Trittschalldämmung unter Lewisplatte / Luftzirkulation

07.09.2011



Hallo an alle,
ich bin gerade dabei, ein neues Bad im Obergeschoss zu planen. Der Fußbodenaufbau erfolgt mittels Lewisplatte direkt auf der Balkenlage und Estrichbeton. Die Dielung hab ich herausgenommen, da diese Wurmstichig war. Die Balkenlage (100x200x3600 mm hochkant) ist lt. Statiker ok.
Für die Lewisplatte hab ich mich entschieden, da sie einige Vorteile gegenüber anderen Aufbauten (OSB + Armierung) hat.
Der Hauptvorteil für mich ist einfach. Ich spare 25mm im Fußbodenaufbau. Ist erstmal nicht soviel, aber da wir in allen Räumen gleiches Fußbodenniveau haben wollen und spätestens wenn man im Flur an der Treppe angekommen ist, merkt man, dass 25mmm doch recht viel sind.
Nun aber zu meiner Frage.
Müssen zwischen Balkenlage und Lewisplatte Schalldämmstreifen, oder kann man in einem Einfamilienhaus auch darauf verzichten?
Ich denke mal, Estrichbeton bringt genügend Masse mit und ist daher schon Schallmindernd. Zwischen der Balkenlage befindet sich 140mm Klemmfilz. Unterhalb der Balkenlage ist dann nur noch die alte Putzdecke und ca. 120mm tiefer abgehängte Rigibsdecke, also Hohlraum.
Sicher wollen wir nicht die Klospüle in der darunter liegenden Küche hören, aber absolut schalldicht muss es auch nicht sein.
Wenn Schalldämmstreifen sein müssen, gibt es noch Alternativen zu Sylomer?

Dann hab ich noch gleich ne zweite Frage zum Thema Wasserdampf und Luftzirkulation.
Wie oben schon beschrieben, befindet sich unter diesem Raum unsere gut genutzte Küche. Es entsteht also reichlich Wasserdampf.
Nun wurde mir vorgeschlagen, zwischen die Balkenlage Folie gegen eventuelles Abrutschen des Klemmfilzes zu tackern.
Die Folie würde aber die Luftzirkulation verhindern.
Die Decke ist 120mm abgehängt.
Reicht dieser Hohlraum aus, um den Wasserdampf z. B. in das Mauerwerk abzuführen oder kann ich bei dieser Ausführung mittelfristig mit Feuchteschäden in der Balkenlage rechnen?
Das Mauerwerk besteht aus diesen großen Betonhohlblöcken.
Die Fassade ist vom Vorbesitzer eher dürftig mit Styropor gedämmt, soll aber später ein fachgerechtes WVS bekommen.

Ich wünsche allen eine schöne Woche
Gruß
Bernd



Kondensat



Bauen Sie eine ordentliche Lüftung in die Küche ein, z.B. eine Ablufthaube mit Außenabgang. Das ist allemal besser als überschüssigen Wasserdampf in irgeneinem Bauteil zu parken.
Wegen dem Schallschutz sollten Sie sich keine Gedanken machen, wenn es ein EFH ist. Die Klospülung dämmen Sie besser über das Fallrohr und den Schacht sowie den Spülkasten.

Viele Grüße



Kondensat



Vielen Dank für die Antwort,

so dachte ich mir das schon.
Die Dunstabzugshaube hat einen Außenanschluss. Bin nur davon ausgegangen, dass die Haube nicht alles ableitet.
Zum Thema Badbau durfte ich im Vorfeld schon einige Erfahrungen sammeln. Daher weiß ich, dass die Vorwandinstallationselemente schon recht gut gegen Schall und Schwitzwasser gedämmt sind, sofern sie nicht irgend ein "Nachbau" sind. Nur mit Lewisplatten hab ich noch keine Erfahrung.
Nun bin ich auch nicht derjenige, der nur an der Preisschraube dreht, aber über Sinn und Unsinn denke ich schon nach.

Gruß aus Berlin,
Bernd



ein



Kondensat entsteht nur an kälteren Bauteileln - das NBad wird wohl hinreichend warm sein.
Aber auf Deine Kaltwasserleitungen solltest Du deine Aufmerksamkeit richten. Dort kann Kondensat enstehen, was dann irgendwohin abtropft.



Danke für den Tip



Ich isoliere grundsätzlich alle Wasserleitungen.
Warmwasser sowieso, da Zirkulation, Kaltwasser wegen "Schwitzwasser". Hab da schon etliche Meter Wasser, Abwasser und Heizung verlegt.
Da alle Leitungen vor der Wand verlaufen, ist genug Platz für Isolation.
Der Spruch "Das erste Haus baue man..." hat schon was.
Meine erste Hütte hat meine Ex... Da durfte ich auch erste Erfahrungen sammeln, insbesondere solche, was man besser lässt, grins.
Heute dürft ihr gern raten was besser ist...
Die Erfahrung oder die erste Hütte...

In diesem Sinne schönes Wochenende,
Gruß Bernd



Alternative zur Lewisplatte



wäre eine Fischbauchdecke, der Aufbau ist einfach und ist bei geringen Aufbauhöhen ideal.
Das Schallschutzthema sehe ich wie Herr Böttcher, diese ist im EFH vernachlässigbar.

Grüsse Thomas



Fischbauchdecke???



Hallo an alle,

Fischbauchdecke... wieder ein Begriff zum Googlen:-)
Die Lewisplatten hab ich schon da. Da also Trittschalldämmung auf den Balken nicht wirklich notwendig ist, brauch ich also über Alternativen zu Sylomer TSS A nicht nachdenken.
Bei ca. 8,5 Euro je Meter ohne Märchensteuer ist das eine Ersparnis, die ich dann gut woanders verwenden kann.

Vielen Dank für die Antworten,
eine schöne Woche,
Gruß Bernd