Bauholz, Kiefern aufsägen lassen für Bauvorhaben



Bauholz, Kiefern aufsägen lassen für Bauvorhaben

Hallo Fachwerkler,

ich habe etwas Wald mit Kiefern so ca. 120 jährig und möchte mir daraus, (auch weil der Förster meint, die Bäume könnten/sollten runter) Bauholz aufschneiden lassen. Ich brauche Sparren, Rähme, Riegel, Zangen und Dachlatten für eine Fachwerkgarage und Deckenbalken sowie Sparren für mein Hausbauvorhaben. Habt ihr eine Literaturempefehlung wie ich am sinnvollsten aus welchen Baumquerschnitten welches Holz schneiden lassen kann?



Holz-Einschnitt



Welche Querschnitte werden benötigt?
Bei eigenem Holz würde ich den Einschnitt davon abhängig machen.

Am besten zuerst den Kern herausschneiden, also aus der Stammmitte ca 3-4 cm,
das ergibt dann auch Bohlen mit stehenden Jahresringen.

Bei offenen Garagen und Carports und freilieenden Deckenbalken ist die Holzfeuchtigkeit kein Problem, wenn die Hölzer langsam und ungehindert austrocknen können.

Ansonsten sollte im Innenbereich verbautes Holz eine Holzfeuchtigkeit von max 20 % haben.

Für rechteckige Deckenbalken zumindest Halbholz nehmen-
also mittig aufschneiden.
Untergeordnete quadratische Pfosten könnten auch aus dem vollen Stamm geschnitten werden- allerdings gibts dann Risse.
Wenn die Pfosten auf einer Seite bis einige cm vor dem Kern einen Längsschnitt bekommen verläuft der Riss zumindest gerade.
Üblicherweise Viertelholz für Pfosten, also Stamm in 4 gleiche Teile schneiden.

Bei youtube findet man reichlich videos mit selbstgebauten Vorrichtungen zum Selber Einschneiden der Stämme.

Ansonsten helfen mobile Sägewerke, die ohnehin wissen sollten, welcher Stammdurchmesser wie eingeschnitten werden kann.

Andreas Teich





Hallo EnduroHansen,

Literatur kann ich Dir leider nicht empfehlen,ABER: Welche Querschnitte aus welchem Stamm geschnitten werden legt der Sägewerker fest. So war es bei mir. Habe selber vor acht Jahren eine Fachwerkscheune nach altem Vorbild wieder aufgebaut und habe dafür Kiefern vom Förster schlagen lassen. Per Mobilsägewerk haben wir sie dann im Wald geschnitten... eine sehr schöne Sache die ich jedem, der sich seinen "Fachwerktraum" erfüllen möchte, empfehlen kann!
Übrigens würde ich Dachlatten nicht wieder aus Kiefer schneiden lassen, da sie meist aus der Seite des Stammes geschnitten werden und dort viele grosse Äste eine Sollbruchstelle bilden.



Ja,



das macht der Sägewerker besser als Du nach 1000 Seiten Fachliteratur.

Berechnest Du für Deinen Heizungsinstallateur auch die Längen der Rohre?

Grüße

Thomas



Sägewerker,



schöner Kommentar,
aber für das Aufsägen muss ich die Bäume vorher abgesägt haben und auf Halde haben, wenn ich das mobile Gatter bestelle und um eine Art Aufmaß zu haben, was ich aus welchem Baum schneiden kann, war euer Rat gefragt. ;)



Du musst...



...halt Deine Sparrenlängen berücksichtigen. Dabei kann Dir hier keiner helfen. Dransägen kann noch keiner.

Ich mag im Übrigen die Variante mit LKW und stationärem Sägewerk mehr, das wird professioneller und weitaus weniger aufregend. Vielleicht hat der Sägewerker auch etwas Platz und stapelt die Balken erstmal ein? Oder kann gar trocknen? Nasse Kiefer ist extrem bläue- und schädlingsanfällig und auch nicht sofort verbaubar. Es reicht nicht, gratis Holz im Wald stehen zu haben. Mit der falschen Weiterverarbeitung kann gerade eine Kiefer ganz flink entwertet werden. Es muß nach dem sehr baldigen (Winter!) Absägen ganz flink weitergehen, gerade in diesen Hilfswintern. Wärme und Feuchte sind der Feind des Schnittholzes.

Schätze die Menge großzügig, nicht jeder Stamm ist innen so schön wie außen.

Grüße

Thomas

P.S. Auch ich stimme zu: Dachlatten aus Kiefer ist keine gute Idee.



Querschnitte



Wir hatten auch etwa 120jährige Kiefern. Auf 6m Stammlänge liessen sich 1 Riegel/Stiel 16x16 und 1-2 Zangen 6x16 oder 2 Sparren 8x18 oder 2 Deckenbalken 10x20 plus Bretter und Latten als Seitenware schneiden.
Ansonsten mit dem Förster die Bäume aussuchen, er sollte auch wissen was ein Stamm hergibt...

Viel Spass und frohes Schaffen!