kronensicherung scheint mir dabei sinnvoll.
Auch sollten die großen Schnittwunden im Auge behalten werden,Fäule ist dort unausweichlich!
Lasst den Baum von einem Erfahrenen Baumpfleger begutachten ,wir kosten nicht die Welt!

Lagert während der Baumaßnahme kein Material im Wurzelbereich,diesen auch nicht mit schweren LKW s oder Maschinen befahren.
Es gibt ein altes Sprichwort,dreihundert Jahre kommt sie,dreihundert Jahre steht sie ,dreihundert Jahre geht sie,die Linde.

Grüße Martin



Insbesondere …



… die "gehenden" Bäume sind die interessantesten für Vögel und Kleingetier. Gerade in den faulenden Astlöchern finden sie Insekten oder Nisthöhlen.

Leider werden heutzutage Bäume die als "krank" gelten im Zuge eines oft schwer zu verstehenden Reinlichkeitswahns auch dann gefällt, wenn sie keine Sicherheitsgefährdung darstellen und das Holz sowieso weitgehend unbrauchbar ist. Um eine Sicherheitsgefährdung herbeizukonstruieren, reichen schon ein paar Kastanien oder Platanenfrüchte, die evtl. auf Kinder oder gar Autos hinabfallen könnten.

Nur glatte, gesunde Bäume, das ist doch langweilig; was wären die Bilder von C.D. Friedrich ohne die Silhouetten von echten Charakterbäumen?

Hoffen wir weiterhin das Beste für die Hoflinde,
in diesem Sinne
Frohe Ostern
Christian



In meinem ...



(wohl leider ehemals) liebsten Elbbiergarten ist die Dendrophobie auch schon angekommen. Da nach einer Lex Sowieso wohl keine Tische unter Obstbäumen stehen dürfen ("Familienvater von Zwetschke erschlagen - Deutschlands Obstopfer klagen an") hackt man die paar Strünke, die die endlosen Bauarbeiten überstehen könnten, auch noch weg.

@ Rainer

Auch wenn's mit Deiner Frage jetzt gar nichts zu tun hat: Die vielen Handwerker, mit denen Du jetzt umherwuselst, sind wohl eher verfrüht. Statt viele kleine Baustellen aufzumachen, solltest Du Dir einen Planer zulegen. Das Forum ist voll von Leuten, die 'mal schnell losgebaut haben, und dann war die Kohle alle, noch nicht alles fertig und auch gar nicht so, wie's geplant war.

Ein halbwegs guter Planer spart mehr Geld, als er kostet.

Grüße

Thomas



Wir haben einen Plan



@Thomas:
ich habe sozusagen meinen ganz persönlichen Planer...:-))
Meine Frau ist Architekt...(Tischlerlehre war da auch noch im Vorfeld)
Wenn einer im Baumarkt unterwegs ist, dann meine Frau ...... ich stehe/warte mehr an der Baumarktkasse.
Das bedeutet natürlich nicht dass wir die Oberschlauen sind im Bereich Fachwerk, aber so ganz ohne Ahnung/Plan sind wir auch nicht.
Übrigens ein Entwurf über die spätere Raumaufteilung steht schon.
Der ändert sich im Detail zwar fast täglich, aber immerhin ist das eine schöne Grundlage für die Angebotseinholung bei den verschiedenen Handwerkern.
Und ich kann mir das spätere Aussehen schon gut vorstellen.

Gruß Rainer



Na Glückwunsch...



dann werdet Ihr manche Klippe ja souverän umschiffen können.

Mir hat 'mal Eine gesagt: "Ihr Männer kümmert Euch um die großen Sachen, also um die Politik und das Wetter. Wir Frauen nehmen uns den restlichen Kleinkram vor."

Viel Erfolg wünscht

Thomas



Unsere Lösung



Hallo Thomas,

bei uns habe ich den Vorschlaghammer
den Rest macht dann Birgit....:-)))

Danke für deine Tipps....
Weitere Hilfe/Tipps are welcome....
Lieben Gruß Rainer