Balkendecke ab welchem Niveau-Unterschied nivellieren

10.04.2021 Mighty Mue

Balkendecke ab welchem Niveau-Unterschied nivellieren

Hallo an alle,

ich lese seit einigen Wochen viele Artikel hier im Forum und habe langsam das Gefühl immer dümmer zu werden, anstatt schlauer. Es ist wahrscheinlich der x-te Beitrag zum Thema Holzbalkendecke sanieren, aber ich habe das Gefühl genau auf einem Grat zu wandern, weshalb ich mich jetzt an euch wende (da hätte ich wohl schon eher machen sollen). Die ganze Geschichte erspare ich euch, hier der Bauzustand:

- Einfamilienhaus, BJ 1962 (DDR)
- Außenwände: 36er Ziegel-Mauerwerk
- darauf lagernd 7x20mm Balken mit Spannweite 4m und Balkenabstand 60cm (Mitte-Mitte) im Altbau und
- orthogonal dazu 15x20mm Balken mit Spannweite 3m und Balkenabstand 80cm im Anbau

Ich habe die Dielen komplett entfernt und im Altbau die Dämmung entfernt (da war von Luft über Mineralwolle, Perlit, Hobelspäne bis zu Glaswolle alles dabei, nur nix "mit Masse") und schaue jetzt auf den Einschub. Im Anbau habe ich die Füllung drin gelassen (Schlacke + Mineralwolle bis ca. 1cm unter die Balken-Oberkante.

Ich habe auf der Fläche ein relativ gutes Niveau, nur der Übergang zwischen Alt- und Neubau liegt ca. 10mm höher und eine Ecke des Anbaus ca. 7mm tiefer.

Als Verlegeebene habe ich 22mm OSB quasi geschenkt bekommen. Darauf Filz oder Holzfaserplatten als Trittschall sowie Landhausdielen.

Nun meine Frage - soll ich:
1.) seitlich Bohlen (40x120mm) anlaschen und das Niveau so gut wie möglich hinbekommen
2.) den höchsten Punkt um ca. 5mm abhobeln, um somit auf einen akzeptablen Höhenunterschied runter zu kommen
3.) die Balken so lassen - 17mm Min/Max (über 3,5m) sind für Landhausdielen ausreichend, 1.) und 2.) wäre Overkill

Lieben Dank!



Innerhalb der Toleranz



Wenn man bedenkt das für einen Estrich im Neubau 10 mm pro Meter (15mm bei 2 m) Unebenheit noch im zulässigen Bereich ist, liegst du mit 17 mm auf 3,5 m doch ganz gut.
Beim Drüberlaufen merkt man diese "Welle" auf keinen Fall und wenn die Landhausdielen deswegen nicht hohl liegen, bzw. noch runter zu schrauben sind, ohne das die Nutwange weg bricht, sollte es kein Problem sein.
Was blöd wäre, wäre wenn der Scheitelpunkt im Schwenkradius eines Türblattes liegen würde. Dann könnte es passieren, dass das Türblatt über den hohen Punkt des Bodens schleift.

Andererseits, je nachdem wieviele Meter Balken um die besagten 5 mm runter zu hobeln wären, wäre das u. U. auch nicht sooo viel Arbeit. Ich mache sowas lieber mit dem Bandschleifer und 40er Schleifbänder, quer zur Faser geschliffen, geht fast genauso schnell, kostet aber weniger Hobelmesser.... ;-)



Hier noch die Skizze


Hier noch die Skizze

Der tiefste Punkt befindet sich unten rechts, der höchste am Übergang zwischen Alt- und Neubau (2).



...und noch der Übergang selber,


...und noch der Übergang selber,

mit Absätzen und verdrehten oder runden Balken



Landhausdielen schrauben?



...kenne ich noch nicht! Ich dachte, dass geht nur mit Massivholzdielen? Damit kann man sicherlich einiges kompensieren, genauso wie mit einer vollflächigen Verleimung. Letzteres sollte wohl nur vom Handwerker durchgeführt werden und kommt somit aus Kostengründen für mich nicht in Frage.

Mein Plan war eine in der Nut verleimte schwimmende Verlegung. Und da habe ich mich gefragt, wieviel man da schon bei der Verlegung ausgleichen kann oder ob das dann hohl liegt und mit der Zeit bricht. Ich habe da was von 3mm auf 1m gelesen - und damit wäre ich mit 15mm auf 3,5m leicht drüber.

Der Verkäufer vom Klick-Parkett sagte etwas von 2mm auf 2m (?) - aber der Klick-Verbindung auf der schwingenden Holzbalkendecke vertraue ich nicht...