Wärmedämmung Dachboden

12.02.2006



Hallo,
wer kann mir bei den folgenden Fragen einen Rat geben?
Ich will den Boden oberhalb des ausgebauten Dachgeschosses wärmedämmen.
Bisheriger Istzustand:
- Gipskartonplatte
- Lattung
- Kehlbalken ca. 14 cm hoch
- Holzbretter (werden entfent)

Neue angedachte Maßnahmen:
- Gipskartonplatten entfernen
- Dampfbremse anbringen
- Konterlattung
- neue Gipskartonplatten befestigen
- 14 cm Mineralwolle zwischen die Balken einlegen

- zusätzlich neue Balken 15 x 6 cm aus statischen Gründen q u e r zur bisherigen Balkenlage von Mittelpfette zu Mittelpfette Verlegen und dazwischen eine zusätzliche Wärmedämmung von 12 cm einbringen (3 cm Luft verbleiben dann noch, die als Luftzirkulationspuffer dienen kann.
- das ganze mit Spanplatten abdecken, die mit 3 cm Abstand zueinander verlegt werden, damit nach außen hin eine Luftzirkulation entsthen kann.

Und hierzu meine Frage:
Da die alten Kehlbalken auch von oben her mit Dämmmaterial überdeckt werden, habe ich die Befürchtung, daß die Balken evtl. im "nassen" Bereich liegen und Schaden nehmen können. Sind meine Befürchtungen zutreffend oder passiert den Balken nichts, da ja die ganze Sache nach oben hin diffuisionsdurchlässig ist?

Ich freue mich über jede hilfreiche Antwort und sage im voraus Danke.



Erst noch ein paar Fragen:



- Die Kehlbalken verlaufen parallel zu den Mittelpfetten?
- Aus welchen statischen Günden müssen noch einmal quer Balken eingezogen werden (von Mittelpfette zu Mittelpfette)?
Diese werden dann die Mittelpfetten zusätzlich belasten. Gibt es einen Statiker an der Baustelle, der das überprüft hat?
- Wenn innen eine Dampfbremse eingebaut wird, warum dann die Spanplatten unterlüften? Wie wäre es mit Rauhspundbrettern statt Spanplatte (etwas diffusionsoffener)? Auch OSB wäre eine Alternative.



Wärmedämmung Dachboden



Sehr geehrter Herr Heim,

ja, die Kehlbalken verlaufen parallel zu den Mittelpfetten.
Die neuen Rähmchen werden links und rechts auf den Mittelpfetten aufgelegt und gleichzeitig alle Kehlbalken (evtl. mit Unterfütterung als Ausgleich) mit verschraubt. Dadurch entsteht eine neue und total ebene Fläche, die nach unten hin wie gewohnt abgestützt ist. Statisch bereits überprüft.

Meine Sorge gilt den "mit Wärmedämmung überzogenen" Kehlbalken, damit sie nicht in den Taubereich geraten.

Ihrer Antwort entnahm ich allerdings, daß Sie diese Sorge nicht sehen. Sollten Sie mir andere Vorschläge machen können, bitte ich um Ihre geschätzte Antwort.

Die Spanplatten muß ich verwenden, weil ich sie vor Monaten bereits gekauft habe.

MfrGr
Tom



Wenn die Statik



geklärt ist, spricht nichts gegen ihr Vorhaben. Achten sie darauf, dass die Dampfbremes an den geplanten Aufbau angepasst ist. Gegebenenfalls kann dies ihr Statiker in einer kleinen Berechnung überprüfen.Achten sie auch darauf, dass die Dampfbremse sauber verarbeitet und in allen Überlappungen und Anschlüssen verklebt ist, dann kann den Hölzern in der Decke nichts geschehen.
Als Alternative zur Mineralwolle würde ich ihnen aber noch die Zellulose-Einblasdämmung empfehlen. Sie hat bessere Physikalische Eigenschaften und sie halten sich die Fasern der Mineralwolle aus dem Haus.