Bauernhausrenovierung

27.05.2019 Erik



Hallo Zusammen,

seit einigen Monaten bin ich stiller Mitleser dieses Forums.

Im Juli letzten Jahres habe ich mir ein Bauernhaus gekauft, ca. 110 Jahre alt (Baupläne gibt´s nicht)
Es kam wie es kommen musste, neben vielen kleinen Überraschungen auch einige größere Hürden. Wir hatten in einigen Räumen mit aufsteigender Feuchtigkeit und Kondensatausfall zu kämpfen. Dies haben wir recht gut mit der Entfernung aller absperrenden Anstriche, Alutapeten, etc. und einer Neuverputzung mit reinem Kalkputz in den Griff bekommen. Zudem haben wir einen Ofen angeschlossen der zusätzlich dafür sorgt, das die Feuchtigkeit sich in den Räumen reduziert und durch den Schornstein abzieht.

Insg. steht das Haus auf recht lehmigem und feuchtem Boden. Wir haben in der Diele die eine oder andere Stelle, an der sich die Bodenziegel dunkel verfärben, der Lehmboden darunter ist deucht/ nass - und das zum Teil weit weg von jeder Aussenmauer.

1) Habt ihr eine Idee wie so etwas zu Stande kommt?

Nun sind wir dabei, zwei weitere Zimmer in einem älteren Gebäudeteil komplett zu entkernen. Die Alte Lehmeinschubdecke und die darunter genagelten Schilfmatten musste ich leider teilweise entfernen, da auch hier Styrorpor aufgeklebt war.

Geplant ist, Estrichverlegung, Neuaufbau der Decken, im selben Arbeitsgang Neuverlegung der Wasserver- und Entsorgung sowie Erneuerung der Elektrik.

In den beiden Räumen haben wir sowohl mit aufsteigender Feuchtigkeit, als auch mit Kondensat zu kämpfen. Die Horizontalsperre ist nicht mehr vorhanden (oder war nie da). Die Feuchtigkeit nimmt hier aber ein Ausmaß an, bei dem ich nicht glaube das wir das alleine mit einem Neuverputz in den Griff bekommen. So ist nun geplant alle Wände der Zimmer mit einer neuen Horizontalsperre auszustatten (Maueraustauschverfahren oder Sägeverfahren und dann mit 60mm? Multipor innen zu dämmen. Es handelt sich um eine 22-24 cm dünne Feldbrandziegelwand ohne weitere Dämmung o.a. Eine Aussendämmung kommt aufgrund der erhaltenswerten Fassade nicht in Frage.

2) Da die Kalkmörtelfugen sehr sandig sind, könnten wir vermutlich einfach mit einer Säbelsäge die Fuge ausschneiden. eine Sperre einlegen und neu füllen. Welchen Mörtel würdet ihr dafür verwenden. Ich habe dabei an Stopfmörtel gedacht. Wäre das i.O?.

3) Wie genau gestalte ich die Innendämmung und den Übergang zur Decke. Der Plan wäre, erst die Innendämmung zu installieren, dann die Decke, (Neuaufbau mit Hanf o. Isofloc + Dampfsperre/Bremse) davor setzen, die Dampfbremse mit dem Oberputz an die Mulipordämmung anschließen.

Den U-Wertrechner habe ich schon bemüht, soweit ich erkennen kann, berücksichtigt dieser nicht die Diffusionsoffenheit der Dämmstoffe. Wären 60mm Dämmung Multipor i.O.?


Viele Grüße

Erik



Moin



Hat niemand einen Tipp?



Mauersanierung/- abdichtung



Quellmörtel, schwindarmer Vergußmörtel oder gut erdfeuchter Mauermörtel können verwendet werden, um solche Fugen zu schließen.
Ohnehin hängt das von der Art des Gebäudes, der Ausmauerung etc ab.

60 mm Innendämmung mit Multipor, vollflächig angesetzt und fachgerecht verarbeitet ist fast immer möglich-
Schlagregenschutz und Feuchtigkeitsabdichtung vorausgesetzt.

Solche Sanierungen sollten vor Ort besprochen werden-
hier können nur allgemeine Infos gegeben werden, wobei die auch weiterhelfen