Belastung einer Holzbalkendecke um Schwingungen zu verringern

11.12.2005



Hallo,
schaffe mir gerade etwas Wohnraum, Grundfläche ca 40qm, die Decke besteht aus Balken 14/20 Spannweite ca 4m mit Balkonüberstand 1,4m auf der gesamten Gebäudelänge (10m). Die Balken sollen von unten komplett sichtbar bleiben und eigentlich wollte ich nur einen Aufbau mit doppelter Dielung aufbringen, da alles relativ "offen" bleiben soll und eine Schalldämmung keine Rolle spielt. Mein Problem besteht jetzt darin das meine eigentlich "kräftigen" Balken mehr schwingen als gedacht und ich jetzt nach einen Deckenaufbau suche der nicht viel aufträgt aber relativ viel Last bringt...gibt es ne Möglichkeit die Decke mit Metallplaten oder ähnlichen zu belasten???

Schon mal Danke..
M.Storch



Freie Länge



Ist die Balkenlage von 14/20 mit einer Spannweite von 10,00m durchgehend freilaufend? Keine Zwischwände im Untergeschoß? In welchen Abständen zueinander liegt die Balkenlage?
Bei 10,00m freitragend ist ein höherer Balkenquerschnitt ein Muß, oder aber ein setzen einer Zwischenwand aus Holz/Mauerwerk im darunterliegenden Geschoß!

Örtliche Gegebenheiten vorausgesetzt.

Grübelnde Grüße



schwingungen



hallo matthias stork,
ich verstehe dich so:
deine Deckenbalken spannen von einem Auflager ( innenwand) bis zum auflager ( aussenwand) über 4 m. dazu kommt ein kragarm von 1,4 m über die Aussenwand hinaus, der den Balkon ausmacht ( wie sind denn die auskragenden deckenbalken ( balkon ) im Wandaufbau berücksichtigt ). die balkonlänge ,rechtwinklig zu den deckenbalken beträgt 10 m. (wahrscheinlich über mehrere räume) das achsmaß - Abstand der deckenbalken zueinander ist nicht benannt ( ich schätze mal - so ca 70 - 80 cm bei deinem holzquerschnitt wären erforderlich )
ich gehe bei deiner beschreibung von einem einfeldträger aus, der auf der Innenwand gestoßen ist ( oder liegen die deckenbalken von aussenwand zu aussenwand mit einem mittleren auflager ( innenwand ) auf , und wie lang sind sie dann . dann hättest du einen zweifeldträger, der mit geringeren querschnitten auskommt.
ich halte jedoch, grob überschlagen, den balkenquerschnitt erst einmal für ausreichend , wenn auch knapp, für den ersten fall.
da Holz nun einmal elastisch ist, wird diese decke erst einmal schwingen, wenn sie nicht beschwert wird. dies geht über eine doppelte dielung ( warum doppelt ) nicht. du benötigst wahrscheinlich eher einen einschub als einen schweren aufbau noch oben drauf , der dir ein wenig der balkensichtfläche von unten nimmt, jedoch gewicht aus lehmziegeln oder geglühtem Sand o.ä. schwerem, aufnehmen kann. der einschub kann aus N+F Brettern, , osb Platte mit Putzträger und zugehörigem aufbau o.Ä bestehen, je nachdem, was du von unten sehen möchtest. metallplatten auf einer Holzbalkendecke ist mir doch sehr befremdlich. na ja, vielleicht sind meine vorschläge ins blaue, sprich – ohne dein objekt zu kennen , ne diskussionsbasis. Grüße aus bochum , uwe schlauch



Grundlagen der Physik



Die Last kommt - die Schwingung bleibt!

Dünne Saite (z.B. Gitarre) schwingt genauso, wie eine dicke Saite der Gitarre!
durch das Auflegen vo gewicht wird der Balken "dicker" aber deshalb nicht starrer!
entweder Bauhöhe vergrössern; oder durchgehendes Stahlteil (starr und gut verbunden) einbauen oder Schwingungslänge unterbrechen - d.h. Mauer oder Träger oder Stütze(n) drunter stellen!

Viel Spass dabei!

Florian Kurz

P.S. bin selbst in einem Haus aufgewachsen, dessen Böden sehr dünn waren und geschwungen haben - let ist swing - und die Stereoanlage an die Wand schrauben!



Weitere Baudaten



Hey,
bin begeistert das schon jemand geantwortet hat: DANKE!!! Hab noch ein paar Daten (Uwe hat's genau erkannt!) Spannweite beträgt 4m dann Auflage auf Mauer 0,36m und dann 1,4m Balkonüberstand, was die Maße angeht ist die Lichteweite der Fächer 0,65m außerdem sind die Balken aus BSH, da ich keine stützenden Mauern habe, wie gesagt..soll alles offen bleiben. Im Prinzip zwei große Räume, unten offene Küche mit Essecke und oben Stube/Schlafzimmer...(Bad kommt in einen Nebenraum;)
Das mit dem Metall is auch eher ne fixe Idee...möcht halt den Aufbau mit einem Einschub vermeiden.
Gibt's einen Anhalt für nen Deckenauf der relativ viel bringt (hatte zuerst über: Sichtschalung+ Seekieferplatten+ 2mm Trittschaldämmung+ Dielen nachgedacht..was am Ende ca 6cm hoch wäre...)

Grüsse
Matthias



Schwingende Deckenbalken



Dachog. Gleich vorne weg. Ich würde es so machen, muß keiner so machen. Kreuzweise Windrispenband von einem Auflagerpunkt des Balkens auf das gegenüberliegende Auflager des Nachbarbalkens spannen. Spanngeräte dafür kann man ausleihen. Entsteht eine Art Sprengwerk. Rispenband kann auch über 3 oder 4 Balken gehen, Haupsache diagonal und unter großer Spannung. Auch würde ich mittels Sparrenanker die Deckenbalken auf den Auflagern fixieren. Mfg ut de Oltmark.



let the swinging be ;o))



Nach meiner Erfahrung hilft hier nur eine Erhöhung des Querschnittes.
Alle Aufbauten belasten mit ihrem Zusatzgewicht ( ob Metall- oder Fermacellplatten oder was auch sonst ) die Balken. Masse würde nur für den Schallschutz von Bedeutung sein. Wieviel Platz bleibt denn nach oben für zusätzlichen Aufbau?
Denkbar wäre doch z.B. eine Sichtverschalung auf die bestehenden Balken, darauf dann deckungsgleich nochmal einen Balken z.B. 12/18 o.ä und diese beiden Balken dann miteinander verschraubt. In den Zwischenbereich kann "Masse" eingebracht werden, und obendrauf ne Dielung o.ä.

Gruß

Martin


Zimmermeister